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Lilies Diary | 29. November 2017

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1 Kommentar

Tannerhof – Im Einklang mit Körper, Geist und Seele – Dahoam is da wos Gfui is

Christine

Ich werde langsam geweckt vom Vogelzwitschern und der leichten Brise frischer Bergluft, die durch das geöffnete Fenster in mein Zimmer weht. Naja gut, vielleicht auch, weil mein Wecker klingelt. Mein erster Blick schweift hinaus durch die riesigen Fenster meines Turmes, hinaus auf die Bergspitzen, die noch mit Wolken umringt sind. Tief einatmen, ausatmen – die Bergluft ist etwas Feines. Ich mache mich fertig, gehe zur Tür hinaus und werde von einer schnurrenden Katze begrüßt. So beginnt der Morgen auf dem Tannerhof.

Tannerhof – Das Dorf im Dorf

Ich laufe die Straße hinunter zum Hotel, vorbei an den drei Islandpferden, die ihre letzten Jahre auf dem Tannerhof verbringen. Vorbei an den schmatzenden Dexter-Rindern, die genüsslich ihr Frühstücksheu knabbern, und vorbei am schüchternen Lama, das auf seiner schneebedeckten Wiese herumtollt. Eins fällt auf – Stille. Keine Abgase, kein Gehupe, keine Autos. Die Wege zu den Hütten und Türmen dürfen nicht mit dem eigenen PKW passiert werden. Es soll ein Ort der Entspannung und Erholung sein. Das ist er, das Versteck in den Bergen.

Tannerhof

Ich fühle mich, als laufe ich durch meine neue Nachbarschaft, schlendere an den Hütten vorbei, aus denen der Kaminqualm empor steigt, auf meinem Weg zum Dorfkern, dem Hotel. Auf dem Gehweg treffe ich ein paar andere Besucher, es wird gegrüßt, wie es sich für Dorfbewohner gehört.

Durch den Hintereingang gelange ich ins Hotel, vorbei an der Hotelhistorie in Bildern laufe ich durch den Korridor. Auch hier fällt eins auf – die Stille. Kein Klingeln vom Telefon. Hier herrscht handyfreie Zone. Zum Abschalten genau das Richtige. Internet gibt es hier nur im Arbeitszimmer. Ich laufe in die Orangerie, andere Gäste sitzen alleine oder wurden zu Gruppen zusammen gesetzt, ganz nach Belieben. Auf meinem Weg zum Frühstücksbuffet luke ich in den Fastenraum hinein, eine kleine Gruppe sitzt gemeinsam an ihrem Tisch und unterhält sich.

Hier unsere Video zum Tannerhof und Oberbayern

 

Tannerhof – Der erste Küchengenuss

Das Bio-Frühstücksbuffet ist üppig gedeckt mit regionalem Käse (Kuh, Schaf, Ziege), Obst, Kräuterquark, Advocadodip, Marmelade, Nougatcreme und selbstgemachtem Müsli. Das Vollkornbrot schneide ich mir frisch von der Stange. Den Frischkäse portioniere ich mir daneben, der Rest des Tellers wird mit Kiwi und Orangen befüllt und das Schälchen Müsli darf nicht fehlen. Ein Glas erfrischendes Ingwer Wasser und ein heißer Tee lässt uns den Tag willkommen heißen, natürlich alles ganz in Ruhe. Jede Servicekraft dieses Resorts hat eine ruhige Aussprache, ich spüre keine Hektik, trotz Arbeitsalltag für das Personal. Am schwarzen Brett im Eingangsbereich stehen verschiedene Bewegungs-, Kultur- oder Wellnessprogrammpunkte zur Verfügung. Langeweile gibt es so gut wie nie, und wenn, dann ist sie nirgendwo schöner als am Tannerhof.

Wie wäre es mit ein bisschen Aqua Gymnastik im hauseigenen Schwimmbad? Danach eine Einweisung in den Fitnessraum oder ein paar Aufgüsse in der Damensauna? Nach der Entspannung eventuell Nordic Walking in einer kleinen Gruppe und danach richtig auspowern mit Kraft und Ausdauer-Training mit dem Theraband? Zum Abend hin wartet ein schönes Entspannungsbad oder eine Runde Pilates.

Tannerhof – Im Urlaub zum Arzt

Der Tannerhof bietet verschiedene Angebote an: ob Wellnessurlaub, Fastenkur, Low Carb oder Nie-wieder-Burn-Out. Alles begleitet unter ärztlicher Aufsicht. Burgi, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren, Ernährungsmedizin, und Roger, Facharzt für innere Medizin, leiten das Biohotel mittlerweile in der vierten Generation. Auf dem gesamten Tannerhof findet sich Kunst wieder. Ob das Gürkchen im Glas, eingelegte Schuhe, drei Meter hohe Skulpturen oder Bilder an den Wänden, jeder Meter hat Neues zu bieten. Hier bemerke ich die Liebe des kunst- sammelnden Ärztepaares, sie steckt im Detail.

Tannerhof – Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt

Das Menü steht seit dem Vormittag auf der Tafel im Flur. Das perfekte System für Menschen, die sich nicht gut entscheiden können, mich inbegriffen: Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.
Wie früher bei Mutti, da gab es selten Mitspracherecht. Der Tannerhof arbeitet auf diese Weise, um nachhaltiger zu wirtschaften. Trotzdem hatte ich die Möglichkeit, sollte ich allergisch, vegetarisch oder vegan sein, mein Menü alternativ mit der Küche zu besprechen und abzuändern. War in meinem Fall nicht nötig und ich aß, was auf den Tisch kam. 100 % Bioqualität verspricht das Hotel als Mitglied der Biohotels, mit eigener Landwirtschaft mit Hochland- und Dexter-Rindern.

Tannerhof  – Fühl dich wie Zuhause

Nach unserem Abendessen gesellen wir uns zu den anderen Hotelbewohnern in das Herzstück des Tannerhofs, das Wohnzimmer. In einer Mischung aus Moderne und Gemütlichkeit sitzen wir da mit unserem Glas Wein und lauschen dem Knistern vom Kamin. Die Musik kommt aus der Jukebox. Jemand legt eine neue Platte auf, während jemand anderes sich um das Lodern des Feuers kümmert. Eine gemütliche und familiäre Atmosphäre. Mit einem Glas Wein in der Hand und Hausschuhen an den Füßen, fühle ich mich fast wie Zuhause.

Ob alleine reisend oder als Familie, ob eher introvertiert oder extrovertiert. Der Tannerhof bietet mit seinen 9 – 36 Quadratmeter großen Zimmern und Hütten einen Rückzugsort. Wer seine Ruhe genießen möchte, tut dies in den modernen Türmen mit Aussicht auf die Bergspitzen oder in den heimeligen Zimmern der Hütten – mit Kamin und Schlafgemach in der Nische.

Die wunderschöne Taubenhütte von außen…

Und so gemütlich von innen!

Ein Traum!

Tannerhof – Back to the roots

„Die Hippies von damals … “, heißt es in der Imagebroschüre vom Tannerhof, die in der Infobox auf dem Schreibtisch, in meinem Zimmer steht. 1904 kauften der Lungenfacharzt Christian und seine Frau Barbara Von Mengershausen das Anwesen in Bayrischzell. Zurück zur Natur war die große Vision hinter dem Kauf und durch Pfarrer Kneipps Naturheilkunde wurde der Tannerhof zum Kurheim. Der Natur am nächsten waren schon 1905 die ersten Gäste in den frisch erbauten Hanghütten. Nach dem sich weitere zwei Ärztegenerationen mit eingebracht hatten und den Hof nach und nach weiter ausgestattet und ausgebaut haben, war 2004 ein Kurhaus wie dieses nicht mehr zeitgemäß.

Die Häuser brauchten eine Runderneuerung und Burgi und Roger gefiel der Gedanke „zurück zu den Wurzeln“. In Zeiten von »oberflächlicher Wurschtigkeit« und Übermaterialisierung sehnt man sich nach weniger statt mehr. Die Berge nicht zu verschandeln lag dem Ärztepaar am Herzen. Es wurde keine freie Stelle geschaffen, um die neusten Behausungen zu bauen, sondern ein geeigneter Platz wurde gesucht und gefunden. So kann die Landschaft in ihrem Ursprung bleiben.

Tannerhof – Fazit

Und das macht ihn aus, den Tannerhof: zwischen Designermöbeln, Funktionalität und Gemütlichkeit liegt diese Atmosphäre der Entspannung in der Luft. Der Tannerhof bietet alles, was man braucht.
In einer Zeit, in der Hektik den Alltag dirigiert, in der jeder immer erreichbar sein muss und sofort alle News noch vor dem ersten Augenaufschlag erfahren möchte, kommt man am Tannerhof auf null. Hier merke ich, wie schön das Leben aufs Wesentliche beschränkt ist. Dem Hier und Jetzt, dem Einklang mit sich, Körper, Geist und Seele.

Auf der Webseite vom Naturhotel Tannerhof findet ihr jede Menge Informationen.

Mehr Fotos vom Tannerhof:

Schon das Frühstücks-Buffet lässt keine Wünsche offen!

Das Vogelhäuschen vor der Hütte.

Eine Hütte für nur eine Person – die Taubenhütte.

Holz für den Kamin.

Hier wird der Traum vom Turmzimmer wahr.

Tolle Architektur und tolle Aussicht aus dem Turm ins Tal!

Das Haupthaus vom Tannerhof.

Die Nachbarn.

Einblicke ins Dorfleben.

 

Abends am Kaminfeuer.

Gegessen wird, was auf den Tisch kommt.

Eine vegane Variante ist immer dabei!

Das knistern vom offenen Feuer…

Schuhe aus und rein in die Hütte.

Die Orangerie vom Tannerhof.

Dieser Post ist in Kooperation mit Oberbayern entstanden und der Kampagne Alpine Heimat.


Die Fotografin:

Farina-Lilies Diary

Sauerland, ihr Herz schlägt für das Sauerland. Farina – fröhlich, kreativ und … Ich liebe Essen,am liebsten Käsesauce. Ich Gourmet. Ich hab mehrere große Lieben neben dem Essen. Meistens sind sie sehr haarig: mein Pflegehund Thorin, mein Pflegepferd Ramses und auch mein Partner ist sehr haarig im Gesicht. Mein größtes Hobby konnte ich zum Beruf machen, das Filmen! In meinen Filmen erzähle ich Geschichten. Kleine und große, leise und laute, gewöhnliche und verrückte. Mittlerweile erzähle ich diese Geschichten auch in Schriftform. Ich mag den Adrenalinkick, stehe auf Loopings in Achterbahnen und auf gutes Design jeglicher Form.

Kommentare

  1. oh das klingt alles ganz traumhaft! wie gerne wäre ich jetzt da und würde nicht im büro sitzen. :-) auf jeden fall ein ziel, das ich mir merken muss. ideal wäre es natürlich, wenn hunde auch mit urlaub machen könnten.
    liebe grüße, kathy

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