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Lilies Diary | 29. März 2017

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2 Kommentare

5 Dinge, die man im wundervollen Porto unbedingt machen sollte

Katharina

Katharina liebt ganz viele Dinge ziemlich leidenschaftlich. Sehr weit oben auf ihrer Lieblingssachen-Liste stehen dabei das Reisen und das Schreiben.

Porto, diese wunderschöne Stadt, wird heillos unterschĂ€tzt. WĂ€hrend Lissabon mittlerweile von zahlreichen Touristen von nah und fern besucht wird, halten sich in Porto die Touristenströme noch in Grenzen. Mit fast 250.000 Einwohnern ist sie die zweitgrĂ¶ĂŸte Stadt des Landes und zudem die Namensgeberin Portugals. Mittlerweile gibt es viele deutsche FlughĂ€fen, von denen aus Porto regelmĂ€ĂŸig und zu bezahlbaren Preisen angeflogen wird. Deswegen lautet der erste Tipp: Hinfahren!

Stadtpanorama

Wir sind beispielsweise von Hamburg aus mit Ryanair geflogen. Als ich die Stadt im letzten Dezember zum ersten Mal besuche, kenne ich bereits Lissabon – eine Stadt, in die ich mich vor einigen Jahren sofort heftig verliebt habe. Dementsprechend erwarte ich nicht allzu viel von der kleineren Schwester im Norden des Landes. Doch ich werde mehr als positiv ĂŒberrascht. Und auch meine Freundin Judith, die mit mir reist, erliegt dem Charme der rauen Schönheit.

2. Ziellos durch die Straßen der Innenstadt laufen

Als wir unseren Trip nach Porto planen, haben wir keinerlei Ahnung, was wir dort anschauen möchten. Nicht einmal ein ReisefĂŒhrer liegt in meinem Koffer, was fĂŒr mich schon extrem ungewöhnlich ist. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass der deutsche Buchmarkt hier so gut wie nichts anbietet. Trotzdem finden wir schnell heraus, dass man die Straßen in Portos Innenstadt ohne Plan und ohne Ziel durchstreifen kann. Als einzige Orientierung solltet ihr euch vielleicht vornehmen, irgendwann am Fluss, am Rio Douro, anzukommen. Die Straßen, Gassen und HĂ€user, die euch auf dem Weg dorthin begegnen werden, sind von einer atemberaubenden Farbenvielfalt geprĂ€gt. Ich habe immer sprachlos vor Staunen, wĂ€hrend ich durch Porto lief – die Kontraste haben mich einfach fasziniert. Es gibt imposante, neu renovierte GebĂ€ude, aber ebenso auch alte, halb verfallene HĂ€user. Aber genau diese GegensĂ€tze sind es, die den einzigartigen Charme des Stadtbildes ausmachen. Also, lasst euch treiben, schaut, diskutiert, fotografiert, analysiert, fantasiert
 Porto macht kreativ!

Kacheln

HĂ€userfliesen in Porto

HausZitrusbÀume

WĂ€schehaus

3. Am Wasser spazieren gehen und auf die malerische Stadtkulisse blicken

Fast noch schöner als durch die Stadt zu laufen, ist es, auf die Stadt zu blicken. Portos Panorama ist sagenhaft. Und nicht zuletzt die Bilder dieses Anblicks hatten mich zu dem Entschluss gefĂŒhrt, dorthin zu reisen. Als ich den Namen Porto googelte, tauchten sie als erstes auf, und es war augenblicklich um mich geschehen. Im Real-Life ist das Ganze dann natĂŒrlich noch viel schöner. Einen tollen Blick auf die Stadt hat man auch von der BrĂŒcke aus, der Ponte Dom Luis I. Sie verbindet das Nord- und SĂŒdufer und dient genauso als Eisenbahn- wie auch als FußgĂ€ngerbrĂŒcke. Aber Vorsicht: Wer nicht ganz schwindelfrei ist, könnte sich in den sagenhaften Höhen der BrĂŒcke etwas mulmig fĂŒhlen. So ging es mir, da ich immer wieder von Höhenangst geplagt werde. Weniger Probleme bereitete mir dagegen die Fahrt mit der Seilbahn, der TelefĂ©rico de Gaia. Aus den Gondeln hat man ebenfalls einen wundervollen Blick auf den Fluss, die Uferpromenade und die Altstadt von Porto.

BlickSĂŒdseite
4. Kaffee trinken und Eis schlecken

Latte Macchiato und Milchkaffee waren ja lange die Hipster-GetrĂ€nke schlechthin, besonders in den Varianten laktosefrei oder mit Sojamilch. Mittlerweile sind diese KaffeespezialitĂ€ten schon lĂ€ngst wieder out, aber trotzdem weiterhin Nummer eins auf der Liste meiner LieblingsgetrĂ€nke. Ich gestehe, dass ich seit vielen Jahren sĂŒchtig bin. Wie gut, dass es in Portugal an jeder Ecke „CafĂ© com leite“ gibt. Der Preis ist meist sehr erschwinglich und fast jedes dieser HeißgetrĂ€nke schmeckt köstlich – viel besser als die deutsche Variante. Ich laufe somit fast immer mit einem Becher Milchkaffee durch die Straßen, abgelöst von einem Becher Eis. Denn auch das „Gelado“ hier ist ein ganz anderes Geschmackserlebnis als das heimische. Also unbedingt ein paar Kugeln Karamell, Pistazie und Amarena (meine persönlichen Favoriten) in der Altstadt kaufen und mit zum Douro nehmen. Da ich ja leider Gluten nicht so gut vertrage, konnte ich die zahlreichen köstlich aussehenden Backwaren, die an jeder Ecke locken, leider nicht probieren. Doch das hat meine Reisepartnerin ausgiebig fĂŒr mich ĂŒbernommen. Und auch diese sollen köstlich sein.

PanoramaMitBaum    

Wunderschöne Aussicht.

Hauskulisse  5. Bis zum Morgen Feiern gehen

„Party in einer Stadt wie Porto – lohnt sich das ĂŒberhaupt?“. Das war eine Frage, die ich mir zunĂ€chst gestellt habe. Ich gehe ja ohnehin nicht mehr so oft feiern – warum dann also ausgerechnet hier? Kurz nach unserer Ankuft nachts um 2 Uhr, entscheiden wir uns, nur noch eine kleine Runde zu drehen, um einen ersten groben Eindruck von der Stadt zu bekommen. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen: unser Apartment liegt mitten im Bar- und Ausgehviertel Ribeira. Und obwohl es Winter ist und regnet, sind die Straßen voll mit jungen Menschen, die trinken, reden und lachen. Also Ă€ndern wir spontan unseren Plan. Wir ziehen von Bar zu Bar, wĂ€rmen uns auf, trinken etwas, beobachteten die Leute und kommen schnell ins GesprĂ€ch mit den Einheimischen. Na ja, sagen wir den einheimischen MĂ€nnern – denn diese sind offensichtlich ganz wild darauf, Touristinnen kennenzulernen, wie wir im Laufe des Abends noch des Öfteren feststellen werden. Dann gegen 4 Uhr ist plötzlich Schicht im Schacht – die Bars leeren sich schlagartig, das Licht geht an, und das, obwohl wir doch quasi gerade erst angefangen haben! Also weitersuchen, durchfragen, in der Hoffnung, dass noch die eine oder andere „Absteige“ aufhaben könnte. Doch es kommt viel besser, denn ein junger sympathischer Mann auf der Straße vor einer der Bars gibt uns DEN Tipp: das „Tendinha“. Und so landen wir, in der Erwartung einer mittelmĂ€ĂŸigen halbleeren Location, in einem proppenvollen Indieclub, und werden mit unserer Lieblingsmusik begrĂŒĂŸt. Also heißt es fĂŒr die nĂ€chsten drei Stunden tanzen, lachen, trinken, schwitzen und, last but not least, immer wieder extrem hartnĂ€ckige Typen abwehren. Doch um 7 Uhr geht dann nichts mehr bei uns. Meine Beine tun weh und mein Kreislauf leidet merklich unter der schwĂŒlen Hitze des Clubs. HĂ€tten wir noch weiter feiern wollen, wĂ€re das jedoch kein Problem gewesen – das Tendinha ist immer noch gut gefĂŒllt als wir aus der TĂŒr hinaus treten und in die frische Morgenluft hinaus schreiten. Ach Porto, dein Morgen ist genauso lieblich wie deine Nacht.

BlickDurchFenster
IchVorWand

 

Katharina

 

Katharina liebt ganz viele Dinge ziemlich leidenschaftlich. Sehr weit oben auf ihrer Lieblingssachen-Liste stehen dabei das Reisen und das Schreiben. Klar, dass sie also schon lange begeisterte Reiseblogleserin ist und auch bei „Lilies Diary“ seit den AnfĂ€ngen der Seite mitliest. Und irgendwann wollte sie dann auch aktiv dabei sein, um hier ĂŒber die Dinge zu berichten, die sie erlebt und die sie bewegen.

SchriftzugPorto

Kommentare

  1. Porto ist eine sehr vielseitige Stadt, mit zahlreichen historischen aber auch modernen Bauten. Es gibt hinter jeder Straßenecke etwas neues zu entdecken. Mir persönlich hat es dort besser gefallen, als im touristisch doch schon sehr ĂŒberlaufenen Lissabon.

  2. Katharina

    Ja, Jörg…wie ich in dem Artikel schrieb…ich liebe beide StĂ€dte. MĂŒsste ich mich jedoch entscheiden, dann wĂŒrde ich vermutlich Porto auch den Vorzug geben:-)

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