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Lilies Diary | 26. März 2017

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1 Kommentar

06.04.2010 Sich kennen

Christine

Ich denke jeder hat sich schon einmal gefragt, was man braucht um glĂŒcklich zu sein, oder? Ich tue das gelegentlich und ich gebe zu, ich habe mich auch schon so oft geirrt. Bei einer Sache bin ich mir aber sicher. Wenn man sich kennt, ist man glĂŒcklicher. Aber was ist „sich kennen“? Ich denke wenn man weiß was einem gut tut und was man lieber lassen sollte. Wieviel man vertrĂ€gt und wann es zu viel ist. Jeder hat Angewohnheiten die einem ĂŒberhaupt nicht gut tun, in die man aber immer wieder zurĂŒck fĂ€llt. Die Kunst ist es dann zu merken wenn man wieder in eines seiner Schemen rutscht und sich dann immer wieder zu sagen: Hör auf damit! Ist zwar sehr anstrengend seinen eigenen Moralapostel zu spielen aber es bringt was und wenn man sich selbst zwingt damit aufzuhören geht es einen definitiv besser.
Mein Schema, in das ich immer wieder rein falle: zu viel nach zu denken.
Meist ĂŒber Sachen auf die ich im Moment sowieso keine Antwort habe und die ich dann meistens sehr negativ-skeptisch auslege, anstatt neutral… Ich kann einfach schwer glauben, dass einfach mal alles gut laufen kann. Ohne Haken, ohne Drama und böses Ende.
Aber ich arbeite dran und muss auch sagen, ich habe schon große Fortschritte gemacht : )

Jetzt bin ich aber auch soweit mich zu fragen ob das Blog schreiben mir wirklich so gut tut. Vielleicht fĂŒr die Seele aber auch fĂŒrs Leben?

Ich muss drĂŒber nachdenken und werde mir eine kreative Pause gönnen.

Aber keine Angst, irgendwas wird weiter passieren auf den Blog. Ich möchte nur mal versuchen wie es ist seine Gedanken fĂŒr sich zu behalten ;)

Kommentare

  1. Anonymous

    Richard Sennett ĂŒber die "Tyrannei der IntimitĂ€t"(…)"Manchmal wenn ich mich durch diese Weblogs klicke, wo Menschen alle Aspekte ihres intimen Lebens online veröffentlichen, kommt es mir vor, als wĂŒrden sie MĂŒll in einen Abfalleimer, in dem Fall in ihren Computer, tippen", meint Richard Sennett, der ĂŒber die Gefahren dieser "Ideologie der IntimitĂ€t" bereits vor mehr als 30 Jahren schrieb, als das Internet in seiner heutigen Form noch nicht einmal gedacht wurde.

    "Die Dinge, die einem wirklich wichtig sind, behandelt man mit mehr Achtsamkeit. Nicht so wie dieses endlose Berichten aller Details des alltĂ€glichen Lebens. Es ist ein unermessliches Ödland an GestĂ€ndnissen und Offenbarungen, das diese Blogs ausfĂŒllen." Die private GeschwĂ€tzigkeit gefĂ€hrdet das, was bereits JĂŒrgen Habermas eine "kritische Öffentlichkeit" nannte.
    (…)

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