Berlin 2014. Ich komme aus Bayern und fahre Sonntagabend in die Stadt. Das Navi zeigt mir an, dass ich in 30 Minuten zu Hause bin. Es lügt. Mindestens eine Stunde brauche ich, bis ich mich durch die unendlichen Baustellen geschlängelt habe und dann kommen noch 30 Minuten Parkplatzsuche oben drauf. Sonntagabend, Parkplatzsuche in Friedrichshain, ein Albtraum. Wie eine Katze liege ich auf der Lauer und fahre mit meinem Auto zum hundertsten Mal um den Block mit der Hoffnung, dass jetzt nicht jeder gemütlich auf dem Sofa vor dem Tatort sitzt, sondern irgendeiner noch wegfährt und mir Platz macht in der viel zu kleinen Stadt und dabei ist Berlin schon die größte.

Ford-Studie

Irgendwie bin ich es leid, mich über die immer wiederkehrenden Probleme wie Platzmangel, Baustellen und Stau aufzuregen, aber es scheint keine Lösungen zu geben und immer schlimmer zu werden. Wie wird es hier wohl in 20 Jahren aussehen? Müssen dann Wohnhäuser abgerissen werden, damit man Parkhäuser bauen kann, um zu vermeiden, dass es Tote bei der Parkplatzsuche gibt?
Nein. Angeblich genau das Gegenteil. Es werden Parkplätze umgewandelt in Grünanlagen, weil man sie nicht mehr braucht. Grüne Flächen, auf denen wir dann unser Gemüse anbauen können. Ich kann mir das noch nicht so richtig vorstellen, aber Martin Randelhoff ist sich da sicher. Er ist Mobilitätsblogger und hat mit seinem Blog „Zukunft Mobilität“ sogar einen Grimme Award gewonnen. Er macht sich doppelt so viele Gedanken wie ich, über die urbane Mobilität in Berlin und schreibt darüber in seinem Blog. Ich habe ihn in Berlin getroffen. Wir sind Auto gefahren, Autoscooter und haben uns unterhalten über die Zukunft, wie Berlin aussehen wird, ob in 10 Jahren überhaupt noch jeder ein Auto besitzen darf und wo dann die Autos parken.

Was den Leuten wichtig ist, das hat Ford in seiner Automotive Zeitgeist Studie herausgefunden, die heute veröffentlicht wird. Es wurden u.a. 1000 Millenials im Alter von 18 und 34 Jahren zu vier verschiedenen Themenclustern befragt: Fahrgefühl 2025, Zukunft der Mobilität, Individualisierung und eben Zukunft der Urbanen Mobilität. Millenials, das ist die Generation Y. Genau wie mich, stören 68% der Befragten der Parkplatzmangel und 47% sehen in Carsharing die Zukunft und die Lösung solcher Probleme. Außerdem möchten wir ein gutes Gewissen gegenüber der Umwelt haben, beim Autofahren. Das kann ich bestätigen. Als Vertreter der Generation Y habe ich mich mit einigen Fragen zu dem Thema beschäftigt und Videos gedreht. Wie die Mobilität der Zukunft aussieht, das könnt ihr im Post „Kann ich bald hinter dem Steuer sitzen und schlafen?“ nachlesen. Mehr zum Thema erfahrt ihr unter #bereitfuermorgen

4 Kommentare

  1. hallo Christine , ich weiß mein Opa hat vor 50 Jahren immer gesagt irgendwann
    können die Autos fliegen wie kleine flugzeuge er träumte davon
    so nach dem motto ich erleb das nicht
    und so wie es aussieht wir auch nicht schade
    Dir lg

  2. Zur Besichtigung einer neuen Wohnung gehört für mich auf jeden Fall die Parkplatzsituation mit dazu. Da kann die Wohnung noch so schön sein, wenn ich nirgends parken kann, dann taugt das nichts

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