In Heidelberg liegt ein magischer Liebeszauber, dem auch schon viele Dichter und Komponisten verfallen sind. „Ich hab‘ mein Herz in Heidelberg verloren … Mein Herz, es schlägt am Neckarstrand.“, sang Fred Raymond über diese wundervolle Stadt und bezeichnete sie als deutsches Paradies. Und tatsächlich, auch ich habe mich Hals über Kopf in sie verliebt.

Liegt es an dem milden Klima? Den heimeligen Gassen? Oder den vielen Japanern und Amerikanern? So ganz genau weiß ich es nicht, aber binnen Sekunden fühle ich mich in Heidelberg wie im Urlaub. Die Stadt hat so etwas ganz Besonders und Eigenes. So hochromantisch kitschig aber doch bodenständig und authentisch. Es ist eine Atmosphäre und Stimmung, die ich sonst aus deutschen Städten nicht kenne. Deshalb fühlt es sich auch so sehr nach Urlaub an – es ist so anders, so schön, so entspannend und neu. Ich empfehle euch, mindestens drei Tage in Heidelberg zu bleiben, um möglichst viele der Heidelberg Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Was ihr auf keinen Fall verpassen dürft, erfahrt ihr hier. Viel Spaß!

Heidelberg-Kulisse

Heidelberg Sehenswürdigkeiten entdecken mit der HeidelbergCARD

Doch was ist es, das Heidelberg so besonders macht? Für mich ist es ihr ganzer Charme, das einzigartige Flair. Ihr müsst diese Stadt erleben, um die Antwort zu verstehen. Und für alle, die genau das vor haben, gibt es hier ein paar Tipps für ein Wochenende in Heidelberg. Was ich euch jetzt schon empfehlen kann, wenn ihr z.B. ein Wochenende in Heidelberg plant, ist die HeidelbergCARD. Damit habt ihr freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Stadtgebiet, viele Ermäßigungen auf Heidelberg Sehenswürdigkeiten und das Schlossticket inklusive Bergbahn in einem Ticket. Die HeidelbergCARD gibt es ab 17 Euro in den Touristen Information am Hauptbahnhof, im Rathaus oder am Neckarmünzplatz.

→ Hier bucht ihr Tickets für Stadtführungen durch Heidelberg

Heidelberger-Schlossruine

Wenn ihr plant, Heidelberg im Sommer zu besuchen, haben wir hier einige Festivals und Events in Heidelberg für euch gesammelt:

  • Heidelberger Schlossbeleuchtungen mit Feuerwerk: Am 1. Juni, 13. Juli und 7. September 2019 tauchen bengalische Leuchtfeuer das Schloss wieder einmal in roten Feuerschein. Zum Abschluss gibt es ein großes Feuerwerk über der Alten Brücke. Kamera und Sekt nicht vergessen!
  • Heidelberger SchlossfestspieleVom 21. Juni – 4. August 2019 findet in der berühmten Schlossruine von Heidelberg ein Fest der musikalischen Klänge und der Theaterwelt statt. Das erfolgreiche Musical „Anatevka“, der berühmte Vampir „Dracula“ sowie das Märchen „die chinesische Nachtigall“ werden im Schlosshof zu sehen sein.
  • Heidelberger BachwocheWenn ihr plant, Heidelberg im Juli zu besuchen, dann lasst euch die Bachwoche nicht entgehen. Highlight der Festlichkeit zum Todestag von Johann Sebastian Bach ist das nächtliche Orgelkonzert. Datum: 21. – 28. Juli 2019
  • Altstadtfest Heidelberger Herbst: Kunsthandwerkermarkt, Flohmarkt, Mittelaltermarkt, Kultur, Live Musik und regionale Spezialitäten – auf dem Festival in der historischen Altstadt finden Klein und Groß, Jung und Alt an jeder Ecke einen Grund zum Feiern. Datum: 28. – 29. September 2019 

Jetzt geht’s aber weiter mit unseren Tipps für ein Wochenende in Heidelberg. Viel Spaß!

 

Wochenende in Heidelberg – Tag 1

Heidelberg Sehenswürdigkeiten: Ankommen im Hip Hotel

Kommt erst einmal gemütlich an und bezieht euer Hip Hotel. Meine Empfehlung ist das Hip Hotel direkt in der Innenstadt. Ihr stolpert aus der Tür raus und seid mitten im Heidelberger Leben. Außerdem ist eine Reise in das Hip Hotel noch einmal eine Reise für sich. Jedes Zimmer hat eine ganz besondere Inneneinrichtung.

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Das Motto ist dabei eine Destination – Zermatt, Bali, Kairo, New York. Wo wolltet ihr denn schon immer mal hin? Ich war im Zimmer Dakar mit orientalischen Schmuck an der Wand und prächtigen Holzmöbeln. – Hauptstraße 115

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Heidelberg Sehenswürdigkeiten: Mittagessen in der Mensa

Wenn ihr am ersten Tag schon um die Mittagszeit ankommt und es ein Werktag ist, dann besucht für euer Lunch die zeughaus-Mensa in Heidelberg. Sie ist für jeden zugänglich, wurde zur besten Studentenmensa in Deutschland gekürt und ihr könnt unter wunderschönen Kastanienbäumen speisen.

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Die beste Studentenmensa in Deutschland | Adresse: Marstallhof 3 (in der Altstadt)

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Heidelberg Sehenswürdigkeiten: Das Heidelberger Schloss und die Bergbahn

Danach geht es hoch hinauf. Erst zum Schloss und dann zum Königsstuhl. Wer laufen kann, sollte den Aufstieg nicht scheuen und zu Fuß gehen. Ich mache ihn am liebsten über den Friesenberg. Zurück geht es dann über mehr als 300 Stufen, vorbei an alten Villen. Der Fußweg über den Friesenberg ist nicht ganz so steil und in der Regel von weniger Menschen belagert als der bekanntere Burgweg oder der Stufenweg über den Kurzen Buckel. Der Aufstieg lohnt sich.

Wer allerdings doch den Fußweg umgehen möchte, sollte mit der Bergbahn fahren. Die Bergbahn kostet ca. 5 € und enthält auch den Eintritt ins Schloss. Wer nicht hineingehen möchte: Die (kostenfreie) Außenanlage mit dem wunderschönen Ausblick über die Altstadt und den Neckar, sowie auf die Schlossruine selbst, ist reizvoll genug.

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Das Heidelberger Schloss ist weltberühmt, ein Magnet für japanische Touristen und der Inbegriff deutscher Romantik. Majestätisch thront die Schlossruine über den Dächern der Altstadt und verleiht der Stadt dieses ganz besondere Etwas. Fünf Jahrhunderte lang haben dort die Kurfürsten von der Pfalz residiert. Heute zieht das geheimnisvolle Schloss jedes Jahr mehrere Millionen Touristen in seinen Bann.

Wenn ihr ein Schlossticket kauft, dann ist der Eintritt ins Schloss, das Apothekenmuseum, das größte Weinfass der Welt (kann über 200.000 Liter halten) und die Fahrt mit der traditionsreichen Heidelberger Bergbahnen inklusive. Die berühmte Schlossruine zählt als Wahrzeichen Heidelbergs und bezaubert mit ihrer Schönheit bei jedem Besuch aufs Neue.

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Mit 1,5 km ist die Heidelberger Bergbahn-Strecke die längste in Deutschland. Das erste Stück vom Kornmarkt über Schloss Heidelberg bis zur Molkenkur sitzt ihr in einer der modernsten Standseilbahnen Deutschlands. Das letzte Stück (nicht im Schlossticket enthalten) bis hoch zum Königstuhl absolviert ihr mit Deutschlands ältester Bergbahn.

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Die Fahrt von unten bis ganz oben dauert ca. 20 Minuten. Die Aussicht auf Heidelberg ist herrlich und auch den Odenwald könnt ihr schon sehen. Hier oben gibt es zahlreiche Wanderwege und je nach Lust, Laune und Zeit könnt ihr hier umher marschieren.

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Heidelberg Sehenswürdigkeiten: die längste Einkaufsstraße in Deutschland

Heidelberg hat sie – die längste Einkaufsstraße in Deutschland. Sie ist fast 1,8 Kilometer lang und führt direkt durch die idyllische Innenstadt. Am Ende der Hauptstraße im Süden geht es weiter auf die Poststraße und zum Restaurant RED – die grüne Küche. Auf den Weg kommt ihr auch an der Alten Hallenbad Passage vorbei. Da würde ich auf jeden Fall einen Blick rein werfen und einen Schlenker durch die wunderschöne Brunnenwasser und Untere Nektar Strasse machen.

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Heidelberg Sehenswürdigkeiten: Red – die grüne Küche

Im Red wartet dann ein köstliches vegan-vegetarisches Buffet auf euch. Alles ist 100 % bio-zertifiziert und jede Schüssel am Buffet ist gekennzeichnet, ob es vegan oder auch glutenfrei ist. Auch bei den Kaffeebohnen haben die Besitzer Wert auf Regionalität gelegt. Sie kommen vom deutschen Röstmeister Florian Steiner aus Heidelberg. Was ihr auch unbedingt probieren müsst, wenn es sie an diesem Tag gibt – die Tomaten. Es ist Wahnsinn, was die für einen intensiven Geschmack haben.

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Heidelberg lebt, vor allem am Abend. Da aber am nächsten Tag noch einiges auf euch wartet, würde ich empfehlen, an diesem Abend früh ins Bett zu gehen.

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REDAdresse: Poststraße 42

Wochenende in Heidelberg – Tag 2

Heidelberg Sehenswürdigkeiten: Heidelbonbon. Bonbon Manufaktur in Heidelberg

Guten Morgen. Zieht euch eine Schürze an und helft mit! Obwohl ich schon die 30 erreicht habe, bin ich immer noch von diesen runden, bunten Zuckerscheiben namens Lutscher angetan, die mir meist nur in Folie abgepackt auf dem Jahrmarkt begegnen. In Heidelberg gibt es jedoch einen ganz besonderen Laden, die Bonbon Manufaktur, in der ihr die selbstgemachten bunten Bonbons und Lollis nicht nur kaufen, sondern auch selber anfertigen könnt. Ob Kindergeburtstage, Familienevents oder Junggesellenabschiede, Jens empfängt jeden, der seine Zuckerbackstube in der Steingasse 5 betritt, herzlich.

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Wir quatschen erst mal nicht viel, sondern fangen gleich an. Ein Kilo Zucker in einen Topf und den auf 154 Grad erhitzen. Ich habe Glück. Heute können wir Lutscher machen. Es gibt Tage, wenn die Luftfeuchtigkeit über 54 % ist, da muss die Backstube eine Pause machen, denn Wasser und Zucker sind keine guten Freunde. Vor zwei Jahren hat Jens seinen Laden in der Steingasse eröffnet. Es war eigentlich eine Schnapsidee. Jens wollte schon immer mal versuchen, einen Bonbonladen zu eröffnen und wie sagt er so schön: „Wenn man es nicht ausprobiert, dann weiß man nicht, ob es funktioniert.“

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Ich darf mir eine Geschmacksrichtung aussuchen, meine Lutscher-Farben bestimmen und dann geht es schon los. Nur circa 17 Bonbonläden gibt es in ganz Deutschland. In der Bonbon Manufaktur in Heidelberg, die übrigens Heidelbonbon heißt, können die Passanten direkt in die Showbackstube schauen und sehen, wie die süßen Köstlichkeiten angefertigt werden. Ich denke, das ist auch ein Grund, warum so viele in den Laden kommen.

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Vorher und Nachher

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Wer sieht, wie gerade ein Lolli gedreht wird, der möchte ihn auch unbedingt schmecken. So stehe ich also neben Jens, forme meinen Lutscher und natürlich versuche ich auch die ein oder andere abgefahrene Form. Es macht unglaublich Spaß und wenn ihr Lust bekommen habt es auch selbst auszuprobieren, dann meldet euch einfach bei Jens an.

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Ein Laden, in dem ihr euch auch mehrere Jahre zurückversetzt fühlen werdet, ist der Zuckerladen. Selbst als Erwachsener fallt ihr bei dem Anblick von Zuckerwatte und Kirschlollis definitiv in eure Kindertage zurück. Ganz besonders ist auch, dass ihr um euren Einkauf würfelt und mit etwas Glück kommt ihr mit einem Sack voller Köstlichkeiten raus und habt keinen Cent gezahlt!

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Zuckerladen in Heidelberg | Adresse: Plöck 52

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Wochenende in Heidelberg – die Altstadt, das Herz der Stadt

Idyllische Gassen und die lange Hauptstraße (längste Fußgängerzone Deutschlands!) laden zum Flanieren ein. Gebt euch auf Entdeckungsreise und lasst euren Blick über die vielen schönen Gebäude streifen, die immer wieder einen Blick ins Grüne freigeben.

Shopping in der Altstadt

Mein Tipp für alle, die Lust auf Shoppen haben und das auch mal fernab der großen Ladenketten: Folgt dem roten Faden Heidelbergs! Der zieht sich nämlich nicht nur durch das altbekannte Sprichwort, sondern auch durch die Heidelberger Altstadt, entlang an 53 inhabergeführten Geschäften. Diese liegen zum größten Teil in den kleinen Gassen, abgelegen von der Hauptstraße. Hier lässt sich Heidelberg ein wenig abseits vom großen Trubel entdecken und Shoppen ist hier auch viel schöner.

Heidelberger-Altstadt

Auf einen Kaffee zum Coffee Nerd

Am Rande der Altstadt gibt es dort den absolut besten Kaffee der Stadt. Wer, so wie ich, auf guten Kaffee steht, wird ihn dort lieben. Leidenschaftlich und mit Perfektion zubereitet, ist er eine wahre Gaumenfreude. So ästhetisch und wunderschön angerichtet fast zu schön zum Trinken. Das Ambiente, mit minimalistischer Einrichtung und das ganze Drumherum sorgen für die passende Wohlfühlstimmung. Mein Kaffeeherz schlägt jedes Mal höher – nicht nur wegen dem Koffein. Für Veganer gibt es alles auch mit Sojamilch.

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Wochenende in Heidelberg – zum Entspannen an den Neckar

Sobald die Temperaturen nur minimal steigen und sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen, treffen sich viele Heidelberger zum Entspannen an der Neckarwiese. Der Neckar glitzert im Sonnenlicht, Segelbote schweben über das Wasser, es duftet nach Gegrilltem und fröhliche Stimmen dringen an mein Ohr. Das Flair versetzt mich jedes Mal in Urlaubsstimmung. Egal, ob du lieber aktiv sein oder dein Gesicht in die Sonne strecken möchtest – es gibt viele Möglichkeiten, die Zeit am Neckar zu verbringen. Wer lieber aufs Wasser mag, kann sich z.B. ein Tretboot leihen, Stand-Up-Paddeln oder eine Bootsfahrt nach Neckarsteinach unternehmen.

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Wochenende in Heidelberg – Heidelberg by bike

Die Heidelberger sind leidenschaftliche Fahrradfahrer und ich empfehle auch Besuchern, einen Teil der Stadt mit dem Rad zu erkunden.

Absolut praktisch ist der Verleih über VRNnextbike. In der gesamten Stadt verteilt gibt es die VRNnextbike-Stationen, immer auch in der Nähe von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. Einfach kostenlos registrieren, Fahrrad an einer VRNnextbike-Station mitnehmen und an einer beliebigen Station wieder zurück geben. Die Abrechnung erfolgt im 30-Minuten-Takt und ist mit 1 € pro halbe Stunde erschwinglich. Wer eine ganze Woche bleibt und häufig mit dem Rad unterwegs sein will, kann auch eine Wochen-Flatrate buchen.

Mit dem Rad lassen sich zum Beispiel die verschiedenen Stadtteile super erkunden oder ihr nutzt die Tour, um euch einen ersten Überblick über Heidelberg zu verschaffen. Besonders die Stadtteile Neuenheim (zum Neuenheimer Marktplatz) und Handschuhsheim (zur Tiefburg und durch die alten Gassen) verlocken zu einem Streifzug mit dem Rad. Auch eine Fahrt am Neckar entlang und über seine Brücken solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Also los, schwingt euch auf den (Fahrrad-)Sattel!

Aber Achtung in der Plöck! Nicht umsonst heißt es auf der Liste mit 21 Dingen, die ein Student in Heidelberg getan haben sollte: Einmal in der Plöck dem Tod ins Auge sehen. Hier geht es oft sehr rasant zu! In der Fußgängerzone der Altstadt, der Hauptstraße, ist der Radverkehrtnur werktags zwischen 6 und 11 Uhr zugelassen. Bei den vielen Menschen auf der Straße macht es ohnehin keinen Spaß dort zu fahren.

Heidelberg Sehenswürdigkeiten: Der Philosophenweg

Ich liebe es, an Orten zu sein, an denen ich mir sehr gut vorstellen kann, wie es wohl früher einmal war. Das kann ich zum Beispiel gut am Alten Brückentor mit seinem hochgefahrenen Holzgitter.

Die Alte Brücke (eigentlich Karl-Theodor-Brücke, aber kein Heidelberger nennt sie so) führt aus der Altstadt heraus über den Neckar und liefert einen schönen Blick auf den vorbeifließenden Neckar und die Stadt. Am Übergang zur Altstadt befindet sich das häufig abgebildete Brückentor. Auf der gegenüberliegenden Seite beginnt die lange Neckarwiese.

Doch der Höhepunkt an der Alten Brücke ist der Philosophenweg. So viel habe ich schon von ihm gehört. Einst wandelten hier Gelehrte in steifen Gehröcken und lockerten ihre Gedanken beim Spaziergang – heute flaniere ich da bei strahlenden Sonnenschein entlang. Der Heidelberger Philosophenweg verhalf schon manchen zu neuen Einsichten, aber auf jeden Fall zu einmaligen Aussichten auf Heidelberg. Hier oben fühlt man sich bei Sonnenschein wie in der Toskana und hat die beste Aussicht auf den „Heidelberger Dreiklang“ von Altstadt, Fluss und Bergen. Von der Alten Brücke aus könnt ihr über den Schlangenweg auf den Philosophenweg kommen. Auf einem sehr steilen, knapp halben Kilometer langem Weg wird der Höhenunterschied zwischen Neckarufer und den Gärten des Philosophenweges deutlich und vor allem in den Beinen spürbar. Überall sind rondellartig gemauerte Sitzecken und auf dem Weg Bänke zum Verweilen und Genießen.

Thingstaette

Ein weiterer besonderer Ort ist für mich die Thingstätte. Sie ist eine, aus der Zeit des Nationalsozialismus stammende, Freilichtbühne auf dem Heiligenberg, die in der NS-Zeit vor allem für Propagandaveranstaltungen genutzt werden sollte. Während des Zweiten Weltkriegs war sie weitgehend ungenutzt und ist immer mehr verfallen. Inzwischen steht die Anlage unter Denkmalschutz und wird hin und wieder für Veranstaltungen genutzt. Der Auf- und Abstieg geht zum Beispiel über den Philosophenweg in Neuenheim oder über den Schlangenpfad bei der Alten Brücke und führt durch den Wald des Heiligenbergs. Ich liebe es, dass Heidelberg so sehr in der Natur eingebettet ist und dass ich innerhalb von wenigen Minuten von der Altstadt mitten im Wald sein kann. Auf dem Weg lässt sich immer wieder ein wundervoller Ausblick auf die gegenüberliegende Neckarseite mit Altstadt, Schloss und den Königsstuhl werfen.

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Ein klassischer Rundgang bindet den Philosophenweg, den Schlangenweg, die Alte Brücke und die Hauptstraße in der Heidelberger Altstadt zusammen zu einem ca. vier Kilometer langen Rundweg, der die schönsten Stadtansichten von Heidelberg bietet. Wenn ihr auf dem Rückweg an der Theodor-Heuss-Brücke ankommt, dann könnt ihr euch noch am Bootshaus an der Neckarwiese ein Tretboot ausleihen und über dem Neckar schippern.

Heidelberg

Heidelberg Sehenswürdigkeiten: Universitätsbibliothek, alte Universität und Studentenkarzer

In den verschiedenen Universitätsgebäuden lässt sich die Geschichte der ältesten Universität Deutschlands erkunden und außerdem besondere Architektur bestaunen. Für mich kein Must-See, wenn eure Zeit in Heidelberg recht knapp ist, aber dennoch nennenswert. Der Besuch des Studentenkarzers ist ein Ausflug zurück in die Zeit, als den Studenten für ihre Streiche und Vergehen drastische Strafen auferlegt wurden. Diese mussten sie im Studentenkarzer absitzen.

Heidelberg Sehenswürdigkeiten: Kaffeepause

Anbei findet ihr eine Auswahl von netten Cafés in Heidelberg:

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  1. Coffee Nerd: Kaffee aus Mikroröstereien sowie eigene Kuchen in der Kaffeebar mit Fensterfront und Fahrrädern über der Bar. | Adresse: Rohrbacher Str. 9
  2. Moro Caffé und Thé: Hier gibt es 40 unterschiedliche Kaffeemischungen, 150 Tee-Blends und auch sonst alles, für Kaffee- und Teefans! | Adresse: Brückenkopfstraße 1-2
  3. Café Bäckerei – der Altstadt Gundel: Eine der ältesten, handwerklichen Bäckereien in Heidelberg. Spezialitäten: Heidelberger Kurfüstenkugel, Heidelberger Pflasterstein, Heidelberger Neckarkiesel | Adresse: Hauptstraße 212 69117 Heidelberg

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Heidelberg Sehenswürdigkeiten: Urban Art entdecken

Seit 2015 findet in Heidelberg das Metropolink, das Festival für urbane Kunst statt. Im Rahmen des Festivals wurde 2015 erstmal die „Urban Romantic Tour“ angeboten – eine Stadtführung der besonderen Art.

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Im Sightseeing-Bus werden verschiedene Orte in Heidelberg besichtigt, die von Künstlern gestaltet wurden oder noch gestaltet werden. Begleiter der Tour ist Pascal Baumgärtner, der auch der Festivalleiter von Metropolink ist.

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Er erzählt auf der Tour Anekdoten aus dem Leben der Künstler und berichtet über die Entstehung der Werke. Beispielsweise wie aufwendig es ist 300 Bewohner um ihre Erlaubnis zu fragen. Bald soll es die beliebte Tour auch außerhalb der Festival-Woche geben. Hier findet ihr Metropolink bei Facebook.

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→ Hier bucht ihr Tickets für Stadtführungen durch Heidelberg

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Heidelberg Sehenswürdigkeiten: Nightlife

Wer gerne durch Kneipen zieht, ist in Heidelberg genau richtig. In der „Unteren“, einer Gasse in der Altstadt, in der sich das Nachtleben Heidelbergs offenbahrt, tummeln sich die feierlustigen Menschen in rustikalen Bars. Hier kann der nächtliche Streifzug durchs Wochenende in Heidelberg beginnen. Was auf keinen Fall fehlen darf: Heidelbergs Melonenschnaps! Aber es gibt auch einige Alternativprogramme für eure Partynacht, zum Beispiel im Karlstorbahnhof. Da Heidelberg eine Studentenstadt ist, kann man sich über das Nachtleben echt nicht beklagen. Es ist eigentlich immer was los. In Neunheim ist es etwas schicker, in der Altstadt touristischer und in Handschuhsheim uriger. Hier ein paar Empfehlungen:

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  1. Destille: In dieser Bar findet ihr wechselnde Kunstausstellung und eine große Auswahl an Schnaps! – Untere Straße 16
  2. Vater Rhein: Eine typisch, urige Studentenkneipe, die zum Bier trinken und Verweilen einlädt. | Adresse: Untere Neckarstraße 20
  3. Sonderbar: Hier gibt es über 15 verschiedene Biere, über 25 verschiedene Absinths, über 30 verschiedene Rums, über 150 Whiskys und 100 andere Spirituosen. Braucht man noch mehr Gründe, um mal vorbeizuschauen? … – Untere Str. 13
  4. Max Bar: In diesem, nach dem Vorbild alter Pariser Künstlerbistros gestaltetem Lokal, gibt es neben Wein auch Café au Lait und leckere Croissants. – Marktplatz 5

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Wochenende in Heidelberg – Tag 3

Ich hoffe, die letzte Nacht war nicht zu lang, denn am letzten Tag habe ich noch einen ganz tollen Tipp für euch. Ich habe diesen wunderschönen Ort eigentlich nur entdeckt, weil ich mich verlaufen habe. Zum Glück. Als allererstes geht es vorbei an den Türmen der Altstadt auf eine romantische Schiffstour mit der Weißen Flotte zum Klostergelände. Es ist gleich die erste Haltestelle, an der ihr aussteigen und eine kleinen Berg hochlaufen müsst.

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Heidelberg Sehenswürdigkeiten: Klosterführung durch die Benediktinerabtei Neuburg

Die Benediktinerabtei Neuburg liegt am Rand der Universitätsstadt Heidelberg im vorderen Neckartal. Es ist ein wunderbarer ruhiger Ort. Man vergisst sofort, dass man eben noch in einer Stadt war. Wenn ihr Glück habt, dann könnt ihr eine Klosterführung mit dem Mönch Bruno mitmachen. Schaut hier nach den aktuellen Terminen im Stift Neuburg oder macht individuell einen Termin aus.

Außerdem gibt es einen Hofladen mit regionalen Spezialitäten, einen Gasthof und eine Bio-Brauerei auf dem Gelände. Den Gasthof müsst ihr unbedingt besuchen und dort zu Mittag essen. Auf der Speisekarte stehen ein Braumeisterbraten, Ziegenkäse mit Apfel-Honig-Kompott, Bio-Käseplatte und vieles mehr. Das Biobier hier oben ist aus ganz besonderen Quellwasser.

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Es ist sooo schön. Ich habe mich mit einer Flasche „Helden Pause“ und einem Apfel auf die Terrasse gesetzt und die Tage noch mal Revue passieren lassen. Hier oben kommt nach den aufregenden Wochenende ihr zu Ruhe und könnt gleich ein paar Köstlichkeiten aus dem Hofladen als Mitbringsel mit nach Hause nehmen.

Hofladen-Heidelberg

Hofladen und Helden Pause

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Wenn ihr an diesem Tag noch richtig viel Zeit habt, dann könnt ihr mit der Weißen Flotte die ganze Burgenfahrt bis nach Neckarsteinach machen. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden.

Tretboot-fahren-Heidelberg

Zum Abschied könnt ihr euch am Anlegeplatz der Weißen Flotte noch einen Kaffee bei Lehmanns Café gönnen, bevor es heißt – Abschied nehmen. Ich hoffe, ihr werdet eine genauso tolle Zeit in Heildelberg haben wie ich. Wenn ihr noch Tipps habt, dann schreibt sie doch in die Kommentare!

 

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Heidelberg Sehenswuerdigkeiten

Texte und Fotos: Christine & Teresa Theiss

DIE GASTAUTORIN

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Hallo, ich bin Teresa. Meinen beruflichen Weg würde ich nicht unbedingt als geradlinig bezeichnen. Nach meiner Ausbildung als Industriekauffrau habe ich 1,5 Jahre in dem Beruf gearbeitet und dann einen Neustart gewagt. Ich bin zu neuen Ufern aufgebrochen und wurde Ergotherapeutin. Es war eine meiner besten Entscheidungen – es veränderte einfach alles. Vor allem mich. Ich wusste jedoch, dass ich nicht lange in der „klassischen“ Berufswelt bleiben will und nach weiteren fast 1,5 Jahren im neuen Beruf bin ich in New York gelandet, wo ich für eine Familie mit „Special Needs“ Kindern arbeite.

Es ist wohl keine große Überraschung, dass eine meiner Leidenschaften das Reisen ist. Ich möchte noch so vieles von der Welt entdecken, Orte und Menschen authentisch kennen lernen, unter die Oberfläche tauchen und eintauchen in das Leben. Lebensliebe ist eines meiner Lieblingswörter. Es beinhaltet viele meiner Wertvorstellungen und ist so etwas wie mein persönliches Mantra: Das Leben lieben, in diesem Moment, so wie es ist und offen sein für seine Schönheit. Ich bin daher ständig auf der Suche nach Inspiration und Momenten, die mir ein Strahlen ins Gesicht zaubern. Das ein oder andere von dem, was mir dabei begegnet, werde ich hier mit euch teilen und freue mich auf jeden Austausch mit euch.

 Dieser Post ist in Kooperation mit Heidelberg Marketing GmbH und Urlaubsland Baden-Württemberg entstanden.

9 Kommentare

  1. Ich finde Heidelberg auch ricchtig toll. Und jetzt im September ist genau die richtige Zeit um sich schön mit Federweißer einzudecken und ein Picknick auf dem Philosophenweg zu machen.
    LG Annika

  2. Als Heidelbergerin muss ich anmerken: das Moro gibt es auch hinten in der Hauptstraße schräg gegenüber der Heiliggeistkirche.
    Als Gipps gibt es noch den Studentenkarzer – ein altes Studentengefängnis sowie den Turm der Heiliggeistkirche. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf die Hauptstraße.
    Ebenso cool ist der Glasaufzug am Galeria Kaufhof von dem aus man einen Blick über den Bismarckplatz und die Innenstadt bekommt :)
    Toller Artikel!

  3. Tolle Tipps. Danke! Wir waren heite da. Das RED war sehr enttäuschend. Tagemenu cöllig verfettet und versalzen. Buffet o.k. Riesiger Laden, dessen Speisenqualität ins enttäuscht hat.
    Dafür sehr zu empfehlen die Cocolaterie St. Anna No. 1. Leckerstes Eis mit persönlicher Note, einem Glas Wasser und den besten Wünschen für den Genuss serviert. Eine kleine Oase in dieser quirligen Heidelberger Ecke.
    Die Mensa ist in einer super Location. Sehr empfehlenswert.

  4. Ein wirklich schöner Bericht aus meiner Heimatstadt.Ich bin immer wennwieder in meiner Heimatstadt zu Besuch. Ein Gruss aus dem Saarland in meine Heimat.

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