Seit zehn Jahren befülle ich meinen Blog Lilies Diary mit Leben und Liebe und seit fünf Jahren habe ich mir den Traum erfüllt und kann sagen – Reisen ist mein Beruf. Da das nicht immer einfach war und ich zu einer Zeit damit angefangen habe, als noch keiner so wirklich wusste, was ein „Block“ ist, musste ich mir unendlich viel selbst beibringen und mich in die unterschiedlichsten Themen reinfuchsen. Fotografie, Schneiden, Bildbearbeitung, Marketing, Pressearbeit und, und, und …

Das war natürlich einerseits ziemlich anstrengend, aber andererseits auch immer ein Glücksgefühl, etwas Neues geschafft oder gelernt zu haben. Im Bereich Bloggen und Social Media bin ich mittlerweile sehr fit und muss mich nur noch auf dem neuesten Stand halten. Damit es mir nicht langweilig wird, habe ich mich dieses Jahr dazu entschieden, noch einmal in einen ganz neuen Bereich einzutauchen – den Bereich des Life-Coachings. Seit diesem Jahr im Mai mache ich eine Ausbildung zum Life-Coach und lerne fast täglich etwas Neues dazu. In diesem Post möchte ich euch dank der Unterstützung der Bildungsprämie meine 7 Tipps verraten, wie ich mich beruflich weiterentwickle und wie ihr vom Staat Geld für eure eigene berufliche Weiterbildung bekommen könnt. Ich hoffe, ihr könnt daraus einiges für euch selbst ziehen.

Christine Neder Selbststaendig

Berufliche Weiterentwicklung – 1. Bücher lesen, Tutorials schauen & Workshops besuchen

Ich bin eine Leseratte, und egal für welches Thema, es gibt immer ein Buch. Vor allem jetzt im Bereich Coaching lese ich so viele unterschiedliche Bücher und aus jedem kann ich etwas rausziehen, das mich weiter bringt. Ich muss zugeben, dass das im Bereich Social Media etwas schwieriger ist. Die Plattformen verändern sich so schnell, dass ein Buch schon nach einer Woche veraltet wäre. Aber für sowas gibt es YouTube!

YouTube ist eine tolle Möglichkeit, um kostenlos Informationen zu bekommen. Ich habe mir das Schneiden von Videos und alles rund um die Fotobearbeitung fast ausschließlich mit YouTube-Videos angeeignet. Wer die Infos etwas schneller und kompakter will, dem empfehle ich einen Workshop.

Ein Thema, bei dem ich in meiner beruflichen Laufbahn sehr schwer nachgekommen bin, war SEO. Es war einfach zu abstrakt und so weit gefächert. Dank eines Tagesworkshops, bei dem ich auch immer wieder Fragen stellen konnte, habe ich das Thema verinnerlicht, und es ist mittlerweile meine stärkste Eigenschaft. Ich bin ein SEO-Nerd und liebe es!

Fazit: Wenn euch ein Thema interessiert, besorgt euch Bücher (in der Bibliothek kostenlos), schaut, was es auf YouTube für Videos gibt und nehmt an Workshops teil, wenn ihr tiefer einsteigen wollt. Es lohnt sich.

Berufliche Weiterentwicklung – 2. Investiere in dich

Im ersten Punkt habe ich euch schon Möglichkeiten gezeigt, wie ihr relativ günstig/kostenlos an Infos kommt. Trotzdem ist dieser Weg auch eine Investition, nämlich in Zeit! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Wissen selbst aneignen viel zeitintensiver ist als einen Workshop zu besuchen, für den man Geld zahlt. Beides lohnt sich, und ihr könnt euren Weg selbst wählen. Aber was ich sagen möchte ist, es lohnt sich sowas von, Zeit oder Geld zu investieren – vor allem wenn ihr euch ein eigenes Business aufbauen wollt.

Es gab eine Phase in meinem Leben, in der ich fast drei Monate kaum Zeit für meine Freunde hatte, weil ich Vollzeit gearbeitet habe und nebenbei meinen Blog aufbaute. Das sollte natürlich auf keinen Fall zur Gewohnheit werden, aber manchmal muss man eben durch eine harte Zeit gehen, wenn man etwas erreichen möchte. Und manchmal ist es sinnvoller, sich den Kauf der 20. Handtasche zu verkneifen und das Geld lieber für etwas zu sparen, was einen weiterbringt – beruflich und meistens auch persönlich.

Fazit: Investiert in euer Wissen, denn Wissen ist Macht!

Christine Neder

Berufliche Weiterentwicklung – 3. Beantrage eine Bildungsprämie

Ich wäre sehr, sehr dankbar gewesen, wenn ich damals von der Bildungsprämie gewusst hätte. Vor allem am Anfang, als ich im Job noch ein niedriges Gehalt hatte und jeder Euro für eine Weiterbildung wirklich umgedreht werden musste. Die Bildungsprämie unterstützt Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen mit bis zu 500 Euro bei ihrer Weiterbildung. Dabei spielt es gar keine Rolle, wer gerade euer Arbeitgeber ist oder ob ihr selbstständig seid.

Das ist vor allem für Menschen super, die entweder auf dem neuesten Stand in ihrem Wissensgebiet bleiben wollen oder sich gerne beruflich komplett neu orientieren möchten. Das wäre auch ein Top-Tipp von mir, wenn ihr euch überlegt, aus einer Festanstellung rauszugehen, um eine Selbstständigkeit zu erreichen. Schaut erst einmal, ob ihr wirklich für das Thema brennt. Herausfinden könnt ihr das hervorragend mit einer Weiterbildung. Hier eine kurze und sehr übersichtliche Erläuterung dazu, wie die Bildungsprämie funktioniert:

SofunktioniertdieBildungsprämie

Es ist eine tolle Chance für junge Menschen, die sich entweder weiterbilden möchten, um beruflich von Anfang an auf dem Laufenden zu sein, oder die im Job vorankommen möchten.

Die Bildungsprämie ist ein Programm vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und unterstützt ganz nach dem Motto: „Du hast eine berufliche Idee und die Bildungsprämie hilft dir, die für dich passende Weiterbildung zu bezahlen.“ Alle weiteren Infos findet ihr auf der Website der Bildungsprämie. Dort könnt ihr auch einen „Vorabcheck“ machen, um herauszufinden, ob ihr die Voraussetzungen erfüllt.

Fazit: Packt die Chance am Schopf und lasst euch mit der Bildungsprämie bei eurer Weiterbildung unterstützen.

Berufliche Weiterentwicklung – 4. Netzwerken

Dank Social Media gibt es so viele Wege sich zu finden, auszutauschen und zusammenzukommen. Ich habe neulich meiner Community auf Instagram die Chance gegeben, mir alle Fragen zum Thema Selbstständigkeit zu stellen, die ihnen auf der Zunge liegen. Und das waren einige …

Am häufigsten kam die Frage, wie ich als Selbstständige an meine Kooperationen rangekommen bin. Vieles war wirklich Netzwerken, Leute kennenlernen, Agenturen treffen und jedes Jahr auf die ITB, die größte Reisemesse der Welt, gehen, um mit potenziellen Kunden zu sprechen. Seit fast fünf Jahren nehme ich jedes Jahr teil. Im ersten Jahr war es ein Beschnuppern und ich verabredete die ersten Reise-Barterdeals. Im zweiten Jahr bin ich mit meinem Video-Portfolio angerückt und habe die ersten Aufträge bekommen und so hat sich das jedes Jahr weiterentwickelt.

Als ich das Bloggen angefangen habe, war es für alle noch neu – für uns Blogger, für Firmen und die Agenturen. Da war es umso wichtiger, sich persönlich zu kennen und Vertrauen aufzubauen. Auch eine super Möglichkeit, um Leute in eurem Interessensbereich zu finden – Facebook. Hier gibt es unfassbar viele Gruppen und Veranstaltungen nach Themen und Wohnort.

Fazit: Um wirklich weiter zu kommen, ist es sehr wichtig, ein gutes Netzwerk an Geschäftspartnern zu haben, aber auch an Menschen, die einen ähnlichen Weg haben wir ihr, um sich darüber auszutauschen.

Berufliche Weiterentwicklung – 5. Was will ich eigentlich?

Oft ist es ja so, dass wir in einem Job hängen, der uns zwar gar nicht taugt, aber wir auch nicht wirklich wissen, was wir sonst machen sollen und wo die berufliche Weiterentwicklung hingehen könnte. In diesem Fall kann ich euch empfehlen, einmal eure Motivation zu überprüfen. Hier eine sehr einfache, aber total effektive Methode:

  1. Vergleicht die 24 Motivationsbegriffe und entscheidet, was für euch wichtiger ist. Der unwichtigere Begriff wird gestrichen.motivationsbegriffe
  2. Vergleicht die zwölf übrigen Begriffe wieder miteinander und streicht den unwichtigeren Begriff weg. Am besten von oben nach unten miteinander vergleichen.
  3. Vergleicht die sechs übriggebliebenen Begriffe wieder miteinander, bis nur noch drei Begriffe stehen bleiben.
  4. Diese drei Begriffe müssen noch einmal mit 1, 2, und 3 nach Wichtigkeit sortiert werden. 1 ist am wichtigsten.

Voilà! Nun habt ihr eure stärkste Motivation herausgefunden, die etwas über die Unzufriedenheit in eurem jetzigen Beruf aussagt, weil meistens genau das fehlt oder eben zeigt, in welche Richtung ihr euch entwickeln solltet.

Fazit: Um zu wissen, warum man unglücklich in einem Beruf ist oder wie sich der Beruf ändern sollte, ist es ganz wichtig, seine Motivation im Berufsleben zu kennen.

Christine Neder Jakobshorn

Berufliche Weiterentwicklung – 6. Zum großen Ziel über kleine Etappen

Apropos Bücher lesen, ein Buch, das ich gerade im Rahmen meiner Coaching-Ausbildung lese, heißt „So coache ich“ von Sabine Asgodom. In diesem Buch sind tolle Tools beschrieben, mit denen man im täglichen Leben arbeiten kann. Eins zum Thema „Große Ziele erreichen“ möchte ich euch heute vorstellen.

Die Autorin beschreibt die Kamel-Strategie. Ein großes Beduinenvolk möchte die Wüste durchqueren. Schaffen sie das an einem Tag? Nein! Sie müssen sich Etappen suchen, wissen, wo Wasserstellen liegen, sich Schlafstellen befinden und die richtige Route kennen. Genauso wie die Beduinen ihren Weg in einzelnen Etappen planen, so müsst ihr auch an eure Ziele rangehen. Wie das geht?

  1. Definiert euren Ausgangspunkt und euer Ziel und schreibt sie auf ein Papier mit viel Abstand dazwischen.
  2. Jetzt gebt ihr eure „Oasen“, sprich Zwischenziele ein. Das können ganz kleine Schritte sein, die euch näher an euer großes Ziel bringen. Je mehr Zwischenetappen, desto besser, denn jedes Abhaken eines Punktes gibt euch ein tolles Gefühl von „Ich habe was geschafft und bin einen Schritt näher am Ziel dran. Juhu!“

Fazit: Es ist wichtig, groß zu denken, aber noch wichtiger ist es, die kleinen Schritte zu kennen, um das große Ziel zu erreichen.

Christine Neder Pagua Bay House Dominica

Berufliche Weiterentwicklung – 7. Sucht euch Wegbegleiter

Egal ob es um das Thema Bloggen geht oder jetzt um meine neue Weiterbildung zum Life-Coach. Ich habe mir immer Menschen gesucht, die einen ähnlichen Weg gegangen sind. Beim Bloggen waren es Freunde mit Blogs, mit denen man sich über Strategien und Preise ausgetauscht hat, und jetzt beim Coaching haben wir in der Ausbildungsgruppe alle das gleiche Interesse, unterstützen uns mit Tipps und Wissen und es ist einfach eine wunderschöne Gemeinschaft, in der alles so viel leichter von der Hand geht, wenn man sich austauschen kann.

Fazit: Zusammen ist man stark. Vor allem wenn man in die gleiche Richtung geht.

Farina Kirmse Christine Neder

Ich hoffe, ihr konntet etwas aus dem Artikel ziehen. Wenn ihr zum Thema berufliche Weiterbildung mehr Fragen in die Richtung Selbstständigkeit habt, dann schaut bei meinem Instagram-Kanal @Christine_Neder vorbei. Dort findet ihr in meinem Profil unten den Highlights das „Q&A Selbstständigkeit“ mit ganz vielen Fragen von den Lesern, die ich beantwortet habe.

Viel Spaß
Christine

Christine Neder Reisebloggerin

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Bildungsprämie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

3 Kommentare

  1. Hallo Christine, ich freue mich sehr über deine Ratschläge. Die Bildungsprämie kannte ich zum Beispiel nicht. Kontinuierliches Lernen sehe ich aber in der Tat als Notwendigkeit zum Erfolg.
    Vielen Dank für die hilfreichen Tipps :-)

  2. Schöner Artikel.
    Berufliche Weiterentwicklung ist so wichtig – irgendwann kommt nämlich bei jeder Aufgabe der Punkt, an dem man ihr entwächst. Dann muss sich entweder die Aufgabe ändern – oder man selbst.

    Danke!

    Liebe Grüße
    Florian

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