Christine, was hast du diese Woche gemacht?

Du musst dich deinen Ängsten stellen – sonst beherrschen sie dich! Nach diesem Motto lebe ich schon mein ganzes Leben.

Ich habe mein „90 Nächte, 90 Betten“* Projekt angefangen, weil ich Angst davor hatte, fremde Menschen kennenzulernen. Ich habe mit dem Reisen angefangen, weil ich Angst davor hatte, alleine zu sein. Ich habe das Surfen angefangen, weil ich Angst vor tiefem Wasser habe. So zieht sich dieser Satz durch mein ganzes Leben. Doch einer Angst habe ich bis jetzt nie in die Augen geschaut: Der Angst auf Instagram mal offline zu sein.

Ich hatte Angst davor, dann ganz aus dem Algorithmus geworfen zu werden. Die Angst zu merken, dass es einen größeren Stellenwert in meinem Leben hat, als es mir lieb ist. In den letzten acht Jahren war ich genau zweimal für drei Tage offline. Gezwungenermaßen! Einmal, als ich in Südafrika an der Diamantenküste war – dem Ende der Welt, und das zweite Mal in Namibia. Ich denke gerne an diese Zeit zurück, denn ich habe jeden Moment so intensiv erlebt. Wahrscheinlich wird sich der ein oder andere über meine „Angst“ und meinen kleinen Selbstversuch kaputt lachen.

Ich habe es gemacht und was soll ich sagen – wie immer gibt es zwei Seiten. Einerseits war es wirklich eine schöne Woche, in der ich viel mehr gelesen habe und auch nicht ständig die Gedanken hatte: Oh, was poste ich heute auf dem Feed, in der Story auf IGTV … Es hat auch sehr gut getan, nicht die ganze Zeit mit dem Leben der anderen und den ständigen unterbewussten Vergleichen konfrontiert zu werden. Andererseits habe ich es aber auch vermisst, die schönen und lustigen Momente mit euch zu teilen. Tolle nachhaltige Dinge, die ich entdeckt habe, und die kleinen Freuden des Alltags.

Alma

Mein Fazit: Ich werde jetzt Instagram anders nutzen. Ich werde etwas weniger posten, aber dafür mit viel mehr Mehrwert und mich auf die Stories fokussieren, weil mir das echt total Spaß macht. Leider musste ich jedoch feststellen, dass ich im Feed wirklich „abgestraft“ wurde durch meine Auszeit. Wenn ihr mir dabei helfen wollt, wieder sichtbarer zu werden, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr Fotos auf @lilies_diary, die euch gefallen, liket und vor allem kommentiert. DANKE!

Was hast du gelernt?

Ich bin fest davon überzeugt, dass bei allem was und wie es passiert ein höherer Sinn dahinter steckt. Irgendetwas, was wir lernen sollen oder das uns gezeigt wird. Ich finde es gerade sehr spannend, dass mir, der freiheitsliebenden Reisenden ein kleines Babyäffchen zugeteilt wurde.

Alma möchte am liebsten 24/7 auf meiner rechten Schulter durch die Welt getragen werden. Das macht nicht nur meinen Schultern zu schaffen, sondern manchmal auch mir. Ich wollte wirklich total minimalistisch durch die Babyjahre gehen, doch ich habe mir zwei Gegenstände angeschafft, die mir ein bisschen Freiheit zum Zähneputzen und, um mit Paul zusammen zur gleichen Zeit am Tisch zu essen, einräumen. Eine Babywippe, die ich Second Hand gekauft habe und von baby-walz einen Trip Trap mit Sitz. Den Sitz habe ich auch Second Hand gekauft, aber ich habe mich sooo in die Stuhlfarbe verliebt, dass ich den Stuhl neu gekauft habe. Das fand ich auch okay, denn ich werde ihn jahrelang besitzen.

Was ich auf jeden Fall durch mein Babyäffchen lerne – der Begriff Freiheit hat jetzt eine ganz neue Bedeutung. Freiheit ist es nicht mehr bis ans Ende der Welt zu fliegen, sondern 20 Minuten in Ruhe einen Kaffee auf dem Balkon zu trinken.

Was hat dich glücklich gemacht?

Boris hatte diese Woche Geburtstag. Da er ein Straßenhund ist und keiner so wirklich genau weiß, wann er wirklich geboren wurde, habe ich entschieden, dass der Tag gefeiert wird, an dem ich ihn im Auto mit nach Hause genommen habe. Ich wollte ihm ein besonderes Geschenk machen und wir sind an der Hundestrand vom Grunewaldsee gefahren. Das war sooo witzig.

Ich saß etwas abseits auf einem Baumstamm, habe gestillt und das ganze Treiben beobachtet. Besser als jede Soap. Jeder ruf seinen Hund, doch keiner hört, es fliegen Stöckchen hin und her und es sind nur Hunde im Wasser. Es ist wirklich einen Ausflug wert. Schon wegen des Entertainment-Charakters. Aber auch so war es ein wunderschöner Ausflug, auf dem auch ein paar Fotos von mir und Alma entstanden sind.

Mein Freund nennt mich momentan „die Frau, die die meisten Ausflüge macht“. Und auch ich merke langsam, wie mir das Reisen und die weite Welt fehlt und ich versuche, es mit kleinen Ausflügen zu kompensieren. Noch funktioniert das ganz gut. Ein weiterer herrlicher Ausflug ist immer in mein geliebtes Erpetal bei Berlin. Am Abend herrscht hier eine ganz besondere Stimmung … Und da ich momentan so oft dort bin, kann ich die Natur schon fast beim Wachsen beobachten. Dieses Mal war es ein richtiger Dschungel.

Und das Glücks-Highlight dieser Woche: Meine Christine Neder Coaching Homepage ist online gegangen. Ich freue mich sehr darauf, euch mit Videos und Texten zu inspirieren und euch das Thema Coaching etwas näher zu bringen.

Was ist „Coaching“ denn überhaupt? Viele haben da leider immer noch ein sehr behaftetes Bild vor Augen. Ich freue mich sehr, wenn ihr euch die Seite einmal anschaut und mir auch gerne euer Feedback schreibt. Auch euch, lieben Bloglesern, möchte ich ein Willkommens-Angebot machen. Für alle, die ein Thema haben, an dem sie gerne arbeiten möchten, biete ich noch einmal 9 Coachings zu je 90 Euro an. Zu einer Coaching-Session gehört ein kostenloses Vorgespräch zu deinem Thema plus die 60 bis 90 Minuten lange Session. Der reguläre Preis ist ab Juli 2019 120 Euro (netto). Bei Interesse oder Fragen schriebt eine Mail an coach@christineneder.com.

Das aktuelle Video auf YouTube befasst sich auch mit den Themen: Was ist Coaching? Wo habe ich meine Ausbildung gemacht? Und was fasziniert mich daran?

Danke für euer Interesse.
Habt eine wunderschöne Woche!

Eure Christine

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