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Lilies Diary | 11. Oktober 2017

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4 Kommentare

Ein Wintersport mit Philosophie – die Schneeschuhwanderung

Christine

„Winterurlaub? Nein danke.“ Mit diesem Satz erstickte ich sofort alle Versuche von Freunden im Keim. Winterurlaub ist nichts für mich. Da kann man mir auch nicht mit Freeride Rampe und Après Ski Partys kommen. Für beides müsste man mich eher bezahlen, um es mitzumachen.

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Ich bin kein großer Skifahrer und dazu auch noch eine Frostbeule und nicht begeistert darüber an die 100 Euro am Tag für Skier und einen Skipass auszugeben. Was soll ich also im Winterurlaub?

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Schneeschuhwandern! Alle kamen mir immer mit Skifahren und Snowboarden, aber keiner hat mich auf den Geschmack von einer Schneeschuhwanderung gebracht. Das ist genau mein Ding. Ich schnalle mir zwei Schneeschuhe an die Füße, die ca. 6 Euro pro Tag kosten und laufe los. Los in die unberührte Natur. Mit jedem Schritt sinke ich 30 cm in den tiefen Schnee. Vom Frieren keine Spur. Ich schwitze wie ein Schwein und das tut so gut. Jeder der denkt, ein bisschen durch die Gegend laufen, dass kann doch nicht anstrengend sein, der irrt sich gewaltig. Mit jedem Schritt den man einsinkt und seinen Fuß wieder rausziehen muss, hat man gefühlte 5 Kilo Schnee am Fuß, den man mit hochziehen muss. Das Herz rast, die Füße werden immer schwerer, doch es ist toll. So toll, denn man fühlt sich lebendig wie nie und erreicht Orte, die man weder mit Skiern, noch im Sommer beim Wandern erreichen kann. Endlich mal wieder auspowern und ein Ziel vor Augen haben. Die Bergspitze. Der Blick von ganz oben entschädigt jeden Schweißtropfen, der die Stirn runtergerannt ist. Wenn man oben steht weiß man, was man geschafft hat und fühlt sich atemberaubend gut. Schneeschuhwandern ist nicht nur mein Sport, sondern es steckt auch eine Philosophie dahinter: Wege laufen, die vorher noch keiner gegangen ist. Die erste sein, die ihre Fußstapfen hinterlässt und hofft, dass vielleicht ein paar nachkommen und merken, wie toll die Aussicht von da oben ist. Aber auch einfach mal umfallen und versinken. Egal. Hauptsache man steht wieder auf und geht weiter bis man das Ziel erreicht hat.

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Unberührte und verschneite Winterlandschaften, lockerer Pulverschnee, Ruhe und Einsamkeit.

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Erste Tourenerfahrungen bei einer geführten Schneeschuhwanderung sammeln, nicht im Alleingang.

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Nicht die Sonnenbrille vergessen!

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Ansonsten braucht man warme Winterschuhe, die Schneeschuhe zum drüber ziehen und wer möchte kann Skistöcke mitnehmen.

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Meine Schneeschuhwanderung ging durch den Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol

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Wenn ihr alleine unterwegs seid, dann könnt ihr euch im nächsten Tourismusbüro erkundigen, welche Strecken geeignet sind! Man darf nicht einfach wahllos durch die Gegend laufen, da man sonst Wildtiere beim Winterschlaf stört. Und auch die Lawinengefahr dürft ihr nicht vergessen.

 

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Kurz vor dem Ziel!

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Die Aussicht auf die Berge. Einfach großartig!

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Schnell die Schuhe ausziehen und noch ein Stück höher klettern

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Es ist die einsame Stille, die erste Spur durch den Schnee ziehen, die Befriedigung, Ziele erreicht zu haben – sei es ein entfernter Gipfel, ein Hügel der Umgebung oder eine Alm. Das macht die Schneeschuhwanderung so besonders.

Für Foto-Fans: Auf dieser Tour hat mir Nikon die leichte Nikon s800c, mit extra Schnee-Funktion gestellt. Danach habe ich die Foto-App Snapseed verwendet und so ist diese kleine, feine Fotostrecke entstanden.

Kommentare

  1. super erzählt und tolle fotos. bei dem Wetter aber auch keine allzu große kunst. aber die auswahl der motive ist cool.

    • Christine

      Dankeschön!

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