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Lilies Diary | 26. April 2017

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5 Orte an der Westküste in Irland, die ihr nicht verpassen dürft

Gastautoren

Wer an Irland denkt, hat oft noch das Bild von grünen Hügeln, Schafen und Whiskey trinkenden, älteren Männern im Kopf. Mehr gibt es da ja nicht. Das habe ich anfangs auch gedacht. Aber hey. Hört ihr mir zu? Ich muss euch etwas verraten und ich möchte, dass ihr es der ganzen Welt erzählt: Die Westküste in Irland ist so viel mehr als das.

Westküste in Irland - Killarney Gap of Dunloe2 Irland

Für mich ging es letztes Jahr an die Westküste in Irland. Genauer gesagt in die Countys Kerry und Cork. Die Routen und „Drives“ sind wir mit dem Mietwagen gefahren, was eine kleine Herausforderung war bei diesen kleinen, süßen aber verdammt engen Sträßchen und dann auch noch mit Linksverkehr, aber spätestens nach einem Tag hatten wir uns daran gewöhnt. Wenn ihr lieber mit dem Rucksack durchs Land streift, könnt ihr aber dieselben Routen auch Laufen. Hier und da gibt es dann sogar extra Wanderwege direkt über die Hügel.

1. Westküste in Irland: Kenmare – Das Juwel des Ring of Kerry!

Eine knappe halbe Stunde von Flughafen Kerry entfernt liegt die kleine Stadt Kenmare. Bunte Häuser, lebendige Pubs, mittendrin eine süße Kirche und an jeder Ecke gibt es freies WLAN und jede Menge nette und aufgeschlossene Menschen. Kenmare wird auch „The Jewel in the Ring of Kerry“ genannt, da es für viele der Ausgangsort für eine Tour über einen der berühmtesten Wanderwege Irlands ist: dem Ring of Kerry. Die Westküste hat mehrere Halbinseln, welche wiederum über richtige Panoramaküstenstraßen verfügen. Der Ring of Kerry wird häufig auch von Reisegruppen bevorzugt, denn hier hat man nicht nur wunderbare Aussichten sondern auch jede Menge alte Gemäuer, Steinreihen und Forts auf dem Weg. Tipp: Haltet unbedingt am „Ladies View“. Von hier aus könnt ihr über die Seen des Killarney National Parks schauen.
Westküste in Irland - Kenmare Irland

2. Westküste in Irland: Glengarriff – Robben am Strand und musikalische Vielfalt

Von allen Orten, die ich an Irlands Westküste gesehen habe, hat mich dieser kleine Ort am meisten überrascht. Von Kenmare aus machten wir einen Schlenker auf die nächste Halbinsel, die Beara Halbinsel. Zuerst ganz unscheinbar und erst sichtbar wenn man mittendrin ist, liegt Glengarriff inmitten von grünen Hügeln. Eigentlich besteht es aus einer einzigen Kreuzung, auf deren Hauptstraße sich alles abspielt, doch das kleine Dorf hat es faustdick hinter den Ohren. Die drei oder vier Pubs wechseln sich brav jeden Abend mit ihren Veranstaltungen ab und so musizieren hier im Sommer Alt und Jung zusammen unter dem freien Sternenhimmel. Jeder darf mitmachen und auch ein Lied spielen, wenn er will und alle singen mit. Und wer denkt, das ist schon alles, der hat sich geirrt. Wenn ihr ein Stückchen weiter in die Wälder geht, in Richtung Wasser, dann könnt ihr manchmal sogar die Robben sehen, die sich auf den warmen Steinen sonnen, während nur ein paar Meter daneben die Kinder der Umgebung vom Steg aus ins kühle Nass springen.

Westküste in Irland - Glengarriff Irland

Westküste in Irland - Glengarriff Robben Irland
3. Irlands Westküste: Killarney – Natur pur trifft auf touristisches Nachtleben

Zurück über den Pass, vorbei an Kenmare und ein Stückchen ins Land hinein. Da kommt meine Lieblingsstadt, da kommt Killarney. Hier gibt es ein altes, heroisches Herrenhaus, dessen Familie sich vor vielen Jahrhunderten in den Ruin getrieben hat, um die Umgebung für Queen Victoria schick zu machen, die zu Besuch kommen wollte. Damals ging der Besitz wieder an das Land zurück und nun ist es ein National Park. Erinnert ihr euch an den „Ladies View“ in der Nähe von Kenamre? Diese Seen gehören hier her.

Wenn ihr durch die „Gap of Dunloe“ lauft, also durch die Lücke zwischen zwei Bergketten, dann kommt ihr an genau diesem Seen raus. Hier habe ich die schönste Bootstour meines Lebens gehabt, mit witzigen Geschichten von Homer Simpson Island (einer kleinen Insel auf den Seen, die aussieht, wie ein liegender Homer) und interessanten historischen Fakten. Abends geht es dann nicht ganz so ruhig zu, wie in den bisherigen Orten. Killarney ist schon etwas touristischer und dementsprechend groß ist auch das Angebot. Hier findet ihr nicht nur kleine, nette Pubs, sondern auch Nachtclubs, Shisha- und Cocktailbars.

Westküste in Irland - Killarney Gap of Dunloe Irland

Westküste in Irland - killarney-ladies-view

4. Westküste in Irland: Eyeries – Eine bunte Ruheoase

Zugegeben. Wenn ihr den Ring of Kerry an der Küste entlang in Richtung Norden fahrt (oder wandert), dann kommt ihr an einigen tollenn, kleinen Orten vorbei. Aber ein kleiner Zwischenstopp in Eyeries muss sein. So viele bunte Häuschen mit Blick auf den Pazifik habt ihr noch nirgends gesehen. Aktivitäten gibt es zwar auch, ab abends, aber sonst ist nicht viel los. Dafür wartet ein kleines Café an der Hauptstraße nur darauf, dass ihr eure Tee und Scones Pause dort macht. Die nette, ältere Dame, die den Laden betreibt, hat sich lange zu uns gesetzt und Geschichten von den Zeiten erzählt, in denen Irland alles andere als ein Reiseziel war. In Eyeries heißt es: Kurz durchatmen, Pause machen und die Ruhe genießen. Wenn ihr wollt, könnt ihr aber von hier aus auch zu Fuß zum Strand runter laufen. Wären da nicht die vollen Wäscheleinen in den Gärten, könnte man fast denken, dass dort gar keiner wohnt. Fun fact: In Irland heißt Strand auch Strand.

xWestküste in Irland - eyeries

5. Westküste in Irland: Dingle – Die Heimat von Fungie dem Delphin und außerwöhnlichen Pubs

Eine Halbinsel weiter im Norden, aber noch immer im County Kerry, gibt es wieder eine wunderschöne Straße entlang der Küste. Der „Slea Head Drive“ solltet ihr unbedingt einmal abfahren/ablaufen. Dazu kommt ihr ganz einfach in der kleinen (ihr seht schon, wirklich groß ist hier kein Ort) Hafenstaft Dingle unter. Hier hat vor über 30 Jahren der Delphin „Fungie“ hergefunden und hat die Bucht ganz einfach zu seinem Zuhause gemacht. Und das tatsächlich ganz freiwillig. Für ein bisschen Geld könnt ihr euch von einem der Boote rausfahren lassen und Fungie beim Frühsport zusehen. Tipp: Es gibt zwar die Geld zurück Garantie, falls ihr den Delphin nicht sehen solltet, aber ich versichere euch: Ihr könnt ihn immer sehen! Wer sich die 10 – 15 € sparen will, läuft einfach am Strand entlang, in Richtung Meer. Hier könnt ihr Fungie manchmal von Nahem, manchmal von Weitem zuschauen.

In Dingle gibt es die leckerste und frischeste Seafood Chowder (eine Art Meeresfrüchte-Sahne-Eintopf), frittierte Schokoriegel und abends genießt man dann die Musik im „modernsten, traditionellen Pub“ dem Courthouse Pub oder im berühmten Dick Mack’s. Von außen sieht er aus wie ein kleiner Tante Emma Laden, von innen auch. Nur halt gemütlich und mit einer Theke und vielen Sitzmöglichkeiten. Tipp: Sucht auf dem Slea Head Drive nach dem „Dunquin Pier“. Die kleine Steinstraße, die runter zum Pier führt, sieht umgeben von türkisblauem Wasser und grünen Hügeln einfach zu schön aus um sie auszulassen.

Westküste in Irland - dingle-delphin

Westküste in Irland - dingle-dick-macks Westküste in Irland - dingle-dunquin-pier

Insgesamt war ich 10 Tage an der Westküste Irlands unterwegs. Dies sind nur ein paar Ziele, die wir angesteuert haben. Eine Reise nach Irland würde ich einfach jedem empfehlen. Das Land hat mich mit der Freundlichkeit, den wunderschönen Ausblicken und der Natur einfach gefangen genommen. Ich war vorher immer nur auf Städtetrips und ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass es auf dieser Welt noch so einen friedlichen Ort gibt. Mein Herz schlägt für die grüne Insel und ich freue mich wie wahnsinnig auf meine nächste Reise im August.

 

„Maribel schreibt seit über 2 Jahren auf ihrem Blog „Maribel Skywalker“ über        die Reisen, die sie macht, die Musik, die sie begleitet und ihr Lebens als Nichtstudentin in der schönen Hansestadt Hamburg.“

 


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Kommentare

  1. Basti

    Ein kleiner Hinweis zu Tipp 4: Eyeries befindet sich nicht auf der Iveragh-Halbinsel am Ring of Kerry, dafür „eine tiefer“ auf der Beara-Halbinsel.

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