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Lilies Diary | 11. Oktober 2017

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7 Kommentare

7 Tipps für Costa Rica und Dinge, die ich vorher nicht wusste…

Gastautoren

Auf nach Mittelamerika! Das war mein Plan. Gerade hatte ich meine Abschlussarbeit eingereicht und wollte jetzt weit weg, in ein Land, in dem ich noch nie zuvor war, eine Kultur erfahren, die ich bisher nicht kannte. Und ein bisschen Spanisch aus der Schule konnte ich noch, da stand Mittelamerika Als Reiseziel schnell fest für mich. Außerdem stellte ich nach einiger Recherche zufrieden fest, dass es dort auch im Februar wunderbar warm ist und ich so dem Winter in Berlin zumindest für eine Zeit entkommen konnte. Ich entschied mich für Costa Rica, da es als gutes Einsteigerland für Lateinamerika gilt. Es ist ziemlich sicher, Alleinreisende müssen sich keine Sorgen machen, der Lebensstandard ist im Vergleich zu anderen Ländern in Mittelamerika hoch und viele Leute, besonders in den Städten, sprechen Englisch falls man sich nicht ausreichend auf Spanisch verständigen kann. Die folgenden 7 Dinge hab ich vorher allerdings nicht über das kleine Land (nur etwas größer als Niedersachsen) in Zentralamerika gewusst. Hier meine Tipps für Costa Rica.

Tipps für Costa Rica_Karibik

1. Tipps für Costa Rica – Wetter

Es macht wirklich Sinn für jedes Wetter zu packen. Obwohl meine schlaue Wetter App mir jeden Tag Temperaturen von über 25 Grad angezeigt hat, hat es sich je nach Ort mal wie 35 Grad und mal wie 15 Grad angefühlt. Das liegt hauptsächlich am Wind, der besonders in den höheren Gegenden des Landes ziemlich stark wehr. In der Hauptstadt San José hätte ich gern noch eine zusätzliche Jeans dabei gehabt, so musste ich die ganze Zeit auf meine Leggings zurückgreifen.
Auch den Wetterunterschied zwischen Karibik- und Pazifikküste hatte ich mir genau gegensätzlich zur Realität vorgestellt. In meiner Traumvorstellung schien die Sonne in der Karibik ununterbrochen, es war super warm und traumhafte helle Strände reihten sich aneinander. Über die Pazifikküste hatte ich mir nicht allzu viele konkrete Gedanken gemacht. Ich musste feststellen, dass das Wetter auf der karibischen Seite Costa Ricas am unbeständigsten ist und dass es dort auch während der Trockenzeit im europäischen Winter häufig mehrere Tage lang regnet. Wunderbar warm ist es natürlich trotzdem, da die Luftfeuchtigkeit ist einfach sehr hoch. Die Brandung ist an manchen Tagen stark, weshalb das Schwimmen oder Surfen im Meer nicht immer möglich ist. Am Pazifik hingegen waren Wetter und Küste genauso wie ich mir die Karibik vorgestellt hatte.

Tipps für Costa Rica_aussichtspunkt-manzanillo

Die Brandung in Costa Rica

Tipps für Costa Rica_Dschungel

2. Tipps für Costa Rica – Seltene Früchte

In Costa Rica gibt es unglaublich viele leckere und für mich sehr exotische Früchte. Natürlich findet man an jeder Ecke Mangos, Bananen, Ananas, Wassermelonen und Papayas, aber es gibt noch andere Sorten, von denen ich vorher noch nie gehört hatte. Wie etwa Guanábana, Guave oder Cas. Besonders lecker und erfrischend sind diese Früchte in refrescos, einer Art Smoothies, bei denen sie zusammen mit Eiswürfeln püriert werden.

Tipps für Costa Rica_KApuzineraffen

3. Tipps für Costa Rica – Kosten

Ok, ok, ich wusste, das Costa Rica das teuerste Land Mittelamerikas ist. Es ist wirtschaftlich stabil, das erklärt vergleichsweise hohe Preise. Aber im Ernst: Manche Dinge sind wirklich sehr teuer. Zum Beispiel Nahrungsmittel im Supermarkt. Außer heimischen Früchten, kostet alles mehr als bei uns zuhause, das hat mich überrascht. Besonders da ich am ersten Tag unüberlegt zu Pfirsichen griff und nicht darüber nachdachte, dass sie importiert werden müssen und daher noch teurer sind. Auch Kleidung ist oftmals kostspielig. Das war auch der Grund, warum ich trotz einiger kalten Abende keine Jeans kaufte, sondern bei meinen Leggings blieb. Andere Sachen wie das Essen in einem kleinen typischen Restaurant oder eine Busfahrt sind hingegen sehr günstig.

 

4. Tipps für Costa Rica – Müll

Ein Costa Ricaner erzählte mir, dass er es schade findet, dass in seinem Land so viel Müll rumliegen würde. Nachdem er in Europa Urlaub gemacht hatte, würde er die Situation bei sich ganz anders wahrnehmen. Ich muss allerdings sagen, dass mir eher das strenge und aufwendige Mülltrennsystem aufgefallen ist. Plastik, Restmüll, Papier, Blech, Bio, alles wird genau getrennt bzw. recycelt. Sogar in kleinen abgelegenen Hostels gab es stets mehrere Mülltonnen für unterschiedlichen Abfall.

Tipps für Costa Rica_Recycling

5. Tipps für Costa Rica – Manuel Antonio

Der Nationalpark an der Pazifikküste ist der kleinste des Landes und wurde mir von allen Seiten angepriesen. Ich wurde aber auch davor gewarnt, dass es dort sehr überlaufen ist. Und ich muss sagen, es ist wahr. Er ist von Touristen wie Einheimischen sehr gut besucht. Aber: Er ist es wert. Ich würde jederzeit wieder dorthin fahren, weil es wunderschön dort ist. Im Park macht es wirklich Sinn sich einen Guide zu nehmen, da sie sich auskennen und mit ihrem geschulten Auge Tiere erkennen können, an denen man selbst zu 100% vorbei gelaufen wäre. Nach einer Wanderung durch den Park eignen sich die Strände zum Entspannen. Hierfür würde ich den allerletzten der drei Strände (Playa Espadilla Sur) nehmen, dort waren wirklich trotz des vollen Parks nur wenige Leute und man konnte sich unter Bäumen in den Schatten legen. Etwas, das bei 40 Grad auch zu empfehlen ist. Die Kapuzziner- und Totenkopfäffchen kommen ganz nah ran, man muss sogar aufpassen, dass sie einem nicht das Essen aus der Tasche stehlen. Zum Abschluss ist es toll, ca. eine Stunde bevor der Park schliesst einen der kleineren Trails ein Stück alleine hochzugehen. Bis auf die Tiere ist nichts zu hören und man bekommt das Gefühl allein durch den tiefsten Dschungel zu streifen.

Tipps für Costa Rica_Manuel Antonio

6. Tipps für Costa Rica – Banane ist nicht gleich Banane

Auf dem Markt habe ich schnell festgestellt, dass eine Banane nicht gleich eine Banane ist. Es gibt super viele verschiedene Sorten, die sich durch Größe aber auch Form und sogar Farbe voneinander unterscheiden. Besonders Acht geben sollte man, wenn die Banane recht groß und ziemlich gerade ist, dann handelt es sich wahrscheinlich um eine Kochbanane, die eigentlich eher wie eine Kartoffel zubereitet wird, aber dennoch ein bisschen süßlich schmeckt. In Costa Rica wird sie meistens frittiert und zusammen mit Reis und Bohnen serviert. Ich habe auch versucht sie selber anzubraten, muss aber zugeben, dass meine nicht so gut geschmeckt haben, wie die der Costa Ricaner.

Tipps für Costa Rica_unreife Bananen

7. Tipps für Costa Rica – Radtour

Eines meiner Highlights war eine Radtour durch den Dschungel, von Puerto Viejo bis nach Manzanillo an der Karibikküste. In Puerto Viejo und der Umgebung sind viele Fahrradverleihe ansässig, ein Rad zu mieten ist also kein Problem. Es gibt eine kleine, asphaltierte Straße, auf der man bequem durch den Dschungel radeln kann – nur Achtung vor den Schlaglöchern. Kommt man am Ende der Straße in Manzanillo an, kann man sein Rad anschließen, durch einen kleinen Meeresarm waten und erreicht nach ca. 10 Minuten einen Aussichtsfelsen mit einem atemberaubenden Blick.

Tipps für Costa Rica_Radtour

Tipps für Costa Rica_Schmetterling

 

Tipps für Costa Rica_Anky

Ich bin Anky, habe interkulturelle Kommunikation studiert und lebe im schönen Berlin-Friedrichshain. Ich verreise gern, um neue Dinge zu lernen und Leute aus der ganzen Welt zu treffen. Zuhause feile ich weiter an Sprachen, genieße die Stadt und Menschen und lebe gern.


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Kommentare

  1. Hey Anky,
    haha deine Worte haben mich zum schmunzeln gebracht.. Ich war im letzten Jahr einige Wochen in Costa Rica und kann die Punkte alle so unterschreiben. Ich weiß gar nicht mehr wie oft ich in Costa Rica und Mittel- und Südamerika allgemein genussvoll in eine Banane biss, die sich dann allerdings als ekelige rohe Kochbanane entpuppt hat :-D

    Liebe Grüße,
    Franka

    • Christine

      Ich hatte das auf den Seychellen ;)

  2. Banane ist nicht gleich Banane – das klingt interessant :D
    Ich hoffe ich schaffs mal nach Costa Rica, das will ich mir genauer anschauen.

  3. Hi Anky,
    auf Deinem Foto von der Radtour sehe ich, dass es offensichtlich geregnet hat. Und schon muss ich wieder mit Schrecken an mein Erlebnis denken. Ich fuhr mit dem Bus nach Manzanillo und wollte dann zu Fuss die 12 Kilometer zurück nach Puerto Viejo. Diesen Tag werde ich nie vergessen, da der Regen überhaupt nicht mehr aufhören wollte. Und wenn er dies für 3 oder 4 Minuten dann doch machte ging es umso stärker wieder los. Ein dort lebender Amerikaner hat mich „gerettet“. http://peterstravel.de/unterwegs-in-zentralamerika-teil-11/ In Puerto Viejo kann ich übrigens das Pagalú, das einem Deutschen gehört wärmstens empfehlen.

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