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Lilies Diary | 14. Oktober 2017

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7 Tipps für Amrum – entspannter Inselurlaub an menschenleeren Stränden

Gastautoren

Einmal im Jahr packt mich die Lust auf Insel. Sylt und Juist – normalerweise die Inseln meines Vertrauens – kenne ich inzwischen so gut, dass ich mich woanders in der Nordsee umschauen möchte. Einzige Voraussetzung: Nicht zu weit von Hamburg, denn wir reisen mit Baby und wollen nicht zu viel Zeit im Auto verbringen. Wir entscheiden uns für Amrum – zwei Stunden Anfahrt bis zum Fähranleger und dann weitere zwei Stunden mit der Fähre. Das gefällt mir gut, denn Schiff fahren ist so entspannend, das könnte ich tagelang machen. Das Baby verhält sich glücklicherweise genauso.

Tipps für Amrum

Die Saison beginnt im April, wir reisen Ende März und genießen die Ruhe auf der Insel, die wir in vier Tagen locker ganz sehen können – bei 10 km Länge und 2,5 km Breite. Man begegnet sich auf der Insel mindestens zweimal – belustigt lächelt man sich in den Dünen oder im Café zu und hält einen Plausch. Nach zwei Tagen fühlen wir uns fast wie Einheimische.

Ferienwohnung Amrum

Unsere Ferienwohnung in Norddorf liegt wunderschön mit Blick auf die Dünenlandschaft. Fast schon wie in einer Planetenwüste erstrecken sich die Sandhügel vor unserem Garten und wenn der Wind günstig weht, hören wir das Meer. Sofort machen wir uns auf den Weg, um die Gegend zu erkunden und gehen über die angelegten Holzstege durch die Dünen Richtung Strand.

Blick aus der Amrum Ferienwohnung

Auf Amrum gibt es einige tolle Dünenwanderwege, auf denen man sich herrlich verlaufen kann. So gelangt man dann zum Beispiel in die Nähe eines Möwen Brutplatzes und kann das Treiben der Vögel beobachten. Oder, wie in unserem Fall, entdeckt ein (um die Jahreszeit noch) verlassenes Surf Camp irgendwo im Dünen Labyrinth. Die Landschaft ist einzigartig mit den Dünen auf der einen Seite, dem angrenzenden Wald und dem Watt mit seinen endlosen Stränden auf der anderen Seite der Insel. Herrlich ist der Duft der See, der sich mit dem Geruch der Tannen im Wald vermischt.

Wanderwege Amrum

Wald und Dünen …

Wanderwege Amrum

 

Tipps für Amrum: Fahrrad fahren auf dem Deich

Wir waren viel zu Fuß unterwegs mit dem Kinderwagen oder Tragetuch, aber, wie auf allen Nordseeinseln bietet sich auch auf Amrum eine Fahrradtour an. Mit 10 km Länge und 2,5 km Breite lässt sich die Insel locker an einem Tag umrunden und am Schönsten ist die Strecke am Deich entlang mit Blick auf das Watt. Übrigens ist eine Wattwanderung auch eine tolle Erfahrung und der Amrumer Tourismusverband bietet tolle geführte Wanderungen an, leider müssen wir das auf nächstes Jahr verschieben, da unser Baby für so eine Tour noch zu klein ist.

Radfahren auf Amrum

Viele Radwege durchziehen die Insel

Radfahren auf Amrum

Tipps für Amrum: Leuchtturm besteigen

Es ist Zeit für einen 360 Grad Ausblick über die Insel. Die tolle Landschaft (Dünen, Wald, Strand) möchte ich mir einmal aus der Vogelperspektive ansehen. Der Amrumer Leuchtturm ist wie ein Wahrzeichen der Insel – fast immer sichtbar und von schöner Dünenlandschaft umgeben. Ein paar Stufen muss man zwar nehmen, aber es lohnt sich definitiv:

Tipps für Amrum

Der Ausblick auf der Kraterlandschaft

Tipps für Amrum

Wald, Strand und Meer

Tipps für Amrum

Tipps für Amrum: Friesentorte essen

Eine absolute Entdeckung für mich ist die Friesentorte! Blätterteig geschichtet mit Sahne und Pflaumenmus – ein Kalorien-Traum. Nach einer Wanderung in den Dünen oder der Besteigung des Leuchtturms schlemmt es sich am besten im Café Schult in Norddorf. Der Kaffee ist so lecker wie die Torte und die Bedienungen sind so nett, dass man sich nach zwei Besuchen fühlt, als lebe man schon seit Jahren auf der Insel. Für das Frühstück oder Abendessen lohnt es sich, auch eines der sehr leckeren Brote aus der angeschlossenen Bäckerei zu kaufen.

Friesentorte muss man probieren!

Tipps für Amrum: Öömrang Hüs

Einen Einblick in die Geschichte Amrums bekommt man im Öömrang Hüs, einem alten Friesenhaus, das die Gemeinde aufgekauft und zum Heimatmuseum erklärt hat. Dort lebte einst eine Kapitäns-Familie und in den Zimmern, die noch so aussehen wie damals, fühlt man sich um mehrere Jahrzehnte zurück gebeamt.

Tipps für Amrum Tipps für Amrum

Tipps für Amrum: Sich wie auf einem anderen Planeten fühlen

Kurz vor oder nach der Saison ist es meiner Meinung nach am Schönsten. Es weht schon ein Frühlingswind, es ist aber noch frisch, die Luft tut so gut und es sind so gut wie keine Touristen unterwegs. Auf Amrum fühlten wir uns zum Teil wie auf einem anderen Planeten, da die weiten Strände mit den Dünen ringsum wie Krater wirken. Die ersten Menschen an diesem Strand! Man kann sich Geschichten ausdenken und einfach mal entschleunigen, indem man an den ewigen Stränden läuft, bis man endlich am Wasser anlangt und die Weite des Meeres genießen kann.

Tipps für Amrum

Me, myself and I

Tipps für Amrum

Menschenleere Strände

Tipps für Amrum: Fish & Chips, Architektur und Shopping

Die Insel hat eine so angenehme Größe, dass man in vier Tagen einmal überall gewesen ist (und auch alle anderen Inselbesucher mindestens zweimal sieht). Mein Tipp ist es, Fish & Chips in Wittdün zu essen (im Hafen 31, Imbiss und Restaurant) oder im Kaffeflut eine Kartoffelwaffel mit Räucherlachs zu probieren, sowie sich in Nebel von der Architektur der wunderschönen Friesenhäuser beeindrucken zu lassen oder in den netten Läden dort zu stöbern, z.B. im Blaufeuer, wo man schöne maritime Kleidung und Kindersachen findet.

Tipps für Amrum Fisch & Chips Amrum


DIE GASTAUTORIN:

petra herbert-gastautorenfoto

Petra Herbert – Geboren in Transsilvanien, aufgewachsen im Schwarzwald, studiert in Ostwestfalen und mittlerweile seit 4 Jahren in Hamburg, ging es für Petra immer weiter Richtung Norden. Hier fühlt es sich nach „Heimat“ an und deshalb muss sie alle paar Monate raus aus der Stadt, um dann auch gerne wieder zurück zu kommen. Als Fotografin und Fotoredakteurin hat sie das Privileg viele neue Orte kennen zu lernen, das Fremde zu erkunden, über den eigenen Schatten zu springen und dann wieder sicher im Hafen anzukommen. Der kühle Wind tut gut, kurz die Seeluft einatmen, innehalten und dann weiterziehen. Vielleicht mal in den Süden.

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