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Lilies Diary | 11. Oktober 2017

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4 Kommentare

Ein perfekter Tag: Skifahren in den Dolomiten

Gesa
  • am 16. Januar 2015

An nur einem Tag Skifahren kann man in den Sextner Dolomiten ganze drei bis vier Gipfel erklimmen. Rotwand, Kreuzbergpass, Val Comelico und den Helm. Trotz meiner steilen Snowboarder-Karriere, die ich eigentlich anstrebe, habe ich mich doch wieder zum Skifahren in den Dolomiten überreden lassen: wegen der vielen Ziehwege dort (flache Verbindungsstücke, eher Forstwege als Piste), die mit dem Snowboard nicht so viel Spaß bringen würden. Vier Gipfel an einem Tag ist ein toughes Programm mit Höhen und Tiefen, wovon ich heute berichten werde. Wer die Kurzfassung will: Ich bin an einem Tag die ganzen Dolomiten abgedüst, habe die Aussicht von vier verschiedenen Gipfeln genießen können, habe mich auf Ziehwegen entspannt durch Märchenwälder daher treiben lassen, musste keinen einzigen Weg zweimal fahren, dachte mittags ich muss vor Hunger sterben, aber wurde dann doch noch vom besten Kaiserschmarrn wieder gestärkt um hier nun für euch schreiben zu können und durfte am Nachmittag sogar noch von Ski aufs heißgeliebte Snowboard umspannen.

P.S.: Warum der Schnee manchmal braun aussieht? Weil im letzten Winter der Saharasand über die Dolomiten geweht ist und diese unschönen Schleier da gelassen hat =(

  • Skifahren in den Dolomiten – Der Morgen im Hotel Bad Moos:

Wir übernachten im Sport & Kurhotel Bad Moos in Sexten. Das ist dort, wo sich die Gemüter streiten, ob man in Österreich, Italien oder einfach in Südtirol ist. Genau genommen ist man aber einfach mitten in dem Bergen: mitten in den Sextner Dolomiten. Das erkennt man am besten daran, dass gleich hinter dem 4 Sterne Hotel das Skigebiet anfängt. Deswegen werden wir zum Aufstehen auch mit einem herrlichen Blick auf die Berge begrüßt. Und einem Blick, auf die mit 71% Steigung steilste Piste Südtirols! Freund oder Feind? Dazu gleich mehr.

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  • Skifahren in den Dolomiten – Einmal die steilsten Piste Südtirols umfahren, bitte:

Vom Hotel Bad Moos in Sexten aus, was in 1.300 Meter Höhe liegt, starten wir morgens in Begleitung der ortskundigen Wally zum Skifahren in die Sextner Dolomiten. Genau genommen entfernen wir uns vom Hotel nur drei Schritte und sitzen schon im Lift. Rauf geht’s. Unsere erste Station: die Rotwand auf etwa 2.000 Metern. Die Pisten sind bequem, breit und bestens in Form, sodass ich mich schnell wieder ans Skifahren gewöhne. Unter Kontrolle hatte ich da eh noch nie was, weswegen ich auch aufs Snowboard umgestiegen bin. Kaum warm geworden, erwartet mich aber schon das erste und einzige blaue Wunder an diesem Tag!

Die steilste Piste Südtirols. Auch wenn Anfänger und Schissbüchsen sie umfahren könnten, kommen wir beim Skifahren in den Dolomiten nicht um sie herum. 71% Steigung lachen mir hähmisch entgegen und wollen mich blutrünstig verschlingen. Aber ich sage danke und passe! Weise pendle ich mich vorsichtig am Rand der Piste hinunter. Vor – zurück – vor – zurück. Unten kann ich schon unser Hotel Bad Moos erkennen. Unten warten auch schon alle. Mir aber egal. Safety first!

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  • Skifahren in den Dolomiten – Einmal kinderfreundlich, bitte:

Ich fahre vorbei an echten Rentieren, die die Kinder am Nachmittag füttern dürfen und werde ziemlich neidisch, dass ich dann nicht da sein kann. Also schnell weiter, keine Träne nachtrauern, vorbei an Iglus und einer riesen großen Schneemannsfamilie, mit der man sich zusammen fotografieren lassen kann. Hier beginnt auch die 5 km lange, wenige Rodelbahn auf einem Forstweg durch den Märchenwald. Außerdem finden wir eine einsame Hütte für die nächste Fotolovestory. Nur die Lovestory fehlt noch. Heute also nur Fotos.

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  • Skifahren in den Dolomiten – Einmal um den Berg schieben, bitte:

Um von der Rotwand zum Kreuzbergpass zu kommen, fahren wir quasi einmal um einen halben Berg herum. Das ist so entspannt, wie von Papa auf dem Schlitten gezogen oder von der großen Schwester auf dem Radl geschoben zu werden. Kilometerlang fährt es sich bei angenehm leichtem Abfall auf einem kurvigen Ziehweg daher. Man steht einfach so auf seinen Skiern, als würde man sich von einer Rolltreppe tragen lassen, und genießt die Fahrt durch einen schnee-glitzernden Märchenwald. Herrlich entspannt!

  • Skifahren in den Dolomiten – Anschwung geben, bitte:

Wer beim Skifahren in den Dolomiten diese Tour von mir nachmachen möchte, sollte Kondition mitbringen. Denn nach dem Kreuzbergpass, auf dem Weg zum Bus der uns gleich nach Italien fahren wird, werden wir im wahrsten Sinne auf Herz und Nieren geprüft. Oder einfach nur auf Kondition und gut gewachste Skier! Das trennt hier die Spreu vom Weizen. Denn bevor wir an der Bushaltestelle ankommen, müssen wir ein sehr langes und sehr sehr flaches Stück überwinden, bei dem ganzer Körpereinsatz gefragt ist. Danach brauchen wir erstmal Pause. Und Almdudler!

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  • Skifahren in den Dolomiten – Einmal tolle Aussicht, bitte:

Außer an die leeren weiten Pisten, und an die tolle Aussicht vom Val Comelico in Italien, erinnere ich mich vor allem an eines auf diesem Pistenabschnitt: Die chrumplige Oma vor der Holzhütte, die ihr blankgezogenes, rotbraun-ledriges Dekolleté in die Sonne hält, und dabei ein Taschentuch über das Gesicht gelegt hat, damit die Sonne nicht so blendet! Ein Bild für die Götter, von dem ich mich leider nicht getraut habe ein Foto zu machen. Statt dessen habe ich euch andere schöne Aussichten mitgebracht:

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  • Skifahren in den Dolomiten – Zur Stärkung drei Kaiserschmarren und drei Lumumba nur für mich, bitte.

Auf 2,712 Metern entscheide ich, dass ich schon vor zwei Stunden hätte Mittagessen sollen und kämpfe mich mit letzter Kraft zum Bus, der uns zurück zur Basis fährt: dem Hotel Bad Moos. Mit Blick auf die steilste Piste Südtirols und warmen Sonnenstraheln im Gesicht stillen wir unseren Bärenhunger.

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  • Skifahren in den Dolomiten – Den Helm nicht vergessen, bitte.

Der ein oder andere macht nach der Mittagspause schlapp. Ich tausche statt dessen Ski gegen Board und fahre mit dem Bus 5 Minuten zum Helm rüber. Das ist ein Berg auf 2.434 Metern, von dem aus man einen super Blick auf die 3 Zinnen hat. Hier gibt es weniger Ziehwege, dafür ein schmuckes überschaubares Skigebiet mit einem wahnsinnig weitläufigen Plateau oben drauf. Außerdem fahre ich der kroatischen Ski-Formationsgruppe in ihre Performance und versaue ihnen das Olympia-Training. Telefonnummern werden mir trotzdem angeboten. Aber ich lehne geschmeichelt ab, schließich muss ich schnell zur Talabfahrt. Mein Wellnesstermin im Bad Moos ruft! Skifahren_in_den_Dolomiten7 Skifahren_in_den_Dolomiten5

  • Skifahren in den Dolomiten – Am Abend Wein und Wellness, bitte.

Nach diesem anstrengenden und auch eindrucksvollen Tag, falle ich vom Skikeller in den Wellnessbereich vom Hotel Bad Moos. Ruhe und wohlige Wärme und vielleicht sogar eine dieser sehr guten Massagen, sind jetzt genau das richtig. Mit einem leicht labilen Lächeln, als hätte ich mir gerade etwas anderes durchgezogen, als nur den Wellenssbereich, setze ich mich später beim Dinner zu den anderen. Lasset diesen schönen Tag mit gutem Essen und Wein begießen.

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Anfahrt: Nicht ganz vier Stunden braucht man von München mit dem Auto nach Sexten in den Dolomiten, Südtirol. Besonders das letzte Stück, rauf auf die 1.340 Meter, ist besonders schön und bietet wunderschöne Ausblicke. Kurvensicher sollte man aber fahren können ;) Der Nächste Flughäfen an Sexten herum liegt in Innsbruck (+ 1 ¾ St. Autofahrt) oder sind Bolzano in Italien (+ 1 ½ Stunden mit dem Auto). Mit der Bahn geht es natürlich auch: einfach „Innichen“ ansteuern.

Unterkunft: Das Kur & Sporthotel Bad Moos liegt direkt am Skilift zur Rotwand. Ideale Bedingung zum Skifahren in den Dolomiten. Bekannt ist da Hotel vor allem für seine gesundheitsfördernden und wohltuenden Schwefelquelle, aber euch sein Heubad. Von Kollegen habe ich außerdem gehört, dass es hier die besten Masseure gibt. Hier will man die Gäste nicht nur „gesund halten“, sondern ihnen etwas „zum wohlfühlen und mit Show Off bieten.“ Bei reichhaltigem Frühstücksbuffet und elegantem aber urigen Ambiente macht die Chefin jeden Morgen ihre Runde und begrüßt die Gäste herzlich. Der Wahnsinn: manchmal liegen hier im Winter bis zu 3 Meter Schnee. Dann sieht man aus dem Bodentiefen Fenstern im Frühstückssaal nur eins. Schnee.

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 Vielen Dank für die Unterstützung an MAROundPARTNER.

Kommentare

  1. Hey! Das sieht wirklich nach einem super Tag aus! Skifharen in Südtirol, ist sowieso meistens cool, hab da eig noch nie so richtig schlechte Erfahrungen gemacht…In Sexten war ich nur mal für einen Tag, aber ehrlich gesagt auch nicht auf der Piste, nur mal so zum gucken, ganz schön idyllisch da^^ wir beschränken uns meist eher auf Hotels Meran, da hat man ne ganz guute Lage zum Skifahren ;)…Dankr für deinen Bericht! LG, Lena

    • Christine

      Gerne :)

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