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Lilies Diary | 22. Dezember 2017

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14 Kommentare

Shoppen in Tokio – Bananen-Automaten und Hightech-Umkleidekabinen

Christine

Ich würde mich nicht wundern, wenn man in Tokio eine Begrenzung von Shoppingtüten festlegt, mit der man die öffentlichen Verkehrsmittel betreten darf. Oder die Regel aufkommt, alles zu vakuumieren, um Platz zu sparen. Platz ist in Tokio Mangelware, ansonsten gibt es nichts, was man nicht findet. Traditionell oder Hightech  – im Einkaufsparadies Tokio kann jeder Geldbeutel glücklich werden.

Christine-Neder-Tokio

Kurz nach meiner Ankunft in Tokio hat es angefangen zu regnen. Graue Wolken brachten tonnenweise Wasser auf die Strassen, das gar nicht so schnell in die Kanalisation verschwinden konnte, wie es vom Himmel kam. Regen ist für keine Stadt gut, die man erst vor wenigen Stunden betreten hat. Vor allem, wenn der Regen die letzten Kirschblüten von den Bäumen jagt, für die man gekommen ist. Außer man weiß Regentage gut zu nutzen. Die einen gehen ins Museum, ich bevorzuge zu Shoppen. In Tokio muss man auch nicht zwangsläufig viel ausgeben, es reicht einfach nur durch die Läden in Harajuku oder die großen Kaufhäuser zu schlendern und zu schauen. Ich verspreche euch, man findet immer etwas außergewöhnliches: Bananenautomaten, Shops namens titty&co oder Hightech-Umkleidekabinen.

Mitte in Tokio  – Shibuya und Harajuku

Mitte, das Synonym für cool, trendy und angesagt. In Berlin erstreckt sich das trendy Einkaufsviertel zwischen Hackischer Markt und Rosenthaler Platz. Beim Shoppen in Tokio fährt man nach Shibuya und Harajuku. Wer sich hier mit jemanden an der Station Shibuya treffen möchte, der sagt: “Am Hund”, einer Bronzestatue direkt vor der meistgefilmtesten Kreuzung der Welt. Direkt dahinter, bis nach Harajuku liegt Japans Jugendkultur. Die Grenzen der beiden Viertel gehen nahtlos ineinander über. Als erstes sollte man einfach anfangen loszulaufen und zu entdecken. In den großen Straßen tummeln sich die üblichen verdächtigen – Zara, Forever 21 und die japanische Marke Uniqlo, auf die ich eine Lobeshymne singen möchte. Uniqlo ist der beste Laden, um Basics für den Kleiderschrank zu kaufen aus einer Qualität, die sich super anfühlt. Bis nach Deutschland hat es Uniqulo leider noch nicht geschafft. Je kleiner die Straßen, desto abgefahrener werden die Läden. Wer eine kleine Stärkung braucht, der kann sich am Automaten eine Banane ziehen oder sich im Cat Café kurz entspannen und den Vierbeinern die Ohren kraulen. Wem es zu gefährlich wird bei Regen draußen rumzulaufen, weil er jede Sekunde Angst haben muss von einem Schirm erstochen zu werden, der sollte einen der Konsumtempel besuchen.

Manga-Mädchen-Tokio-Japan

Shibuya 109 ist das Kaufhaus für die junge Generation der Oberschülerinnen, die in Tokio den Modeton angeben. Ein roter Faden ist das Wort “kawaii” übersetzt niedlich. Tüllröcke, Knöpfe in Herzchenform und Rüschen en mass in Pastellfarben. Wer niedlich aussieht, kann nichts falsch machen. Je näher man dem Viertel Harajuko kommt, desto mehr kawaii findet man in den Läden. Die bekannteste Einkaufsstraße ist Takeshita-dōri. Hier gibt es allerhand skurrile Läden und man stellt fest, das Tamagotchi lebt! Auf 12 Quadratmetern gibt es das neuste Teil mit bunten Display und alles vom Zahnputzbecher bis zum Stofftier im Tamagotchi-Look. Ein paar Häuser weiter liegt ein Shoppingparadies für Hundebesitzer. Im PETS PARADIES gibt es jedes erdenkliche Outfit für den Hund. Dazwischen liegen zahlreiche Sockengeschäfte. In Japan ist es nicht verpönt Socken in die Sandalen anzuziehen, sondern ein Trend. Wer viel für wenig Geld möchte, der sollte in den 100-Yen-Shop in der Takeshita-dōri namens Daiso. Ein Schnäppchendorado für skurrile Japan-Mitbringsel. Wer gerne in Tokio Klamotten Shoppen möchte, aber keine Lust hat sich umzuziehen, der sollte dem Kaufhaus Tokyo Plaza einen Besuch abstatten. Schon allein die Rolltreppe in das kubisch-verglaste Gebäude hochzufahren ist ein Erlebnis. Außerdem findet man hier eine Hightech-Umkleidekabine. Frau stellt sich vor einen “Spiegel”, drückt auf ein Kleidungsstück, das sie auf einen Display auswählen kann und sieht es an ihrem Körper. Wer doch lieber oldschool anprobieren will, für den habe ich noch einen Tipp. Die Japaner bestehen darauf, dass man vor der Kabine die Schuhe auszieht und ein weißes Tuch beim Anprobieren auf das Gesicht legt, um die Kleidung vor Schminkresten zu schützen.

Mein absoluter Lieblingsladen in Tokio ist Chicago. Der Secondhandladen hat einzigartige Fundstücke zu tollen Preisen und auch erschwingliche Kimonos und Yukatas. Wer zu lange geshoppt und die letzte Bahn verpasst hat (zwischen 1 Uhr und 5 Uhr nachts ist die Katze in Tokio begraben, was die U-Bahn betrifft) und sich für Mangas interessiert, kann sich im Manga-Café einquartieren. Hier darf man beruhigt über einem Buch einschlafen.

Das Mekka für Manga- und Elektrofreaks

Akihabara ist das Mekka für Manga und Elektrofreaks. Nicht nur zum Shoppen in Tokio, auch zum Schauen und Staunen ist Akihabara sehenswert. Gleich bei der U-Bahn Station Akihabara liegt das SEGA-Haus. Im unteren Stockwerk gibt es allerhand Greifhacken-Automaten mit süßen Kuscheltieren, die wir nur von deutschen Tankstellen kennen. Im Sega-Haus steht auf zwei Stockwerken einer neben den anderen. Interessant wird es ab dem dritten Stock. Junge Männer im Anzug, vereinzelt Hausfrauen und vor allem Schüler und Studenten sitzen hier vor bunt-leuchtenden Spielautomaten und schauen apathisch auf den Bildschirm. Die einen spielen Tetres, die anderen ballern mit einem Maschinengewähr rum. Was hier stattfindet, nennt man “japanische Entspannungsmethode“. Je später der Abend, desto mehr Geschäftsmänner finden hier die Ruhe nach der Arbeit. In Akihabara findet man das Allerneueste im Audio- und Video Bereich, aber auch alte Fundstücke, zum Beispiel einen retro Spiele-Laden mit Videospielen vor der Playstation 1. Schräg gegenüber stehen drei süße Mangamädchen auf der Straße. Als erstes denke ich, sie kommen aus dem großen Comicladen der Stadt, der hier seinen Standort hat. Die Manga-Mädchen, auch Maids gennant sind jedoch damit beschäftigt Männer in die sogenannten “Maid-Cafés” zu locken. Hier sind alle Mädchen als Anime-Damen verkleidet. Der Sinn eines Maid-Cafés ist mir immer noch nicht so ganz klar. Ich denke, es ist die Chance für Männer die sonst nur Frauen aus den Videospielen kennen, sie in echt zu sehen. Oder es wird hier einfach ein Fetisch bedient. Die Damen mögen es auf jeden Fall nicht, auf der Straße fotografiert zu werden.

Kaufrausch ohne Grenzen

Das war nur eine kleine Auswahl an Möglichkeiten Shoppen in Tokio zu gehen. Deutsche Marken wie s.Oliver können Japaner nur im Internet bestellen. Wer sich eher für traditionelles japanisches Kunsthandwerk anstatt Klamotten interessiert, der sollte nach Asakusa gehen. Trendige Mode zu günstigen Preisen gibt es im Billig-Einkaufsviertel AmeyokoGinza ist das älteste und teuerste Einkaufsviertel, in dem man aber auch preiswerte Ketten findet. Den besten Einstieg in das Shopping-Vergnügen in Tokio bieten wohl die großen Kaufhäuser.

Tokio-Tamagotchi-Laden-Harajuku

Tamagotchi-Laden in der Takeshita-dōri

Tokio-Manga-Café

Manga-Café mit Übernachtungsmöglichkeit

Tamagotchi-Japan-Tokio

Das neue Tamagotchi mit buntem Display

Takeshita-dori-pets-paradis

Alles für den Hund im PET PARADIES in der Takeshita-dōri 

Spielautomaten-Tokio

Japanische Entspannung – der Besuch einer Spielhölle

Socken-Tokio

Tokio ist ein Socken-Paradies

Shopping-in-tokio

In 5 Minuten 10 cm größer

Sega-Tokio-akihabara

Das SEGA Center in Tokio

Sega-Spielautomat

Retro-Videospiele-Tokio

Videospiele im Retro-Laden in Tokio Akihabara

Retro-Nintendo-Laden-Tokio

Die Lockvögel für Maid-Cafés

Kleidungsstil-Kawaii

Das beste Beispiel für den Kleidungsstiel Kawaii – süß und goldig.

Kaufhaus-Tokio

Ganz neues Kaufhaus in Harajuku mit Hightech -Umkleidekabine.

Condomania-Tokio

Alles rund um das Thema “Kondom”

Comicladen-in-Akihabara

In der AKIBA-ZONE blüht das Herz des Manga-Fans auf.

Comicladen-Tokio-Japan

Bananenautomat

Für umgerechnet einen Euro, bekommt man am Bananen-Automt in Tokio ein Früchtchen. Ein wirkliches Schnäppchen im Gegensatz zu den Wassermelonen, die bis zu 50 Euro kosten. Eine!

Vielen Dank an Expedia.de die mir diese Reise ermöglicht haben. Ich war für Recherchezwecke unterwegs, denn bald kann man all die verrückten Sachen, die ich gemacht habe ganz einfach nachbuchen können. Was natürlich nicht fehlen darf, das Penis Festival! Wenn ihr Fragen habt oder weitere Tipps zum Shoppen in Tokio braucht dann hinterlasst ein Kommentar oder schreibt mir eine E-Mail.

 

Kommentare

  1. Echt unglaublich Japan… Die haben ja einen Style dort… Hätte auch Lust mal mich an den Spielautomaten auszutoben….

    • Christine

      Aus der Spielehölle bin ich ganz schnell geflüchtet ;)

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  5. Birgit Schult

    Hallo Christine, habe gerade Deinen tollen Bericht gelesen. Ich bin im März für zwei Tage in Tokio. Hast Du noch einen Geheimtipp für mich, wo man unbedingt gewesen sein muss bzw. was man unbedingt gesehen haben sollte. LG Birgit

  6. Anna

    Hi ich wollte mal fragen ob du einen Laden kennst wo man traditionelle klamotten kaufen kann und ob man auch von Tokio aus Tages Ausflüge in z.b einen national park o.ä. Machen kann. Findest du,man kann auch alleine nach Tokio reisen?
    LG anna

    • Christine

      So einen Laden kenn ich nicht, aber man kann alleine hinreisen!!!

  7. Hey! Vielen Dank für diesen tollen Reisebericht! Ich war im Oktober 2013 auch in Tokio, es war wirklich super da und ich werde wohl demnächst erneut hin fliegen!
    LG, Willi

    • Christine

      Dann darfst du auch nicht das Penisfestival verpassen ;)

  8. Verena

    Danke für die Shopping Tipps :-) ich freue ich schon auf Tokyo nächste Woche…wenn nur das doofe Fliegen nicht wäre…grml

    Snapchat: verenaei

    • Christine

      Noch empfehlen kann ich das Katzencafé, das Alice im Wunderland Restaurant, eine traditionelle Teezeremonie und SHOPPING!!!

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