Neben Pizza, Gelati und guten Weinen ist Italien berühmt für viele kleine Dörfer und auch Städte und deren italienischem Charme. Dieses Flair mochte ich als Kind schon sehr, weshalb ich mich in diesem Sommer dazu entschied, unseren Nachbarn wieder einen Besuch abzustatten. Dabei wollte ich einige Orte entdecken, viel Pizza essen und noch viel mehr erleben. Deshalb ging es für uns auf einen Roadtrip durch Norditalien und meine Highlights will ich euch nun vorstellen.

Tipps für Norditalien

Tipps für Norditalien: Venedig

Venedig ist eine Stadt wie keine andere. Erbaut auf Inseln inmitten einer Lagune fasziniert Venedig Touristen aus aller Welt. Es gibt keine Autos, nur Boote, die auf den Kanälen als Straßenverkehr dienen und etliche Brücken, die die kleinen Inseln verbinden. Ich war als Kind schon ein paar Male in Venedig, war aber dennoch beim jetzigen Aufenthalt total fasziniert von dessen Einzigartigkeit. Begeistert war ich von den Wasserlinien, die so gut ausgebaut sind wie das Bus- oder U-Bahn-Netz in Großstädten.

Seufzerbrücke Venedig Norditalien

Die Seufzerbrücke in Venedig

Venedig selbst ist wunderschön. Die kleinen Gassen sind so entzückend, immer wieder findet man hinter einer Abbiegung ein neues schönes Motiv, unter anderem auch die beliebte Seufzerbrücke. Auch der Canal Grande übt eine eigene Anziehungskraft aus. Besonders hervor sticht dabei die Basilica di Santa Maria della Salute, die Rialtobrücke und der Markusturm. Der berühmte Markusplatz mit der Markuskirche ist zwar der bekannteste, aber dementsprechend auch der am meisten mit Touristen belagerte Platz der gesamten Stadt. Wer den Markusplatz in Ruhe genießen will, der muss früh aufstehen und am besten ein Hotel auf der Insel buchen. Denn wenn die Besucher der Kreuzfahrtschiffe und die Tagestouristen die Insel verlassen, kehrt eine unglaublich schöne Ruhe ein.

Bootstour in Venedig

Einer der berühmten Kanäle in Venedig

Roadtrip durch Norditalien

Tipps für Norditalien: Florenz

Geographisch gesehen liegt Florenz schon eher südlich als nördlich, genauer genommen in der Toskana. Da ich aber unbedingt einmal nach Florenz wollte, nahmen wir die Stadt in der Toskana in unsere Reiseroute auf. In Florenz bewegt man sich, wie in fast allen italienischen Städten, am besten zu Fuß. Wir starteten am Bahnhof und gingen dann quer durch alle möglichen Gassen und Straßen in Richtung Fluss Arno. Auf dem Weg findet man allerhand schöne Gebäude, aber in Florenz sticht eines besonders hervor und das ist der Dom Santa Maria del Fiore. Erbaut wurde die Kathedrale im 13. Jahrhundert und war zu dieser Zeit ein technisches Meisterwerk.

Der angrenzende Glockenturm von Giotto ist ebenso außergewöhnlich. Der Dom kann besichtigt werden, allerdings muss man im Vorhinein Karten reservieren, was wir natürlich nicht gemacht hatten, weshalb wir uns die Tour sparten. Stattdessen gingen wir auf den Turm mit der wohl besten Aussicht auf die Altstadt, den Turm des ehemaligen Regierungssitzes Palazzo Vecchio. Der Palazzo Vecchio befindet sich in der historischen Altstadt, die Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist. Auf dem Weg zum Fluss findet man immer wieder schöne Gassen, vor allem aber die Straße dem Fluss entlang zur Ponte Vecchio begeistert.

Die Ponte Vecchio ist wohl die außergewöhnlichste Brücke die ich bisher sehen durfte, denn eigentlich ist es eine Einkaufsstraße über dem Fluss. Da die Läden auf der Ponte Vecchio eher weniger in meinem Preissegment spielen, war meine Shoppingtour aber beendet, bevor sie überhaupt begann. Anschließend wollten wir den Sonnenuntergang beim Piazzale Michelangelo erleben, wo man die beste Aussicht auf die gesamte Stadt hat. Der Piazzale ist allerdings kein Geheimtipp, weshalb man sich den Sonnenuntergang sehr romantisch mit vielen anderen Touristen teilen muss.

Kathedrale Venedig

Die Kathedrale und der Glockenturm Giotto in Florenz

Aussicht Piazzale Michelangelo

Die Aussicht auf Florenz vom Piazzale Michelangelo

Tipps für Norditalien: Lucca

Ein kleiner Geheimtipp in der oberen Toskana ist ein kleiner Ort namens Lucca. Die Altstadt, bzw. der ursprüngliche Kern des Ortes ist von Befestigungsmauern umgeben, die Lucca so besonders machen. Im 13. und 14. Jahrhundert war Lucca ein bedeutender Ort in Italien. Wir hatten leider das Pech, dass es bei unserem Aufenthalt fast die ganze Zeit geregnet hat, aber dennoch empfand ich den Ort als sehr eindrucksvoll und mystisch. Die vielen mittelalterlichen Türme tragen zur Einzigartigkeit bei, allen voran der Torre Guinigi, der Turm mit Bäumen am Dach.

Lucca Norditalien

Der mittelalterliche Ort Lucca und seine Türme

Stadtmauern von Lucca

Die alten Stadtmauern von Lucca

Tipps für Norditalien: Cinque Terre

Viele Regionen in Italien sind bekannt für ihre kleinen Gassen und bunten Häuser, aber eine Region die besonders hervorsticht, ist die Cinque Terre. 5 Orte, direkt an der Küste gelegen, erleben einen Andrang wie nie zuvor. Der Charme der Orte bringt Besucher aus aller Welt dazu, sich in die Küstenregion aufzumachen. Da die Orte extrem klein sind und kaum Straßen oder Parkplätze bieten, ist es fast unmöglich, sie mit dem eigenen Fahrzeug zu besuchen. Wir hatten eine Unterkunft etwas außerhalb in Chiavari und sind einen Tag mit dem Zug von Ort zu Ort gefahren und einen weiteren mit dem Boot. Dabei bekommt man immer einen unterschiedlichen Blick auf die Küstenregion, weshalb ich beides sehr empfehlen würde.

Die Orte Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore unterscheiden sich zwar alle durch ihre unterschiedliche Lage, die kleinen, bunten Häuser findet man aber überall. Monterosso und Riomaggiore sind die beiden größeren Orte, die den Flair der Cinque Terre etwas weniger wiederspiegeln. Vernazza und Manarola sind die typischen Postkartenmotive mit Hafen, toller Lage am Felsen und Fischerbooten überall in den Straßen verteilt, weil es keine anderen Lagerplätze dafür gibt. Corniglia ist der einzige Ort, der keinen direkten Wasserzugang hat, weshalb man hier einige Stufen in Kauf nehmen muss, um zum Hafen zu gelangen.

Auch wenn es nicht direkt zur Cinque Terre gehört, kann ich den Ort Portovenere sehr empfehlen. Dort findet man Burgmauern und eine einsame Kirche am Felsen. Und ein kleiner Tipp vorweg: Portovenere erreicht man am besten mit dem Boot. Empfehlenswert ist auch Portofino, der Ort der Reichen. Portofino liegt allerdings schon weiter außerhalb der Cinque Terre. Alles in allem hat mir die Cinque Terre extrem gut gefallen und auch am zweiten Tag hatte ich mich immer noch nicht satt gesehen an den entzückenden Orten.

Vernazza bei Nacht

Vernazza bei Nacht

Blick auf Riomaggiore

Riomaggiore vom Boot aus

Tipps für Norditalien: Warum ein Roadtrip sich lohnt

Ich fliege sehr gerne weit weg, um unbekannte Länder außerhalb Europas zu entdecken und dabei vergesse ich hin und wieder wie schön wir es doch in der nahen Umgebung haben. Dieser Italien Roadtrip hat mir wieder gezeigt, wie viele sehenswerte Orte unser Nachbarland zu bieten hat. Ich hoffe ich konnte euch auf eine kleine Reise mitnehmen und kann nur sagen Ciao Italia, wir sehen uns wieder!

Norditalien Roadtrip

Canal Grande Venedig

Der berühmte Canal Grande in Venedig

Gasse Venedig Regen

Leider meinte es der Wettergott nicht ganz so gut mit uns in Venedig

Einfahrt Venedig

Die Einfahrt nach Venedig

Gassen Florenz Norditalien

Spazieren durch die Gassen in Florenz

Ausblick Palazzo Vecchio Florenz

Der Ausblick vom Turm des Palazzo Vecchio in Florenz

Ponto Vecchio Florenz

Die Brücke Ponto Vecchio in Florenz

Florenz Gasse

Einer der schönsten Gänge in Florenz

Florenz Tipps Norditalien

Ausblick vom Piazzale Michaelangelo in Florenz

Lucca Norditlaien

Der mittelalterliche Ort Lucca

Stadtmauern Lucca

Die Stadtmauern von Lucca

Manarola Cinque Terre Sonnenuntergang

Sonnenuntergang in Manarola, an der Cinque Terre

Portofino Cinque Terre

Das Viertel der Reichen, Portofino, nahe der Cinque Terre

Portofino Cinqueterre

Auf dem Weg nach Portofino, Cinque Terre

Klippe Cinque Terre Portovenere

Der schönste Ort in der Nähe der Cinque Terre, Portovenere

Stadtmauer Portovenere

Portovenere mit seiner Stadtmauer

Sonnenschirme Cinque Terre

Sonnenschirme in Cinque Terre

Insel Burano Venedig

Die farbenfrohe Insel Burano bei Venedig


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Rom Sehenswürdigkeiten: Essen, Nachtleben und Sightseeing in Italiens Perle

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Tremosine in Italien – Das Paradies am Gardasee

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Die Gastautorin:

Aufgewachsen im beschaulichen Österreich zieht es Sabrina seit vielen Jahren in die große weite Welt, am besten dorthin wo die Sonne scheint und die Natur bezaubert. Während des Medientechnik Studiums ging sie für ein Semester ins Ausland, um in Großbritannien Erfahrungen zu sammeln, etwas Tee zu trinken und einen Abstecher nach Hogwarts zu machen. Nach diesen Monaten hat sich Sabrina wieder verliebt in die österreichischen Berge und vor allem in das österreichische Essen.

Die Reiseleidenschaft ist nicht verschwunden und endlich konnte sie einmal das große Reiseziel Australien mit eigenen Augen sehen. Der Surferstyle hat es ihr angetan und setzte ihr die Flausen von einem Leben beim Meer in den Kopf. Der Traum wurde mit einem Praktikum in Kalifornien Wirklichkeit und auch die ersten Surfmeter durfte sie dort endlich erleben. Aber alles hat ein Ende und so ging es nach dem Praktikum und anschließenden Reisen im amerikanischen Raum wieder retour nach Österreich um als Webentwicklerin in einem Unternehmen zu arbeiten.
Neben der Entwicklung von Webanwendungen betreibt Sabrina ihren Blog smilesfromabroad, erklimmt ab und an den einen oder anderen österreichischen Berg und kann irgendwie nicht still sitzen. Mit ihrem Freund oder alleine wird sie wohl noch einige abenteuerliche Reisen bestreiten, sicherlich noch ein paar Strände entlanglaufen und euch dahin mitnehmen. Auf ihrem Blog www.smilesfromabroad.at könnt ihr sie auf ihrer Reise begleiten!

1 Kommentar

  1. Sehr schöner Bericht, ich war gerade für ein paar Tage in Mailand unterwegs und muss sagen, dass mich die Stadt sehr positiv überrascht hat und ich jetzt noch mehr Lust auf weitere Städte im Norden Italiens habe :)

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