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Lilies Diary | 27. Juni 2017

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4 Kommentare

Roadtrip Israel – vom See Genezareth nach Jerusalem

Lisa
  • am 18. Juni 2015

Israel ist auf vielen Gründen ein spannendes Reiseland. Ob nun für politisch interessierte Reisende, religiöse Pilgerer oder Entspannungsurlauber. Ich habe einen Roadtrip durch Israel gemacht. An den ersten Tagen ging es von Tel Aviv-Jaffa bis in den Norden nach Akko. Heute geht es auf dem Roadtrip Israel weiter an den See Genezarth.

West Bank straßenschild

Roadtrip Israel – von Liberias zum See Genezareth

Die Gegend um den See Genezareth ist vor allem für viele Christen ein wichtiger Anlaufpunkt. In den Souvenir Läden werden Dornenkronen, Kaffeetassen mit Bibelversen oder Erde aus dem gelobten Land verkauft. Neben Jerusalem der beste Ort für absurde Mitbringsel aus Israel! Noch absurder wird es nur noch auf dem See selbst. Die Holy Sailing Company bietet nämlich Fahrten in einem “Jesus Boat“ an. Während der Fahrt kann getanzt, gesungen und natürlich gebetet werden. Danach gibt es sogar ein Zertifikat für die Teilnahme. Das ist aber nicht alles. In Magdala lässt es sich über den Markboden laufen, auf dem Jesus (wahrscheinlich) schon stand  und auf dem Gospeltrail kann man auf den Wegen Jesus wandern. Das Geschäft mit dem Glauben boomt!

Nach dem ganzen religösen Sightseeing muss sich ausgeruht werden. Besonders gut geht das im Nof Ginosar. Direkt am See Genezareth liegt das kleine Feriendorf und Kibbutz. Im Pool oder im angrenzenden See lässt es sich gut entspannen und dem religiösen Trubel entkommen.

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Roadtrip Israel – Totes Meer

Am nächsten Tag geht es für mich weiter in Richtung Totes Meer. Die Fahrt dauert diesmal über zwei Stunden und führt durch das Westjordanland an der jordanischen Grenze entlang. Die Fahrt durch die Westbank ist für Autos mit israelischem Kennzeichen kein Problem. An den Grenzübergängen zu “Alt Israel” kann man in den meisten Fällen ohne Probleme und große Kontrollen passieren.

Am Toten Meer angekommen befinden wir uns am tiefsten, begehbaren Punkt der Erde – 428 Meter unter dem Meeresspiegel. Das Klima ist hier trocken und deutlich wärmer als im Rest des Landes. Viele Touristen zieht es in die Gegend auf Grund des hohen Mineralien Gehalts des Wassers und der heilenden Wirkung des Wassers. Wer im Toten Meer baden möchte, sollte sich  Flip Flops oder Badeschuhe einpacken. Die Salzablagerungen sind hart und scharf und tun an den Füßen weh. Auch bei Verletzungen oder Schnitten an der Haut sollte man vorsichtig sein. Auf Grund des hohen Salzgehaltes brennt bereits die kleinste Wunde, was sehr unangenehm ist.

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Was ich nicht empfehlen kann, ist das Ein Gedi Sea of Spa. Der Eintritt ist teuer, das Spa überfüllt und dreckig. Sucht euch lieber eine andere Stelle am Meer und geht dort baden.  Wichtig ist aber, dass es eine Dusche gibt an der ihr euch nach dem Baden abduschen könnt. Sonst brennt die Haut unangenehm.

Empfehlen kann ich jedoch eine Übernachtung im Ein Gedi Kibbutz. Das kleine Dorf und die Hotelanlage befinden sich in einer blühenden Oase mitten in der Kalksteinwüste. Seit den 60er Jahren existiert das Kibbutz und hat seit dem einen starken Wandel durch lebt. In den frühen Jahren haben sich die Bewohner ihr Leben lediglich durch den Anbau und Verkauf von Lebensmitteln finanziert. Heute ist der Tourismus und das Hotelgeschäft die Haupteinnahmequelle. Die Geschichte des Kibbutz und die Facetten des Ortes erklärt keiner besser, als einer der ältesten Bewohner. Von ihm und anderen Bewohnern kann man sich eine Führung geben lassen und Einblick in das Leben im Kibbutz erhalten. Das Kibbutz hat sogar einen eigenen kleinen Spa Bereich und einen Pool zu bieten. Die Preise sind auf europäischen Niveau und nicht gerade günstig. Der Blick vom Pool auf die Kalksteinwüste, das Tote Meer und Jordanien dafür unbezahlbar.

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Roadtrip Israel: Jerusalem

Am nächsten Tag geht es weiter zum letzten Punkt auf der Reiseroute des Roadtrip Israel. Jerusalem!

Jerusalem Felsendom

Kaum eine Stadt gilt als umstrittener, in kaum einer Stadt herrscht so viel Konfliktpotential. Um so verwunderter bin ich, das ich mich in der Alt- sowie in der Neustadt absolut sicher fühle. Mir fallen kaum Sicherheitskontrollen auf. Wahrscheinlich auch, weil die Sicherheitsbemühungen im Hintergrund ablaufen. Die komplette Altstadt ist Kameraüberwacht und mit großer Sicherheit lässt sich hier jeder meiner Schritte zurück verfolgen. Kein Wundern, denn am Tag quetschen sich hunderte Menschen durch die Gassen der Altstadt von Jerusalem. Auf der Via Dolorosa kann man Jesus Leidensweg nach Laufen, in der Grabeskirche seinen Kreuzigungsort und Grabesstätte besuchen. Auf dem Tempelberg den Felsendom und die al-Aqsa-Moschee bestaunen, zwei Heiligtümer des Islams. Direkt unten drunter die Klagemauer, eine religiöse Stätte des Judentums.

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In Jerusalem beten Menschen aller Weltreligionen, leben nebeneinander, mal mehr mal weniger friedlich. Die Stadt ist für viele ein heiliger Ort und gerade deswegen von so großem Interesse. Es lassen sich problemlos mehrere Tage allein in der Altstadt von Jerusalem verbringen. Wer noch einen etwas anderen Eindruck gewinnen möchte, dem kann ich eine Nachttour mit dem Fahrrad durch die Stadt ans Herz legen. Um die drei Stunden kann die Tour dauern, die einen durch die verlassenen Straßen von Alt- und Neujerusalem führt. Denn auch der neue Teil der Stadt ist sehenswert. Besonders gut gefallen hat mir der Mahane Yehuda Markt. Auf dem Markt sind viele junge Leute unterwegs, es gibt kleine Essensstände, Obst und Gemüse, Säfte und Gebäck. Die Straßenbahn fährt direkt von der Altstadt in das neuere Viertel und auch zu Fuß sind es maximal 20 Minuten.

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Leider neigt sich der letzte Tag und somit meinem Roadtrip durch Israel dem Ende zu. Ich muss mich verabschieden von diesem unglaublich vielfältigen Land und kann ein Wiedersehen gar nicht abwarten. Bitte sagt mir: Was soll ich beim nächsten Trip machen und sehen? Welche Teile des Landes sind noch spannend? Und was könnt ihr empfehlen? Ich freue mich über jeden Tipp!

Hier geht es zum ersten Teil „Roadtrip durch Israel von Tel Aviv-Jaffa bis Akko

Roadtrip Israel

Vielen Dank an die Unterstützung an Go Israel


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Kommentare

  1. Wie wunderschön. Mich interessiert Israel auch vor allem aus religiösen Gründen. Ich bin christlich aufgewachsen und habe wahrscheinlich mehr Geschichten aus diesem Land gehört, als aus Deutschland. Wir haben einige Bekannte, die auch schon dort waren und meinten, dass es einfach jeden Tag Wert ist dort zu sein. Israel steht auch noch weit, weit oben auf meiner Reiseliste!!
    Toller, toller Post! xo

    • Lisa

      Danke :)
      & Ohja! Da haben deine Bekannten absolut Recht. Israel ist auf alle Fälle eine Reise wert und unglaublich spannend. Würde am liebsten gleich meinen nächsten Flug nach Tel Aviv buchen.

  2. Hi Lisa,

    ein eindrucksvoller Kurzbericht mit zahlreichen illustrierenden Fotos: Das macht Appetit auf mehr und lädt sicher viele Leser ein, sich mit dem Gedanken zu tragen, auch einmal das „Heilige Land“ zu besuchen. Mit oder ohne christlichem Hintergrund.

    Auf der Beschreibung unserer Rundreise in ReiseFreaks ReiseBlog bin ich jetzt erst einmal am See Genezareth angekommen. Totes Meer, Masada und letztendlich Jerusalem folgen noch.

    Weiterhin schöne und ergiebige Reise(n) wünscht Dir Dein zeitweiliger Weggefährte

    Wolfgang
    aus dem Donautal.

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