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Lilies Diary | 21. September 2017

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Panama Reisetipps – idyllische Inseln, wunderbare Wanderungen und Paradies pur

Gastautoren

Panama – den Meisten kommen zunächst zwei Dinge in den Kopf, wenn ich ihnen von dem Land in Mittelamerika erzähle, das eingebettet zwischen Costa Rica im Westen und Kolumbien im Osten liegt. Nämlich das wunderbare Buch von Janosch und der weltberühmte Panamakanal. So ähnlich war es auch bei mir, bevor ich mich näher mit dem Land beschäftigt habe. Doch Panama hat weit mehr zu bieten als den Panamakanal!

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Panama Reisetipps: Bocas del Toro – Traumstrände und Karibik pur

„Du musst nach Bocas und pass auf, dass Du da nicht hängenbleibst!“ So oder so ähnlich fingen die meisten Gespräche mit anderen Reisenden an, wenn ich ihnen von meinem nächsten Ziel Panama erzählte. Zunächst war die Provinz Bocas del Toro, die neben dem Festland auch sechs größere und zahlreiche kleinere Inseln umfasst, nur ein Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden. Doch als ich im Boot sitze, das mich zur Isla Colón, dem Hotspot, bringt, und die wunderbare Landschaft an mir vorbei gleitet, ist klar: Auch ich werde ein paar Tage länger in Bocas bleiben. Wir brausen über türkisfarbenes Wasser und lassen Traumstrände links und rechts ans uns vorbeiziehen.

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Mein Hostel, das „Selina Hostel“, mutet mit seinen breiten Seeterrassen auf verschiedenen Stockwerken und den wunderbaren Loungemöbeln auch mehr wie ein Designhotel an. Schon alleine hier könnte ich Stunden verbringen. Doch natürlich ist die Neugier erstmal größer und ich mache einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Pastellfarbene Kolonialbauten, knallbunte kleine Hütten, Straßenstände mit leckerem Essen – Colón vermittelt sofort karibisches Lebensgefühl!

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Am nächsten Tag mache ich mich auf die Suche nach einem schönen Strand und entdecke meinen persönlichen Traumstrand nur knappe 30 Minuten mit dem Bus entfernt: Boca del Drago. Man stoppt in einem kleinen Ort, der eigentlich nur aus ein paar Häusern und Strandbars besteht. Sofort wird man von einem der Fischer bestürmt, die einen für ein paar Cent an den bekannten Playa Estrella bringen wollen. Ich lehne ab und mache ich mich auf eigene Faust auf den Weg, entlang des Ufers ist außer mir niemand unterwegs und schon nach wenigen Metern blicke ich auf den karibischen Traum: ein einsamer Strand mit hellem Sand, türkisfarbenem Wasser und von Palmen gesäumt, die mir Schatten spenden.

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Zurück in Colón schaue ich mir den wunderbaren Sonnenuntergang in einer der vielen kleinen Bars am Wasser an und beobachte, wie Bocas zum Leben erwacht. Denn die Nächte hier gelten unter Reisenden als legendär. Und wenn man auf Colón nicht das findet, nach dem man sucht, nimmt man einfach das Wassertaxi zur Nachbarinsel Carenero, die nur wenige hundert Meter entfernt liegt.

Panama Reisetipps: Cayos Zapatilla – schnorcheln, schwimmen, entspannen

Wenn man in Bocas del Toro ist, sollte man auf jeden Fall einen Tagesausflug zu den Zapatilla-Inseln einplanen. Die zwei unbewohnten Inseln sind von einem Korallenriff umgeben und laden zum Schnorcheln ein. Den Höhepunkt meines Ausfluges zu den Inseln erlebe ich schon auf dem Weg dorthin: Nur knapp 20 Minuten von Colón entfernt wird unser Boot auf einmal von einer Gruppe Delfine begleitet, die um uns herum spielen und immer wieder aus dem Wasser springen.
Die Cayos Zapatilla sind perfekt für einen entspannten Strandtag, denn viel mehr als im Badewannen-warmen Wasser zu schwimmen und zu schnorcheln, die Inseln per Fuß zu erkunden und unter den Palmen am Strand zu dösen, gibt es nicht zu tun!

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Auf dem Rückweg machen wir Halt im Blue Coconut, einer Bar, die mitten im Wasser auf Stelzen gebaut ist. Hier geht die Entspannung weiter: in Hängematten und Netzen über dem Wasser genieße ich wieder mal einen wunderschönen Panama-Sonnenuntergang.

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Bastimentos – die wilde Schwester von Colón

Inselhopping ist in Bocas de Toro einfach und vor allem günstig. So bringt mich ein paar Tage später ein Wassertaxi auf die nächste Insel: Bastimentos. Sie gilt als ursprünglicher, bietet ein paar Surfspots und man kann sich auf die Suche nach Schildkröten und anderen Tieren begeben. Ich beziehe das kleine Hostel „Bubba’s House“ direkt am Wasser in Old Bank und mache mich zu Fuß auf den Weg zum Wizard Beach. Ich folge dem Rat des Hostels und lasse all meine Wertsachen im Schließfach, denn auf Bastimentos kommt es immer mal wieder zu Überfällen auf Touristen, die um Kameras, Mobiltelefone und Bargeld erleichtert werden. Der Weg zum Strand führt mich durch einen kleinen Dschungel und ich stapfe mit etwas mulmigem Gefühl in meinen Flip Flops durch das hohe Gras.

Am Strand erwartet mich dann ein bewaffneter Guide, der den Strand und die Touristen (außer mir genau noch zwei weitere) „bewacht“. So ganz entspannen kann ich mich angesichts der Kulisse irgendwie nicht und sehne mich doch fast schon zurück nach Colón.

Landschaftlich ist Bastimentos traumhaft und wer in einer kleinen Gruppe unterwegs ist, kann man hier eine tolle Zeit verbringen und die Insel auf eigene Faust erkunden. Sehr zu empfehlen sind auch die Wildlife-Touren von „Bastimentos Alive“ (Tom ist aus den Niederlanden und spricht auch ein wenig Deutsch), die auf der Insel angeboten werden.

Panama City – wenn Kolonialbauten auf Hochhäuser treffen

Mit dem Bus erreicht man Panama City von Bocas de Toro in langen 14 Stunden. Jeder, der in Panama oder sagen wir besser in Mittel- und Zentralamerika mit dem Bus reist, sollte sich wie für den milden europäischen Winter ausstatten. Die Busse werde in der Regel auf Temperaturen von 13 bis 15 Grad runtergekühlt, was bei Außentemperaturen von 30 bis 36 Grad ein wahrer Schock ist.

Panama City ist mit rund 1,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes und das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum. Architektonisch ist sie voller Widersprüche: Sie bietet Besuchern acht der zehn höchsten Skyscraper Lateinamerikas, die eine zum Kanal ausgerichtete Skyline bilden. Auf der anderen Seite findet man im Casco Viejo, dem historischen Viertels der Stadt, viele Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Das Viertel wurde 1997 zum Weltkulturerbe erklärt und man findet wirklich an jeder Ecke sehr beeindruckende Kirchen und Kolonialbauten, aber auch heruntergekommenere Fassade.

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Mein Hostel „Luna’s Castle“ ist genau in diesem Teil der Stadt und man kann das Casco Viejo bestens zu Fuß erkunden. Mein Mittagessen wartet auf dem Fischmarkt auf mich. Dort bieten hunderte von Fischern ihren frischen Fang an und man bekommt in einem der zahlreichen kleinen Stände mein absolutes lateinamerikanisches Leibgericht: Cerviche in allen Varianten!

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Frisch & lecker!

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Die Nächte verbringt man in Panama City im wilden Casco Viejo mit den Locals und anderen Backpackern oder in einer der schickeren Rooftopbars umgeben von Expats.

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Panama Reisetipps: Der Panamakanal – das Wahrzeichen Panamas

Seit über hundert Jahren ist der rund 80 Kilometer lange Panamakanal eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Er durchschneidet Panama und verbindet so den Pazifik mit dem Atlantik, Schiffen erspart er einen Seeweg von rund 15.000 Kilometern. Der Besuch des Kanals gehört wohl für die meisten zum Standardprogramm in Panama, doch letztendlich ist das Fazit der meisten, mit denen ich gesprochen habe (und ich spreche hier nicht von erklärten Fans der Schifffahrt): „Gut, ist halt ein Kanal.“ Man muss auch etwas Glück haben, damit man wirklich ein Schiff beobachten kann, das den Kanal passiert. Also, er soll auf jeden Fall erwähnt sein und ob er ein Must-See ist, wenn man in Panama unterwegs ist, sei jedem selbst überlassen.

Wenn man sich dafür entschließt, fährt man am einfachsten zum Miraflores Dock und wird im angeschlossenen Museum auch gleich mit allen wichtigen Informationen rund um die größte Schleuse der Welt versorgt.

Panama Reisetipps: El Valle de Anton – Wandern in Panamas grünen Hügeln

Wer genug vom wuseligen Panama City hat, nimmt einen Bus nach El Valle de Anton, rund 120 Kilometer entfernt. Dort empfängt mich ein kleines verschlafenes Dorf umgeben von saftigen grünen Hügeln, die zum Erkunden einladen. El Valle de Anton liegt inmitten eines erloschenen Stratovulkans. Der Vulkankessel entstand vor über einer Million Jahre, hat einen Durchmesser von 12 Kilometern und beheimatet heute das kleine Dorf mit seinen rund 7.500 Einwohnern.

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Nach der Busfahrt verbringe ich den Nachmittag erstmal in den heißen Quellen des Ortes und schmiere mir unter Anleitung des Personals den mineralischen Schlamm ins Gesicht. Nach ein paar Runden in den unterschiedlichen Becken fühle ich mich entspannt und plane meinen kleinen Hike für den kommenden Tag.

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Dieser führt mich, begleitet von einem Straßenhund, den ich Buddy taufe, in rund viereinhalb Stunden auf die das Dorf umgebenden Berge und eröffnet mir einen tollen Blick auf die grünen Hügel Panamas. Nach einer kurzen Pause an einem Wasserfall werde ich zur Eile angetrieben, denn der Himmel öffnet seine Schleusen und es regnet als gäbe es kein Morgen mehr. Begleitet vom Platzregen und Buddy lege ich die letzten Kilometer zurück und freue mich, als ich zitternd vor Kälte in meiner Unterkunft ankomme, dass es im Bodi Hostel heiße Duschen gibt. Absolut keine Selbstverständlichkeit in Mittelamerika!

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Buddy!

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Panama Reisetipps: San Blas-Inseln – das absolute Paradies

Während der Vorbereitung auf meine Weltreise bin ich in einigen Reiseführer, Zeitschriften und Blogs auf die San Blas-Inseln gestoßen. Dieses kleine Paradies liegt im Karibischen Meer zwischen Panama und Kolumbien und umfasst rund 365 kleine Inseln. Sie gehören zum autonomen Gebiet Guna Yala und rund 50 der Inseln werden vom Volk der Kuna bewohnt.
Sobald ich mich damit beschäftigt habe, wie man am besten von Panama nach Kolumbien kommt, war klar: San Blas, ich komme!

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Also gibt es zwei Möglichkeiten zur Insel zu kommen: per Boot oder Flugzeug. Ich entscheide mich für das Boot, genauer gesagt: ein Speed-Boot. Man kann die Tour auch auf einem Segelschiff machen. Nach meiner Erfahrung würde ich immer wieder das Speed-Boot nehmen, denn wir hatten so die Möglichkeit, richtig viel Zeit auf den wunderschönen kleinen Inseln zu verbringen…

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Zum Start dieses viertägigen Trips werden wir morgens um 5:00 per Jeep abgeholt und erstmal in einen Supermarkt gekarrt. Dort besorgt jeder für sich die Dinge, ohne die er glaubt, die kommenden vier Tage nicht zu überstehen – Getränke sind bei unserem Angebot nicht inbegriffen. Knappe zwei Stunden später erreichen wir die Küste und ich sehe am Hafen das erste Mal unsere komplette Gruppe, mit der wir die nächsten Tage verbringen werden.

Ein lustiger Haufen bestehend aus Australiern, Neuseeländern, Kanadiern, Holländern und Engländern. Nachdem wir alles auf zwei kleinen Booten verstaut haben – Rucksäcke und Proviant wasserdicht verpackt – geht es für uns in einer knapp zweistündigen Fahrt zur ersten kleinen Insel, auf der wir das erste Mal das türkisfarbene Wasser und den fast weißen Sand bestaunen und genießen dürfen. Beim gemeinsamen Mittagessen lernen wir uns näher kennen und es zeichnet sich schnell ab, mit wem man wohl die kommenden Tage verbringen wird. Das Essen, das uns unsere Guides Luis und Sharon mit Hilfe der Kunas zaubern, ist wunderbar und lässt schon mal auf viel hoffen.

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Kurz darauf geht es zur nächsten Insel, wo wir die Nacht in zwei großen Hütten in Hängematten verbringen. Diese Insel ist wirklich das Paradies: winzig klein, weißer Sand, glasklares Wasser und unsere Gruppe sind die einzigen Gäste der Kunas. Ich erkunde als erstes den Strand und freue mich wie ein kleines Kind, als ich im Wasser jede Menge Seesterne entdecke. Und als ich da so am Strand rumdümpele, passiert etwas Wunderbares, fast schon etwas zu kitschig: Ein paar Meter vor mir entfernt gleitet ein einsamer Delfin durchs Wasser.

Den Nachmittag verbringen wir beim Volleyballspielen, Schnorcheln, Dösen am Strand und kommen später alle zusammen an einen großen Tisch zum grandiosen Abendessen: Es gibt Unmengen an Gambas und Oktopus, dazu leckere Beilagen. Die Nacht wird lang und lustig und am nächsten Morgen schälen sich die meisten mit dickem Kopf aus ihren Hängematten um gegen 9:00 Uhr wieder im Boot zu sitzen, denn es geht weiter zur nächsten Insel.

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Es hört sich fast langweilig an: Auch diesen Tag verbringen wir wieder an einem Traumstrand mit Schnorcheln und Schwimmen bevor es am Nachmittag zur nächsten Unterkunft geht. Dieses Mal erwartet uns eine bewohnte Insel mit einem kleinen Dorf als Zentrum, das wir gemeinsam erkunden und durch unseren Guide Luis vieles über die Kultur und das Leben der Kuna erfahren.

Die Kuna-Kinder umkreisen uns neugierig, finden unsere Handys und Kameras unheimlich spannend und folgen uns durch das Dorf. In der Mitte des kleinen Ortes stoßen wir auf ein Basketballfeld, auf dem gerade die Locals ein kleines Match austragen. Als sich unsere Gruppe um das Feld scharrt, werden die Jungs sofort zum Mitspielen eingeladen und verlieren kläglich gegen die Kuna.

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Action auf dem Sportplatz

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Die Bootsfahrt zur nächsten Insel wird ruppig. Die Wellen sind deutlich zu spüren und immer wieder schlagen wir hart auf das Wasser auf. Doch die Anstrengungen lohnen sich, es erwartet uns wieder ein wunderschöner, weitläufiger einsamer Strand, an dem wir uns die Zeit mit einer Form von American Football, Yoga, Schnorcheln und Dümpeln im warmen Wasser vertreiben.

Am kommenden Morgen regnet es in Strömen und wir schleppen unsere Rucksäcke gut verpackt auf die Boote, um bei rauer See (der Rücken freut sich und der Magen bei dem ein oder anderen auch) zur kolumbianischen Grenze zu fahren. Diese passieren wir mit etwas Wartezeit, aber ohne große Probleme, und steigen wieder ins Boot, um nun ins kolumbianische Capurgana zu reisen, um dort unseren letzten gemeinsamen Abend mit allen zu verbringen und nach vier Tagen den Luxus von fließendem Wasser und richtigen Betten zu genießen.

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Und? Hat Janosch nun recht?

Das Beste ist es, ein Land zunächst mit wenigen Erwartungen zu bereisen. So erging es mir mit Panama – und ich wurde mehr als positiv überrascht. Ich kann dieses wunderbare Land in Mittelamerika jedem empfehlen, der Entspannung sucht, sich an einsamen, karibischen Stränden aalen möchte und in türkisfarbenem Wasser schnorcheln will. Auf der anderen Seite kann man auch legendäre Partynächte in Bocas del Toro oder Panama City erleben. Und das wahre Paradies erwartet einen dann wirklich auf den San Blas-Inseln. Nicht ganz einfach dorthin zu kommen, aber es lohnt sich allemal.

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Somit kann ich Janosch eigentlich nur danken, dass er mir bereits als kleines Kind dieses Land als Kleinod näher gebracht hat und ich es Jahrzehnte später dann selbst erleben durfte. Panama ist ein Traum!

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DIE GASTAUTORIN

Laura Anthes

Mitte 2015 kündigt die PR-Managerin Laura ihren Job um sich endlich ihren Traum zu erfüllen: Eine Reise um die Welt. Seit November 2015 ist sie nun unterwegs und berichtet auf ihrem Blog www.goseekhappy.wordpress.com über ihre Stationen und den Reisealltag. Ein Jahr soll das Abenteuer dauern – mit Option auf Verlängerung!


Hier geht es weiter mit Pias Beitrag über ihre Panama-Reise:

Oh, wie schön ist Panama. Wer hat sich im jungen Alter nicht gefragt, wo dieses Land, das so lecker nach Bananen duften soll, eigentlich liegt? Vermutlich wollte jeder von uns mit Tiger und Bär seine Sachen packen und einfach loslaufen, um das Paradies zu finden. Älter geworden, habe ich meinen Computer angeschmissen, um herauszufinden, wo und was Panama eigentlich ist. Dieses ferne Land, das Paradies, hat eine Skyline? Ich konnte es kaum fassen und habe mich auf den Weg gemacht, das Traumland, das sowohl Palmen als auch Wolkenkratzern beherbergt, zu erkunden.

Panama-Skyline

Unser Flug geht von Hamburg über Miami zum Flughafen Tocumen in Panama. Es ist unsere erste große Reise und wir sind verdammt aufgeregt. Im Flugzeug in Hamburg war das Herzklopfen und die Angst noch groß. In Miami angekommen, zehn Stunden Flug mit begierigem Stöbern in den Reiseführern später, gewinnt die Lust auf das Neue und Unbekannte Überhand und wir haben die Lieben Zuhause schon fast vergessen.

Panama Reisetipps: Einreise nach Amerika

Erst am Flughafen Miami, im ausgeklügelten Einreise-Warteschleifen-Labyrinth der Passkontrolle, verstehen wir, dass die Flugzeiten immer in der jeweiligen Ortszeit angegeben sind und wir somit um 22 Uhr abends in Panama ankommen. Hoffentlich fährt dann noch ein Bus oder ein Taxi zu unserem favorisierten Hostel! Wir stehen eine gute Stunde in der, mit Teppich ausgelegten, riesengroßen Wartehalle, bis wir endlich an der Reihe sind. Der gut gelaunte Polizist macht Witze über den Ziegenbart meines Begleiters und so langsam müssen wir uns wirklich sputen, um unseren Anschlussflug nach Tocunen zu erreichen. Unser Zeitdruck wird konsequent ignoriert. Wir rennen in die Fußballfeld-große Gepäckhalle und suchen in all den umherliegenden Gepäckstücken unsere Rucksäcke. Mit unseren Backpacks rennen wir durch die Gänge zum Gate, auf dem Weg werden uns unsere Sachen von freundlichen American Airlines-Mitarbeitern abgenommen – hoffentlich kommen die mit uns in Panama an. Panisches Rennen zum Gate … Wir kommen an und – der Flieger ist noch nicht da. Die wartenden Panamaer schmunzeln über die gestressten, abgehetzten Deutschen: Der Flieger ist natürlich noch nicht da.

Stinkend, abgekämpft und nach frischer Luft ringend, denn die blieb uns seit dem Stunden zurückliegendem Abflug aus Hamburg verwehrt, warten wir weitere 1,5 Stunden bis der Flieger der panamaischen Airline sich die Ehre gibt.

  • Tipp 1 der Panama Reisetipps: Plane die Zeit, die du für die Passkontrolle, die Einreise und den Weg zum Gate brauchst schon bei der Buchung deiner Flüge mit ein.
  • Tipp 2 der Panama Reisetipps: Entspann dich. In Panama ticken die Uhren wesentlich gechillter.

Panama-Skyline-Strand-Blumen

Panama Reisetipps: Panama Stadt und das Lunas Castle

Natürlich fährt am Abend unserer Ankunft am Flughafen Tocunen kein Bus mehr nach Panama Stadt und so haben wir die Nacht mit zwei Kanadiern, die wir am Flughafen kennengelernt haben, in einem Hotel nahe dem Flughafen in Tocumen verbracht. Unser erster Eindruck: ein ausgestorbener Partyort. 24 km östlich von Panama fühlte es sich, abgesehen von der Temperatur, noch nicht so richtig nach Urlaubsfeeling an. Beim Abendspaziergang passierten wir einige heruntergekommene Casinos, oder eher Spielbuden, Leuchtreklamen, abgeranzte Pubs, von den Straßenlaternen hängen die Elektrokabel teilweise bis auf den Boden und am Straßenrand liegen zwei Mädchen, die in einem Ladenaufgang das Bett für die Nacht gefunden haben, fünfzig Meter neben ihnen nächtigen, genauso aneinander gekuschelt, zwei Straßenhunde. Das ist nicht das paradiesische, nach Bananen duftende Panama, von dem ich geträumt hatte.

Aber im Sonnenschein des nächsten Morgen sieht alles schon ganz anders aus. Wir packen unser Hab und Gut und nehmen da Taxi nach Panama Stadt. Das Hostel „Lunas Castle“ ist unser Ziel für diese Nacht in Panama Stadt, denn lange wollen wir nicht in der Hauptstadt bleiben. Uns interessieren eher die kleineren, abgelegeneren Dörfer. Allerdings treffen wir hier noch auf einen Kerl, der von Guatemala runter gereist ist nach Panama (also quasi unsere Route in umgekehrt, denn Panama ist nur unsere Anfangsstation auf dem Weg nach Guatemala) und der pausenlos vom Besteigen verschiedener Vulkane berichtet. Zu dem Zeitpunkt verwundert mich das noch sehr. Ich weiß noch nicht, dass Wandern und Klettern meine neuen Hobbies in Zentralamerika werden.

Panama-Pferd

  • Tipp 3 der Panama Reisetipps: Das Hostel „Lunas Castle“ ist eine tolle Anlaufstelle in Panama Stadt. Hier kehren jede Menge Backpacker ein, die viel von ihrem bisherigen Trip berichten können. Es gibt eine Banana Pancake-Flatrate, die uns auf unserer Reise weiterhin als Standard-Breakfast für unsere Beds begleiten soll, und man kann sich Fahrräder mieten und die Promenade am Meer entlangcruisen.
  • Tipp 4 der Panama Reisetipps: Wir wollten super gerne zu den San-Blas-Inseln, die die wohl tollsten Sandstrände Panamas hat, über die auch Laura in ihrem Artikel „Panama: die Natur Zentralamerikas jenseits der City“ berichtet. Leider hat es sich für uns nicht ergeben, aber ich empfehle euch, euch vor eurer Ankunft in Panama Stadt über die Überfahrten zu informieren und einen Kurztrip dorthin zu buchen!

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Der Innenhof von Luna’s Castle:

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Panama Reisetipps: El Valle de Anton

Westlich von Panama Stadt liegt unser erstes auserkorenes Ziel: El Valle de Anton! Mit dem Bus fahren wir von Panama Stadt 2 ½ Stunden für unschlagbare 3,50 $. Unsere Herberge für heute Nacht ist ein pinker Bungalow, der im Hinterhof des gut besuchten Restaurants „Santa Liberia“ liegt. Warum dieses Restaurant so beliebt ist, erfahren wir schnell: Hier gibt es die fruchtigsten Milchshakes, die wir auf dieser Reise trinken werden. Hier erfahrne wir das erste Mal mit Haut und Haaren, wie toll und bunt das Leben ins Panama ist. Oh, wie schön ist Panama!!! Besonders der Markt im Stadtzentrum lässt unsere Herzen höher schlagen. Hier gibt es tolle Obststände, bei denen es für wenige Dollars die geschmacksvollsten Melonen, Ananas, Mangos und Bananen gibt, die wir je gegessen haben. Alles mit „weicher“, nicht so leicht zu entfernender Schale, schälen wir natürlich brav, damit uns Magen-Darm-Infekte erspart bleiben. Auf dem Markt lernen wir eine panamaische Schmuckmackerin kennen, bei der wir schon die ersten Mitbringsel kaufen.

  • Tipp 5 der Panama Reisetipps: El Valle de Anton ist berühmt für seine Thermalquellen. Leider sind diese nicht so toll wie in den meisten Reiseführern beschrieben. Zwar liegen sie wunderschön im angrenzenden Wald und kosten nur 1 $ Eintritt, allerdings sind sie auch die Nachmittagsbeschäftigung für Einwohner mit Kindern. Hier offenbarte sich uns das reinste Spielparadies. Cool waren allerdings die Erdmasken, die nach kurzer Einwirkzeit meine Gesichtshaut zum reinsten Babypopo machten. Auch wenn man anfangs so ausschaut, als ob man Babykacke im Gesicht hat.
  • Tipp 6 der Panama Reisetipps: Schaut euch die lange Straße von den Thermalquellen zum Hostel an. Hier stehen viele fette Häuser, die, so zumindest unsere Vermutung, reichen Amerikanern gehören, die hier ihren Sommersitz haben.
  • Tipp 7 der Panama Reisetipps: Der Wasserfall „El Chorro“, den man von El Valle de Anton aus easy besichtigen kann, ist wirklich schön. Allerdings kann man nicht wirklich nah heran. Angrenzend gibt es ein piscine de natural, in dem man mit den panamaischen Familien eine Runde schwimmen kann.

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Panama Reisetipps: Pedasi, Limon und Playa Venao

Von El Valle de Anton reisen wir über Umwege (Penonome, Agiadulce, Chitre, Las Tablas) nach Pedasi! Hier sollen wir das erste Mal auf das Meer treffen – und das nach immerhin schon sechs Tagen in Panama. Zu Fuß ist der Strand, laut Anwohnern, eine halbe Stunde Gehzeit entfernt. Aber bei 40 Grad im Schatten ist das kein Spaziergang. Wir haben Glück: Der erste vorbeifahrende Land Rover nimmt uns mit. Das erste Mal zu baden ist unbeschreiblich schön, aber Pedasi gefällt uns nicht besonders gut und so ziehen wir weiter.

Am nächsten Morgen das inzwischen dritte positive Erlebnis mit dem Trampen, was zukünftig eines unserer Hauptfortbewegungsmittel sein wird: Wir werden nach Limon mitgenommen. Auch dieses Örtchen reizt uns nicht besonders und da der Tag noch jung ist, geht es für uns noch eine Station weiter – zum Playa Venao. Dieses Mal geben uns Heather aus Florida und Daniel aus Panama Stadt einen Lift. Das Hostel am Playa Venao ist zweistöckig, bietet Surfunterricht und Yoga-Stunden an, hat eine schöne gemeinschaftliche Kochhütte und liegt direkt am Strand.

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Das Hostel mit kleiner Kochhütte direkt am Strand

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Wir nutzen das Angebot und bekommen unsere erste Lektion im Surfen von einem 15-jährigen jungen Mann. Immer wieder werfen wir uns in die riesigen Wellen und spüren das Schmunzeln des Kleinen und seinen dazukommenden Freunden im Jacken. Da meine Bikinihose nicht besonders fest sitzt, verliere ich sie im Sturm der Wellen, finde sie aber zum Glück nach kurzer Zeit in einem panischen Suchanfall wieder. Zum Glück, denn hier wimmelt es nur so vor professionellen Surfergirls and -boys. Das wäre sehr peinlich geworden.

  • Tipp 8 der Panama Reisetipps: Pedasi und Limon ganz aus der Liste streichen und Playa Venao, trotz schönem Strand, nur als Zwischenstation mit einbauen. Es kommen aber definitiv noch schönere Orte, um zu surfen.

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Am Playa Venao verbringt man die Tage am Wasser

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Panama Reisetipps: Santa Catalina

Santa Catalina ist ein kleines, aber sehr lebhaftes Dörfchen. Hier leben deutlich mehr Einheimische als am Playa Venao, an dem viele reisende Surfer herumhingen. Wir schlafen für 10 $ pro Nase im Hotel Oasis, was von einer sehr jungen Frau geführt wird. Nach 8 ½ Stunden Busfahrt (vom Playa Vanao) haben wir großen Hunger und sind froh, dass die Gemeinschaftsküche Platz zum Kochen hergibt und der Mann mit dem mit Früchten vollbeladenen Van, der hier scheinbar tagtäglich vorbeikommt, gerade vorm Hostel steht. Catalina ist eine Halbinsel, die schlechter beliefert werden kann, deswegen sind viele Produkte hier teurer als auf dem Festland. Die Früchte sind preislich gleich wie auf dem Festland.

Motiviert durch unsere erste Surfstunde, mieten wir uns Surfbretter und verbringen die Mittagsstunden im Wasser. Einer der Dorfbewohner holt uns in der Mittagspause eine Kokusnuss vom Baum, die wir genussvoll schlurfen und am Fruchtfleisch knabbern. Da wir beide in Deutschland die Sonne gut wegstecken, nehmen wir es mit dem UV-Schutz nicht ganz so wichtig.

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Dementsprechend leiden wir am Abend. Das ist kein Krebsrot – wir könnten komplett nackig als Feuerwehrmänner durchgehen. Die mitgebrachte After Sun-Lotion ist nach 2 Stunden aufgebraucht. Das Gesicht meiner Begleitung ist heiß wie bei 40 Grad Fieber und ich keife jeden an, der auch nur zufällig meine Oberarme berührt. Am nächsten Tag müssen wir unsere Körper nun (leider) schonen und verbringen den ganzen Tag in den Hängematten auf der Terrasse des Hostels. Wir lesen „Der Medicus“, „Verblendung“ und „On The Road“, beobachten das Treiben im Ort und sind tiefenentspannt.

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Stammplatz: Hängematte auf der Terrasse …

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… mit Blick auf die palmengesäumte Straße

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  • Tipp 9 der Panama Reisetipps: Auf der Fahrt nach Santa Catalina beim Zwischenstopp in Sona (einer von 4 Umsteigeorten auf unserer Fahr) im Großmarkt einkaufen, um auf der Insel Geld zu sparen.
  • Tipp 10 der Panama Reisetipps: Früchte essen! Der Geschmack ist nicht mit dem der Früchte zu vergleichen, die es in Deutschland zu kaufen gibt.
  • Tipp 11 der Panama Reisetipps: Nicht die Sonne unterschätzen. Auch nicht als mediterraner Typ.

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Panama Reisetipps: Boca Brava

Über den riesigen Busbahnhof von Sona reisen wir, mit kleinen Zwischenstopps, auf die traumhaft abgelegene Insel Boca Brava. Schon als das kleine Motorboot am Steg der Insel, bzw. am Steg des Hotels, anlegt, wird uns klar, in was für einer traumhaften Umgebung wir gelandet sind. Boca Brava ist von türkisblauem Wasser umgeben, hat einen eigenen kleinen Dschungel, in dem Brüllaffen leben, und nicht weit entfernt liegen nicht besiedelte Inseln mit menschenleeren, weißen Sandstränden. Wir wollten unbedingt hier her, da wir leider weder San Blas, noch die vor Santa Catalina gelegene Isla de Coiba besucht haben. Unsere Hoffnungen, dass wir hier nun endlich unseren Traumstrand finden, Tauchzeug anlegen und Schildkröten und Korallenriffe bewundern können, sollen hier erfüllt werden.

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Das ist das Paradies!

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Schon am nächsten Tag fahren wir mit fünf weiteren Gästen des Hotels auf Schnorcheltour zu den umliegenden Inseln. Um 9:30 Uhr geht es los und schon zehn Minuten später befinden wir uns im – dieser Begriff mag, ob der permanenten Benutzung in diesem Beitrag, schon abgedroschen klingen – Paradies. Der Strand ist weich wie Schneewittchens Haut und das Meer türkisblau wie … wie wunderbares Meer eben. Wir finden die schönsten rot-rosanen Muscheln, glänzende verlassene Tierpanzer, versteinte Korallenüberreste und weiß-orange Steine, die unser Reisegepäck bis zum Ende der Reise weiter beschweren werden. Der Tag vergeht wie im Flug.

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Beim Abendessen lernen wir ein Pärchen kennen, die gerade aus Costa Rica kommen – auch das nächste Ziel auf unserer Liste. Sie empfehlen uns ein Hostel, das freistehende Betten im Dschungel vermietet und sofort auf unsere Liste, der Orte, die wir besuchen möchten, kommt. Nach einem kleinen Spaziergang durch den inseleigenen Dschungel bricht die letzte Nacht auf der Insel an und wir kuscheln uns, warm angezogen, da hier nachts ein frisches Lüftchen über die Insel weht, in unsere Hängematten und träumen von den nächsten Wochen in Zentralamerika und unserem baldigem Reiseziel: Costa Rica und besonders dem vielversprechend klingenden Nationalpark Cocorvado.

  • Tipp 12 der Panama Reisetipps: Im Hostel auf Boca Brava kann man zwar recht günstig essen, vor der Überfahrt aber unbedingt ein paar Basis-Lebensmittel einkaufen, da es auf der super kleinen Insel nichts, außer das Hostel-Restaurant gibt.
  • Tipp 13 der Panama Reisetipps: Das Hostel bietet neben den regulären Zimmern auch an, in den Hängematten im „Seitenflügel“ zu übernachten. Diese kosten 7 $ pro Nacht und sind somit wesentlich günstiger.

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Hier geht’s zu den Hängematten …

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Panama Reisetipps: La Amistad

Da wir es kaum abwarten können, endlich den berühmt-berüchtigten Nationalpark Cocorvado zu besuchen, lassen wir es uns nicht nehmen schon in Panama einen Abstecher in einen Nationalpark zu machen. Für den Besuch im Nationalpark La Amistad habe ich uns in der angrenzenden Rangerstation zwei Betten reserviert. Von der nächstgrößeren Stadt David fahren wir 2 ½ Stunden Richtung Cerro Punto. Es ist eine Fahr in die Abgeschiedenheit und vor allem wird es langsam immer kälter. Mit der Zeit wird die sonst doch eher karge Landschaft Panamas neben den Straßen immer saftiger und grüner. Der Ort Cerro Punto und die dahinter liegenden Dörfchen sind wunderschön! Die Menschen haben ihre kleinen Häuschen an der nicht-viel-befahrenen Straße und dahinter liegen ihre Felder mit Kartoffeln, Salat und dem ganzen Gemüse auf den Bergen. Die Bauern fahren dann den Berg mit ihren Jeeps hoch und arbeiten den ganzen Tag ganz romantisch auf den Feldern, die steil am Hang liegen.

Mittelamerika-Backpacking

Endlich Grün in Panama!

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Bis nach Cerro Punta konnten wir mit dem Bus fahren, dann hat der Chico uns an einer Feldstraße rausgelassen. Aber nach keinen 30 Sekunden Wartezeit wurden wir direkt gefragt, ob man uns zum Parc de National mitnehmen soll. Wir mussten nicht mal den Arm heben! Das ist Panama. Bis zum Anfang der Nationalparks werden wir gebracht, den Weg zur Rangerstation müssen wir uns selbst erkämpfen – und es geht wirklich steil hinauf. Je höher wir kommen, desto kälter wird es. Endlich lohnen sich die mitgebrachten wärmeren Klamotten. Oben angekommen dann die große Enttäuschung: Die Zimmer, die uns der Ranger in seiner Station zeigt, sind einfach nur alt, heruntergekommen und miefen. Das Geschirr in der Küche ist teilweise dreckig und klebt, außerdem stehen im angrenzenden Wohnzimmer überall eingelegte Tiere rum. Der Ekel nimmt Überhand und dass, obwohl ich diesbezüglich wirklich keine Prinzessin bin.

Da wir nun aber schon mal hier hochgelaufen sind, beschließen wir, das Beste aus der Situation zu machen. Wir lassen unsere Sachen in der Station, ziehen die Wanderschuhe an und machen uns auf den Weg, den Dschungel zu erobern. Wow! Es sind nicht erwähnenswert viele Tiere oder spezielle Pflanzen, die wir sehen, aber die gesamte Stimmung ist beeindruckend. Der Dschungel ist eine richtige Blase, fast so wie der, in dem Katniss und Peter bei den Spielen von Panem landen. Ein abgeschottetes, bedrohliches, wunderschönes eigenes Universum. Außerdem atmen wir hier die reinste, frischeste Luft seit wir in Panama sind. Der Weg zum dschungeleigenen Wasserfall wurde gesperrt, da es tags zuvor geregnet hat und die Wassermassen für Wanderer gefährlich werden können. Schade, aber trotzdem ein Wahnsinnserlebnis!

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Den Abend verbringen wir – ganz westlich – vor dem Fernseher, der luxuriöse drei Sender empfängt und schauen Champions League. Ich überlebe die Nacht, auch wenn ich vor Unbehagen nur unruhig schlafe, und am nächsten Morgen fahren wir zurück nach David, um von dort aus den Bus zum Grenzübergang Paso Canoas zu nehmen. Costa Rica, wir kommen!

  • Tipp 14 der Panama Reisetipps: Der Nationalpark La Amistad ist wunderschön und einen Besuch wert. Aber lieber als Tagesausflug.

Das Abenteuer Mittelamerika hat mit diesen Panama Reisetipps gerade erst begonnen und ich bin schon mehr als angefixt von den bunten Farben, den saftigen Früchten und der entspannten Lebenshaltung. In Costa Rica sollen noch einige Rückschläge, Herausforderungen, spannende Nächte und beängstigende Begegnungen mit der Tierwelt auf uns warten, aber dazu erfahrt ihr mehr im nächsten Post. Meine genaue Reiseroute und allgemeine Tipps für einer Reise nach Zentral- bzw. Mittelamerika und andere interessante Beiträge zu der Region, findet ihr hier:

Mittelamerika Rundreise – 7 Tipps für zwei Monate und meine Reiseroute

Panama: die Natur Zentralamerikas jenseits der City

Weltreise planen – Eine Step by Step-Anleitung für jeden!

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