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Lilies Diary | 25. Mai 2017

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7 Kommentare

Meine Myanmar Reise – zwei Wochen ursprüngliches Reisen in Asien

Gastautoren

Myanmar, Burma oder Birma – unter diesen Namen kennt man das asiatische Land, das eingebettet zwischen Thailand, China, Laos, Indien und Bangladesch liegt. Für mich war die frühere Militärdiktatur vor meiner Weltreise ein weißer Fleck auf der Landkarte. Doch als ich mich mit dem Land, seiner Kultur und Geschichte befasst hatte, war für mich klar, dass es Myanmar auf die Liste der Länder schafft, die ich auf meiner einjährigen Reise um die Welt besuchen möchte.

Myanmar Reise - Bagan Luftballons

Keine Panik vor der Myanmar Reise – einfach Tipps im Reiseführer ignorieren

Jeder, der sich mit einer Reise nach Myanmar beschäftigt, wird erstmal durch viele „Tipps“ in Reiseführern abgeschreckt: Da heißt es immer noch, man bräuchte Dollars, um in dem Land durchzukommen. Und nicht irgendwelche Dollars, sondern brandneue. Und der Kyat, naja, das sei eher eine Scheinwährung. Ich kann alle beruhigen, all das ist einfach nicht mehr aktuell! Ich selbst bin mit brandneuen Dollarnoten angereist und habe sie einfach in nicht mehr ganz so brandneuem Zustand wieder mitgenommen. Ganz unproblematisch, so wie ich es in jedem anderen Land auch tue, bin ich noch am Flughafen an einem ATM gegangen, habe mir einen Batzen Kyatt gezogen und bin damit ganz wunderbar durchgekommen.

Was man aber auf jeden Fall braucht, ist ein Visum, um in Myanmar einzureisen. Um das zu bekommen, gibt es verschieden Varianten: die vielleicht einfachste und bequemste ist das E-Visum, das ganz easy online zu beantragen ist und auch auf gleichem Weg ausgestellt wird (dauert maximal zwei Tage). Eine andere und deutlich günstigere Variante ist das Beantragen des Visums bei der burmesischen Botschaft in Deutschland oder dem Land, in dem ihr Euch gerade befindet (das kann etwas länger dauern, in Deutschland bis zu sechs Wochen). Ich habe das Visum beispielsweise in Chiang Mai, in Thailand, beantragt und hatte nach drei Tagen das Visum im Pass – Kosten? Lediglich 800 Baht, also etwa 20 Euro.

Meine Myanmar Reise – mit Hühnern im Circle-Train durch Yangon

Meine erste Station in Myanmar war die frühere Hauptstadt Yangon (früher Rangun). Yangon ist um ehrlich zu sein nicht meine Stadt, aber es gibt viel zu sehen und man entdeckt in der vom Tourismus noch recht unberührten Stadt viele spannende Ecken, wenn man sie auf eigene Faust erkundet. Für eine erste Orientierung ist die Runde mit dem Circle-Train einfach perfekt. In etwa drei Stunden fahrt ihr mit der Ringbahn 37 Stationen ab und entdeckt Yangon jenseits seiner Pagoden, Tempel und Parks. Aber nicht nur die Aussicht macht die Rundfahrt spannend, auch die Passagiere ziehen die Blicke auf sich. Der Zug wird hauptsächlich von Locals genutzt um Körbe voller Obst, Gemüse und auch das ein oder andere Federvieh zu transportieren. Wenn es die Zeit zulässt, steigt unbedingt auf dem riesigen Food-Markt aus und verlauft euch zwischen hunderten von Lebensmittelständen ehe es wieder in die nächste Bahn geht. Der Besuch dieses Marktes war für mich ein Erlebnis für alle Sinne! Und die Runde mit dem Circle-Train gibt es für gerade einmal 300 Kyat!

Inwa2

Da muss man auf einer Myanmar Reise hin: Shwedagon-Pagode

Wenn man in Yangon ist, steht natürlich ein Besuch der Shwedagon-Pagode auf dem Programm. Das riesige Tempel-Arial ist die Heimat der größten und kostbarsten Stupa der Welt, die von unten bis zur Spitze mit purem Gold bedeckt ist. In der Shwedagon-Pagode, wie auch sonst in jedem Tempel in Myanmar, muss man beachten, dass man stets passend gekleidet ist: Lange Röcke oder Hosen sind Pflicht und auch die Schultern sollten bedeckt sein. Ich hatte dafür immer einen Sarong in der Tasche. Und Schuhe ausziehen nicht vergessen! Ich bin selten so oft innerhalb von Städten barfuß unterwegs gewesen wie in Myanmar. Danach geht’s weiter zum Bogyoke-Markt (Scott Market) mit seinen unzähligen bunten Ständen, die alles anbieten, was man so braucht: Obst, Gemüse, Longyis, Thanaka-Paste und vieles mehr.

Myanmar Reise - Yangon-Shwedagon

Eine Myanmar Reise ist traumhaft, magisch, wunderschön – die Tempelfelder von Bagan

Nach zwei Tagen in den Straßen Yangons ging es für mich mit dem Nachtbus in Richtung Norden nach Bagan. Angekommen in meinem Hostel ging es morgens um 5:00 Uhr mit dem E-Roller zum Sonnenaufgang auf ein altes Kloster. Und ja, ich meine „auf“. Vor mir lagen hunderte kleiner und größerer Tempel, die ins Licht der sich durch die Wolken schiebenden Sonne gebadet wurden. Und um das Bild fast unwirklich kitschig werden zu lassen, stiegen pünktlich zum Sonnenaufgang auch noch Heißluftballone in den sonnenroten Himmel. Ich saß also auf einem jahrhundertealten Kloster in einem Land, das bis vor einigen Jahren für Touristen nur schwer zu bereisen war und beobachte dieses Schauspiel – dafür gab es für mich nur ein Wort: Magisch!

Bagan3

In genau in so einem Heißluftballon flog ich dann übrigens auch am nächsten Morgen. Das setzte dem Ganzen dann noch die Krone auf. Ist zwar wirklich nicht billig, aber für mich war es eine einmalige Erfahrung. Mein Tipp: unbedingt rechtzeitig bei den Anbietern anfragen, die Flüge sind oft Monate im Voraus ausgebucht!

Bagan ist für mich einfach traumhaft, fast unwirklich gewesen. Ich habe Tage damit verbracht, auf eigene Faust durch die verlassenen, menschenleeren Tempel zu stromern. Einige in gutem Zustand, andere schon fast verfallen, aber so nah kommt man diesen Kunstwerken wohl nur noch in Myanmar.

Meine Myanmar Reise: Sightseeing-Marathon in Mandalay

Der nächste Stopp auf meiner Reise waren zwei Tage Mandalay. Mein kleiner Sightseeing-Marathon startete mit einem Besuch der Mingun-Glocke, einer der schwersten freihängenden Glocken der Welt, weiter zur Essenszeremonie im Mahaganddhayon Kloster der über 1000 dort lebenden Mönche, rauf auf den Mandalay-Hill um dort die Pagoden und den Ausblick auf die Stadt zu bewundern und dann weiter zu der kleinen Insel Inwa. Sie erreicht man mit der Fußgänger-Fähre, am Ufer wurde ich von Pferdekutschen in Empfang genommen und über die Insel gefahren. Auch hier gibt es Tempelruinen, meterhohe Buddha-Statuen und unberührte Natur zu bewundern. Zurück in der Stadt ließ ich den Tag ganz entspannt bei einem Bier zum Sonnenuntergang an der wunderschönen U-Bein-Brücke, der längsten Teakholzbrücke der Welt, ausklingen.

Inwa3

Mandalay-U-Bein2

Meine Myanmar Reise: Schwimmende Gärten, Klöster und Dörfer auf dem Inle-Lake

Von Mandalay brachte mich der nächste Nachtbus nach Nyaungshwe am Inle-Lake. Der See ist mit seiner Länge von 22 km und der maximalen Breite von 10 km der zweitgrößte in Myanmar und war für mich neben Bagan das absolute Highlight meiner Myanmar-Reise. Ich habe mich einem der vielen Fischer anvertraut, die für einen kleinen Betrag Touristen in ihren Longtailbooten über den See schippern. Ein absolutes Erlebnis! Vorbei an den einzigartigen Einbeinfischern, die mit einem Bein rudern um die Hände frei zu haben, und Händlern, die ihre Waren aus dem Boot anbieten, ging es mit kurzem Stopp bei den Langhalsfrauen zum 160 Jahre alten Nga Phe Kyaung-Kloster und den angrenzenden schwimmenden Gärten. Für mich eine kleine Oase auf dem geschäftigen See.

Inle-Lake-9

Meine Myanmar Reise: Der See als Lebensader und Badewanne

Der komplette Inle-Lake ist bewohnt, die Menschen leben dort in zahlreichen Dörfern, deren Häuser auf Stelzen mitten im Wasser stehen. Mich hat der See in eine komplett andere Welt entführt, die mich auch sehr nachdenklich werden lassen hat und den eigenen Anspruch auf Komfort wirklich als unangemessen erscheinen ließ. Denn diese Häuser, verkleidet mit einfachen Bambusmatten, bieten wenig Schutz vor dem wechselhaften Wetter und Bäder im europäischen Sinne gibt es natürlich nicht. Der See liefert seinen Bewohnern nahezu alles, was sie brauchen und nimmt es auch wieder auf. Die Gärten liefern Obst, Gemüse und Blumen, der See die Fische und Wasser zum Trinken, Spülen, Abwaschen und ist große Badewanne für alle.

Nicht zu lange auf die Myanmar Reise warten – Myanmar ist im Wandel

Myanmar ist beeindruckend, in Teilen wirklich wunderschön und ich kann jedem nur empfehlen, das Land bald zu bereisen. In den letzten Jahren hat sich schon unheimlich viel getan und man stellt sich immer mehr auf Touristen ein. Das macht das Reisen natürlich komfortabler, aber darunter leidet auch die Einzigartigkeit, die Myanmar im Moment noch bietet!

MEHR FOTOS:

Bagan

Traumhaft: das Tempelfeld in Bagan
Bagan5

Ein unvergessliches Erlebnis: Der Ballonflug über tausende von Pagoden
Bagan7Erst im Ballon wird offensichtlich, wie groß das Tempelfeld ist
Inle-Lake-1Pfahlbauten auf dem Inle-Lake
Inle-Lake-2Blick vom Kloster Nga Phe Kyaung
Inle-Lake-3Eine Langhalsfrau beim Weben
Inle-Lake-4Neugierige Blicke auf die Touristen
Inle-Lake-5Mit dem Longtailboot über den Inle-Lake
Inle-Lake-6Links und rechts erstrecken sich die schwimmenden Gärten
Inle-Lake-8Traditioneller Einbeinfischer auf dem See
Inwa1Tempel auf der Insel Inwa
Mandalay-Kloster3 Am frühen Morgen ziehen die Mönche durch Mandalay um die Zutaten für ihre Zeremonie zu sammeln

Mandalay-KlosterÜber 1000 Mönche leben im Mahaganddhayon Kloster
Mandalay-Kloster4 Die kleinen Novizen sind weiss gekleidet
Yangon-Shwedagon2Die prachtvolle Shwedagon-Pagode
Yangon-Shwedagon5Die Pagode ist eines der Wahrzeichen Myanmars
YangonBurmesen entladen ihre Waren vom Circle-Train
Yangon3Schülerinnen auf den Straßen Yangons
Yangon4In Yangon findet man an jeder Ecke wundervolle Kolonialbauten


DIE GASTAUTORIN

Laura Anthes

Mitte 2015 kündigt die PR-Managerin Laura ihren Job um sich endlich ihren Traum zu erfüllen: Eine Reise um die Welt. Seit November 2015 ist sie nun unterwegs und berichtet auf ihrem Blog www.goseekhappy.wordpress.com über ihre Stationen und den Reisealltag. Ein Jahr soll das Abenteuer dauern – mit Option auf Verlängerung!

Kommentare

  1. Das muss eine wundervolle Reise gewesen sein und der Sonnenaufgang sieht wirklich magisch aus. Ich beneide dich :-)
    Sehr schöne Fotos und ein sehr schöner Text!!

  2. Unglaublich beeindruckend! Man liest im Moment in allen möglichen Magazinen so viele Artikel über Myanmar dass du vermutlich recht hast: man sollte jetzt hin reisen, um den Zauber noch zu erleben.

  3. Wundervoll geschrieben und sagenhafte Bilder!!! Wünsche dir noch ganz viel Spaß und viele tolle Erlebnisse/Berichte

  4. Christian

    Liebe Laura,

    wie bist du von Chiang Mai nach Yangon gereist, über Land oder per Flugzeug?

    Danke!

    Viele Grüße,
    Christian

  5. Juhlia_

    Hey :) dein Eintrag ist wunderschön! Ich plane mit meiner besten Freundin Anfang 2017 auch durch Asien zu reisen, auf unserer Wunschliste steht ebenfalls Myanmar (und natürlich auch Vietnam und Kambodscha). Wir sind zwei junge Mädels und ich wollte fragen, hast du dich sicher auf dieser Reise buw. in diesem Lans gefühlt? :)

  6. Ein toller Bericht! Myanmar steht auch noch auf meiner Bucket List und Danke für den Tipp mit dem Frühbuchen der Ballonfahrt. Das möchte ich nämlich auch unbedingt machen!

    Liebe Grüße aus Hong Kong,

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