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Lilies Diary | 30. November 2017

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9 Kommentare

Mein erstes Blind Date – lass es „happn“

Anne
  • am 27. August 2014

Heute ist es endlich passiert. Es vibrierte und eine Nachricht erschien auf meinem Handy: Ich gefalle ihm. Mein Herz schlägt höher, gleichzeitig beginnen meine Hände zu schwitzen und in meinem Magen macht sich ein grummeliges Gefühl breit. Ich war noch nie auf einem Blind Date. Alles was ich darüber weiß, kenne ich aus Filmen, in denen diese Dates entweder in einem Desaster enden oder mit einer Fast-Hochzeit. All dies hatte ich noch nicht. Warum weiß ich allerdings nicht. Ich habe mich noch nie in einen feinen Fummel geschmissen, drei Stunden im Bad verbracht, um dann anschließend in ein Burger-Restaurant geführt zu werden.

Blind-Date

Jetzt geht es also los. Ich habe eine Nachricht bekommen. Woher? Von meiner neuen Dating App happn. Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Ihr ladet euch die App im App-Store herunter, legt euch ein Profil an und dann  geht es auch schon los. Sobald ihr an einem happn-Mitglied vorbeilauft, wird euch das Profil angezeigt. Dann habt ihr ein paar Möglichkeiten, um auf euch aufmerksam zu machen: ihr könnt euren Schwarm “liken”, indem ihr auf das kleine Herz unter dem Foto klickt. Das bleibt allerdings geheim. Sollte euer Schwarm euch allerdings auch “geliked” haben, dann kommt es zum direkten “Crush” und ihr könnt miteinander reden. Wenn nicht, dann könnt ihr eurem Schwarm ein “Charme” schicken, den bekommt er oder sie dann per Nachricht.

crush-happn

 

Dank happn habe ich Max kennengelernt. Naja, was heißt kennengelernt. Ich bin an Max vorbeigelaufen und hätte mein Handy nicht vibriert, dann wäre ich gar nicht auf ihn aufmerksam geworden. Das war auch sogar das allererste Mal, dass ich eine direkte Nachricht von happn bekommen habe, in der mir gezeigt wurde, an wen ich gerade vorbeigelaufen bin. Das erste Mal und dann gleich so ein Jackpot. Da ich sowieso gerade auf meine Bahn gewartet habe, blieb mir genug Zeit, um die Fotos von Max zu stalken, eine meiner Lieblingstätigkeiten. Nicht schlecht, dachte ich mir. Leider war Max in dem Moment schon gar nicht mehr in der Nähe. Trotzdem hab ich den Bahnhof kurz abgesucht und bin das Gleis hoch- und runtergelaufen. Nichts. Aber egal. Zack ein Herz schicken, ihn liken und abwarten. Wobei sich das Abwarten hier auf ungefähr zwei Sekunden beschränkte, denn einen Crush und damit das GO zum Reden habe ich sofort bekommen und dann ging es los. Wir redeten und redeten und redeten…

Wir verstehen uns wirklich gut. Wir hören die gleiche Musik, schauen ähnliche Filme und folgen den gleichen Seiten auf Facebook. Inwiefern letzteres eine Rolle spielt, das weiß ich bisher noch nicht so genau, aber es ist doch immer wieder schön sich an kleinen Details festzuhalten. Max und ich redeten eine Woche. Immer wieder freute ich mich, wenn ich das kleine Zeichen auf meinem Display aufblinken sah. Einen gewissen Reiz hat es schon mit einem Fremden zu schreiben, dem man anscheinend schon einmal begegnet ist. Nach einigen Nachrichten schlug Max vor, dass wir uns einmal treffen sollten. Mein Herzschlag lag bei 5 Millionen. Ich habe mich noch nie, wirklich nie, mit einem Fremden getroffen. Schon gar nicht mit einem, mit dem ich schon ein paar nette Nachrichten ausgetauscht habe. Wir verabredeten uns und schon als ich das „Klar, dann bis Montag!“ abschickte, begannen meine Hände zu schwitzen. Nein, ich fühlte mich ganz und gar nicht wohl.

Tja, jetzt fragt ihr euch sicher, wie es war.

Komisch. Ich glaube das trifft es sehr gut. Ich fühlte mich ein bisschen wie in einem Verkaufsgespräch, in dem mir ein neuer Staubsauger aufgedrängt wird, nur das es hier um einen Typen ging. Mein ersten Blind Date, bzw. mein ersten Date überhaupt, begann in einem Park. Er stand schon da, ich kam zu spät, so wie ich es aus den Filmen kannte. Kurz vorher in der Bahn habe ich noch einmal fix bei happn nachgeschaut, wie er nochmal aussah und dann suchte ich schon von weitem nach ihm. Ja, da stand er. Nach einem überfreundlichen „Hallo!“ und einem Grinsen, das schon mehr als Zahnpastawerbung war, begann die Stille. Ich glaube wir beiden wussten nicht so recht wie man das Ding jetzt startet und so fing ich einfach an wie ein Wasserfall zu reden, während er höflich nickte und ab und zu mal ein „Ah!“, „Oh!“, „Ach echt?“ einwarf.

Um die Sache geschmeidiger zu machen entschieden wir uns beide für ein Bier im Park. Ach Bier, du meine Rettung. Wir beide hielten gegenseitig eine Präsentation über uns selbst, bevor er die von mir befürchtete Frage stellte: „Warum bist du denn eigentlich bei happn?“. Tja, das könnte ich dich doch auch wohl fragen und um ehrlich zu sein weiß ich es wirklich nicht. Vielleicht war es der Reiz der App, zu wissen, dass man vielleicht jemanden, den man in der Straße sieht auch online schnell wiederfinden kann. Vielleicht war es einfach eine Normalität unserer jetzigen Zeit, in der alles einfach schnell über Apps geregelt werden kann. Oder es war pure Neugier.

Das lustige an einem Blind Date mit jemandem, den man auf einer App kennengelernt hat ist, dass man sich direkt verbunden fühlt. Auch wenn wir alle mittlerweile der Smartphone-Sucht verfallen sind, so ist das Dating über Apps immernoch Neuland und ein Thema, bei dem man ein wenig rot wird. Deswegen ist es umso einfacher das „Rotwerden“ mit jemandem zu teilen, der ebenso gerne Likes und Charmes auf happn verteilt.

Die happn Unterhaltung hat das Eis gebrochen. Ein Glück war das auch das erste happn Date für uns beide, denn so konnten wir viel unbefangener an die Geschichte herangehen. Aus einem Bier wurden drei und eine Falafel. Wir redeten über Gott und die Welt, über die Musik, die wir beide laut happn hören und die sogar auch im „wirklichen“ Leben mögen. Wir lachten über die Klischees, die Leute über diese Apps haben und über einige Vollpfosten, die einem immer und überall und eben auch auf diesen Apps begegnen.

Ja, ich muss sagen, das war schon nicht ganz schlecht für’s erste Blind Date. Und letztendlich ist ein Date, das aus einer App wie happn entstanden ist ja auch alles andere als blind. Die paar Bilder, wenn vielleicht auch gefaked, sieht man ja sowieso.

Cover-Happn

Auch wenn es kein Date à la Hollywood war, in dem ich mit einer Limousine abgeholt werde, in ein Restaurant mit Mariachi Band geführt werde und mir danach den Sternenhimmel anschaue…Ich bin ganz froh, dass ich mal über meinen eigenen Schatten gesprungen bin und mir ein Gesicht aus einer App im wahren Leben angeschaut habe. Jetzt freue ich mich auf die Personen, die mir noch über happn angezeigt werden, über die ganz arg komischen Gespräche am Anfang, über die verzweifelte Suche nach Gemeinsamkeiten und über das Fazit, dass ein Profil auf happn schon eine Gemeinsamkeit ist, die einem schnell über ganz komische Ruhephasen bei einem Date hinweghilft.

Entstanden in Kooperation mit happn.

Kommentare

  1. Joy

    Toll geschrieben Anne! Spannend und nett.
    Aber jetzt sind die Leser neugierig gemacht und der Film ist zu Ende ohne Abschluss..
    Werdet Ihr Euch wieder treffen?

    • Anne Steinbach

      Das bleibt bis jetzt noch ein kleines Geheimnis ;)

  2. Lisa

    Was ist denn mit dem Paule ? Seid ihr noch zusammen ?

    • Christine

      Ja, den Artikel hat doch Anne geschrieben. Ihr wisst doch, dass ich Co-Bogger habe und über jeden Artikel steht der Autor ;)

  3. OkashiQueen

    Ist das ein Sponsored Article oder wirklich etwas, was ihr nutzt? Wenn ja, bitte markieren.
    Für mich klingt das schon nach Werbung.

    Aber egal, hauptsache, es kommt was Gutes bei rum. ;)
    Viel Glück mit Euch beiden.

    Alles Gute mit happn

    • Christine

      Ja, wir testen immer mal neue Apps, wie Tender oder Peppr. Die werden ja immer verrückter ;)

  4. El Andy

    Hört sich nach einer spannenden App an – mal probieren ;-)
    Grüße

  5. Gut geschrieben! Aber ich war auch erst leicht verdutzt.. Ihr seht euch aber auch ähnlich! :-)

    • Anne Steinbach

      Haha, danke! Wer sieht denn wem ähnlich?

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