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Lilies Diary | 27. Juni 2017

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33 Kommentare

Man kann nicht alles haben im Leben

Christine

„Dein Leben hätte ich gerne“. Ein Satz, den ich immer wieder höre. Ein Satz, über den ich viel nachdenke. Ein Satz, der von vielen einfach so in den Raum geworfen wird. Doch wissen sie, was es wirklich heißt, so ein Leben zu führen wie ich es tue?

Man kann nicht alles haben im Leben-Ibiza

Bevor ich anfange näher darauf einzugehen, möchte ich erst einmal ganz klar sagen – ich liebe mein Leben. Ich habe es mit ausgesucht und genau so wollte ich es. Mit allen Vorteilen und auch Nachteilen. Was? Mein Leben hat Nachteile? Ich mache doch nur 365 Tage Urlaub im Jahr und bin ständig an den schönsten Orten dieser Welt. Ja, aber man kann eben nicht alles im Leben haben und was der Preis ist, so viel zu verreisen und so ein Leben zu führen, das möchte ich euch heute mal zeigen.

1. Man kann nicht alles haben im Leben – Ich lebe in einer anderen Welt

Wie bestimmt schon jedem aufgefallen ist, ich führe kein „normales“ Leben, wie ungefähr 80% der Menschheit. Ich habe keinen festen 9 to 5 Job und ich sehe meine Wohnung so oft im Jahr, wie andere den Strand. Ich bin ein digitaler Halbnomade. Wenn ich Wifi und Strom habe, kann ich von überall aus auf der Welt arbeiten. Wenn mich Leute fragen, was ich beruflich mache, komme ich jedoch ins Stocken. Ich bin Autorin? Ich bin Moderatorin? Ich bin Kamerafrau und Cutterin? Arbeite im Marketing und als Social Media Managerin und habe eben meinen Blog. Das hört sich alle sehr verwirrend an und das ist es auch. Noch mehr, wenn die Frage aufkommt, wie ich mein Geld verdiene, denn das passiert in 10 unterschiedlichen Wegen. Ich glaube, ich konnte noch nie wirklich gut erklären, was ich beruflich mache. Mein gegenüber schaut mich danach meistens noch verwirrter an als vorher und beendet die Diskussion mit einem „Aha“. Aber ich glaube auch meine Familie, Freunde und meine Eltern verstehen mein Leben und meinen Beruf nicht so wirklich. Ich schreibe da was im Internet und bin meistens nicht da und wenn ich sie besuche, dann schaue ich meistens in meinen kleinen, flimmernden Kasten namens Smartphone und ich habe Angst, dass sie denken ich will nicht mit ihnen reden. Aber genau das ist eben mein Job. Ich bin frei, ich kann sie jeder Zeit und auch länger als ein Wochenende besuchen, aber ich muss eben in mein Handy schauen. Ich muss Mails beantworten, Sachen schreiben, posten und korrigieren und eben online sein. Klar könnte ich auch sagen ich schalte jetzt mal drei Tage mein Handy aus, aber das wäre dann im Nachhinein, wenn ich mein Handy wieder anschalte, der pure Stress, weil ich eine vierstellige Anzahl an Mails in meinem Postfach hätte. Und ich mag es ja auch. Ich bin gerne online, ich teile gerne, ich schaue gerne, was auf Facebook und Co abgeht, doch merke ich oft, dass es auf Unverständnis trifft, dass es Menschen irgendwie persönlich nehmen, wenn ich eben immer online bin und das da so eine Kluft entsteht, weil ich eben nicht Lehrerin oder Ärztin bin, sondern was ganz eigenes, was ich mir eigentlich selbst so zusammengebaut habe.

2. Man kann nicht alles haben im Leben – Kennt ihr mich noch?

Ich war letzte Woche in Ibiza, mit all den Mädels, die ich noch von der Schule kenne. Wir alle haben zusammen Abi gemacht und treffen uns mindestens 2 Mal im Jahr. Es war eine wunderschöne Woche, wir haben uns super verstanden und waren alle ganz stolz, dass wir es geschafft haben diese Woche alle zusammen nach Ibiza zu kommen. Doch irgendwie hat es mich auch traurig gemacht, weil ich eben nicht mehr schaffe, als diese zwei Treffen im Jahr. Ich bin die schlechteste Telefoniererin auf diesem Planeten, noch schaffe ich es wenigsten einmal im Monat eine Mail zu schicken, oder kurz bei Whats App zu schreiben. Es macht mich traurig, dass ich viele Sachen einfach vergesse oder vernachlässige, weil ich einfach nicht da bin. Deswegen muss ich mir auch ganz ehrlich eingestehen, dass ich zwar gute Freunde habe, ihnen aber oft nicht so nahe stehe, wie ich es mir wünschen würde. Es gibt niemanden, denn ich 2 bis 3 Mal die Woche sehe. Meistens bin ich schon stolz, wenn ich meine guten Freunde in Berlin einmal im Monat sehe. Neben dem Reisen kommen eben noch all die Networkingveranstaltungen dazu, die so viel Zeit beanspruchen, aber eben super wichtig für mich sind. Ich habe mir oft vorgenommen, das zu ändern. Jeden Tag eine Person anzurufen, bei der ich mich sonst nicht melde. Doch ganz ehrlich, ich glaube sie würden ziemlich erschrecken, wenn ich plötzlich am anderen Ende des Hörers bin. Es ist normal geworden, dass man mich eben selten sieht und hört. Einerseits traurig, aber auch andererseits toll, dass mich eben meine Freunde so nehmen, wie ich bin.

3. Man kann nicht alles haben im Leben – Sorry, ich bin nicht da

Sorry, ich bin nicht da, ein Satz, der mich mittlerweile schon selber ab und zu ankotzt, denn ich bin immer nicht da, wenn ich mal erwünscht oder gebraucht werde. Ich habe schon bei unzähligen Geburtstagen und Hochzeiten und Familienfeiern absagen müssen, weil ich eben nicht da war. Weil da irgendein guter Job am Ende der Welt auf mich gewartet hat, den ich natürlich auch angenommen habe, weil man ja nie weiß, wie es weiter läuft. Ein großer Nachteil des Selbstständig sein ist eben die Angst, dass man nicht weiß, wie die Auftragslage in ein paar Monaten aussieht. Deswegen nimmt man alles an und scheißt eben mal drauf, dass man den Geburtstag, die Hochzeit oder die Familienfeier verpasst. Richtig schlimm wird das Gefühl des „immer nicht da seins“ jedoch erst, wenn schlimme Sachen passieren. Wenn Menschen in diesem Moment deinen Trost, dein offenes Ohr oder deine Schulter bräuchten und du bist nicht da. Das macht mich oft ziemlich fertig.

4. Man kann nicht alles haben im Leben – Routine, was ist das?

Manchmal wünschte ich mir, dass ich ein Hobby hätte. Das fällt jedoch irgendwie total flach, wenn man sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Manchmal wünschte ich mir, dass ich ein bisschen mehr Routine in meinem Leben hätte. Das ich wüsste, dass sich jeden Dienstagabend zum Yoga gehe. Dass ich wüsste, dass ich jeden Sonntag zum Kaffee und Kuchen verabredet bin. Ich würde mir ein bisschen mehr Routine wünschen, weil ich manchmal, das muss ich ganz ehrlich sagen, ein bisschen verloren in meiner eigenen Welt bin. Ich lebe manchmal ohne Zeit und Raum, weiß nicht welcher Monat ist und in welchem Land ich gerade aufgewacht bin. Ich liebe das gleichzeitig, weil es jeden Tag ein neues Abenteuer gibt, doch da ich ständig unterwegs bin, muss ich die Tage, die ich in Berlin bin eigentlich dazu nutzen um zu Arbeiten und deswegen gibt es keinen Samstag, keinen Sonntag und kein Wochenende. Wenn andere zum See fahren, dann bearbeite ich Videos und Fotos. Schreibe Texte und plane neue Reisen. Selbstständig, dass setzt sich aus selbst und ständig zusammen und so sieht mein Leben auch gerade aus. Wenn ich reise, bin ich im Endorphinenrausch, wenn ich zu Hause bin, am Arbeiten. Doch mittlerweile merke ich, dass mir ein bisschen Ruhe und Routine auch nicht schlecht tun würden.

5. Man kann nicht alles haben im Leben – Du bekommst alles in den Arsch geschoben

Man kann nicht alles im Leben haben. Man kann nicht die Welt bereisen und seine Routine haben, nicht ständig unterwegs und für alle da sein. Man kann nicht ein Traumleben führen und davon ausgehen, dass es nicht Leute gibt, die schlecht über einen reden und neidisch sind. Doch das passiert leider oft, wenn die Leute mein Leben eben nicht verstehen. Wenn sie nicht wissen, dass ich weder einen reichen Mann habe, noch ein fettes Erbe, sondern mir dass alles selber erarbeitet habe. Wenn sie nicht wissen, dass eben auch ein Traumleben seine Nachteile hat. Deswegen wollte ich einmal ganz offen und ehrlich aussprechen, wie die Sache ist. Ich hoffe der Artikel kam nicht so rüber, als würde ich mich beschweren oder jammern. Ich wollte eben nur mal die Seite zeigen, die keiner sieht. Ich liebe mein Leben, ich habe es mir so ausgesucht und ich weiß auch, dass wenn ich irgendwann unglücklich mit diesem Lebensmodell bin, ich es jederzeit ändern kann. Was nämlich viele vergessen – jeder hat sein Leben selber in der Hand und kann es jederzeit ändern. Man kann nicht alles im Leben haben, doch man kann sich aussuchen, was man am liebsten möchte.

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Man kann nicht alles haben im Leben

Christine

„Dein Leben hätte ich gerne“. Ein Satz, den ich immer wieder höre. Ein Satz, über den ich viel nachdenke. Ein Satz, der von vielen einfach so in den Raum geworfen wird. Doch wissen sie, was es wirklich heißt, so ein Leben zu führen wie ich es tue?

Man kann nicht alles haben im Leben-Ibiza

Bevor ich anfange näher darauf einzugehen, möchte ich erst einmal ganz klar sagen – ich liebe mein Leben. Ich habe es mit ausgesucht und genau so wollte ich es. Mit allen Vorteilen und auch Nachteilen. Was? Mein Leben hat Nachteile? Ich mache doch nur 365 Tage Urlaub im Jahr und bin ständig an den schönsten Orten dieser Welt. Ja, aber man kann eben nicht alles im Leben haben und was der Preis ist, so viel zu verreisen und so ein Leben zu führen, das möchte ich euch heute mal zeigen.

1. Man kann nicht alles haben im Leben – Ich lebe in einer anderen Welt

Wie bestimmt schon jedem aufgefallen ist, ich führe kein „normales“ Leben, wie ungefähr 80% der Menschheit. Ich habe keinen festen 9 to 5 Job und ich sehe meine Wohnung so oft im Jahr, wie andere den Strand. Ich bin ein digitaler Halbnomade. Wenn ich Wifi und Strom habe, kann ich von überall aus auf der Welt arbeiten. Wenn mich Leute fragen, was ich beruflich mache, komme ich jedoch ins Stocken. Ich bin Autorin? Ich bin Moderatorin? Ich bin Kamerafrau und Cutterin? Arbeite im Marketing und als Social Media Managerin und habe eben meinen Blog. Das hört sich alle sehr verwirrend an und das ist es auch. Noch mehr, wenn die Frage aufkommt, wie ich mein Geld verdiene, denn das passiert in 10 unterschiedlichen Wegen. Ich glaube, ich konnte noch nie wirklich gut erklären, was ich beruflich mache. Mein gegenüber schaut mich danach meistens noch verwirrter an als vorher und beendet die Diskussion mit einem „Aha“. Aber ich glaube auch meine Familie, Freunde und meine Eltern verstehen mein Leben und meinen Beruf nicht so wirklich. Ich schreibe da was im Internet und bin meistens nicht da und wenn ich sie besuche, dann schaue ich meistens in meinen kleinen, flimmernden Kasten namens Smartphone und ich habe Angst, dass sie denken ich will nicht mit ihnen reden. Aber genau das ist eben mein Job. Ich bin frei, ich kann sie jeder Zeit und auch länger als ein Wochenende besuchen, aber ich muss eben in mein Handy schauen. Ich muss Mails beantworten, Sachen schreiben, posten und korrigieren und eben online sein. Klar könnte ich auch sagen ich schalte jetzt mal drei Tage mein Handy aus, aber das wäre dann im Nachhinein, wenn ich mein Handy wieder anschalte, der pure Stress, weil ich eine vierstellige Anzahl an Mails in meinem Postfach hätte. Und ich mag es ja auch. Ich bin gerne online, ich teile gerne, ich schaue gerne, was auf Facebook und Co abgeht, doch merke ich oft, dass es auf Unverständnis trifft, dass es Menschen irgendwie persönlich nehmen, wenn ich eben immer online bin und das da so eine Kluft entsteht, weil ich eben nicht Lehrerin oder Ärztin bin, sondern was ganz eigenes, was ich mir eigentlich selbst so zusammengebaut habe.

2. Man kann nicht alles haben im Leben – Kennt ihr mich noch?

Ich war letzte Woche in Ibiza, mit all den Mädels, die ich noch von der Schule kenne. Wir alle haben zusammen Abi gemacht und treffen uns mindestens 2 Mal im Jahr. Es war eine wunderschöne Woche, wir haben uns super verstanden und waren alle ganz stolz, dass wir es geschafft haben diese Woche alle zusammen nach Ibiza zu kommen. Doch irgendwie hat es mich auch traurig gemacht, weil ich eben nicht mehr schaffe, als diese zwei Treffen im Jahr. Ich bin die schlechteste Telefoniererin auf diesem Planeten, noch schaffe ich es wenigsten einmal im Monat eine Mail zu schicken, oder kurz bei Whats App zu schreiben. Es macht mich traurig, dass ich viele Sachen einfach vergesse oder vernachlässige, weil ich einfach nicht da bin. Deswegen muss ich mir auch ganz ehrlich eingestehen, dass ich zwar gute Freunde habe, ihnen aber oft nicht so nahe stehe, wie ich es mir wünschen würde. Es gibt niemanden, denn ich 2 bis 3 Mal die Woche sehe. Meistens bin ich schon stolz, wenn ich meine guten Freunde in Berlin einmal im Monat sehe. Neben dem Reisen kommen eben noch all die Networkingveranstaltungen dazu, die so viel Zeit beanspruchen, aber eben super wichtig für mich sind. Ich habe mir oft vorgenommen, das zu ändern. Jeden Tag eine Person anzurufen, bei der ich mich sonst nicht melde. Doch ganz ehrlich, ich glaube sie würden ziemlich erschrecken, wenn ich plötzlich am anderen Ende des Hörers bin. Es ist normal geworden, dass man mich eben selten sieht und hört. Einerseits traurig, aber auch andererseits toll, dass mich eben meine Freunde so nehmen, wie ich bin.

3. Man kann nicht alles haben im Leben – Sorry, ich bin nicht da

Sorry, ich bin nicht da, ein Satz, der mich mittlerweile schon selber ab und zu ankotzt, denn ich bin immer nicht da, wenn ich mal erwünscht oder gebraucht werde. Ich habe schon bei unzähligen Geburtstagen und Hochzeiten und Familienfeiern absagen müssen, weil ich eben nicht da war. Weil da irgendein guter Job am Ende der Welt auf mich gewartet hat, den ich natürlich auch angenommen habe, weil man ja nie weiß, wie es weiter läuft. Ein großer Nachteil des Selbstständig sein ist eben die Angst, dass man nicht weiß, wie die Auftragslage in ein paar Monaten aussieht. Deswegen nimmt man alles an und scheißt eben mal drauf, dass man den Geburtstag, die Hochzeit oder die Familienfeier verpasst. Richtig schlimm wird das Gefühl des „immer nicht da seins“ jedoch erst, wenn schlimme Sachen passieren. Wenn Menschen in diesem Moment deinen Trost, dein offenes Ohr oder deine Schulter bräuchten und du bist nicht da. Das macht mich oft ziemlich fertig.

4. Man kann nicht alles haben im Leben – Routine, was ist das?

Manchmal wünschte ich mir, dass ich ein Hobby hätte. Das fällt jedoch irgendwie total flach, wenn man sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Manchmal wünschte ich mir, dass ich ein bisschen mehr Routine in meinem Leben hätte. Das ich wüsste, dass sich jeden Dienstagabend zum Yoga gehe. Dass ich wüsste, dass ich jeden Sonntag zum Kaffee und Kuchen verabredet bin. Ich würde mir ein bisschen mehr Routine wünschen, weil ich manchmal, das muss ich ganz ehrlich sagen, ein bisschen verloren in meiner eigenen Welt bin. Ich lebe manchmal ohne Zeit und Raum, weiß nicht welcher Monat ist und in welchem Land ich gerade aufgewacht bin. Ich liebe das gleichzeitig, weil es jeden Tag ein neues Abenteuer gibt, doch da ich ständig unterwegs bin, muss ich die Tage, die ich in Berlin bin eigentlich dazu nutzen um zu Arbeiten und deswegen gibt es keinen Samstag, keinen Sonntag und kein Wochenende. Wenn andere zum See fahren, dann bearbeite ich Videos und Fotos. Schreibe Texte und plane neue Reisen. Selbstständig, dass setzt sich aus selbst und ständig zusammen und so sieht mein Leben auch gerade aus. Wenn ich reise, bin ich im Endorphinenrausch, wenn ich zu Hause bin, am Arbeiten. Doch mittlerweile merke ich, dass mir ein bisschen Ruhe und Routine auch nicht schlecht tun würden.

5. Man kann nicht alles haben im Leben – Du bekommst alles in den Arsch geschoben

Man kann nicht alles im Leben haben. Man kann nicht die Welt bereisen und seine Routine haben, nicht ständig unterwegs und für alle da sein. Man kann nicht ein Traumleben führen und davon ausgehen, dass es nicht Leute gibt, die schlecht über einen reden und neidisch sind. Doch das passiert leider oft, wenn die Leute mein Leben eben nicht verstehen. Wenn sie nicht wissen, dass ich weder einen reichen Mann habe, noch ein fettes Erbe, sondern mir dass alles selber erarbeitet habe. Wenn sie nicht wissen, dass eben auch ein Traumleben seine Nachteile hat. Deswegen wollte ich einmal ganz offen und ehrlich aussprechen, wie die Sache ist. Ich hoffe der Artikel kam nicht so rüber, als würde ich mich beschweren oder jammern. Ich wollte eben nur mal die Seite zeigen, die keiner sieht. Ich liebe mein Leben, ich habe es mir so ausgesucht und ich weiß auch, dass wenn ich irgendwann unglücklich mit diesem Lebensmodell bin, ich es jederzeit ändern kann. Was nämlich viele vergessen – jeder hat sein Leben selber in der Hand und kann es jederzeit ändern. Man kann nicht alles im Leben haben, doch man kann sich aussuchen, was man am liebsten möchte.

Kommentare

  1. Danke für deinen ehrlichen Einblick in dein Leben!
    Ich finde deinen Beitrag wirklich toll!
    Ich mag es auch einmal hinter die Fasade zu blicken und mitzubekommen, wie es wirklich ist. Ich kann mir schon vorstellen, dass bei dir viele denken du reist fast nur und arbeitest fast nichts. Wie viel Mühe und Arbeit dahinter steckt, sehen nur die wenigsten.

    Und du hast so recht mit deinem „Schlusswort“. Jeder hat sein Leben selbst in der Hand! Und wenn man nicht zufrieden ist, sollte man es so für sich verändern, dass man es wieder ist.

    Liebe Grüße
    Patricia

    • Christine

      Gerne und danke für dein Feedback!

    • Birgitta

      Interessante, ehrliche und reflektierte Worte, die ich genau so unterschreiben kann.

      Sich für einen Weg entscheiden, heisst auch, den anderen nicht oder noch nicht gehen zu können.

      Manchmal mit allen Konsequenzen.

      Manchmal muss man auch eines voll auskosten, bis man satt ist. Und manchmal hat man die Chance, dann wieder einen neuen Weg zu gehen.

      Sicher ist, glaube ich, wer nicht los geht und sich nicht entscheidet, steht irgendwann vor einem großen Berg’hätte-wäre-wenn‘.

      Und wenn man älter wird, sollte man präziser werden bei der Ausarbeitung von Plan B. Denn vor dem Nichts stehen, wenn Plan A gescheitert ist, wird beunruhigende, je weniger Zeit man nach hinten raus hat.

      Ansonsten bin ich der festen Überzeugung, dass man, so lange man atmet, etwas verändern kann.

      Somit besteht kein Grund zu sagen ‚dein Leben hätte ich gern‘.

  2. Schöner und sehr ehrlicher Bericht. Nein, es klingt nicht nach Jammern. Es ist einfach nur ehrlich was du schreibst und aus genau diesem Grund lese ich deinen Blog so gern. Du bist authentisch und das ist das Wichtigste! Ich denke, jede Lebensweise/Arbeitswelt hat seine Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass für einen persönlich die Vorteile überwiegen und da es bei dir ja so ist, hast du definitiv alles richtig gemacht – Hut ab vor deiner Ehrlichkeit, da sollten sich manche eine Scheibe von abschneiden :-)

    • Christine

      Oh vielen Dank! ich würde eigentlich gerne jeden tag solche Posts schreiben. Leider fehlt mir dazu noch die Zeit, aber ich arbeite drauf hin ;)

  3. Das hast du wirklich ganz wunderbar geschrieben!
    Danke für die Einblicke „hinter die Kulissen“.

    Greetings & Love & a wonderful weekend
    Ines

  4. sowas zu dem thema wollt ich auch schon länger schreiben – meine antwort auf die immer gleiche aussage „na, gehts dir gut. immer nur urlaub…“. das werd ich auch bald mal tun. danke für deinen einblick.
    dass es harte arbeit ist… und man nicht nur am handy rumspielt.. nie da.ist … für die meisten unverständlich.

    • Christine

      Ja leider. Aber ich verstehe auch andere Berufe nicht ganz ;)

  5. I feel ya sister!!

    Das Unverständnis, die angst, der stress – das macht glaube ich jedem blogger und selbstständigen zu schaffen. Aber ohne Down, kein Up (leider) :)

    Grüße aus dem ‚urlaub‘ in Innsbruck wo ich heute den ganzen Nachmittag im Bett Blogpost-Kategorien korrigiert habe…yay :)

    • Christine

      Ja, dass kommt auch dazu. Man ist an so einem schönen Ort wie Innsbruck und möchte am liebsten die Stadt erleben und was macht man? Blogpost korrigieren… Ein Scheiss….

  6. Es ist ehrlich geschrieben und ich kann es nur zu gut verstehen. Ich liebe meinen Job wie Du, liebe meine Reisen in die Alpen, fotografiere und schreibe gern darüber, befülle meinen Shop und verschicke die Pakete.
    Die Bilder die ich poste, mache ich immer so schön ich kann. Ich feile an meinen Beiträgen, bis ich finde, es macht Spaß sie zu lesen. Wenn ich meinen Shop bewerbe, poste ich nicht nur plump Produkte. ich versuche die Geschichten zu erzählen, die dazu gehören. Das kostet Zeit und das Lob, was man dafür bekommt, füllt nicht das Konto. Bis die Geschichten bewirken, das jemand kauft, dauert viel länger, als wenn man Bilder mit Preisen ins Gesicht schmiert.
    Es erfüllt aber auch mehr und macht glücklicher, wenn es gelingt.
    Was für andere schön aussieht, ist für mich meine Arbeit. Es ist genau so, wie Du es beschreibst. Es hat wie jede Arbeit Schattenseiten, wenn auch vergleichsweise erträgliche.
    Ich wäre manchmal gern weniger online, aber wenn ich weniger online wäre, wäre mein Geschäft eben auch weniger sichtbar. Aus meiner Sicht ist es eine Gratwanderung. Niemand hat mich gezwungen das zu tun. Ich mach’s am Ende eben doch mit Freude.
    Dir wünsche ich auch weiterhin Erfolg! Du machst das toll.

    • Christine

      Vielen, lieben Dank! Auch für deine Sicht, die wirklich sehr ähnlich ist. Auch wenn wir krank sind, kümmert sich keiner drum. Wenn ich zum Arzt gehe, weil ich krank bin, dann fragt er immer als erstes: Soll ich sie erstmal krank schreiben. Und ich denke mir – NEIN!!!! Helf mir! Ich will gesund werden und nicht krank geschrieben.

  7. Hi Christine, toller Beitrag!! ich habe viel über mich gelernt habe, z.B. wie wichtig mir Routine und ein Hobby sind. Ich bin früher viel beruflich unterwegs gewesen und habe es sehr genossen. Da war mein Leben Deinem ähnlich, auch, wenn ich damals keine Reisebloggerin war. Ich kenne das Gefühl, nicht zu wissen, wo ich aufwache. Ich war auch froh, dass ich irgendwann aufhören konnte. Da war ich aber schon deutlich älter :-) Dein Blog hat mich zu Reisekladde inspiriert. Danke dafür und diesen tollen Beitrag!! LG Sabine

    • Christine

      Danke für deine lieben Worte und viel Erfolg und Spaß mit deinem Blog!

  8. Es liest sich etwas traurig und rechtfertigend… warum?
    du entscheidest, ob du das machst oder nicht. Es liegt in deiner Hand und, es ist doch für das erste Lebensdrittel toll. Wenn du dann mal sesshaft geworden bist, dann wirst du ganz andere Töne von dir geben. Und dann sind die Freunde auch froh, wenn du dann mal wieder verreist bist. ;)

    Es könnte einem auch schlechter gehen…
    Und du machst, was du liebst, das hast du auch schon geschrieben. Was man liebt, macht einen glücklich und solange du das Gefühl dafür hast, solange wirst du es ertragen die „Nachteile“ leben „zu müssen“.

    Mal eine andere Frage:
    wirst du eigentlich oft von Fotografen aus Berlin angeschrieben, die mit dir Fotos machen wollen? Wenn ja, wie deine Antwort darauf? Machst du mal freie Projekte mit?

  9. Janine

    Ganz ganz toller Beitrag liebe Christine.
    Ich mag diese ehrlich und sympathische Art an dir, lese deinen Blog so gerne und bin froh dich über Snapchat gefunden zu haben.
    Ich bewundere alle die sich in die Selbstständigkeit wagen, nicht zuletzt weil ich so ein ängstlicher Mensch bin und gerne auf Nummer sicher gehe. Dafür aber oftmals mehr sinnvolle Entscheidungen als Herzentscheidungen treffe.
    Freue mich über ganz viele tolle weitere Beiträge.

    Ganz liebe Grüße
    Janine

    • Christine

      Das ja mega, dass du mich über Snapchat gefunden hast! Juhuuuuu!!!! :)

  10. Großartiger Beitrag!! Toll geschrieben. Ich kann einige Punkte sehr gut verstehen und leider fehlt einigen Menschen das Verständnis wenn man eben keinen 9 to 5 Job hat :)

  11. Liebe Christine,

    wirklich schöner Artikel. Du sprichst mir aus der Seele.
    Ich bin zwar keine digitale Nomadin, doch du beschreibst auch das Gefühl, dass mich ständig begleitet.

    Ich war schon immer ein Lebemensch und liebte das Reisen. Vor 1,5 Jahren bin ich von Wien nach Amsterdam ausgewandert um mir meinen Traum zu erfüllen.
    Wenn ich nicht arbeite (9-6 Job) dann reise oder seit Neuestem blogge ich. Mittlerweile kenn ich den Flughafen schon blind.

    Ich kann mich noch erinnern, als ich früher Wochen auf den nächsten Urlaub hin gefiebert habe, doch so gerne ich unterwegs bin und es genieße, so sehr kotzt mich die Transferzeit schon an. Natürlich gleicht es sich dann wieder aus wenn ich all die interessanten Orte dieser Welt besuchen kann. (First World Problem I guess)

    Aber was viel schlimmer ist – seit ich nach Amsterdam gezogen bin lebe ich in 2 Welten. Zwischen meinem zu Hause in Österreich und den Niederlanden.
    Meine Familie ist ständig enttäuscht weil ich nicht oft genug da bin, meine Freunde sehe ich auch nur alle paar Monate. Das ist sogar noch schwieriger geworden, da meine engsten Freunde mittlerweile selbst ausgewandert sind. 5 Mädels über ganz Europa verstreut.

    Wir hören uns dadurch auch immer weniger.
    Ich bin genau wie du ganz furchtbar mit telefonieren und Kontakt halten, obwohl ich sie natürlich ständig vermisse.
    Seit das bloggen dazu kam, bin ich natürlich noch mehr in meiner Zeit mit dem Aufbau und der Bekanntheit beschäftigt sowie meine Sozialen Netzwerke zu pflegen etc. Das wäre natürlich zusätzliche Zeit, die ich in meine Freunde und Familien investieren könnte. Aber du kennst das Problemchen ja noch besser als ich!

    Der Nachteil dabei ist, dass man natürlich zwar neue Leute kennen lernt, aber es eine lange Zeit dauert bis man eine wahre Freundschaft aufbaut (in einem neuen Land). Daher weiß ich gut was du meinst. Die Vertrautheit ist nicht die selbe. Mittlerweile wird es schon besser, dieses blinde Verstehen ist es trotzdem noch nicht.

    Und als Krönung ist dann auch noch passiert, was mein schlimmster Albtraum war: nicht da zu sein wenn etwas Negatives passiert. So habe ich zum Beispiel meine Oma wochenlang nicht mehr gesehen und gehört (ca. 2,5 Monate) und dann ist sie ganz unerwartet über Nacht gestorben. Und ich war nicht da um mich rechtzeitig zu verabschieden, da mein Job keine spontane Abreise erlaubt hat.

    Trotzdem denke ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, als ich umgezogen bin. Denn wenn nicht jetzt, wann dann?!
    Man kann leider nicht immer das Leben leben, das andere gerne von einem hätten oder erwarten.

    Ich finde toll was du machst!!

    • Christine

      Meine Oma ist auch genau in dem Monat gestorben, in dem ich in New York war und meinen Blog gestartet habe. Deswegen habe ich auch schnell angefangen persönlich zu schreiben, weil mich das damals total belastet hat und ich niemanden hatte, der mich trösten konnte.

      • Das tut mir leid zu hören! Schlimm wenn so etwas passiert, aber schön, dass du deinen Weg gefunden hast, damit umzugehen!

  12. Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Ich lebe ja in Ansätzen ein ähnliches Leben wie du, aber ganz so wie du könnte ich es nicht Leben. Ich brauche mein Zuhause, gewisse Routinen (wenn auch nicht zu viel) und eine ausgewogene Mischung aus Alltag und Abenteuer. Das ist bei mir perfekt. Und deshalb bin ich persönlich auch kein Stück neidisch, weil ich auch denke, dass jeder es sich selbst aussuchen kann, wenn man nur hart genug arbeitet. Wenn ich Sprüche höre wie „Du hast ein Leben!“ oder ähnliches, denke ich immer: „Ja, dafür bin ich dankbar, aber ich hab mir das selbst erarbeitet und auch dieses Leben hat Schattenseiten, wie jedes andere auch. Und du hast jederzeit die Möglichkeit, dieses Leben auch zu leben.“ Basta. Dafür musste ich 3 Jahre lang auf sehr vieles verzichten, was sich andere leisten konnten. Das ist ein Preis, den mit Sicherheit nicht jeder zu zahlen bereit wäre.

    PS: Ich hab dich vor ein paar Wochen in der U-Bahn gesehen, aber hab mich nicht getraut, dich anzusprechen bzw. ich hätte nicht so recht gewusst, was ich sagen soll. :D

    • Christine

      Och, ich hätte mich gefreut! Einfach „Hallo, ich lese deinen Blog“ und dann hätte ich dich ausgefragt, was dir besonders gut gefällt, was du weniger und mehr magst und was du so machst ;)

  13. Christine, du nimmst mir die Worte aus dem Mund und bringst es so treffend auf den Punkt. Ständig hört man „ich will auch so viel Urlaub wie du“ oder „was sind denn so die Schattenseiten deines Berufs“ aber meiner Antwort darauf will keiner so richtig zuhören, oder sie werden aus Interviews rausgeschnitten. Es sei Jammern auf hohem Niveau. First World Problems. Uswusf. Ich glaube die wenigsten möchte hören, dass man auch für „Traumberufe“ Einbußen machen muss, wie in vielen anderen Jobs. Sie wollen gerne weiterträumen und meistens lasse ich sie, denn ich will ja ohnehin gar nicht meckern. Ich wollte bloß etwas richtig stellen… ;)

    • Christine

      Ja, ich komme mir auch immer schlecht vor, wenn ich die Nachteile aufzähle, aber die gibt es nun mal. Umsonst ist der Tod und der kostet das Leben ;)

  14. Richtig gut geschrieben! Ich finde es unfassbar, dass es Leute gibt(erwachsene), die ich tatsächlich denken, man würde umsonst Urlaub machen. Von nichts, kommt nichts :-)
    Lg Sylvia

  15. Liebe Christine,
    danke für Deine ehrlichen Worte und auch Dein Einblick für die Menschen, die unsere „Jobs“ entweder nicht verstehen, nicht verstehen wollen oder denen es schwerfällt. Ich kann auch nie fassen, was ich nun mache. Vor ein paar Minuten habe ich versucht es dem netten Mann von der Krankenkasse zu erklären: Designern, Reisebloggerin, Sportlerin, äh und noch dies und das. Alles in einem. Ja, aber die Impfungen können sie dann doch nicht zahlen… Jo!
    Nur eins von vielen Beispielen, wie Mutti, die sich wundert, dass meine Blogfotos bei Google Bilder gefunden werden. Schwierig Mutti Google zu erklären, aber möglich. Genauso wie die Menschen, die sich Freunde nennen und Dir sehr gerne, wenn Du ihnen etwas aufregendes erzählen möchtest, mit der Antwort begegnen: Kenn ich doch schon von Deinem Blog! Ja, ich bin mein Blog, aber mein Blog ist nicht ich. Ich habe auch noch mehr zu erzählen und ich bin mehr. Das ist ein Punkt, der mir auch immer wieder sehr wichtig ist. Wir geben viel preis, aber es gibt doch auch noch immer die Person dahinter, die ein wenig privater ist.
    Nichtsdestotrotz: Danke fürs Aufrütteln und den Versuch zu Erklären und Aufzuzeigen. Denn es ist nicht alles Gold, was Bloggerreise schreit.
    Und doch macht es unglaublich viel Spaß!

    • Christine

      Ja, das mit dem „Habe ich doch schon auf dem Blog gelesen“ kenne ich zu gut. Nicht mal mehr mein Freund fragt mich, wie eine Reise war… :(

  16. So ein toller Beitrag….danke Christine!

    • Christine

      Bitteschön!

  17. Du hast es auf den Punkt gebracht.
    Wie oft ich im Jahr sagen muss „Da bin ich nicht da“ oder „Da kann ich nicht“ ist manchmal nicht so schön. Ich verpassen Hochzeiten, Geburtstage und vieles mehr – aber so ist mein Leben eben. Und den engen Freundeskreis hier „zu Hause“, der bleibt immer bestehen.

    LG
    Mel

    • Christine

      Ja, das stimmt!

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