Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image

Lilies Diary | 22. August 2017

Scroll to top

Top

4 Kommentare

7 Tipps für einen Aufenthalt im wunderschönen Kyoto

Julia Brauer

Während meiner zweiwöchigen Reise durch Japan habe ich viel gesehen und erlebt, jedoch hat mich keine Stadt so nachhaltig beeindruckt wie Kyoto. Mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern (in etwa so viele wie in München) und der Lage am Fluss Kamo mit der Nähe zu den Bergen, versprüht die Stadt ein gemütliches Flair, das in Japan seinesgleichen sucht. Kyoto hat den perfekten Mix aus Großstadt und Natur, Tradition und Moderne, gewürzt mit gutem Essen, Kunst und Erholung. Hier kann man trotz urbanem Trubel die Seele baumeln lassen und auch während intensiven Sightseeing-Touren die Energiereserven wieder aufladen. Kein Wunder also, dass ich hier am längsten, also ganze 4 Tage, geblieben bin und so für euch 7 Tipps für einen tollen Aufenthalt in Kyoto sammeln konnte.

tipps_für_kyoto_tempel_am_see

1. Tipps für Kyoto – JAM Hostel und Sake Bar

Lecker, lecker Reiswein, was habe ich nur all die Jahre ohne dich gemacht? Zuerst war ich ein wenig skeptisch gegenüber Sake, aber als ich hörte, dass ich die Gelegenheit hab, drei der besten Sorten auszuprobieren, wollte ich es natürlich wissen. Im Jam Hostel befindet sich im Erdgeschoss eine Sake Bar mit den leckersten Sorten und der besten Beratung. Die Hotelchefin selbst wählt hier nach bestem Wissen und Gewissen den Sake für die Verkostung aus und kann nebenbei zahlreiche Hintergrundinfos liefern. Das ist nicht nur interessant, sondern auch praktisch, da man wenn der Sake mal wieder besonders gut schmeckt, direkt hier im Hostel übernachten kann.

tipps_für_kyoto_sake_auswahlDie drei besten Sorten Sake

tipps_für_kyoto_sake_gläser Sake zum probieren, na dann Kanpai!

tipps_für_kyoto_sake_bar

2. Tipps für Kyoto – Restaurant Yoshi

Ich hatte in meinem Leben schon viel gutes Essen, aber Leute, ich muss euch sagen: In Kyoto könnt ihr den besten Fisch eures Lebens essen! Versteckt hinter einem kleinen Geschäft im Nishiki Market, befindet sich das Restaurant Yoshi. Beim Betreten des Restaurants werden ganz traditionell japanisch die Schuhe ausgezogen, um dann in ein Geschmackserlebnis der ganz besonderen Art einzutauchen. Aber nicht nur der Fisch schmeckt hier hervorragend, sondern auch sämtliche Pflanzen, die frisch aus dem Meer auf den Teller kommen. Mein Tipp: Einfach die kleinen Portionen teilen und von allem etwas probieren.

tipps_für_kyoto_essenAuf den gemischten Tellern ist für jeden was dabei

tipps_für_kyoto_essen_auswahl

3. Tipps für Kyoto – Fahrrad mieten Rent a Cycle Emusica

Kyoto lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden und bei Rent a Cycle Emusica lassen sich am besten Fahrräder mieten. Für nur 500 Yen (3,70 Euro) am Tag, kann man so gemütlich am Fluss entlang radeln, die Tempel und Sehenswürdigkeiten am Philosophenweg erkunden oder einfach in den Tag hinein radeln. Und für mich gibt es im Urlaub einfach nichts schöneres als mit dem Fahrrad die Gegend zu erforschen. Erst dann fühle ich mich richtig angekommen, erst dann habe ich das Gefühl die Stadt wirklich erleben und spüren zu können. Und das Beste dabei ist, dass Kyoto mit zu den fahrradfreundlichsten Städten gehört, die ich je besucht hab.

tipps_für_kyoto_räderUnsere zwei heißen Eisen

tipps_für_kyoto_julia_fahrradGebt mir ein Fahrrad und ich bin glücklich

tipps_für_kyoto_aussichtAusblick vom Philosophenweg über die Stadt

tipps_für_kyoto_rent_a_cycle

4. Tipps für Kyoto – Cafés an der Uferpromenade

Für Fahrradfahrer und Spaziergänger sind die Cafés am Ufer des Kamo tagsüber der perfekte Ort, um eine kleine Pause einzulegen und die Energiereserven wieder vollzutanken. Gemütliche Terrassen ragen auf Stelzen in die Promenade hinein und bieten so eine gute Kombination aus Sonne tanken und Kaffee schlürfen. Am Abend haben mir die Cafés und Bars jedoch fast noch besser gefallen als am Tag, denn dann bieten Lichterketten entlang des Flusses ein ganz fantastisches Fotomotiv. Für alle die weniger romantisch sind, ist hier auch ein beliebter Anlaufpunkt für jene die in Kyoto WLAN suchen, denn das ist wirklich nicht so leicht zu finden.

tipps_für_kyoto_panoramaUferpromenade am Kamo Fluss

tipps_für_kyoto_panorama_bei_nachtDie Cafes und Restaurants bei Nacht

tipps_für_kyoto_sonne_am_fluss

5. Tipps für Kyoto – Nishiki Market

Den Nishiki Food Market habe ich bereits kurz erwähnt, weil sich hier das Restaurant Yoshi befindet. Das ist allerdings längst noch nicht alles was der Markt kulinarisch zu bieten hat. Wer Kyoto nicht nur erleben, sondern auch erschmecken will, der ist hier bestens aufgehoben. Spezialitäten, Kuriositäten und ganz viele Probierhäppchen lassen einen Tag hier wie im Flug vergehen. Also am besten kommt ihr mit viel Zeit und leerem Magen. Da der Markt größtenteils überdacht ist, ist dies natürlich in jedem Fall die beste Schlechtwetterlösung. Auf die Stäbchen! Fertig! Los!

tipps_für_kyoto_nishiki_marketDer Nishiki Food Market bei Nacht, morgen gibts wieder frischen Fisch

tipps_für_kyoto_lichter

6. Tipps für Kyoto – Tempel und Schreine

Am Ende meines Kyoto Aufenthaltes hatte ich schon fast eine Tempel-Überdosis. Aber auch nur fast, denn bei genauerem Betrachten hat doch jeder Tempel seine Besonderheiten, die es zu entdecken lohnt. Mit dem Fahrrad kann man gut die Tempel entlang des Philosophenwegs erkunden und sich vor allem auf die Sehenswürdigkeiten im Osten und Norden der Stadt konzentrieren. Für den Fushimi-Inari Schrein empfehle ich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da das Besichtigen der tausenden roten Torii bereits mit einer anstrengenden Tour bergauf und bergab verbunden ist. Allerdings werden die Tapferen auch schon zwischendurch, auf dem Weg nach oben mit tollen Aussichten über die Stadt belohnt.

tipps_für_kyoto_roter_tempelEingang zum Fushimi-Inari Schrein

tipps_für_kyoto_rote_wandKleine Glücksbringer Torii

tipps_für_kyoto_roter_GangUnter unzähligen Toren kann man wandeln, bis man diese Aussicht erreicht

tipps_für_kyoto_trübe_aussicht

7. Tipps für Kyoto – Ausflug nach Nara

Zu jedem Urlaub in Kyoto gehört ein Ausflug nach Nara untrennbar dazu und mit dem JR Pass ist die Anreise sogar kostenlos. Viele der Tempel und Schreine in und um Nara gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe, ein Tempel hat mich jedoch besonders beeindruckt. Der Todai-ji Tempel aus dem Jahr 745 ist heute das größte rein aus Holz gebaute Gebäude der Welt und beherbergt die größte buddhistische Bronzestatue des Landes. Wer jetzt allerdings schon die Nase voll hat von Kultur und Tempeln, der kann den Nachmittag auch einfach im Nara-Park mit den Sikahirschen verbringen. Aber Vorsicht: Habt ihr einmal angefangen sie zu füttern, werdet ihr eure neuen Freunde nicht mehr so schnell los.

tipps_für_kyoto_rehe_schulkinderIch kann mich nicht entscheiden, was ich auf diesem Bild am niedlichsten finde

tipps für kyotoEin beeindruckender Anblick: der Todai-ji Tempel

tipps für kyotoDie größte buddhistische Bronzestatue des Landes

tipps für kyotoSo macht man sich Freunde fürs Leben

IMG_2977 kyotoIst es nicht niedlich?

kyoto

Abschließend möchte ich euch noch einen weiteren und wohl den entscheidensten Tipp für einen gelungenen Aufenthalt in Kyoto geben! Nehmt euch genug Zeit für die Stadt und erkundet auch die Umgebung. Es lohnt sich ein paar Tage mehr einzuplanen und in die spannende Stadt und ihre Kultur und Natur einzutauchen. Falls ihr noch weitere Tipps habt, schreibt sie doch gerne in den Kommentaren.

Kommentare

  1. Kyoto ist sicher toll und ein beliebtes Ziel für Touristen aus aller Welt.
    Aber Japan hat noch viel mehr zu bieten und oft höre ich, dass Leute nach ein paar Tagen in Kyoto die Schnau** voll haben, weil es einfach zu viele Tempel und Schreine gibt. Das wird auf Dauer auch langweilig.
    Daher macht es Sinn, Tagesausflüge in die Umgebung zu machen. Gibt wirklich extrem viel zu sehen und zu erleben: Osaka, Kobe, Himeji, Amanohashidate, Hikone, …

    Übrigens geht in ein paar Tagen eines der ältesten und berühmtesten Feste in Kyoto wieder los: Gion Matsuri
    Es läuft den ganzen Juli über, aber das Highlight ist die Parade am 17. Juli! :)

    • Julia Brauer

      Das stimmt, es gibt einfach noch viel zu viel zu sehen in Japan. Ich muss wohl nochmal hin ;)

  2. Sina

    Tipps für Japan und seine tollen Reiseziele hab ich leider nicht, noch nicht….. Aber … Nach all dem hier geschriebenen, kann ich sicher in der nächsten Zeit auch ein paar Ideen beitragen. Ich bin neugierig darauf diese Stadt kennenzulernen. Vielen Dank für die Eindrücke und das damit vermittelte Fernweh.

Kommentar abgeben