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Lilies Diary | 21. Juli 2017

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48 Kommentare

Influencer – Schreibst du auch noch Texte, für die du nicht bezahlt wirst?

Christine

Die letzten zwei Wochen waren wirklich interessant für mich. Erst war ich auf der größten Reisemesse der Welt, der ITB und dann auf der Allfacebook Marketing Conference und der All Influencer Marketing Conference. Wie der Name der letzten Konferenz schon verrät, hat sich viel um das Thema Influencer gedreht, sprich Menschen, mit viel Reichweite. Erst einmal kurz meine Meinung zu dem Begriff Influencer – ich mag ihn nicht. Er sagt eigentlich überhaupt nichts darüber aus, was jemand kann, sondern beschränkt ihn auf eine Zahl. Nämlich die Zahl der Menschen, die er erreicht. Ich erlebe es immer wieder, dass sich Leute vorstellen à la „Ich bin Fotograf und Infuencer.“ „Ich bin Filmemacher und Influencer“. Warum reicht es nicht zu sagen, man ist Fotograph und die Bilder kommen ganz gut bei Instagram an, so dass man da eine große Reichweite von 500.000 Followern hat? Warum muss man immer dieses F*** Wort benutzen? Ach, ich mag es einfach nicht, aber das ist ein anderes Thema. Ich möchte eigentlich viel lieber davon erzählen, wie sich meine Welt als Blogger gerade ändert und dieses ganze digitale Leben. Und by the way, wusstet ihr, dass Martin Luther der erste Influencer in Deutschland war?

Wo ist die Leidenschaft geblieben?

Ich habe meinen Blog vor 10 Jahren gegründet. Es war, nein, es ist immer noch Liebe und Leidenschaft. Ich schreibe Texte, weil ich Menschen begeistern möchte. Ich schreibe Texte, weil ich Tipps geben und jemanden den schönsten Urlaub aller Zeiten bescheren möchte. Ich schreibe, weil ich es liebe und weil es zu mir gehört. Ich nenne es gerne „therapheutisches Schreiben“. Ich muss mir all die Gedanken von der Seele schreiben. Auf der All Influencer Marketing Conference habe ich eine erschreckende Frage bekommen: „Schreibst du auch noch Texte, für die du nicht bezahlt wirst?“ Ich finde diese Frage krass, weil ich selber sehe, wie andere Blogs zur Dauerwerbesendung werden. Jeder Post ist Werbung. Das, was den Blog mal ausgemacht hat, ist verschwunden, weil man nur noch damit beschäftigt ist die ganzen Werbeanfragen abzuarbeiten und für eigene Kreativität keine Zeit mehr ist oder besser gesagt sich keine Zeit mehr genommen wird, weil ja der Rubel eh läuft. Die Frage ist also irgendwie berechtig und ich finde es krass, dass es so weit gekommen ist. Das so viele nur noch die Dollarzeichen in den Augen sehen und nicht mehr an die Menschen denken, denen sie den Erfolg verdanken – ihren Lesern und für die Content machen. Ich habe eine goldene Regel. Auf ein Advertorial kommen sechs freie Texte von mir und auch von Gastautoren. Zur Information, zur Unterhalten, zum Lesen und Genießen. Aber natürlich mache ich auch Werbung und ich habe im Text „Ja, ich mach Werbung und finde es gut!“ auch schon einmal erklärt, warum ich das gerne mache. Ich habe anlässlich der ITB einen Vortrag gehalten wie ich Geld verdiene und auch was ich für Ausgaben habe. Ich habe für diesen Vortrag zum ersten Mal wirklich ausgerechnet, was ich im Monat für Fixkosten durch den Blog habe und es sind um die 3.000 Euro. Da ist mir selbst die Kinnlade runtergefallen…

Geil, geiler am geilsten

Jeder von uns hat ja gewisse Werte. Einer meiner Werte, die mir besonders wichtig sind, ist Gerechtigkeit. Das ist ziemlich blöd, wenn man darauf viel Wert legt, denn es gibt unendlich viele Situationen in denen man sich am liebsten schreiend auf den Boden legen will, weil man nicht fassen kann, was da gerade passiert. Ich finde es immer wieder unbegreiflich wie sich andere anpreisen und vermarkten können. Da kommt kein Satz aus dem Mund raus, in dem es nicht von Superlativen hagelt. Vielleicht mal ein kleines Beispiel. Da stellt sich mir jemand vor, erzählt was er so macht und das er 1 Millionen Facebook Fans hat. Wow, das finde ich im ersten Moment schon beeindruckend, weil ich noch nie von der Seite gehört habe und man nicht einfach von heute auf morgen 1 Millionen Facebookfans bekommt. Dann schaue ich mir mal die Seite an und die Posts haben durchschnittlich 200 Likes. Da frage ich mich – ist es dir nicht peinlich so zu prahlen, wenn nichts dahinter steht? Also ich will euch nicht zu nahe treten, liebe Männer, aber in solchen Selbstverherrlichungen seid ihr echt spitze. Ich finde man kann auch einfach stolz auf eine wunderschöne Blumenwiese sein und muss darauf keine Luftschlösser bauen.

Wann ist ein Influencer ein Influencer?

Ein weiterer Grund, warum ich diesen Begriff nicht mag ist, weil er eigentlich gar nichts aussagt. Wann kann sich ein Influencer Influencer nennen? Ich habe da keine Antwort darauf. Finde es aber auch wirklich interessant, dass mir jemand erzählt er sei eigentlich Fotograph, ist dann aber selbst zum Influencer geworden mit 6.000 Abonnenten auf YouTube. So viel habe ich auch auf YouTube aber im Vergleich zu so vielen, die so viel mehr haben, würde ich mich in dem Bereich nicht als Influencer ansehen. Aber zum Glück ist ja das Trendwort des Jahres Micro-Influencer und wenn ihr irgendwo auf irgendeiner Social Media Plattform über 1000 Fans habt, dürft ihr euch also auch Influencer nennen. Herzlichen Glückwunsch.

Die blödeste Erfindung alles Zeiten!

Ich schaue dem ganzen eigentlich ganz gelassen entgegen. Über Instagrammer, die sich ihre Follower und Reichweite einfach gekauft haben, rege ich mich eigentlich nicht mehr auf. Sie werden es irgendwann bereuen und vor Scham im Boden versinken. Was ich nämlich auch auf der All Influencer Conference gelernt habe – es wird immer mehr Tools geben die Fake-Followers und Fake-Likes und somit auch Fake-Instagrammer identifizieren. Auch das Thema Schleichwerbung wird dank Tools immer mehr und mehr aufgedeckt.

Was mich aber wirklich immer wieder und wieder aufregt ist das rühmen von Influencern mit Nominierungen und Preisen. Wenn eine Fluglinie, eine Agentur oder irgendein Werbetreibender einen Award vergibt, dann meine Meinung nach nur aus dem Grund, weil er will, dass der Blogger das an die große Glocke hängt, den Award-Vergeber schön promotet, im besten Fall verlinkt und alle sind happy. Der Influencer ist der Beste und die Seite hat Publicity. Ich frage mich, wann das auch irgendwann der Letzte checken wird, dass es einfach der größte gegenseitige Selbstbetrug ist. Ausgenommen sind Grimme Awards und Webvideo Preise oder sonstige offizielle Verleihungen. Gegen den Oscar habe ich auch nichts.

Wann ist der Content wieder King?

Es soll angeblich wieder in die Richtung gehen mehr Wert auf den Content und seine Qualität zu legen. Angeblich. Momentan kann ich das noch nicht so glauben, weil eher folgende Verhaltensweisen einen guten Influencer ausmachen:

  1. Benutze möglich oft in jedem Satz in dem du dich vorstellst Superlative und in der Endlosschleife das Wort erfolgreich. Gerne in der Variation: unglaublich erfolgreich, krass erfolgreich, mega erfolgreich und wenn du eigentlich sonst bescheiden bist reicht auch ein „sehr erfolgreich“.
  2. Versuche von irgendeiner Airline, Buchungsplattform, Agentur oder sonstiges einen Award zu gewinnen und rühme dich damit, das du 1. ERFOLGREICH und DER/DIE DAS BESTE bist.
  3. Kaufe dir ein paar Follower. Man kann nie genug haben.

Hört sich jetzt krass an, aber es ist mehr Wahrheit an diesen drei Punkten, als man glauben möchte. Einen weiteren Satz, der mich echt schockiert hat auf der ITB aber wohl auch gang und gebe ist, seitdem sich immer mehr Tourismuskunden auf Instagrammer und Lifestyleblogs stürzen: „Es würde uns nicht reichen, wenn du nur ein Outfitpost vor einer Sehenswürdigkeit machst.

Influencer

Oh krass, den Hinweis habe ich noch nie bekommen. Würde auch nicht passieren, weil ich meistens keine High Heels, Miniröcke, Pelzjacken und schöne Hütchen auf dem Kopf habe, die auf einem Bild vor dem Eifelturm was hermachen würden. Pelz macht generell nie was her und ich muss mich echt immer beherrschen nicht zum Hater zu werden, wenn mir so eine Jacke auf Instagram über den Weg läuft. Ich lauf meist mit bequemen Wanderschuhen durch die Gegend um möglich viele Orte zu finden und als Tipp weiter zu geben. Ich denke mir, davon hat der Leser vielleicht mehr als von einem Foto von mir in Highheels vor dem Eifelturm. Aber vielleicht irre ich mich auch? Ihr könnt dazu eure Meinung gerne in den Kommentaren hinterlassen.
So, das war es. Ich äußere mich eigentlich selten dazu, was beruflich so passiert, weil ich denke jeder sollte seinen Weg gehen und entscheiden ob das der richtig ist. Doch wie gesagt, mein Blog ist mein therapeutisches Schreiben und ich musste das einfach mal loswerden.
Außerdem wurde ich für diesen Post NICHT bezahlt.

Kommentare

  1. Ich musste beim Lesen deines Posts zum Ende hin wirklich lachen, weil ich mir so etwas ähnliches gedacht habe, als ich einmal auf einer Gruppenbloggerreise gewesen bin.

    Im Rahmen der Reise gab es einen Fotowettbewerb (der eigentlich eher just-for-fun war, weil am ende jeder Teilnehmer ein kleines Präsent bekam). Auf jeden Fall mündete der Fotowettbewerb in einem Voting auf der Facebookseite des Tourismusbetreibers.

    Damals hat eine italienische Bloggerin ein „random“ Outfitfoto mitten im Wald zum Voting eingereicht. Unser Foto ist ein Panorama einer Insel gewesen, was wohl ganz gut angekommen ist, weil die Votes stetig stiegen. Am letzten Tag hat das Foto der Italienerin plötzlich auf einem Schlag 300 Votes dazu bekommen (als wir uns die User angeguckt haben, ist es offensichtlich gewesen, dass die Fakes waren, weil unter den 300 Votes nur 3 verschiedene Nachnamen existierten und keiner der Profile Fotos oder sonstwas hatten… fakes halt)….

    Das fand ich so lächerlich einfach, gerade beim Thema Reisen & Fotografie interessiert doch eigentlich das Land, der Content, Fantasie und nicht die bescheuert-unkreative Selbstdarstellung ….

    Und gerade da fand ich es dann richtig peinlich und habe mixh gefragt wie man so „geil“ aufs Gewinnen sein kann, dass man seine eigene Glaubwürdigkeit und Integrität so offensichtlich untergräbt…

  2. Herrlich erfrischend dieser Artikel! Ich finde bei dir merkt man gut, dass du authentisch geblieben bist und das auch weiterhin willst! Gar nicht so einfach in dieser Scheinwelt!

    • Christine

      Das stimmt. Ist echt nicht einfach.

  3. Eric Bahr

    Ich lese nicht alles, aber wenn mich was interessiert, bin von deiner authentisch Art begeistert. Mach weiter so und bleibt Dir treu.
    Seit dem 90Nächte/90Betten-Projekt ein treuer Leser.

    • Christine

      Danke und was soll ich sagen, eine lange, lange Zeit. Danke für die Treue ;)

  4. Ist schon irgendwie schade, dass es Leute gibt die überhaupt noch so eine Frage stellen. Den Bereich der Blogger gibt es seit vielen Jahren, genau wie Youtuber und Instagram (7 Jahre) und trotzdem muss man immernoch erklären was man macht. Ich Frage mich auch, was aus den qualifizierten Marketing Fachleuten geworden ist (ich möchte hier keinem etwas unterstellen, nur wenn ich mir meine Anfragen anschaue, die ich erhalte, fehlen mir die Worte. Alle sind auf die Zahlen fixiert, aber die Arbeit dahinter tritt zu oft in den Hintergrund. Qualität hat seinen Preis, anderfalls kaufe ich mir Highheels und ein Hütchen und dazu ein paar follower und Reise auf Kosten anderer um die Welt zum Spass!! Ich mache Fotos und zeige sie der ganzen welt (das ist mein Beruf )

    • Christine

      Darfst hier auch gerne auf deine Artikel verweisen. Auch seeeeehhhhr lesenswert!!!!

    • Andre

      Zahlen machen Dinge messbar. Es ist schwer eine kpi „Content Qualität“ zu bauen da Qualität meist ein subjektives Empfinden ist. Daher behilft man sich mit anderen kpis wie Reichweite, likes, follower, und andre verhaltenskennzahlen. Und jetzt zu deinem „qualifizierte Marketingleute“, ein Marketer muss sich für seine Marketingausgabe rechtfertigen und sein Budget effizient einsetzen, heißt den größtmöglichen ROI erwirtschaften. Wenn euch das nicht passt dann bleibt beim Hobby, und heult nicht über eine normale Marktwirtschaft. Wenn ihr Geld für eure Schreibe wollt, dann versucht mal den Wert eurer Arbeit zu beziffern, ohne obige Kennzahlen zu benutzen..

      • Christine

        Wie willst du den den ROI messen, wenn dein Follower 40K hat aber davon 20K eingekauft habt? Mit welchen Toll arbeitest du denn? Ist es wichtiger 10 K zu erreichen als breite Masse oder lieber 2K die genau deine Zielgruppe sind? Ich finde es wird zu viel in einen Topf geschmissen zu wenig beobachtet und analysiert auf einer anderen Ebene als Zahlen. Weil immer alles ganz, ganz schnell gehen muss und keiner mehr Zeit hat.

  5. Danke! Das kann man nicht oft genug sagen und schreiben.
    Leidenschaft ist das Zauberwort! <3

  6. Juliane Fischer

    Toller Artikel. Ich lese dergleichen immer mehr. Auch unter den Fashion-Blogs gibt es immer mehr Unruhe, weil Fake-Fans auf Instagram mehr zählen als ein jahrelang gesund gewachsener Blog mit treuen Lesern und gutem Content. Den Instagram-Beitrag von Sylvia hab ich auch gelesen und finde ihn klasse! Sollte jeder Social Media Marketing-Verantwortliche gelesen haben.

  7. Chris

    Sorry, ich bin kein Blogger und mich hat dieses Jahr auch die Influenca verschont. Ihren Artikel (aber das ist sicher nicht der korrekte Terminus technicus) fand ich spannend, er hat mir sehr gefallen und er hat mich Spaß gemacht, ihn zu lesen.
    Inhaltlich: wenn ich ein Blog lese, dann, weil es mich thematisch interessiert und/oder weil ich dem Verfasser/der Verfasserin vertraue und hoffe, etwas zu lernern – nicht aber, weil dieser Mensch ein „influencer“ ist. Alleine bei diesem Begriff rollen sich mir die Fußnägel auf 😀

  8. Diese Diskussionen (wir haben hir ja gleich mehrere Themen) haben wir ja alle in den vergangenen Tagen auf diversen Kanälen geführt.

    Zum Thema Werbung: es gibt in Deutschland geltendes Medienrecht und daran müssen sich alle halten. Denn Werbung ist Werbung. Dafür haben wir ja 2012 den Reiseblogger Kodex ins Leben gerufen. Bist du da denn nicht auch dabei? Ich bin mir nicht sicher – den Batch zum Kodex (der ja auch dem Leser zeigt, dass man sich an die ethischen Grundlagen hält) habe ich bei dir gar nicht gefunden!

    Denn Kodex haben wir ja ganz klar die ethischen Fragen geklärt – und als Publizist eines Blogs sollte man sich ja zudem mit geltendem Recht auskennen.

    Nun ja – ich habe nicht mal Sponsored Posts oder Affiliate Links auf meinem Blog, ja so etwas gibt es auch!

    Aber mit großer Sorge lese ich, dass du sage und schreibe 3.000 Euro im Monat an Fixkosten für deinen Blog kalkulierst? Bist du dir da sicher? Das wäre der teuerste Blog, von dem ich je gehört habe. Wie setzen sich denn so hohe Blog-Fixkosten zusammen bei dir?

    Liebe Grüße,
    GIGI

    • Christine

      Auf das Thema Werbung wollte ich gar nicht so doll eingehen. Das ist noch mal ein anderes Fass. Ich bin nicht beim Reiseblogger Kodex. Ich denke ich kann auch ohne die Zusammengehörigkeit an einer Gruppe meine Werte verfolgen.
      Ist ein Post nicht auch schon sponsored wenn man für eine Reise bezahlt wird?
      Zum Geld, ja da bin ich mir leider sicher. Ich habe zwei freie Mitarbeiterinnen, die den Blog mit am Leben halten und beide circa 20 Stunden die Woche arbeiten. Jeder Gastautor bekommt ein Honorar, ich habe Canva Business, Lightroom, Fotoshop, eine Handyrechnung, einen Programmierer der sich monatlich um alles kümmert, Equipment vom Laptop über Drohne im Wert von 12.000 auf 3 Jahre zum „Abbezahlen“ untergerechnet auch noch mal 350 Euro im Monat, Dropbox Speicherplatz und und und

  9. Chris

    Oh Gott, jede Menge Typos. Bitte löschen!

    • Christine

      Ich stehe auch zu meinen Typo Fehlern!

  10. Christiane

    Als Verantwortliche für Luxury Travel Blogger Relations der von uns betreuten Luxushotels kann ich nur sagen: Danke! Aus der Seele gesprochen …

  11. Danke für deinen Blogbeitrag!!!! Ich finde es schrecklich, dass ein Blog nur dann als erfolgreich gilt, wenn er x-Reichweite hat und gegen Bezahlung läuft. Und es gibt zu viele gut bezahlte Blogs in unterirdischer Qualität. Daran sollten wir uns nicht messen.

  12. Ach Christine,

    für diesen Beitrag liebe ich dich ein Stückchen mehr. Wir müssen mal Kaffee trinken gehen und uns mal über den Begriff aufregen, ich hab da auch noch so ein paar Storys XDDD

    • Christine

      GEEEERRRNNNEEEEE!!!!!

  13. Ich applaudiere von hier zu deinem Beitrag und hoffe, dass ihn die, die sich aus Spaß an der Freude Influencer nennen, ihn lesen und sich dann in die Ecke stellen und schämen, statt weiter den Angeber zu spielen :)

  14. Genau meine Gedanken. Und was das Prahlen angeht, da sind die Männer in der Mehrheit… jedenfalls mein Eindruck.

  15. Das hast du gut zusammen gefasst und ich verstehe absolut, was du mit therapeutischem Schreiben meinst.
    Deine Regel mag ich. Danke fürs Mitteilen.

    • Christine

      Gerne. Vielen Dank fürs Lesen und kommentieren :)

  16. Liebe Christine, danke sehr für deinen Beitrag. Ich habe ihn ein paar Mal gelesen, weil er mich ziemlich beeindruckt hat. Ich habe selbst einen, nennen wir es mal Micro-Blog und schreibe meine Texte einfach immer so, wie sie mir in den Sinn kommen und was ich eben gerade als wichtig empfinde. Es gibt eine gute handvoll Blogs die ich aufrichtig liebe und deiner gehört mit Sicherheit dazu. Wegen Artikel wie diesen und gerade weil du so aufrichtig und ehrlich schreibst.. Für Kooperationen finde ich es auch wichtig, dass man 100 Prozent dahinter steht und ein gutes Gefühl hat. Sonst funktioniert es eben nicht. Ich glaube wenn man wegen des Gelde, Followerzahlen oder sonst was bloggt, ist’s eh schwierig. Irgendwann schaut man nur auf das was etwas bringen kann und nicht mehr auf das was man eigentlich sagen will. Beides muss übereinstimmen. Tausend Grüße aus ganzem Herzen aus dem Isarwinkel!

    • Christine

      Das hast du wirklich schön gesagt! Man muss auf das schauen, was man sagen will und nicht das, was einem was bringt! Amen!

  17. DANKE Christine!!! Super, dass du dir manchmal deine Gedanken von der Seele schreibst! Solche Aufreger habe ich eigentlich nie auf meinem Blog (passt da irgendwie nicht rein…zur Zeit zumindest nicht), doch mir schwirren solche Gedanken auch ständig im Kopf rum. Wie Zahlen-Geil grad alles ist, besonders auf Instagram, und wie Fashion „Influencer“ von großen Tourismus-Agenturen auf Reisen geschickt werden, dann aber nur Outfitbilder vom Pool posten…aaarrrghhh, egal, ich glaub du weißt was ich mein :)

    Bis bald mal wieder!!! :*

  18. Hallo Christine

    ich bin hier über Mashas Artikel gelandet. Den Begriff „Influencer“ mag ich auch nicht, klingt irgendwei nach Krankheit. Und manchmal passt dieser Vergleich auch ein bisschen. Mein Papi, der in der Influencer-freien Werbung arbeitet, findet das Phenomen auch erschreckend. Er vergleicht diese Influencer immer mit Heuschrecken-Schwärmen, die alles abfressen und dann weiterziehen. Und das passt ziemlich gut, denn mich persönlich halten diese sogenannten Influencer auch eher von Dingen ab. Sie machen Resieziele für mich uninteressant, weil plötzlich alle das gleiche Bild posten oder auch bei bestimmetn Marken empfinde ich es Image zerstörend. Meine Mami streicht regelmäßig Labels von ihrer Einkaufsliste, weil sie sich an diesen Werbeträgern stösst.

    Ich selbst schreibe ja auch einen Blog seit ich in der Grundschule bin und beschäftige mich mit Büchern, Mode und allem was mich so als Teenager interessiert. Genau, wie du, schreibe ich halt gern, interessiere mich aber auch sehr für Mode, das unterscheidet uns wahrscheinlich. Auf jeden Fall steckt bei mir nicht der Gedanke des Geld verdienens dahinter, demzufolge ist meine Quote in Bezug auf bezahlten Inhalte unerheblich. Ich verstehe, dass es etwas anderes ist, wenn man davon leben will. Trotzdem glaube ich fest daran, dass es keine bezahlte Authentizität gibt. Vielleicht dann erst wieder, wenn der- oder diejenige so groß ist, dass er sich um seine Lebenshaltungskosten keine Gedanken mehr machen muss. Alles andere ist in meinen Augen immer etwas unehrlich.

    Oh, jetzt ist der Kommentar sehr lang geworden, aber es ist ja eben auch ein wichtiges Thema. Eine Frage hätte ich allerdings: Was macht man auf der All Influencer Marketing Conference, wenn man damit eigentlich nichts anfangen kann. Oder ist das eben auch die Notwendigkeit, die man hinnehmen muss, wenn man davon leben will?

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Charli

  19. Ncoh ein kleiner Nachtrag, brauchst du gar nicht veröffentlichen, aber vielleicht hast du Lust meine Gedanken zu diesem Thema mal zu lesen. Es geht da zwar eher um Inluencer in der Modewelt, aber vielleicht interessiert es dich ja trotzdem, was ein Teenager davon hält. ;)
    Hier ist der Link: https://frischgelesen.de/influencer-gameof-fashion/

    So, und jetzt ist Schluß, genug kommentiert. ;)
    LG Charli

  20. Als digital immigrant und Neo-Bloggerin, die gerade dabei ist, ihren Platz im www zu finden, spricht mir Dein Beitrag aus der Seele. Sicher, ich würde auch gern „berühmt“ werden und gleichzeitig weiß ich, dass die aktelle Art des Berühmt-werden-Könnens nicht die Meine ist. Ergo Dilemma 😊 PS: Eigentlich ist es traurig, dass die Beurteilung eines influencers eher auf quantitativem denn auf qualitativem Level passiert. (Was zwar dem Zeitgeist entspricht, aber…)

  21. Genau das habe ich auch schon so oft gedacht. Wahnsinnig viel heiße Luft und oft sehe ich dann Inhalte, unter die ich never ever meinen Namen setzen würde. Ich komme aus dem Journalismus und habe auch oft das Gefühl, mit meiner Haltung zu bezahlten Inhalten eine Exotin unter den (professionellen) Bloggern zu sein.
    Ich habe Deinen Vortrag auf der ITB leider verpasst und bin neugierig, mit welchen Posten dein Blog monatlich 3000€ Fixkosten verursacht.

    • Christine

      Hallo, habe ich hier schon in den Kommentaren geschrieben. Also als Antwort bei jemanden. Stöbe mal durch!

  22. Hey Christine,
    genau deswegen lese ich deinen Blog und schaue deine Videos unheimlich gerne. Du bist du! Naja, jedenfalls kommst du so rüber. Du lässt dich nicht verbiegen und machst dein Ding.
    Das ist in der Bloggerwelt leider eine Seltenheit geworden.
    Mach weiter so! Ich finde ja mal sollte die Anderen machen lassen, was sie wollen. Auch wenn man mit der Meinung recht alleine dasteht. Ich bin jetzt schon seit 9 Jahren in der Bloggerwelt unterwegs und „früher“ war es irgendwie alles lockerer.

    Ich mag das Wort „Influencer“ auch nicht. Genauso wie das Wort „Protagonist“, was man als Buchblogger benutzen soll, weil man das so macht. *hust* Ich finde die Wörter hören sich an wie Krankheiten… ;)

    Ich wünsche dir einen tollen Restsonntag! Und bleib so wie du bist!

    Ganz lieben Gruß
    Steffi

    • Christine

      vielen, vielen lieben Dank!

  23. Cooler Beitrag, schön gesagt. Ich folge einigen kleineren Blogs und muss immer feststellen, dass diese fast immer qualitativ sehr gute Inhalte liefern. Schade, dass solche Blogs nicht ernstgenommen werden. Ich war selbst mit meinem Blog, den ich mit viel Liebe pflege und auch viel Arbeit reinstevke, auf einer Bloggerreise und wurde da dann gefragt wie es so ist, Influencer zu sein. Dem Herrn hab ich natürlich eine höfliche Antwort gegeben, mir aber nur gedacht – Influencer? Ich bin Blogger und das mit einem eher kleinen Blog…
    Ich frage mich auch immer, wer sich das leisten kann,in eines der Luxushotels zu fahren, die so manche Blogger bewerben… Und Hotel hin und her alles schön und gut, aber wo bleibt die Natur, wo bleiben die Abenteuer, was kann man sich dort sonst so ansehen? Da ist dein Blog sehr interessant, man merkt, dass du alles wirklich erkundest und dich auch dafür interessierst.
    Zu den Bildern – ich muss sagen, dass ich auch auf Social Media lieber Accounts folge, wo man mal eine Person sieht, weil sonst könnte ich mir einen Reisekatalog auch ansehen. Man verbindet eben mehr damit.

    • Christine

      Wie heißt denn dein Blog?

  24. Nici

    Ich muss auch sagen, dass man bei dir merkt, dass du sehr darauf achtest authentisch zu bleiben und finde es toll, dass du in Wanderschuhen unterwegs bist, denn neue und tolle Orte zu entdecken und davon zu erzählen macht auch viel mehr spaß, als nur darüber reden zu können, wie lange man gebraucht hat um das richtige Outfit zu finden.
    Ich finde deinen Blog Echt super und wollte fragen, ob du das mit dem Geld verdienen und was der Blog dich kostet evtl auch hier einmal kurz in einem Beitrag anreisen könntest :)

    • Christine

      Hallo, Dankeschön! Oh da müsste ich mal einen eigenen Post zu machen. In den Kommentaren habe ich meine Koste hier schon mal aufgezählt

  25. Oh ja! Danke für den tollen Artikel Christine!
    Du machst es genau richtig :).
    Ganz liebe Grüße,
    Yvonne

  26. Sehr guter Artikel! Das Thema gekaufte Follower ist leider ein Riesenthema. Und solange auf Seiten der Kooperationspartner Reichweite vor Relevanz und Interaktion mit dem Leser steht, wird sich daran auch nichts ändern. Schöne Grüße von Sylt sendet Simone

  27. Wirklich guter Text. Congrats! Ich finde auch es kommt mehr auf Qualität statt Quantität an. Ich habe meinen Standpunkt zu Pressereisen auch mal vor kurzem in einem Blogpost zum Thema gemacht. Falls Lesebedarf besteht… http://ichbinhinundweg.blogspot.de/2017/02/about-oder-wie-steht-ich-zum-thema.html?m=1
    Gruss sylvia …man liest sich :)

  28. Hey,
    ich bin über diesen Artikel hierhergekommen und habe vor zu bleiben, weil es hier endlich mal nicht nach Selbstbeweihräucherung „stinkt“! Endlich wieder ein normaler Mensch im Intenet, und nicht immer der/die/das Beste! :d

    • Christine

      Oh das freut mich! herzlich Willkommen :)

  29. Liebe Christina,
    merci für diese wunderbaren Worte, die genau meine aktuelle Befindlichkeit – und die vieler anderer BloggerInnen – wiedergeben. Ich habe einen Blog und arbeite auch beruflich im Bereich Social Media, deswegen sehe ich das ganze immer von zwei Seiten. Diese ganze Influencer-Nummer nervt auf jeden Fall wahnsinnig, und sobald sich jemand bei mir als „Influencer“ vorstellt, ist das Gespräch auch recht zügig vorbei. ;-)

    Keep up the good work,
    Christina

    • … und ich meinte natürlich „Christine“ – das kommt nur wegen meines eigenen Namens! Sorry! ;)

    • Christine

      Guter Vorsatz :D Mit dem Vorstellen ;)

  30. DANKE!

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