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Lilies Diary | 02. Dezember 2017

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7 Tipps für das pulsierende Leben in Ho Chi Minh City

Gastautoren

Nach Vietnam wollte ich schon lange einmal. Doch leider muss ich mich zeitlich auf eine Woche begrenzen, als ich mein Reiseziel auswähle. Da ich ja der Meinung bin, dass die großen Städte sich für einen Ersteindruck am besten eignen – zeigen sie uns doch das pulsierende Leben in seiner ungefilterten Form – entscheide ich mich für die Millionenmetropole Ho Chi Minh City. Hier leben gut 7 Millionen Menschen und vielen ist die Stadt noch immer besser bekannt unter dem Namen, den sie bis 1975 offiziell trug: Saigon. Die größte Stadt Vietnams ist auch das wirtschaftliche Zentrum und ziemlich dicht besiedelt. In den Straßen herrscht Chaos, vor allem was die Motorroller betrifft, die sich wirr und mit einem für uns nicht verständlichen System durch die Straßen schieben. Ho Chi Minh City ist verrückt, und aufregend, und kunterbunt. Als kleine Orientierung, was ihr hier alles machen und sehen könnt, folgen hier meine 7 Tipps.

Ho Chi Minh City Ausblick

Skyline von Ho Chi Minh City – Blick aus dem Pullman Hotel

Ho Chi Minh City-Straßenverkaeufer

Tipps Ho Chi Minh City – Die Gassen des Backpacker Viertels

Das Backpacker-Viertel der Stadt befindet sich im District 1 Backpacker-Viertel zwischen der Pham Ngu Lao und De Thám Street. Ich würde euch nicht unbedingt empfehlen hier unterzukommen, es sei denn, ihr wollt Party machen und viele Backpacker aus aller Welt kennenlernen, denn die Gefahr, dass zahlreiche lärmende Feierlustige nachts an eurem Zimmer vorbeiziehen, die ist nicht unbedingt gering. Spannend fand ich es jedoch tagsüber oder am frühen Abend durch die zahlreichen kleinen Gassen in dem Viertel zu laufen, die von den größeren Hauptstraßen abgehen. Hier gibt es einfach unheimlich viel zu beobachten, da man den Einheimischen in ihre Geschäfte schauen kann, in denen sie teilweise auch leben, die Menschen beim Essen sieht, die Kinder beim Spielen. Manchmal schallt Musik aus den Räumen, plötzlich wird im Hof getanzt – es ist lebendig, bunt und es wirkt echt.

Ho Chi Minh City Backpackerviertel

Streetfoodwagen im Backpacker-Viertel

Ho Chi Minh City Backpackerviertel

Tipps Ho Chi Minh CityDie Buchstraße

Für Literatur, beziehungsweise Bücher im Allgemeinen, kann ich mich grenzenlos begeistern. Ich gehe liebend gerne in Buchläden, stöbere dort, suche nach interessanten Geschichten und schönen Buch-Covern. Klar, dass ich hellauf davon begeistert war, dass es in Ho Chi Minh City direkt eine ganze Bücherstraße gibt. Die Nguyen Van Binh Street befindet sich im District 1, direkt an der Kirche Notre Dame (wie sie im Volksmund genannt wird) und hier findet ihr ein Buchgeschäft neben dem anderen, genauso wie Buchcafés und Flohmarkt-artige Buchstände. Zwar sind viele der Bücher in Vietnamesisch verfasst, doch es gibt auch zahlreiche in englischer Sprache und einigen weiteren. Besonders fasziniert hat es mich, dass hier abends sogar zahlreiche Jugendliche sind, die als Abendbeschäftigung durch Buchläden flanieren. Ziemlich cool.

Ho-Chi-Minh-Buchstrasse

DAS Paradies für Buchliebhaber – die Bookstreet mitten im Zentrum

Ho-Chi-Minh-Buchcafe

Tipps für Ho Chi Minh City – Der Ben-Thanh-Markt

Der Ben-Thanh-Markt ist ein riesiger Markt im District 1, der mich vom Aufbau her ein bisschen an einen arabischen Basar erinnert hat. Alle Stände sind permanent und in einem weitläufigen Gebäude in engen Gassen angeordnet. Hier findet das Touristenherz alles, was es begehrt – von lokalen Handarbeitsgegenständen über Stoffe und Kleidung, aber auch zahlreiche Stände mit vietnamesischer Küche. Bei den Produkten ist Handeln nicht nur erlaubt, sondern es gehört einfach dazu. Wer keine Lust auf Feilschen hat, kann auch einfach durch die kleinen Gassen schlendern und die Impressionen und Gerüche in sich aufsaugen, so wie auch ich es gemacht habe.

Tipps für Ho Chi Minh City – Food Tour

Wer könnte einem besser die Küche des Landes nahe bringen als Einheimische? Deswegen habe ich eine Street Food-Tour gebucht, bei der Studenten einen zu den leckersten Street Food-Orten der Stadt führen. Dabei waren wirklich klassische Street Food-Legenden wie der beliebte Milktea: Schwarzer Tee mit viel Milch, Zucker und Eis, mit dem die jungen Einheimischen abends in den Straßen sitzen und sich unterhalten. Quasi sowas wie bei uns die Flasche Bier, nur viel schmackhafter. Wie waren zudem in einem kleinen vegetarischen Restaurant, wo ich köstliche Frühlingsrollen und Kokossuppe gegessen habe. Kokoseis von der Straße haben wir auch probiert und die sogenannte Sweet Soup – eigentlich süßer Pudding. Da es viele Stopps gibt, würde ich empfehlen, jeweils nicht zu viel zu essen. Normalerweise holen einen die studentischen Stadtführer mit dem Roller ab, auf dem man hinten Platz nimmt, für das absolut authentische Saigon-Gefühl. Wenn man jedoch so ein Angsthase ist wie ich, was das Fahren im chaotischen Verkehr angeht, dann kann man die Tour auch mit dem Taxi absolvieren. Übrigens gibt es keinen festen Preis für die Führung – man zahlt einfach am Ende in Form von Trinkgeld, was man möchte, also quasi das, was einem die Tour wert ist.

Ho-Chi-Minh-wartende-Motorraeder

Tipps Ho Chi Minh City – die Hum Restaurants

Und noch mehr Essenstipps! Lange hatte ich beim Essengehen nicht mehr ein so gutes Preis-Leistungsverhältnis wie in meinen beiden absoluten Lieblingsrestaurants in Ho Chi Minh City. Das Hum, ein vegetarisches Restaurant, hat zwei Filialen, von denen eine sich Lounge & Restaurant, die andere Café & Restaurant nennt. Die Gerichte auf der Karte sind jedoch die gleichen. Ich habe in beiden Locations mehrmals gegessen und getrunken und war absolut begeistert. Meine absoluten Favoriten waren die Fresh Spring Rolls und die Ginko Suppe. Für die lokalen Verhältnisse ist das Hum nicht ganz billig, aber ihr könnt für umgerechnet ungefähr zehn Euro so richtig gut speisen und habt auch noch ein schönes Ambiente.

Ho-Chi-Minh-Essen-Hum

Tipps für Ho Chi Minh City – das Kriegsopfermuseum

Das Kriegsopfermuseum besuchte ich mit gemischten Gefühlen, denn natürlich ist dies kein fröhlicher unterhaltsamer Programmpunkt, aber sicherlich einer, der zu einem Ho Chi Minh City-Aufenthalt dazu gehört. Hier wird die grausame Zeit des Vietnamkriegs aus Sicht der Vietnamesen aufgearbeitet. Die Ausstellungsobjekte sind auf mehrere Etagen verteilt – zu ihnen zählen Fotografien, Plakate genauso wie gepanzerte Fahrzeuge, Artillerie und Überreste von Bomben. Im Außenbereich sind außerdem die Tigerkäfige nachgebildet, in denen auf engstem Raum Menschen eingesperrt waren, die dort weder gehen noch stehen konnten. Mich selbst haben die Fotos mitten aus dem Krieg und die englischen Erläuterungen dazu am meisten bewegt. Zwischendurch kommen mir immer wieder Tränen in die Augen. Wie gesagt, das Kriegsopfermuseum entlässt einen keinesfalls froh gestimmt, aber es bringt einem die harte Geschichte des Landes ein ganzes Stück näher.

Ho-Chi-Minh-war-museum

Tipps für Ho Chi Minh City – das Pullman Hotel

Gewohnt habe ich im Pullman Saigon Centre, welches sehr zentral gelegen ist. So befinden sich beispielsweise der Ben-Thanh-Markt und das Backpackerviertel in fußläufiger Nähe. Was mich in diesem Hotel besonders beeindruckt hat, ist die Dachterassen-Bar, welche die höchste der ganzen Stadt ist. Von hier hat man einen sagenhaften Ausblick, besonders abends, wenn Ho Chi Minh City im Lichtermeer erstrahlt. Dabei ist auch schon der Ausblick aus meinem gemütlichen modernen Zimmer im 7. Stock ziemlich imposant. Auch der Pool ist bemerkenswert – hier kann man nicht nur plantschen, sondern unter der vietnamesischen Sonne ausgiebige Bahnen ziehen und zwischendurch einen Smoothie oder Cocktail trinken. Zum Hotel zählen außerdem noch ein Fitnessbereich, 2 Restaurants, ein Spa und zahlreiche Konferenzräume.

Ho-Chi-Minh-Pullman-Zimmer

Tipps für Ho Chi Minh City – Fotogalerie

Und hier folgen noch einige weitere Impressionen meines spannenden Aufenthals in der Vietnamesischen Metropole.

Ho-Chi-Minh-bunte-Wand

In Ho Chi Minh City sind die Farben bunt und knallig

Ho-Chi-Minh-Beer-Saigon

Bier gefällig? Das gibt es in Massen im Backpackerviertel

Ho-Chi-Minh-Fruechte

Frisches Obst fndet man überall

Ho-Chi-Minh-getrocknetes-Essen

Essen wird hier einfach direkt auf der Straße getrocknet

Ho-Chi-Minh-historisches-Haus

Manch ein Gebäude erinnert an die französische Kolonialzeit

Ho-Chi-Minh-Notre-Damme

Notre Damme in Ho Chi Minh City

Ho-Chi-Minh-Platz-Statue

Ein kleiner Park in der Metropole

Ho-Chi-Minh-Tempel

Tempel mitten in der Stadt

Ho-Chi-Minh-Markt

Bunte Waren im Ben Than Markt

Ho-Chi-Minh-Garkueche

In den Garküchen tobt das Leben

Ho-Chi-Minh-Straßendeko

Ein Blick nach oben lohnt sich

Ho-Chi-Minh-Abendausblick

Wenn die Sonne untergeht…

Ho-Chi-Minh-Palmen

Plätze laden zum Ausruhen vom Straßenchaos ein

Ho-Chi-Minh-Motorraeder

Motorräder gibt es wie Sand am Meer

Ho-Chi-Minh-Benh-Tan

Text & Fotos: Katharina Perlbach