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Lilies Diary | 21. Juli 2017

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7 Tipps für die paradiesische Hawaii-Insel Oʻahu

Gastautoren

Die Surfer am Waikiki-Beach beobachten, durch Honolulu streifen, den Hula tanzen und das wahre Aloha erleben – diesen Traum von Hawaii habe ich Jahre lang gehegt. Wenn ich an die Inselgruppe im Pazifischen Ozean dachte, breitete sich ein warmes Gefühl in mir aus und ich wusste, dass das einer dieser Orte ist, der Wunderbares für mich bereit hält. Es stellte sich nur die Frage, wann ich mich auf die Suche nach diesem Wunderbaren machen kann. Als ich in Australien meine Weiterreise rund um die Welt plante, lag es nahe (na ja, neun Flugstunden sind nicht wirklich nah), nun meinen Traum vom Aloha-State in Angriff zu nehmen. Denn die Flüge von Australien nach Hawaii sind wirklich günstig (das als Tipp am Rande).

Wenige Tage später bin ich morgens um 6:00 Uhr auf Oʻahu gelandet. Oʻahu ist die dicht besiedelste der acht Hauptinseln – und auch die touristischste. Sie bietet mit Waikiki-Beach in Honolulu einen der bekanntesten Strände der Welt. Nimmt man sich einen Mietwagen, kann man dem Trubel Honolulus aber ganz schnell entfliehen und entdeckt die wunderschöne Landschaft der Insel mit unzähligen Wasserfällen, traumhaften Stränden an der Ostküste, an die sich die bewaldeten Berge anschließen und so eine Traumkulisse zaubern, bestaunt die haushohen Wellen an der North Shore, die nur die Surf-Profis reiten, und stößt auf Wasserschildkröten, die sich am Strand in der Sonne wärmen. Und wenn man die Insel umrundet und das karge, fast schon spröde Westufer erreicht, vervollständigt sich das Bild von O’ahu endgültig.

Hawaii-Beaches

Oʻahu: Waikiki-Beach – Schaulaufen in Honolulu

Sehen und gesehen werden – darum geht’s in Waikiki! Der Strand wimmelt von hippen Menschen in noch hipperen Bikinis (der String kommt, ich sag’s Euch!) und Badeshorts, die entweder dekorativ im Sand liegen oder die Wellen an diesem weltberühmten Strand reiten. Und meist eignen sich diese Wellen sogar auch für blutige Anfänger wie mich. Entweder man versucht es auf eigene Faust und leiht sich ein Board aus oder man begibt sich in die vertrauensvolle Obhut einer der zahllosen Surflehrer. Wenn man Glück und ein bisschen Talent hat, gehört man schon nach ein paar Tagen zu den vielen, die auf die perfekte Welle warten.

Entlang der Strandpromenade reiht sich ein Shop an den anderen, die das Aloha-Feeling und den Surfer-Lifestyle mit den passenden Accessoires für Zuhause bieten und auf jeden Fall einen Abstecher wert sind. Die zahlreichen Bars, Restaurants und Cafés laden danach definitiv zum Verweilen ein und ich habe Stunden damit verbracht, an meinem Kaffee zu nippen und die Menschen zu beobachten, die an mir vorbeiflanierten.

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Oʻahu: Pearl Harbor – Gänsehaut bei über 30 Grad

Wenn man auf Oʻahu ist, sollte man sich auf jeden Fall Pearl Harbor ansehen. Und am besten kurz davor den passenden Film mit Ben Affleck sehen. Mir hat es an diesem Ort mit all seinen Gedenktafeln und Geschichten rund um den Anschlag der japanischen Marineluftstreitkräfte auf die in Pearl Harbor vor Anker liegende US-Pazifikflotte am 7. Dezember 1941 wirklich Schauer über den Rücken gejagt. Wenn man Glück hat, trifft man vor Ort auch noch einen der Veteranen, der seine ganz persönlichen Eindrücke dieser Tragödie schildert! An diesem Ort kamen damals über 2.400 Menschen ums Leben und rund 1.200 wurden zum Teil schwer verletzt. Sicherlich nicht der fröhlichste Ort auf Hawaii, aber einer, der nachdenklich stimmende Geschichte zum Greifen nahe bietet.

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Oʻahu: Abseits der Touristenmassen – Kaena Point

Wer eine ganz andere Seite von O’ahu erleben möchte, sollte bei der Inselerkundung mit dem Leihwagen auf jeden Fall auch Kaena Point ansteuern. Der westlichste Punkt ist für den Autoverkehr gesperrt und man läuft bis an die Landspitze. Auf diesem Trail durch Lava-Geröll durfte ich einen Buckelwal beobachten, einem trägen Seelöwen am Strand ganz nah kommen und den Balz-Tanz der Albatrosse bestaunen. Um mich herum war außer meiner Begleitung einfach NIEMAND und wir konnten diese Naturspektakel ganz in Ruhe erleben! Und der Sonnenuntergang ist bei gutem Wetter an diesem Ort einfach magisch …

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Hawaii-Kaena-Point

Oʻahu: Monsterwellen an der North Shore

Das legendäre Surfer-Mekka an der North Shore, Austragungsort einiger der wichtigsten Surfwettbewerbe, ist das komplette Gegenteil von Waikiki. Hier surfen die wahren Profis die richtig großen Dinger. Wenn sie ein Barrel surfen und über ihnen im letzten Moment die Wellen zusammenstürzen, sackte mir am sicheren Ufer das Herz in die Hose. Hier türmen sich im Winter Wellen von bis zu 10 Metern auf und ich würde nie freiwillig ins Wasser steigen. Aber den Surfern zuzuschauen ist einfach atemberaubend toll und wird schnell zur tagesfüllenden Aufgabe.

Nicht nur die Wellen und der Strand sind anders als in Honolulu, auch das Publikum und das Lebensgefühl sind ein anderes. Hier geht es weniger ums gute Aussehen, sondern vielmehr ums wahre Surfen, leckeres gesundes Essen, das man zum Beispiel in den vielen schönen kleinen Cafés und Restaurants in Haleiwa findet. Und danach bummelt man einfach noch ein bisschen durch den Ort und entdeckt an jeder Ecke schöne kleine Läden mit ausgefallenen Schmuck- und Dekostücken sowie entspannter Surfermode.

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Oʻahu: Shrimp-Trucks – Unbedingt anhalten!

Auf dem Weg an die North Shore stehen sie eigentlich alle paar Meter am Straßenrand – die Shrimp-Trucks. Unbedingt anhalten! Dort bekommt man fangfrische Shrimps, meist lecker mit Knoblauch angebraten, für einen (hawaiianischen!!!) Appel und ein Ei. Ich fand den Truck von Giovanni super und mir läuft heute noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich dran denke!

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Oʻahu: Forbidden Trails – Stairway to Heaven und Dead Man’s Catwalk

Es ist spektakulär, es ist aufregend, es ist anspruchsvoll – und vor allem ist es verboten. Die Stairway to Heaven (Haiku-Stairs) ist ein MUSS für Adrenalinjunkies. Ich selbst habe drauf verzichtet, da hätte ich mir vor Angst wahrscheinlich in die Hose gemacht, aber meine äußerst mutigen Mitreisenden haben sich der Herausforderung gestellt. Und sind komplett fertig, verdreckt, aber glücklich und voller Adrenalin zurückgekommen. Die rund 4.000 Stufen „in den Himmel“ wurden während des Zweiten Weltkriegs erbaut, um eine geheime Sendestation des Militärs erreichbar zu machen. Die Station ist schon Jahrzehnte lang nicht mehr in Betrieb, aber Wachmänner patroullieren hier, um zu verhindern, dass Besucher den nicht ungefährlichen Hike mit seinen baufälligen Stufen erklimmen. Wer erwischt wird, muss mit 1.000 Dollar Strafe, oder schlimmstenfalls mit einem Aufenthalt hinter Gittern, rechnen.

Etwas weniger aufregend, aber für mich schon atemberaubend genug war der Dead Man’s Catwalk. Wenn man sich traut über das Gate zu klettern, auf dem ganz klar steht, dass der Zutritt verboten ist und ein Guard die Polizei benachrichtigt, erwartet einen nach einem ca. 20 minütigen Aufstieg von einer kleinen Plattform ein unglaublicher Blick auf die Strände von Kaupo und Waimanalo. Das Wasser ist von hier oben nahezu unwirklich und bietet alle Schattierungen von Hellblau über Türkis bis Dunkelblau. Mir fiel es wirklich schwer, diesen Platz wieder zu verlassen, denn die Stille da oben und dieser grandiose Panoramablick sind einfach wunderbar.

Und wer übrigens ganz gesetzestreu bleiben möchte, besucht einfach den Diamond Head Crater. Auch schön, ein bisschen weniger Herzklopfen und nach dem Aufstieg fühlt man sich auf jeden Fall ziemlich sportlich.

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Wahnsinns-Ausblick!

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Oʻahu: Traumstrand reiht sich an Traumstrand

Nach tollen Stränden muss man auf Oʻahu nicht lange suchen. Und wenn ich von tollen Stränden spreche, dann meine ich das genauso: glasklares, türkisfarbenes Wasser, fast weiße Sandstrände gesäumt von Palmen, einfach traumhaft! Vielleicht muss man ein bisschen suchen, doch jeder findet ganz sicher seinen persönlichen Lieblingsstrand, an dem man im besten Fall so gut wie alleine ist. Meine Favoriten an der Ostseite sind der Lanikai- und der Kailua-Beach, die wirklich alles bieten, was ich mir von tropischen Traumstränden erhoffe!

Sicherlich nicht alleine ist man in der Hanauma Bay, die immer als das Schnorchel-Paradies der Insel angepriesen wird. Dafür zahlt man dann auch 7,50 Dollar Eintritt und muss sich in einem kleinen Vorführraum mit allen anderen Besuchern ein Schulungsvideo ansehen, wie man sich richtig verhält. Und das muss wirklich jeder! Tja, und was sich mir da unter Wasser geboten hat, fand ich doch sehr enttäuschend. Daher würde ich allemal empfehlen, das Geld zu sparen und lieber in Sprit zu investieren, um die Insel abzufahren und wirklich schöne Buchten zum Schnorcheln zu finden.

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Nur ein Layover auf Oʻahu?

Eigentlich hatte ich nur zwei, drei Tage auf Oʻahu eingeplant, sowie viele andere, die ich getroffen habe. Doch letztendlich hat mich die Vielfalt der Insel wirklich begeistert und ich bin einfach ein paar Tage länger geblieben, bevor ich meinen Weiterflug nach Maui genommen habe. Die Insel ist wirklich mehr als nur Honolulu mit dem Waikik-Beach. Sie bietet unheimlich reizvolle Ecken und ich konnte den Urlaubermassen jeder Zeit entfliehen.

MEHR FOTOS:

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Hier findet jeder seinen Traumstrand

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Ein Muss: Der Sonnenuntergang am Waikiki-Beach

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Stadtstrand de Luxe: Waikiki-Beach

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Hawaiin-Lifestyle in Honolulu

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Die Skyline von Honolulu

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Gänsehaut pur: Pearl Harbor

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Die Wellen an der Nort Shore können Haushoch werden

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Das Revier der Surf-Profis: Die North Shore

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Ganz allein: Abendstimmung am Kaena Point

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Albatrosse am westlichsten Punkt der Insel

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Jenseits der Touristenmassen am Kaena Point

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Dieser Seehund genießt die warmen Lava-Steine

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An die Westspitze verirren sich nur wenige Touristen

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Sonnenuntergang am Kaena Point

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Die Hanauma-Bay

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Der Blick vom Diamond-Head ist atemberaubend

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 Wenn man sich zum Dead Man’s Catwalk durchschlägt, wird man mit diesem Blick belohnt

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Die Strände an der East Shore sind wie aus dem Bilderbuch


DIE GASTAUTORIN

Laura Anthes-Oʻahu

Mitte 2015 kündigt die PR-Managerin Laura ihren Job um sich endlich ihren Traum zu erfüllen: Eine Reise um die Welt. Seit November 2015 ist sie nun unterwegs und berichtet auf ihrem Blog www.goseekhappy.wordpress.com über ihre Stationen und den Reisealltag. Ein Jahr soll das Abenteuer dauern – mit Option auf Verlängerung!

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