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Lilies Diary | 21. Juli 2017

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3 Kommentare

Maui, oh wunderbares Maui! 7 Tipps für die Hawaii-Insel Maui

Gastautoren

In rund 40 Minuten bringt mich eine kleine Propellermaschine aus dem umtriebigen Honolulu nach Maui. Alleine der Flug ist schon traumhaft: Ich betrachte Waikiki-Beach von oben, darf einen Blick auf die Nachbarinseln Molok’ai und Lanai werfen, bevor ich über Maui fliege und aus meinem Fenster das kräftige Grün des Dschungels, das karge Braun rund um den Vulkan Haleakala und das türkisblaue Wasser der Küste bestaune.

Die Hawaii-Insel Maui ist nach Big Island die größte Insel Hawaiis und wenn man sie von oben betrachtet, sind deutlich zwei Teile zu erkennen (West Maui Mountains und Haleakala), die sich vor sehr, sehr langer Zeit zu einer Insel zusammengeschlossen haben.

Maui-Road-to-Hana-Van

Die ersten Tage auf Maui habe ich mit meinen Freunden in einem Camper-Van gelebt, die Insel erkundet und jede Nacht an einem anderen Traumstrand übernachtet. Danach habe ich mein Lager in Lahaina an der Nordwestküste aufgeschlagen. Die alte Walfänger- und Plantagenstadt hat mein Herz erobert und ich habe mich dort unheimlich wohlgefühlt. Auf Maui gibt es immer etwas zu entdecken. Meine persönlichen 7 Tipps sind vielleicht keine wahren Geheimtipps, dürfen meiner Meinung nach aber keinesfalls bei einem Maui-Besuch fehlen.

Maui-Strand1

1. Tipp für die Hawaii-Insel Maui: Der Sonnenaufgang in über 3.000 Metern Höhe auf dem Haleakala

Nach wenigen Stunden Schlaf quäle ich mich um 2:30 am Morgen aus dem Bett, denn heute steht etwas ganz besonderes an: Es geht für meine Freunde und mich an diesem Morgen zum Sonnenaufgang auf den Haleakala („Haus der Sonne“). Der Vulkan liegt knapp zwei Auto-Stunden von Lahaina entfernt und wir wollen vor dem Sonnenaufgang auf dem Gipfel sein. Im Dunkeln fahren wir die Serpentinen im Schneckentempo hoch und gelangen schließlich zum Eingang des Nationalparks, vor dem wir uns hinter die anderen wartenden Autos einreihen (unbedingt etwas Zeit einplanen), um das Eintrittsgeld zu bezahlen (pro Auto 15 $). Danach fahren wir die letzten Meter bis zur Spitze des Vulkans (wir sind in Amerika, es sind also keine „unnötigen“ Fußmärsche zurückzulegen).

Bereits auf der Fahrt nach oben sehen wir auf dem Thermometer, wie die Temperatur rapide fällt. Oben angekommen steigen wir bei -1 Grad und eisigem Wind aus dem Auto und sind mehr als dankbar, dass wir uns richtig vorbereitet haben. Mit Decken, langen Hosen, Regenjacken und Schal sind wir besser ausgestattet als viele andere. Wir ergattern einen Platz direkt am Kraterrand (mit einem Umfang von 34 km übrigens einer der größten der Welt), kuscheln uns unter der Decke zusammen und warten, bis das Spektakel beginnt.

Maui-Haleakala-Gruppenfoto

Und das, was sich uns einige Minuten später darbietet, ist einfach nur wundervoll: Ganz langsam verfärbt sich der Himmel lila, pink und rosa bevor sich die glutrote Sonne hervorschiebt und sich bald die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg über den Horizont bahnen.

Trotz der vielen Besucher herrscht andächtige Stille und wir lauschen dem Parkranger, der die Sonne mit hawaiianischem Gesang begrüßt. Mir läuft in diesem Moment ein Schauer über den Rücken und ich bin mehr als glücklich, dieses Naturschauspiel erleben zu dürfen. Für noch mehr Gänsehaut sorgt „Over the Rainbow“, dass wir begleitet von der Ukulele, anstimmen. Der Haleakala hat mir wirklich einen sehr besonderen, fast schon magischen Augenblick auf meiner Reise geboten.

Maui-Haleakala-Sonnenaufgang

2. Tipp für die Hawaii-Insel Maui: Ein Muss auf Maui: Die Road to Hana

Von Paia aus machen wir uns mit dem Auto auf den Weg in die kleine Stadt Hana. Der Hana-Highway schlängelt sich direkt an Mauis Nordküste entlang und ich zwinge meine Freunde, alle paar Meter zum Stoppen, denn ein Ausblick ist spektakulärer als der nächste. Die Wellen schlagen wild gegen die steilen Klippen, Wasserfälle stürzen sich die Berge herab und der Dschungel umhüllt die Straße. Man sollte früh losfahren, um die Road to Hana in Ruhe genießen zu können und sich alles anzuschauen.

Am schönsten ist es, einfach dort anzuhalten, wo es einem gefällt, vielleicht einen kurzen Hike zu einem der unzähligen Wasserfälle zu machen und in deren kühlendem Wasser zu baden. Ein Halt am Honokalani Black Sand Beach lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man da nur selten alleine ist. Der schwarze Sand ist schon etwas Besonderes und der Blick auf die Bucht mit dem leuchtenden Grün der Bäume und dem klaren Türkis des Meeres ist schon wirklich beeindruckend. Am Strand kann man kleine Lava-Grotten entdecken und ein bisschen weiter sind die Lava-Tubes zu bewundern.

Das Örtchen Hana ist mehr als verschlafen und wir haben ihm wenig Beachtung geschenkt. Da wir gut in der Zeit waren, sind wir noch ein Stück weiter gefahren und haben uns Ohe’o Gulch (Seven Sacred Pools) im Haelakala National Park angeschaut. Wenn ihr Lust auf einen Trail habt, dann macht ihn dort und bewundert die wunderschönen Wasserfälle, die sich die Hanger herunterstürzen.

3. Tipp für die Hawaii-Insel Maui: Entlang der Westküste: Das Nakalele Blowhole, Honolua Bay und die Olivine-Pools

Von Lahaina aus Richtung Norden entlang der Küste kann man auf der Fahrt zum Nakalele Blowhole und den Olivine-Pools wieder den unglaublichen Ausblick auf Mauis Küste genießen. Der erste Stopp ist die Bucht von Honolua. Der kleine Pfad vom Parkplatz führt mich durch einen wundervollen Wald direkt zum Strand. Unter einem wilden Mangobaum lege ich einen Halt ein und gönne mir einige der aromatischen Früchte. Das Schnorcheln hier wird zwar überall empfohlen, aber ich persönlich finde es nicht so überzeugend. Da kann Maui an anderen Spots eine spannendere Unterwasserwelt bieten.

Beim Abstieg zum Nakalele Blowhole bereue ich es etwas, meine Flip Flops nicht gegen Turnschuhe eingetauscht zu haben. Unten angekommen bietet mir die Natur mal wieder eine dieser kleinen Besonderheiten, der ich stundenlang zusehen kann. Die Wucht der Wellen lässt durch ein rundes Felsloch immer wieder eine Wasserfontäne empor springen – mal haushoch, mal nur einen Meter. Richtig Spaß macht es mir auch, die Touristen zu beobachten, die sich für ein gutes Bild vor keiner Verrenkung scheuen. Auch ganz süß, wenn man das Blowhole auf der linken Seite liegen lässt und sich rechts an die Küste bewegt, findet man das Stony Heart. Das ist ein kleines Felsloch in der Form eines Herzens, das den Blick aufs Meer freigibt.

Ein paar Kilometer später stoppe ich erneut am Straßenrand, um mir die Olivine-Pools anzusehen und darin zu schwimmen. Hier bin ich jetzt etwas schlauer und ziehe direkt meine Turnschuhe an, bevor ich mich an den Abstieg mache. Die Pools liegen auf einem kleinen Plateau und füllen sich durch die überschwappenden Wellen mit Wasser. Und da mit den Wellen natürlich auch kleine Fische mit reingespült werden, ist es fast wie im Aquarium. Und wer sich traut, springt in die Pools von einer der sie umgebenden Klippen.

Maui-Road-to-Hana-Meer-und-Steine

4. Tipp für die Hawaii-Insel Maui: Unerwartete Unterwasserwelten am Baby Beach und am Ka`anapali Beach

Ein Local empfahl mir, auf die Frage nach einem schönen Ort zum Schnorcheln, den Baby Beach, nur wenige Meter hinter Lahaina. Als ich dort mit meinem Fahrrad ankomme, bin ich mehr als skeptisch, verlasse mich aber auf seine Worte, laufe ganz bis zum Ende des Strandes bis ich neben dem alten Pier stehe. Dort steige ich ins Wasser und schwimme entlang der Betonpfeiler bis diese enden – über Wasser. Denn unter Wasser sehe ich die Überreste des Piers und genau hier tummeln sich jede Menge bunte Fische, große, kleine, in Schwärmen oder alleine. Ich treibe im Wasser und beobachte. Und freue mich riesig, als ich die erste große Wasserschildkröte sehe. Dann kommt auch schon die zweite, die dritte, die vierte …

Nach knapp zwei Stunden steige ich ganz glücklich aus dem Wasser und freue mich wie ein Keks, dass ich mich auf die Worte des Locals verlassen habe. Aber das soll es mit Schnorcheln noch nicht gewesen sein. Ein anderer, sehr empfehlenswerter Platz ist der Ka’anapali Beach. Hier reiht sich ein Luxushotel ans nächste und ich kann mir bei dem Trubel, der am Strand herrscht, eigentlich nicht vorstellen, dass ich unter Wasser irgendwas zu sehen bekomme.

Daher steuere ich mit meinen Freunden das Ende des Strandes an, denn dort kann man sich die Klippen runterstürzen. Kostet am Anfang natürlich etwas Überwindung, macht dann aber riesig Spaß! Danach steige ich mit Schnorchel und Flossen wieder ins Meer, nehme den Kopf unter Wasser und kann es kaum glauben: Mir direkt gegenüber, nur wenige Zentimeter entfernt, gleitet gerade eine riesige Schildkröte ganz entspannt durchs Meer. Und als ich mich herumdrehe, ist da auch schon die nächste. Ich breche an diesem Tag meinen persönlichen Wasserschildkröten-Rekord. Der lag bei 15 Stück und wurde von mir auf Gili Air erstellt. Doch das heute toppt es locker: Knapp 30 Schildkröten habe ich an diesem Tag gesehen, viele davon sogar einfach vom Strand aus, da sie in Ufernähe nach Futter gesucht haben.

Maui-Strand-Schildkroete

5. Tipp für die Hawaii-Insel Maui: Lecker Schlemmen in Paia

Das kleine Örtchen Paia ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Mich hat es ein bisschen an die North Shore auf O’ahu erinnert. Auch hier tummeln sich die Surfer wegen der perfekten Wellen und es reihen sich kleine Shops und nette Cafés aneinander, die einen Besuch allemal wert sind. Und was man auch nicht verpassen sollte ist Mana-Foods! Der kleine Bio-Supermarkt bietet neben jeder Menge toller Lebensmittel (für Maui-Verhältnisse auch relativ vernünftige Preise) super leckere Suppen, Salate, Sandwiches und Kuchen an. Stöbert am besten ein bisschen in den Regalreihen, holt Euch was Leckeres und geht dann die Straße hoch, um noch einen Kaffee im Mana-Café zu trinken.

Maui-Paia-Mana-Foods

6. Tipp für die Hawaii-Insel Maui: Lahaina, ich mag Dich!

Lahaina war früher eine Walfängerstadt und auch heute sind die Wale wichtig fürs Geschäft. Zum Glück aber nur die lebendigen. Der Ort ist Ausgangspunkt der Whale-Watching-Touren, mit denen sich viele Anbieter sicherlich eine goldene Nase verdienen. Auch ich habe mir ein Ticket für eine Walbeobachtung gekauft und hatte Glück, einen der letzten Termine zu ergattern. Denn Anfang Mai sind nur noch wenige Wale an der Küste der Hawaii-Insel Maui unterwegs. Sie machen sich auf den Weg nach Alaska.

Maui-Lahaina-Maui-Pinapples

Also sitze ich mit gedrückten Daumen an Board und hoffe, doch noch einen Blick auf einen Nachzügler werfen zu können. Und es klappt! Nach rund einer Stunde auf dem Wasser sichtet unser Kapitän einen Wal. Wir fahren noch ein wenig näher ran, die Maschinen werden gestoppt und wir beobachten das riesige Tier, das immer wieder zum Luftholen an die Oberfläche kommt. Nach einigen Minuten wird klar, der Wal ist nicht alleine. Es handelt sich um eine Walkuh, die mit ihrem Kalb unterwegs ist. Immer wieder sehe ich den schmalen Rücken des kleinen Wales, seine Flosse und seine Finne. Er dreht sich auf den Rücken und um die eigene Achse. Das Ganze beeindruckt mich so sehr, dass ich ganz vergesse Bilder zu machen. Ich genieße den Moment und werde es als wunderbare Erinnerung an die Hawaii-Insel Maui in meinem Kopf behalten.

Lahaina an sich gefällt mir unheimlich gut. Vieles konzentriert sich auf der Front-Street direkt entlang des Ufers. Dort findet man jede Menge Möglichkeiten zum Einkaufen und zum Essen gehen. Oder man setzt sich unter den riesigen Banyan Tree, der knappe 150 Jahre alt ist und genießt den Schatten, den er spendet. Ich habe mir in Lahaina ein Fahrrad gemietet, bin damit durch die Stadt gecruised und habe die Strände besucht, die rund um das Örtchen zu finden sind. Gewohnt habe ich dort in einem tollen Hostel und mit den Reisenden, die ich dort kennengelernt habe, habe ich jede Menge Ausflüge unternommen und eine tolle Zeit gehabt.

Maui-Lahaina-Rad

7. Tipp für die Hawaii-Insel Maui: Der Sonntag am Little Beach – eine Begegnung der anderen Art

Wer sich traut, verbringt den Sonntagnachmittag am Little Beach im Makena State Park. Man sollte auf jeden Fall wissen, auf was man sich einlässt, denn das was man dort zu sehen bekommt ist schon sehr besonders. Und das wird mir in dem Moment klar, als ich über die Klippen klettere, die Little Beach von Big Beach trennen. Vor mir in der Bucht sehe eine Horde bunt gemischter Menschen, die meisten davon nackt, die sich langsam zum Rhythmus der Trommeln wiegen. Die Luft ist Marijuana-geschwängert und alle sind mehr als entspannt. Wir lassen uns zwischen den anderen nieder und von der Menge treiben. Kurze Zeit später reihen wir uns in den Kreis ein, der sich um die Trommler bildet und tanzen voller Hingabe mit Wildfremden im Kreis. Für mich an den meisten Plätzen der Erde einfach unvorstellbar, doch am Little Beach ist es selbstverständlich. Wir schauen uns den wunderbaren Sonnenuntergang vom Wasser aus an und verlassen in der Dämmerung diese ganz besondere Nachmittagsparty, zu der sich ein Mix aus Hippies, Einheimischer und Touristen jeden Sonntag einfindet.

Die richtige gute Laune Musik für Hawaii findet ihr in der Playlist:

MEHR FOTOS VON DER Hawaii-Insel Maui:

Maui-Strand-Traumstrand

Wenn man sucht, findet man sie: menschenleere Strände

Maui-Road-to-Hana-Strnad

Erkundet die Insel auf eigene Faust und entdeckt wunderbare Flecken

Maui-Road-to-Hana-Strasse

Unterwegs im Haleakala Nationalpark

Maui-Road-to-Hana-Sonnenuntergang

Der Sonnenuntergang in Lahaina ist sagenhaft

Maui-Road-to-Hana-Meer

Etwas ganz besonderes auf Maui: Der Honokalani Black Sand Beach

Maui-Road-to-Hana-Landschaft

Auf der Road to Hana: Zwischenstopp an einer Galerie mit Traumblick

Maui-Road-to-Hana-Kueste

Die Honolua Bay der Hawaii-Insel Maui

Maui-Road-to-Hana-Klippen

In der Nähe der Olivine-Pools

Maui-Lahaina-Village

Kolonialbauten in Lahaina

Maui-Lahaina-Strand

Die Front Street in Lahaina

Maui-Lahaina-Forrest-Gump

 Ein Denkmal für Forest Gump, gleich neben Bubba Gump’s

Maui-Lahaina-Divers

Bummeln in Lahaina

Hawaii-Insel Maui Sonnenaufgang2

Der Sonnenaufgang auf dem Vulkan Haleakala


DIE GASTAUTORIN

Laura Anthes-Oʻahu

Mitte 2015 kündigt die PR-Managerin Laura ihren Job um sich endlich ihren Traum zu erfüllen: Eine Reise um die Welt. Seit November 2015 ist sie nun unterwegs und berichtet auf ihrem Blog www.goseekhappy.wordpress.com über ihre Stationen und den Reisealltag. Ein Jahr soll das Abenteuer dauern – mit Option auf Verlängerung!

Kommentare

  1. Sehr tolle Tipps und klasse Bilder! Einfach traumhaft :)

  2. Oh wie wunderschön! Hawaii steht ganz oben auf meiner Liste und nächstes Jahr werde ich mir den Traum endlich erfüllen. Vielen Dank für die tollen Tipps!!!

  3. Sandra

    Unglaublich toller Trip – wir starten in knapp einer Woche habe mir die Sachen alle notiert ,D danke°

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