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Lilies Diary | 15. Oktober 2017

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Eine Floss Tour durch Brandenburg – „back to the roots“

Christine
CHRISTINE, WAS SEHEN WIR AUF DEINEM FOTO DES TAGES

Ich finde das Thema Minimalismus so interessant. Egal, ob es sich um Klamotten, Haushaltsgeräte oder allgemein das Leben handelt. Ich gebe zu, beim Thema minimalistisch Packen, bin ich eine absolute Null. Aber Übung macht den Meister und die Vorraussetzungen schaffen das Ziel. Ich habe letzte Woche eine ganz besondere Reise gemacht, bei der minimalistisch Packen ein absolutes Muss war und man auch sonst ein absolut reduziertes Leben führte.

Ich habe mir für zwei Tage eine Wohnung auf dem Wasser gemietet. Ein Floss in Brandenburg von der Pension Havelfloss. Hier gibt es einen Tisch, vier Stühle, zwei Herdplatten, eine Trockentoilette und die absolute Freiheit.

Einfach losfahren wohin man möchte, anlegen auf einer einsamen Insel oder direkt auf dem Wasser. Ich liebe außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten und das Havelfloss war wirklich etwas besonderes. Vor allem, weil es mal wieder wirklich hieß „back to the roots“. Ich bin der Überzeugung weniger ist mehr. Hier ist weniger Komfort mehr Abenteuer. Alle Infos zum Floss findet ihr unter www.pension-havelfloss.de.

WAS HAST DU HEUTE GELERNT?

Man muss nicht bis auf die Malediven fliegen um eine Nacht auf einer einsamen Insel zu verbringen. Es reicht auch Brandenburg und ein Floss. Von Brandenburg an der Havel sind wir mit unserem Floss zur Kanincheninsel gefahren, auf der kein Mensch lebt und man übernachten darf. Das war so cool. Ein bisschen wie Robinson Crusoe. Als allererstes habe ich mit Boris die Insel abgecheckt. Weit sind wir aber nicht gekommen, weil wirklich alles verwildert war. Es gibt eine Stelle an der man an einem Strand anlegen kann. Hier ist sogar eine Schaukel und eine Wippe, aber sonst niemand und die absolute Ruhe.

WELCHE DREI SACHEN HABEN DICH HEUTE GLÜCKLICH GEMACHT?

Ich habe eine Lagerfeuer gemacht. Ich bin in den Wald, habe Brennholz gesammelt und zusammen mit Papier, einem Feuerzeug und meinem Bruder mein erstes eigenes Lagerfeuer gemacht. Dann saß ich drei Stunden im Campingstuhl vor den Flammen und habe einfach nur reingeglotzt. Ich glaube, es gibt für mich nichts meditativeres als ins Lagerfeuer zu schauen. Wie das braune Holz langsam grau wird, sich einen Aschemantel überzieht und dann in sich zusammenfällt.


Es war mal wieder grandios den ganzen Tag draußen gewesen zu sein. Diese Müdigkeit, die man am Abend spürt. Diese zufriedene Erschöpfung ist einfach einzigartig. Klar, bin ich auch müde, wenn ich den ganzen Tag vor dem Laptop saß. Aber ich komm dann abends oft gedanklich nicht los. Ich finde kein Ende, denke mir auch komm noch das, dann ist es erledigt und du musst es morgen nicht machen und hast morgen mehr Zeit. Wenn ich etwas gelernt habe in letzter Zeit, dass dieses „auch komm noch schnell dies und das, damit du morgen mehr Zeit hast“ ein absoluter Schwachsinn ist. Denn morgen kommen zehn andere Sachen dazu. Ich schaffe es mittlerweile zu sagen „scheiss drauf“ jetzt oder gar nicht. Beispielsweise habe ich gerade den brutalen Arsch voll Arbeit. Ich weiß wirklich nicht wie und wann ich das alles schaffen soll. Aber irgendwie vertraue ich, dass es irgendwie geht, werde nicht panisch und verrückt sondern habe mir die drei Stunden Zeit genommen um das Lagerfeuer anzustarren. Ich hätte in der Zeit auch den Laptop auf den Knien haben und schnell was tippen können, dann wäre wenigstens wieder ein Punkt auf meiner To Do-Liste weg. Aber dann wäre auch dieser schöne Moment weg gewesen. Einfach mal da zu sitzen und das Leben zu genießen. So ein Moment ist so viel mehr Wert.


Ach, mein kleiner Boris. Es macht so Spaß mit ihm zu verreisen und ihm dabei zuzuschauen, wie er die Welt entdeckt. Ich freue mich schon so sehr auf unsere gemeinsamem Monate in Portugal. Aber ganz ehrlich. Boris ist es total egal ob wir 2 Stunden von Berlin weg sind oder 2.000 km. Er hat immer Spaß, wenn er draußen rumflitzen darf und Wasser in der Nähe ist.
Von ihm kann man sich wunderbar abschauen, wie man sich über ganz wenig absolut freuen kann.
Und jetzt kommt mein genialer Daily Vlog zu meinem Flossabenteuer! Viel Spaß!!!!

 

Und noch ein paar Fotos :)

Unser Karl Heinz

Die Nachbarn

Anlegen auf der einsamen Insel

Kapitän Boris

Vielen Dank an #nachbrandenburg für die Unterstützung

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