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Lilies Diary | 09. November 2017

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91 Kommentare

Der Fall Julia Engelmann und warum sich nichts ändert

Christine

Der erste Internetstar 2014 ist geboren. Ich muss euch enttäuschen, es ist keine süße Katze im Kühlschrank oder ein singendes Mädchen, es ist eine Frau, Julia Engelmann, die uns erzählt, wie wir die Zeit besser nutzen sollen.

Ihr Video beim 5. Bielefelder Hörsaal Slam wurde schon 2 Millionen Mal angeschaut.
Es geht um Geschichten, die man hätte erzählen können, wenn man sich getraut hätte, sein Leben in die Hand zu nehmen und vom viel zu vielen Vornehmen und doch nichts machen. Das Leben als Wartezimmer, aber hört selbst, was sie zu sagen hat. Hört gut hin und schreibt euch vielleicht auch etwas mit. Und schaut es jetzt an und sagt nicht, ach später!

Ja, dieses Video hat ganz Deutschland erobert. Meistens mit der Schlagzeile: Dieser Auftritt könnte ihr Leben ändern. Ich sage euch – nein, dieser Auftritt wird nichts tun. Es ist einer von vielen Vorträgen, die uns eigentlich in jedem Frauenmagazin wöchentlich über den Weg laufen, getarnt unter der Headline „Werden sie glücklicher“ oder „Anpacken und durchstarten“ oder wie auch immer. Diese Worte rauschen mit all den Facebookstatusmeldungen und Whats app Nachrichten und den Dialogen vom Dschungelcamp mit 130 Sachen durch unseren Kopf und bleiben höchstens eine Pinkelpause lang in Erinnerung. Sie nehmen uns weder an die Hand, noch geben sie uns einen zärtlichen Arschtritt. Sie sind schneller wieder weg, als wir sie speichern können.

Ich weiß, dieses Video wurde 2 Millionen Mal geteilt und zu Tode geliked. Ich lehne mich jetzt sehr weit aus dem Fenster hier kritische Worte zu schreiben. Aber mal ganz ehrlich, sich vor ein Mikrophone stellen und kluge Sätze sagen, was wir mit unserem Leben anfangen sollen, kann jeder. Was hat den Julia Engelmann angefangen? Was hat sie denn geändert nach ihrem Vortrag? Welche Geschichten erzählt Julia Engelmann, wenn sie alt ist? Ich glaube der wirkliche Respekt und Applaus gehört denjenigen, die diese Worte leben. Die Menschen, die an sich glauben, die mal was gewagt haben und ihre Geschichte gefunden haben.

Britta, die ihren gut bezahlten Job in der Agentur kündigt um ihren Traum zu erfüllen und ein Café aufmacht, Ilona, die nach London auswandert um Poker-Profi zu werden, Hans, der zu Lara geht und ihr sagt, dass er nicht nur ihre Freundschaft will, sondern auch ihr Herz. Aber auch Nadine, die das vielleicht alles gar nicht will und der ihre kleinen unbedeutenden Geschichten einfach reichen, die glücklich ist mit ihrem Leben im Wartezimmer. 33.000 Menschen haben dieses Video geliked. 33.000 Menschen finden gut, was Julia Engelmann sagt. Mich würde wirklich interessieren, wie viele von den 33.000 Menschen nach diesem Video geworden sind, wie sie sein wollen. Reicht dafür ein Video?

Werden wir, wenn wir alt sind, einmal sagen, nachdem ich das Video von Julia Engelmann gesehen habe, da hat sich mein Leben geändert?

Nein!

Aber vielleicht treffen wir irgendwann Britta, Ilona oder Hans, die uns ihre Geschichten erzählen und vielleicht werden wir dann was ändern, weil wir nicht nur blöde Phrasen an den Kopf geworfen bekommen, sondern sehen, was möglich ist. Im Leben. Im wahren Leben.

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein und werden merken, dass ein Youtube-Video unser Leben nicht ändern kann…

Kommentare

  1. So ist das Leben, es menschelt!

  2. Saskia

    Vielen Dank für deinen Text, genau das habe ich auch nach dem zehnten geteilten Video in meiner Timeline gedacht. Irgendwie ist das alles zwar auch mein Motto, aber ich kann für mich sagen, dass ich mir meine Träume erfülle (auch wenn ich dafür nicht meinen Job kündige ;)) und meinen imaginären Kindern schon jetzt von einer fabelhaften Zeit erzählen könnte.

  3. [lu-i-dZi]

    Hallo Christine,

    Ich weiß nicht was Julia Engelmann in ihrem restlichen Leben macht und kann darüber deswegen nicht urteilen,aber es könnte sein,dass das was sie tut nicht so anders ist als das was du tust.Sie lebt ihr Leben und berichtet für andere darüber. Ob für ihre eigenen Befriedigung, um andere zu unterhalten, um anderen Ratschläge zu geben, oder aus ganz anderen Gründen weiß ich nicht, vlt auch weil es ihr einfach Spaß macht, oder sie es sich von der Seele zu reden. Ich habe zugegebener Maßen auch nicht danach gesucht und ich weiß auch nicht ob das wichtig ist. Mich jedenfalls haben ihre Worte berührt und unterhalten und ich mochte es sie zu hören. Vlt verändern sie nichts, aber das liegt an denjenigen die sie hören und nicht an derjenigen die sie spricht. Wenn sie nie gesprochen worden wären, dann ja dann hätte sich AUF JEDEN FALL nie etwas dadurch geändert.

    Und um ehrlich zu sein werde ich später auch nie sagen : Du der Artikel in dem Christine Neder gesagt hat,dass das Youtube-Video von Julia Engelmann nie etwas im Leben verändert hat,du das hat meine Leben voll verändert!“

    lieber Gruß

    • Leen

      Ja, so sehe ich das auch. Es sind Gedankeninspirationen. Es liegt immer an einem selbst sich zu ändern. Und Julia Engelmann wollte ja nicht mit ihrem Text berühmt werden, es ist von alleine passiert. Es sind ihre Gedanken. Warum immer so kritisch sein? Jeder hat seine Meinung und basta! 😜

  4. Michael

    Da frage ich mich natürlich, warum jemand, der nicht daran glaubt, dass so ein Video einen Menschen verändern kann, ein Jahr lang täglich drei kleine Dinge veröffentlicht, die ihn glücklich gemacht haben. Zumindest habe ich dich so verstanden, dass Du Deinen Lesern beibringen willst, die kleinen Dinge des Lebens mehr zu schätzen und es positiver zu sehen.
    Nach deinem Text von oben frage ich mich, warum du täglich Stunden verschwendest uns, deinen Lesern, Texte vorzusetzen, die auch kaum länger als eine Pinkelpause im Gedächtnis bleiben.

    Ich kenne Julia Engelmann nicht und kann deshalb nicht beurteilen, ob Sie nach dem Schreiben des Textes nicht auch etwas geändert hat und damit in den Kreis deiner „Helden“ aufgestiegen ist. Aber meiner Meinung nach muss nicht jedes Video und jeder Text das Leben verändern, sondern manchmal reicht es schon, wenn es schön ist. Und dieser Slam Beitrag ist sehr schön.

    • Christine

      Ich kritisiere auch in meinen Text eher die Medien, die so was hochjubeln. Sollen sie doch lieber echte Menschen nehmen, die was tolles machen, jeden Tag. Ich habe neulich von einer Frau gelesen, die mit ihrer Katze einmal in de Woche in ein Altersheim geht. Ich denke diese Frau verändert was für Menschen und ihr Leben. Ich möchte eigentlich gar nicht, dass ihr irgendwelche Vergleiche zwischen mir und Julia Engelmann zieht. Aber wenn du das möchtest, ich würde an ihrer Stelle den Anspruch habe meine Message zu leben und zu zeigen um zu begreiflich zu machen. Ich sag euch nicht, ey schreibt mal jeden Tag drei Sachen auf, die euch glücklich machen, dann werdet ihr auch glücklicher sondern ich mach es einfach. Aber damit werde ich nicht die Welt verbessern.

  5. Tubango

    Ich stimme dir zu, das Video wird vermutlich für kaum jemanden der Auslöser sein, etwas im Leben zu verändern. Der Reiz dieser Worte liegt eher darin, dass der Mensch gerne das tun würde, was ihm gefällt – sich aber dann nicht traut. Vermutlich hätten viele noch nicht einmal den Mut bei einer solchen Veranstaltung ans Mikro zu treten und diesen Vortrag abzuliefern.

    Wer wirklich die Macht der Worte und Gänsehaut am ganzen Körper spüren will, sollte sich das hier anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=Hzgzim5m7oU

  6. Bodo

    Ich glaube hier geht es nicht nur um das was sie gesagt hat, sondern auch wie sie es gesagt. Das war der Punkt der vielen gefallen und dem Ganzen etwas Besonderes gegeben hat. Ich denke die meisten werden nichts ändern, werden nicht ihre Träume leben oder ihre Geschichte finden. Aber geht es wirklich darum, dass das jetzt alle oder sogar die Mehrheit umsetzen? Ich glaube, es ist eben nur ein Denkanstoß, so wie tausend andere… aber einer der durch seine besondere Art eher hängen bleibt und vielleicht nicht im Großen aber im Kleinen ein gutes Werk tut. Drüber nachdenken ist schon ganz viel Wert… auch wenn kaum oder wenig Taten folgen. Viele hat es auf jeden Fall bewegt und so etwas passiert auch nicht mehr jeden Tag…. oder?

  7. sebastian

    warum nicht jeden machen lassen, wie er will? evtl. wollte sie die aufmerksamkeit (immerhin ist sie schauspielerin, sie weiss sich in szene zu setzen).

    warum auf ihr „rumhacken“ – lass(t) sie doch.

    warum sie diese themen und worte wählt? weil das gross der menschen genau diese worte, vorstellungen und wünsche haben, sie aber weder angehen noch umsetzen. aber: es tut diesen menschen gut.

    warum du nicht zu diesen menschen gehörst, lilly? weil du anders bist. extrovertierter und vielleicht auch intelligenter, dinge anzupacken und durchzuziehen. machst du ja auch wirklich gut.

    (ich mache das übrigens auch, aber nicht perfekt oder so).

    warum sage ich das alles? weil ich es schade finde, und auch doof, darauf rumzuhacken – nicht labern, machen! das tut sie. tut sie es nicht, heisst es: nicht meckern, verändern!

    ja wasn nu?

    • Christine

      Ich glaube ich hätte deutlicher machen sollen, dass mich das WIE stört. Wie das Video, sie und alles inszeniert wurde/wird. Ich bin die letzte, die irgendjemanden nicht machen lassen würde, was er will, aber ab und zu, da sage ich eben meine Gedanken dazu ;)

  8. Manche finden den Vortrag nicht weltbewegend, viele finden ihn toll.
    Das liegt wohl daran, dass viele ein paar „Leichen“ im Keller haben, die sie gern verändert oder anders gemacht hätten.
    Je älter man wird, desto mehr erhöht sich die Anzahl der verpassten Gelegenheiten.
    Erfahrungen nennt man das wohl.
    Vorsätze werden meistens nicht zu Taten, aber ohne Vorsätze geschieht gar nichts.
    Nicht mehr, aber auch nicht weniger sagt dieser Vortrag.
    Dieter ( 67 Jahre )

  9. Jella

    Also ich muss sagen, dass der Text mich sehr wohl beschäftigt hat.
    Ich hab nachgedacht und festgestellt, dass ich nicht im Wartezimmer sitze. Ich lebe! Ich habe Höhen und Tiefen, bin dem Leben nah und auch mal fern. Aber Angst vor dem Leben hab ich keine. Und wenn es das ist was ich aus dem Text mitnehme…dann hat er mir geholfen. Wenn auch nur eine Pinkelpause lang.

  10. Es ist wie immer im Leben. Wer machen kann, macht. Der Rest labert ;-)

    Das Sharen eines solchen Videos ist ein bisschen wie die Weihnachtsspende – es beruhigt das Gewissen, ändert aber nicht wirklich etwas.

  11. Der Text bringt die Gedanken, die ich nach etlichen Wochen aufpoppen des Videos gesehen habe auch gut zusammen.
    Ich vermute die Faszination in solchen Personen/Ideen liegt da ganz eng beisammen mit unserer Hofnung. Wir brauchen Leute wie Lady Gaga und crazy Menschen, die wir ansehen können. Das beruhigt uns, wenn wir sagen können: „Ja, wir Menschen sind ja so ein verrücktes Pack. Und guck mal wie tolle Möglichkeiten wir haben. Ahh, es tut so gut, dass mal wieder jemand das für uns gesagt hat.“
    Aber der Unterschied ist natürlich, dass wir nur Zuschauer sind die nickend unsere Begeisterung zeigen und dann genauso weitermachen. Aber immerhin hat uns dieses Video Trost gespendet und wir haben nochmehr Berechtigung die Abenteuer auf später zu verschieben. Aber jetzt bitte erstmal weiter Vernunft und so!

    • Christine

      JJJAAAA!!!! Ich will eine Glas Wein und eine Zigarette danach aber nicht auf zu neuen Taten!

  12. Ferdi

    Versteh ich nicht. Ich find das fein. Ich habe mich unterhalten gefühlt. Sehr gut sogar. Und wenn jemand 2,6 Mio mal in zwei Tagen angesehen wird, dann wird sie schon irgendeinen Nerv getroffen haben. Und ich glaube – die Medien waren da erst an Position zwei. Nach dem SocialMedia Run oder wenigstens noch zeitversetzt.

    Mir geht dieses ewige Genörgle auf den Keks. Sie muss nichts verändern. Sie ist Slamerin. Und das hat sie super gemacht. Mehr davon, bitte.

    • Christine

      Wir müssen alle nichts ändern, also warum dann solche Worte?

  13. Wie so oft im Leben: Nur weil sich keiner dran hält oder niemand es umsetzt heisst das nicht, dass man nicht immer und immer wieder sagen sollte was richtig ist. Du hast recht wenn du sagst dass kaum jemand nach ihren Worten irgendetwas an sich und seinem Leben ändern wird. Aber vielleicht eine einzige Person doch und diese Person macht den Unterschied.
    Würden wir darauf verzichten gegen die Windmühlen zu kämpfen könnte niemand etwas an unserer Welt verändern.

    • Christine

      Vielleicht hätten mehr was geändert, wenn eine persönliche Geschichte erzählt worden wäre? Vielleicht…

  14. Multaben

    Schwacher. Kommentar. Engelmann hat nicht um. 2 Millionen likes gebettelt im Gegensatz zu denjenigen, die schlaue Kommentare schreiben, weil sie sonst keine eigenen Themen finden. Ist eine nette kleine Botschaft und die ist sympathischer verpackt, als in einem Ratgeber, zumal auch kostenlos;-) Ich habe Aufgrund des slams z.b. Eine Mail verschickt, die ewig im meinen Entwürfen schlummerte. Manchmal brauch man mal einen kleinen reminder und das war es auch. Nicht mehr und nicht weniger.

    • Christine

      Ist doch schön, dann es dir was gebracht!

  15. Meine Lieben,

    Christine und Julia sind sich am Ende sehr ähnlich. Die Inhalte der beiden können unser Leben verändern. Deshalb finde ich den Umgang der Medien mit diesem Video auch passend. Julia Engelmann macht den Menschen ihre Ängste bewusst („Und wer genau guckt sieht, dass Mut nur ein Anagramm von Glück ist“). Ihr Video trägt, genau wie Lilies Diary dazu bei, dass wir unsere ureigenen Ängste überhaupt erst wahrnehmen. Dass wir sehen, was wir alles nicht machen, weil wir Schiss haben.

    Für Menschen, die sich mit sich selbst auseinandersetzten, ist dieses Video vielleicht der erste Schritt auf einem langen Weg zu dem Leben, dass sie führen möchten, oder ein weiterer positiver Verstärker.

    Vielleicht ist es aber auch der ausschlaggebende Tropfen auf den heißen Stein. Wer von uns weiß schon, wer da draußen alles vor dem Video saß, bereits lange mit sich haderte und dann das Dopamin, dass dieses Video bei ihm ausgeschüttet hat, nutze, um ihr endlich zu sagen, dass er ihr Herz will. Und wer von uns weiß schon, ob sich sein Leben dadurch verändern wird.

    Julia Engelmann kann später erzählen, dass sie ihre Leidenschaft für Poesie als Poetry Slammerin ausgelebt hat. Dass sie mit ihren Gedanken über 2 Millionen Menschen erreicht hat. Dass sie mit ihren Worten Gutes gesäht hat, anstatt die Bedeutsamkeit anderer in Frage zu stellen. Und sie kann sagen, dass sie in einer Soap mitgespielt hat (wie lustig!!).

    Am Ende werden wir alle auf unser Leben zurückschauen und uns wünschen, dass wir mehr geliebt hätten, mehr gegeben hätten und demütiger gewesen wären. Wenn wir nicht jetzt schon damit anfangen.

    Love + Peace, Franziska von fuckluckygohappy.de

    • Christine

      Die Brigitte und die Glamour machen auch jede Woche den Menschen ihre Ängste bewusst ;) Aber stimmt, ich weiß nicht, was für ein Tropfen da fällt. Ich kann nur sagen, dass bei mir nichts passiert. Das ich einen echten Menschen und eine echte Geschichte brauche. Ich glaube der Beitrag wurde auch nur so gut, weil sie in einer Soap mal mitgespielt hat ;) Da kam schon viel Talent mit.

  16. Gut gesprochen, Dieter!

  17. ich liebe die worte die sie benutzt. für mich ist ihr slam ein gedicht das berührt. warum? weil ich mich so gut drin erkenne. habe ich dann nie was in meinem leben geändert? doch. viel sogar. und täglich neu sogar. und ich kenne trotzdem auch das was julia so poetisch beschreibt. das teilen von video’s die ansprechen, berühren, etwas aussagen ist ein spiel das wir im internet spielen oder lassen können. und jeder der mitspielt kann sich rausholen was er davon braucht oder mag. das andere lässt er liegen. und das ist völlig ok. und ich kann wirklich nicht darüber urteilen ob julia’s auftritt lebens-veränderend ist. für manche. vielleicht. vielleicht aber auch nicht. es muss es auch nicht sein. that’s freedom!

    • Christine

      Ja und ich freue mich, wenn es für irgendjemanden was bringt. Für mich eben nicht…

  18. Nadja

    Ich könnte jetzt böse sein und sagen: Klar, lasst uns alle mal die Fresse halten. Wir können eh nichts bewegen, weil ein einzelner nie etwas bewegen kann! Wir sagen anderen die Meinung, gehen auf die Straße, auf Demos, sammeln Unterschriften mit guten Absichten und trotzdem wird sich nie was ändern. Weil das Leben so ist. Hört ja doch keiner zu. Und wenn doch, hat ers nach der nächsten Ecke schon wieder vergessen.
    Aber irgendwas in mir regt sich, lehnt sich auf bei dem Versuch, so zu denken, das Leben so zu sehen. Lieber einen Versuch starten, die Leute auch nur für einen kurzen Augenblick zum Nachdenken zu bewegen, als es nie versucht zu haben. Keiner muss sein Leben wegen diesem Text komplett umkrempeln. Aber vielleicht ändert sich ein bisschen, eine Kleinigkeit. Vielleicht lebt der eine oder andere doch bewusster. Und wenn es nur für einen Tag oder für eine Woche ist, mein Gott – who cares? Das ist doch ein Anfang!
    Dass solche Botschaften schnell wieder vergessen sind, wissen wir doch alle. Doch sind sie deshalb etwa weniger wichtig?
    Ich könnte jetzt auch die Klappe halten. Wie sonst auch. Die ganze negative Meinungsmache versuchen zu ignorieren. Aber ich tue es nicht. Warum? Weil sich eben doch manchmal was ändert!

    • Christine

      Ich glaube du hast es gegriffen! Was es ist und wie es läuft. ;)

  19. Peter Görres

    Finde diesen Text gut und vor allem,wie er vorgetragen wurde.Habe ihn auch,sehr gern in die Welt geschickt.Er ist gut vorgetragen.Und das ist Kultur.Julia,dafür danke,aplaudiere ich und verbeuge mich vor Dir.
    Wenn sich nicht alles sofort ändert,muss ja nicht alles falsch sein.Bert Brecht sagte mal,dass wenn unser Zuschauerraum nur halbvoll ist und die Hälfte der Anwesenden nehmen etwas mit,dann hat sich unsere Kultur gelohnt.Deshalb glaube ich auch,dass bei soooo Vielen ,wenn auch nur ein bisschen,es gut ist,Einige etwas von diesem Vortrag mitnehmen.
    Da mir Julias Darstellung des „Liedes“ so gut gefallen hat,sehe ich mir auch immer wieder dieses Video an und genieße es auch immer wieder.Auch,weil ich sah,dass junge Menschen sich Gedanken,poetische Gedanken um die Vergangenheit, Zukunft und G E G E N W A R T machen.
    Das freut mich.
    Dankbar,Peter aus Köln , 59

  20. dieser ganze gefühlsduselige scheiß!

  21. remo

    ist ja nur eine slam-geschichte….

  22. Michaela

    Toller Text und du hast in vielem Recht!!!

    Es sind Menschen, wie du, die ihre Träume wirklich leben, die mich beeinflussen und mich zum Nachdenken anregen – aber auch der Text von Julia.
    Beides wird mein Leben leider nicht verändern – das kann nur ich alleine. Aber genau wie in Julias Slam schiebe und verschiebe ich, finde Ausreden und verstecke mich hinter den Grundsätzen meiner hängengebliebenen Erziehung.
    Ich hoffe einfach, das Geschichten/Texte wie deine, Julias, Brittas, Ilonas oder auch von Hans sich wie viele Sandkörner auf mein Gewissen legen und das Gewicht irgendwann so groß ist, das ich aufwache und endlich alles drumherum vergesse, an mich denke und endlich meine Träume lebe – oder es zumindest versuche.
    Vielleicht sitze ich dann in ein paar Jahren als digitaler Normade am Strand, hab mein Laptop auf der Liege neben mir und sehe solch ein Youtube-Video und kann nur nicken und sagen „Ja, tut es….es gibt nichts besseres! Lebt eure Geschichten, die ihr später noch gern erzählt“.
    Ich gebe den Traum noch nicht auf – und so lange lese ich Geschichten, schaue Videos und bestaune Fotos von Menschen wie dir, die meinen Traum bereits leben!
    Danke….für jeden einzelnen Sandkorn ;-) Michi

    • Christine

      Das hast du schön geschrieben! Und das verstehe ich auch total. Ich sehe eben lieber Menschen mit ihren Geschichten. Lose Worte interessieren oder ergreifen mich nicht so sehr. Aber das ist mein persönliches Ding und nur eine Seite. Das andere ist, dass mich dieser krasse überzogene mediale Hype um ein Sandkorn aufregt/nicht verständlich ist, denn es gibt eben so viele und ich finde manch andere schöner und inspirierender.

  23. Sophie

    He Christine,

    mir geht das Video auch langsam auf den Kranz (was aber nicht an Julia Engelmann liegt, sondern daran, dass ich leider zu viel auf Facebook rumturne und dort das Video immer wieder an den Kopf geklatscht bekomme).
    Ich sehe das trotzdem nicht ganz so wie du. Selbst wenn das „Ich packs jetzt an“-Gefühl nur eine „Pinkelpause“ lang aufkommt, hat das Video schon einiges getan. Mir ging es ganz lange so, dass ich echt unglücklich mit meinem Job war, weil ich ja eigentlich immer was ganz anderes wollte. Und ich brauchte ungefähr 500 Julia Engelmanns, bis ich dann endlich gekündigt habe. Wenn das Gefühl, etwas ändern zu müssen, da ist, ist es immer wieder gut kleine Kicks zu bekommen, die dich daran erinnern, dass es möglich ist – und vermutlich auch die beste Entscheidung deines Lebens sein wird. Die kleinen Teile machen eben das Ganze und bringen das Fass irgendwann zum Überlaufen. Und vllt war Julia Engelmann für einige der letzte nötige Tropfen. Und bei allen anderen ist das Fass immerhin schon wieder etwas voller…

    PS: Vllt ist das Fass keine so gute Metapher… ;)

    • Christine

      Ja, vielleicht war sie es. Aber wenn du jemanden getroffen hättest, der das getan hat, was du hättest tun wollen, dann hättest du dir vielleicht keine 500 Videos anschauen müssen. Dann hätte dich vielleicht der Mensch inspiriert.

  24. Ähnlich wie Dich, hat auch mich das Video zu einem Beitrag verführt. Der Hype löst auch bei mir widersprüchliche Gedanken aus. Grundsätzlich finde ich ihren Vortrag sehr schön und legitim, dass er hervorgehoben wird. Da jetzt die mediale Welt-Message draus zu machen und etwas nie Dagewesenes hineinzudichten ist völlig überzogen. Es ist eher wie ein kuschelig-kratziger Mantel, den man sich mal in einer ruhigen Minute immer mal wieder überwirft und ein bißchen sinniert. So geht es zumindest mir.
    Ich bin letztlich der Meinung: die, die viel drüber sinnieren, werden wenig tun. Die die etwas tun, die brauchen nicht sinnieren und reagieren kaum auf das Video.
    Und die Medien brauchen es wahrscheinlich einfach, Dinge zu „Schicksals-Wahlen“, „Jahrhunderfluten“ oder eben „lebensverändernden Videos“ deklarieren ;-)

    • Christine

      Das hast du perfekt gesagt! Ich werde jetzt nur noch auf deinen Post verweisen. Vielleicht tu ich zu viel und ich spring einfach nicht mehr darauf an.

  25. Nico

    Julia Engelmann´s Vortrag hat mich berührt und inspiriert. Was sie tolles gemacht hat? Ganz offensichtlich hat sie sich vor ein kleines Publikum gestellt-welches sich mittlerweile zu einem Millionengrossen Publikum entwickelt hat – und ein Stück von sich selbst offenbart. Sie war mutig, ehrlich und offen. Hatte den Mumm ihre Sicht der Dinge der Welt mit zu teilen. Jeder findet seinen eigenen Weg Dinge zu ändern oder darüber zu berichten. Mit dem gesprochenen Wort kann man sehr viel erreichen und Menschen dazu bewegen etwas anders zu machen oder nach zu denken. Es liegt an jedem selbst. Ich entwerfe Mode-was das ändert? Keine Ahnung-eventuell einfach nur ein Stückchen Freude, ein wenig Selbstbewusstsein für den einzelnen….

    • Christine

      Was hat sie denn von sich selbst offenbart? Vielleicht bin ich auch einfach zu offen für diese Welt und zu ehrlich, aber ich finde es nicht besonders mutig zu sagen, dass ich manchmal den Arsch nicht hoch bekomme. Und es ist super wenn du Mode machst, denn das willst DU! Und es ist toll, dass du weißt, was du willst.

  26. Visionen, gute Absichten und mitreißende Reden sind nie schlecht.

    Die Annahme, dass sich durch *einen* solchen Act fühlbar etwas ändert, halte ich für unrealistisch – und wenn man ebendies *fordert*, wird ein Totschlagargument draus, so ähnlich wie „hat sich was an der globalen Erwärmung geändert durch [Maßnahme]? Nee? Also kann man das auch bleiben lassen“.

    Der Hype zeigt vor allem eines: dass es die Sehnsucht nach Veränderungen gibt. Und das ist doch schon mal ein Startpunkt.

    • Christine

      Ja klar ist es nicht schlecht… Aber so viele Worte langweilen mich. Ich will eben Taten.

  27. Lass sie doch! Die Worte sind klug gewählt – ob sie sich selbst dran hält, ist doch ihr Ding. Natürlich muss jeder selbst sehen was er mit dem Leben anfängt, welche Möglichkeiten er sich verschafft, klarer Fall. Aber mal daran zu erinnern, dass man über Dinge nicht nur nachdenken sollte, sondern (so viele es geht) Träume zu verwirklichen, finde ich nicht verkehrt. Drum habe auch ich das Video gelikt, so wie ich immer wieder mal Videos like. Ob das letztlich nachhaltig ist, wird sich zeigen.

    • Christine

      Ja, vielleicht denke ich zu nachhaltig…

  28. Hast du mal drüber nachgedacht wenn da gestanden hätte „Christine Neders Video …“ ist 2 Mio geliked worden? Ohne das du es gewollte hast? Du auf einmal von den Medien zum Internethype gemacht werden würdest, und du dann SOLCHE Artikel wie deinen hier über dich lesen müsstest?

    Ich könnte ja noch verstehen wenn sie ein mediengeiles Dschungelmonsterweibchen wäre – aber so empfinde ich deinen Artikel als … weiß nicht … doof :(

    Nur um nicht mit der großen Masse zu schwimmen zu gehen – dagegen zu sein – ist auch irgendwie … naja egal.

    • Christine

      Oh ich habe schon sehr viele solcher Artikel über mich gelesen. Wenn man so etwas macht muss man damit rechnen, dass es nicht jeder toll findet. Ich musste als ich den Artikel gepostet habe auch darüber nachdenken ob ich negative Kommentare ertragen kann. Ich finde es schade, dass wenn man mal eine andere Meinung hat gleich als absolut Anti dargestellt wird. Es ist ja nett, was sie gesagt hat und sie wollte bestimmt kein Internetstar werden, aber ich sage einfach nur, dass mich die Worte nicht sonderlich begeistern. Ich will sehen, wie sie was ändert. So was inspiriert mich.

  29. Aerowena

    [lu-i-dZi] vielen Dank für deine Zeilen. Liebe Christine, du hast mich mit deinem Artikel ein wenig enttäuscht. Allein die Überschrift : „Der FALL Julia Engelmann“ ist schon absolut schlecht gewählt und das war sicher Absicht oder? Da steht eine junge Frau (genau so eine, wie du sie bist) und erzählt uns etwas, etwas…was mich und meinen Mann sowie viele Freunde und Bekannte in meinem Umfeld „berührt“ hat und ja………..zum nachdenken gebracht hat. Worte, die in ihrer Bedeutung noch wertvoller werden, wenn man dann „mal alt“ ist. Ich werde in deinen Augen „alt“ sein, auf jeden Fall an Jahren, ich bin 64 Jahre alt. Für mich wurde dieses Video NICHT durch die Medien „hochgejubelt“, sondern gerade weil sie so vielen Menschen aus der Seele gesprochen hat, wurde dieses Video so oft geteilt. Kein Mensch, kein Video kann einen anderen Menschen ändern oder besser machen, wenn er es nicht will, das muss er selber wollen. Aber es kann zum nachdenken anregen und es kann anstoßen, dass man mal kurz sein eigenes Leben reflektiert und schaut, ob man vielleicht doch noch einen Traum in Angriff nehmen sollte, weil man es schon solange machen wollte. Jeder Mensch hat die freie Wahl, etwas anzunehmen oder nicht, etwas zu ändern oder nicht. Ich habe manchmal das Gefühl, das man in unserer doch schon recht kaltherzigen, gleichgültigen Welt, solche Worte einfach nicht mehr zu schätzen weiß. Je cooler, je besser oder? Gefühle sind allenfalls noch in den Texten einiger Lieder zulässig, aber bitte nur oberflächlich. Julias Worte sind für mich und viele andere Menschen nicht oberflächlich und Medien gesteuert. Sie hat einfach nur deutlich gemacht, dass wir unser Leben auch leben sollten, weil es kurz ist………… ja, ich kann es sagen, auch die 64 Jahre bisher, sind in der Rückschau doch erschreckend kurz gewesen. Also lebt EUER Leben, egal wie, im Alter wirst du merken, ob es so sich so, für dich, richtig anfühlt. Und ja, auch das ist richtig : Zitat: Und um ehrlich zu sein werde ich später auch nie sagen : Du der Artikel in dem Christine Neder gesagt hat,dass das Youtube-Video von Julia Engelmann nie etwas im Leben verändert hat,du das hat meine Leben voll verändert!” …….. auch mein Kommentar wird das Video nicht besser oder schlechter machen, aber an mir sind die Worte von Julia nicht spurlos vorüber gegangen. Ganz liebe Grüße….. Aerowena

    • Christine

      Ja, das kann es alles, aber tut es bei mir eben nicht, weil mir die Substanz fehlt. Ich will lieber hören wie es geht und nicht, was ich tun kann. Vielleicht merke und weiß ich, weil ich in der Medienbranche arbeite, wie so ein Video zu Tode gehypt wird. Natürlich wird dieses Video nicht unser Leben ändern, aber echte Menschen mit ihren Geschichten, die haben mein Leben geändert und ich würde mir wünschen, dass das man gehypt wird. Ich weiß, dass ich mit meinen Texten hier auch nichts groß verändern kann, aber ich möchte euch wenigstens noch den Mehrwert geben und zeige wie es ist, wenn man Julias Worte lebt.

  30. Ich widerspreche :) Manchmal ist es sogar nur ein Blick der das Leben verändert. Denn – wie auch bei dem Video – ist es eben immer exakt genau das, was man selbst mit der Botschaft an sich anfängt. Wer sich nicht ändern möchte, wird es nicht tun. Wer etwas ändern möchte, wird durch die erneute Erinnerung, dass es an einem selbst liegt, vielleicht etwas tun. Dafür gibt es weder Garantie noch Patentrezept. Aber: wenn manche einen kleinen Teil ändern, andere einen minimalen Teil und wieder andere vielleicht doch ihr ganzes derzeitiges Leben: warum nicht aufgrund eines Impulses durch einen nett vorgetragenen Text?

    • Christine

      Könnt ihr ja alle, ich brauch da vielleicht ein bisschen mehr…Will ich mich jetzt nicht ändern nur weil das Video bei mir nichts auslöst?

  31. Oder ganz einfach ausgedrückt: Jemanden „belehren“, wie er es besser machen kann und sollte, nervt einfach. Ja, DAS ging mir nämlich bei dem Video auch echt auf den Kranz – am allermeisten übrigens, das Julia da meint, sie wisse, wie es ist, wenn man alt ist. Das finde ich so kackendreist und anmaßend und respektlos, dass ichs kaum aushalte, auch wenn die Gute das so gar nicht gemeint hat. Ich werde nach ihr suchen, wenn wir alle alt sind, mal schauen, ob sie dann immer noch meint, sie habe es ja damals schon gewusst. Nee, also da stimme ich Christine nun wirklich zu, zwischen „Geschichten erzählen“ und „belehren“ ist ein riesiger Unterschied.
    Danke, ich mag diesen Artikel.

    • Christine

      Danke, aber ich akzeptiere hier alle Meinungen. Ich freue mich auch, wenn Menschen irgendwas aus dem Video ziehen. Ich würde auch gerne mit Julia Engelmann Kaffee trinken gehen wollen, weil mich ihr Leben wirklich interessiert. Ihr Leben und was sie so macht.

  32. Ich empfand den Text nun nicht so das sie damit etwas ändern wollte – ich empfand den Text als „guck mir gehts genauso – ich bin genauso träge und ändere nix – würde ja gerne und versuche es auch …“

    Es gibt nun mal kein „Rezept“ wie man das Leben „richtig“ lebt … erwartest du das? Von einem Video? Von einer 21-jährigen?

    Deine Zeilen oben haben ein wenig einen „ätzenden“ Unterton (nur deshalb hab ich überhaupt reagiert, ich lehne mich normal nicht gerne aus dem Fenster im Netz – gerade wegen solcher Anfeindungen ;)) normal finde ich deine Schreibe nämlich immer „nett“ selbst wenn sie kritisch ist.

    • Christine

      Das ist ein schwieriges Thema, wie ich schon merke, aber wenn mir die Medien suggestieren, dass dieses „Video mein Leben ändert“ dann habe ich eine gewisse Erwartung. Ja klar, vielleicht hat Julia gar nicht diese Erwartung, vielleicht wollte die nur ihren kleinen, süßen Text schreiben und jetzt soll es „das Video sein, dass die Welt verändert“. Ich hasse es im Internet zu diskutieren! Genau weil man sich den Ton, in dem was geschrieben wird, ausdenkt. Ich wollte ebstimmt nicht ätzendes schreiben…

  33. Nein, das kann und will ich gar nicht beurteilen (wollen). Hab nur das totalitäre in Deiner Aussage ein wenig relativeren wollen :)

    • Christine

      Das ist alles ganz nett und süß, der Text und das Lied und Julia wollte das ja auch nur für ihren Auftritt. Doch dann kamen die Medien und haben daraus das „Video des Jahres“ gemacht, das „dein Leben ändert“ und wenn ich mit so einer Erwartung das Video anschauen muss ich sagen, es tut sich nichts bei mir, weil mir eben was persönliches fehlt.

  34. Chris

    Wenn ich schon diese Frage höre/lese, was denn wohl Julia Engelmann mit ihrem Leben macht, dann erscheint mir der Inhalt ihres Textes nicht ganz angekommen zu sein. Sie spricht genau dieses Verhalten darin an. „Immer nur kritisieren, nur nichts selbst anpacken“, das ist es, was hinter so einer Frage steht. Es ist vollkommen egal, was Julia aus ihrem eigenen Leben macht, ob sie den Zeilen ihres Vortrags Folge leisten kann oder nicht. Wenn die Zeilen nur dann Inhalt haben, wenn Sie selbst es zu 100% umsetzen kann, dann frage ich mich, ob die Antworten und Gedanken die hier teilweise geteilt wurden nicht ebenfalls so leer sind. Im Endeffekt ist es immer das Selbe, man kritisiert an anderen immer das am meisten, was man selbst nicht kann/hat/erreicht…
    Julia wollte bestimmt niemanden belehren, mit dem erhobenen Zeigefinger auf etwas Aufmerksam machen o.ä.. Sie hat sich einfach Gedanken gemacht und diese Gedanken in einer wunderbaren Weise, dem Zeitgeist entsprechen, niedergeschrieben. Was ist daran falsch? Dieses Phänomen gibt es mit Sicherheit in nahezu jeder Generation. Wer sich daran stört und gleich Fehler bei Julia sucht, kämpft glaube ich nur selbst damit, dass sie/er an dieser Aufforderung (welcher Julia sicher selbst nachgeht; allein der Ausgang ist ungewiss) scheitern wird und will sich das nicht eingestehen. Es gibt viele Wege den Gedanken die Julia formuliert hat nachzugehen bzw. in die Tat umzusetzen. Es muss nicht immer der „ich-schmeiss-alles-hin-und-fang-bei-null-an-volles-Risiko“-Plan sein. Manche sind auch schon glücklich und merken es nur nicht.

    • Christine

      Also ich könnte nur sagen, wozu ich auch stehe und ich würde sagen, ich packe viel an! Ich habe so viel Feedback bekommen und ich muss sagen, ok, der Text ist nett, geht runter wie Öl, wir schmunzeln ein bisschen und fertig. Die Medien haben ihn zum „Video das unser Leben ändert“ gehypt und wenn ich das Video mit dieser Erwartung anschaue, was Julia vielleicht gar nicht wollt, dann tut das Video leider nichts. Aber im Grunde sollte man schon sagen wozu man steht…
      Aber es stimmt, es muss nicht immer ich schmeiß alles hin Nummer sein.

  35. Christine

    Der Text ist schön, die Moral weniger. Muss ich mich dem Druck aussetzen am Ende meines Lebens unbedingt SUPER tolle oder SUPER spannende Geschichten zu erzählen? Brauche ich täglich Abenteuer damit ich mein facebook Profil oder meinen youtube Channel aufpimpen kann? Es sind doch am Ende Dinge wie Freundschaften, die mein Leben lebenswert machen. Die ruhigen Töne die oft so viel mehr verändern als all die wilden Abenteuer. Ich mag Wartezimmer. Sie räumen einem Zeit für die Gedanken ein die man sich sonst nicht macht…

    • Christine

      Es ist doch schön wenn das jeder für sich rausfindet. Ich brauch Wartezimmer und Abenteuer ;)

  36. Christoph

    Die Aussage „es ändert sich nichts“ spielt in der selben Liga wie „es wird unser Leben verändern“. Es wird ganz sicher das Leben vieler Menschen verändern, und es wird ganz sicher gar nichts im Leben vieler Menschen ändern. Die Argumentation erinnert mich an einen Postillon Artikel mit der Überschrift: „Mehdorn verklagt sich selbst wegen Rufschädigung wegen Anzeige gegen sich selbst“. Die Medien hypen es zu „alles wird sich ändern“ (na und?) und Du sagst „es wird sich gar nichts ändern“, gehst dabei aber auf die Medien ein, weil sie es hypen. ;-)
    Und noch kurz zu meinem eigentlichen Kritikpunkt: Wenn Du ein Auto kaufen möchtest und ich Dir einen VW Golf empfehle (evtl. weil meine Eltern einen fahren, ein Kumpel einen fährt, oder warum auch immer), mir selbst aber keinen leisten kann, darf ich Dir dann den VW gar nicht empfehlen? Vielleicht hat Julia jemanden in näherer Umgebung (Freund, Freundin, Verwandte, Bekannte, etc.), der einfach mal angepackt hat und so glücklich geworden ist, darf sie Dir dann diesen Weg nicht empfehlen, wenn sie selbst es nicht hinbekommt?

  37. Man kann es sehen wie man möchte. Jeder träumt davon, sein Leben zu leben. Sonst würden nicht ‚zig Medien darüber schreiben (und selbst die sitzen oft nur hinter ihrem Schreibtisch). Wie du schon sagtest. Manchmal hält es nur eine Pinkelpause.

    Aber alleine das Stern, Süddeutsche oder Leute wie du darüber schreiben, macht dieses Video zu mehr als nur einer Pinkelpausen-Erinnerung. Und auch wenn das Video nichts verändert, ist es wie mit vielen Medien – man liest oder schaut es mit Begeisterung. Träumt dann ein paar Tage davon und schon hat dich der Alltag wieder erwischt.

    Ich selbst muss sagen, mir hat dieses Video auch nichts gegeben. In den Worten hört man die Tiefe nicht. Sie lösen in mir nicht dieses Gefühl aus.

    Aber es ist eine Erinnerung an das, was viele Menschen möchte. Und irgendwann wird diese eine Erinnerung den Ausschlag geben.

    Und richtig, es muss nicht immer das Abenteuer sein. Deswegen finde ich deinen Versuch jeden Tag 3 Dinge zu finden die dich glücklich gemacht haben super. Denn du hast einmal geschrieben, dass es gar nicht so einfach ist immer etwas zu finden. Weil wir einfach den Blick, das Gespür dafür verloren haben, die kleinen Dinge zu schätzen.

    • Christine

      Ja, es fasziniert mich, dass all diese Medien drauf anspringen. Ich glaube aus der Faszination heraus habe ich auch etwas darüber geschrieben und mittlerweile frage ich mich, ob Julia Engelmann das überhaupt alles wollte, ein Youtube-Star werden, einen Vortrag halten, der „Leben ändern“ soll…

  38. Wolfgang

    Es war eine Veranstaltung in der Julia ihre Gedanken in Worte fasste. Andere Wort- und Liedkünstler machen das auch (Kabarettisten, Liedermacher, Bands…). Es gibt Menschen, denen gefallen bestimmte Gedanken weil sie ihren eigenen entsprechen. Es gibt Menschen, die nehmen sich gehörte Worte zu Herzen, denken darüber nach und verändern unter Umständen ihr Verhalten. Und es gibt Zuhörer, die einfach nur applaudieren. Was ist daran verwerflich? Und unsere Medien springen nun mal auf alles, was von wirklichen Problemen ablenkt.

    • Christine

      Ja, stimmt alles. Da ist nichts dran, außer, dass mir diese Worte eben nichts gegeben habe und ich das geäußert habe und mir komischerweise am Ende des Tages ein bisschen wie ein „verkehrter Mensch“ vorkomme…

  39. Möp

    mich inspiriert das auch nicht…zudem sie ja am ende auch nicht mehr sagt als der songtext eh schon aussagt…vielleicht etwas weiter gedacht. aber also ich denke schon auch selber über liedtexte nach und des englischen bin ich ebenfalls mächtig sie hat mir nix gesagt, dass mir das lied nicht auch schon gesagt hat, also versteh ich den hype nicht.

  40. Die Aussage dahinter mag ja wahr und wichtig sein, ich finde nur den Vortrag und die Wortwahl ziemlich bescheiden. Entsprechend verwundert bin ich, dass das Video so gut ankommt. Texte, die in diese Richtung gehen, habe ich schon weitaus besser präsentiert bekommen.

  41. Karo

    Genau, das dachte ich auch als ich dieses Video sah. Guter Text, aber wurde alles schon mehrmals gesagt….

    • Christine

      Hätte ich schon vorher gelesen, dass es schon gesagt wurde, hätte ich mir noch mal überlegt, ob ich es wirklich veröffentliche ;)

  42. Philipp SW ;)

    Ich find sie einfach nur süß und sympatisch ^^ Und es ist ja auch eine Kunst die Massen so für das zu begeistern was man selber gerne tut. In ihrem Fall „Poetry“ und Schauspielerei. Und genau genommen lebt sie ja auch ihren Traum. Wie du selbst geschrieben hast is es egal wie groß oder klein diese sind. ;)

  43. Jules

    Wenn man so abweisend denkt wird es auch kein Leben ändern.

    Aber ich bin fest davon überzeugt, dass man sein Leben ändern kann wenn man es wirklich möchte. Solche Videos können dann Antrieb sein etwas zu tun.

    Und ja! Julia Engelann darf genau da stehen und das sagen! Bevor sie dort stand hat sie es schon bis ins Tv geschafft und an ihrer Schauspiel Karriere gearbeitet und sich dann für ihr Psychologie Studium entschieden.

    Ich finde es gut, dass Du den Beitrag kritisch beleuchtest und mit Sicherheit wird keiner in der Zukunft auf dieses Video verweisen…aber es sind die kleinen Schritte zum Erfolg.

    Man muss doch nicht immer gleich so schwarz und weiß sein.

    Liebste Grüße Jules:)

  44. Aerowena

    Entschuldige Christine, aber wenn ich deine Kommentare hier so durchlese, sieht es ganz deutlich so aus, dass du auf dieses Video oder auf Julia neidisch bist, weil du diese Aufmerksamkeit mit deinem Block oder kleinen Gastauftritten, z.B. bei RTL, noch nicht erreicht hast. Das ist sehr schade, habe ich doch „deinen Weg“ immer gerne beobachtet. Du bist nicht Julia, du bist Christine und die hat mir bisher sehr gut gefallen. Liebe Grüße Aerowena

    • Christine

      Ich finde es auch sehr schade, dass ihr immer noch an Neid, Neid, Neid denkt, wenn ich mal eine andere Meinung habe. Ich bin absolut glücklich mit dem was ich tue und kann mich überhaupt nicht beschweren. Aber siehst du, du denkst mit meinen „Gastauftritten“ bin ich nicht glücklich, ich will mehr und wenn immer andere denken, man soll mehr wollen, dann rennt man vielleicht in eine Richtung, die man gar nicht will. Und das ist ein Punkt, den ich auch an den Video kritisiere. Viele wollen gar nicht mehr und wollen sich auch nicht immer schlecht fühlen, wenn sie einfach im Wartezimmer sitzen. Mir reicht was ich habe, nämlich eine Meinung!

  45. Preexo

    Vorneweg: Das ist dein Blog und deine Plattform, um deine Meinung uns Lesern kundzutun. Ich freue mich sehr das du davon regelmäßig Gebrauch machst und auch mal äußerst wenn dir etwas aufstößt!

    Zum Fall Engelmann:
    Poesi is wirklich nicht mein Ding und ich hab mir auch keinen einzigen dieser Sätze und Metaphern von ihr merken können – das anscheinend ein „Wartezimmer“ in ihrem Text vorgekommen ist, entnehme ich den Kommentaren hier :D
    Also habe ich mir schon während des Videos gedacht – „na toll, was ist jetzt so besonders daran…?“ Klang für mich alles nach einem sehr intellektuellen „yolo“ – ein super tolles Motto, aber auch wirklich ALT!!

    Erst nach ein paar Tagen habe ich dann jedoch nach und nach immer mehr Anerkennung für Frau Engelmann finden können. Mittlerweile bin ich schwer beeindruckt. Nicht wirklich von den einzelnen Worten und Metaphern, nicht von dem Inhalt, nicht von der ach so krassen Message. Ich bin eigentlich nur beeindruckt von der bloßen Leistung, so viele Views in so kurzer Zeit für ein Youtube Video zu bekommen :D Wahnsinn!! Und jetzt können wir doch mal anfangen darüber zu reden was in diesem Video richtig gemacht wurde oder welche äußeren Umstände zu dieser abnormen Zahl geführt haben. Wenn wir den Inhalt einfach auf ein „yolo“ runterbrechen, lohnt es sich auch nicht mehr über die Message zu spekulieren – ich würde mich lieber auf die sozialen Netzwerke, youtube, die Geschwindigkeit mit der Dinge im Internet verbreitet werden können, virales Marketing, die Wahrscheinlichkeit anderer Videos so groß rauszukommen und und und konzentrieren…
    Vielleicht kommt dabei am Ende aber auch nur raus, das sie einfach Glück gehabt hat und der Zufall wollte das sie aus Milliarden von Videos hervorgeht.
    Vielleicht irre ich mich auch und Ihre Worte sind tatsächlich ausgesprochen gut und treffen genau den Nerv… (nicht meinen zumindest)
    Ganz egal eigentlich, denn eins hat sie auf jeden Fall schon erreicht – du wirst dich ganz bestimmt noch in 10 Jahren an Ihrem Namen, ihre Teilnahme am Wettbewerb und an diesen Blogeintrag erinnern – ich zumindest werde das ganz bestimmt!
    Find ich irgendwie geil diese Vorstellung!!^^

    • Christine

      Oh, ich habe ein schlechtes Gedächtnis ;) Aber ja, vielleicht erinnere ich mich noch dran. Aber ansonsten muss ich sagen, glaube ich oder würde auch sagen weiß ich, dass so eine Viralität sehr, sehr viel mit Glück zu tun hat!

  46. Caissa

    Julia hat zu vielen Diskussionen angeregt, tausende Leute tauschen sich nur darüber aus. Wer redet denkt nach und macht keinen Unsinn, wird gewalttätig etc
    Damit ist sie schon erfolgreicher als zB dieser Blog auf den ich übrigens ohne Julia nie gestoßen wäre. So profitiert auch dieser Blog davon, so man sich denn auch über abweichende Meinungen freut.

    • Christine

      Na ja, ich glaube es gibt auch Menschen die denken und dabei ganz großen Unsinn machen …

  47. ralf k

    LEBEN UND LEBEN LASSEN!

    • Christine

      Klar, aber trotzdem kann man ja eine Meinung haben ;)

  48. Hei liebe Christine,
    ich habe letztens Julias Poetryslam im Deutschunterricht behandelt. Ich weiß, ganz tolles Thema. Na ja jedenfalls haben wir alle eine Art Leserbrief an Julia verfasst und ich dachte, vielleicht hast du Lust, dir meinen mal durchzulesen :) Denn ich denke, wir stimmen da schon etwas überein. Liebe Grüße, Lilly :)

    Leserbrief Poetryslam Julia Engelmann, One Day/ Reckoning Text
    Liebe Julia,
    gerade haben wir uns deinen Poetryslam im Deutschunterricht angehört und waren ganz begeistert, vom Einbauen des „One day“-Songs von Asaf Avidan.
    Danach sollten wir mit unserem Tischnachbarn über die Wirkung, die Gefühle und Ideen zu deinem Text, austauschen.
    Ich konnte nur Dinge wie „Richtig gut“, „Die hat so recht.“ und „Voll cool, es ist echt so und jetzt hat man Lust, das Leben zu leben.“, aufschnappen.
    Ich sage erst mal nichts und denke mir dann meinen Teil.
    So gesehen ist dein Text ziemlich gut. Lese ich ihn so, überkommt mich auch ein Nostalgie ähnliches Gefühl. Vielleicht die Freiheit, die man als Kind erlebt hat.
    Deine Selbstreflektion und Selbstkritik, macht das Ganze interessant. „Ich würd‘ gern so vieles tun…, aber ich werd‘ eh nie alles schaffen, also fang‘ ich gar nicht an.“, auch der Aufbau deines Textes gefällt mir. Von Ich bis zu Uns, eine sehr gute Idee. Theoretisch alles eine gute Idee.
    Ich frage mich nur, warum sich durch diesen Text bei dir auf einmal etwas ändern sollte. Es ist wie Silvester. Man könnte sich an jedem Tag neue Vorsätze machen, und doch tun wir es am Ende des Jahres.
    Wie du ja in deinem Text selber sagst, immer, wenn man sich etwas vornimmt, tut man es später eh nicht. Also warum in einem Text alles festhalten und vornehmen, wenn wir das Ergebnis doch eigentlich schon kennen?
    Du lebst auch jetzt schon. Dein Leben beginnt nicht, bloß weil du aufregende Sachen tust.
    Ich nehme einfach mal an, du bist mit deinem Leben im Moment nicht ganz zufrieden, weil es dir zu normal ist. Du lebst es, aber es ist ein normales Leben. Um es dann in deinen Augen zu einem „Leben“ zu machen, musst du außergewöhnliche Dinge tun?
    Ich sehe den Sinn hinter dem Text nicht ganz. Für mich ist er nicht gerade motivierend. Vielleicht lag das auch an der Vortragsweise. Bei mir blieb die Aufregung, gleich etwas Neues zu erleben leider aus, nachdem ich mir deinen Auftritt ansah.
    Nur du selbst kannst deine Verklemmtheit ablegen und etwas erleben. Darüber braucht man nicht lange nachdenken.
    „Der Sinn des Lebens ist leben“, es muss jeder selbst definieren, was er darunter versteht. Ich zumindest lebe mein Leben und es ist ziemlich normal.
    Immerhin sitze ich gerade in der Schule und als die Wolken lila waren, da war ich auf dem Weg hierher.

    • Christine

      Vielen Dank! Wirklich interessant! Habt ihr den Brief abgeschickt?

  49. Dankeschön :)
    Ne, noch nicht, aber wir haben es vor. Ist nur bisschen schwer, sie zu kontaktieren, wegen des ganzen ‚Rummels um ihre Person‘, wie es so schön genannt wird :D

  50. Friedrich

    Liebe christine,
    Zufällig lese ich hier, also auch Deine Kommentare, dass dich w i r k l i c h e erlebnisse oder konkrete beispielhafte menschen mehr interessieren und mitreißen als dieser Text.
    Diese immer wiederkehrenden anmerkungen haben mich frustriert. Was julia meiner kenntnis nach machen wollte? : einen guten Text gut vortragen. Ob der text „gut“ ist, müssen künstler beurteilen, ob gut vorgetragen, schauspielerinnen. Schauspiel ist keine „moralische“ Bühne.
    Etwas g a n z anderes ist, wozu der vortrag von anderen benutzt oder missbraucht wurde…
    Friedrich

    • Christine

      Ja, da hast du Recht. Zu der Erkenntnis bin ich auch schon in den oberen Kommentaren gekommen.

  51. Hey Christine, nun ist das Ganze schon lange her, entschuldige meine späte Antwort. Aber ich möchte trotzdem sagen, dass ich es sehr schade finde, dass man in den Kommentaren dir immer mehr anmerkt, dass du dich irgendwie für deine Kritik schämst. Das kann nicht richtig sein bei einer Meinungsvielfalt, die in der Kunst doch geschuldet ist.

    Wer dagegen ist, ist gleich neidisch. „Lasst sie doch“, ist ein Kommentar, den ich niemals in Kauf nehmen werde, wenn es darum geht, die vorherrschende Lyrik zu retten.
    Eigentlich heißt das „Ihr müsst es ja nicht anschauen“ soviel wie: „Bitte, bitte, lasst uns immer alle schön alle einer Meinung sein, damit das alles hier nicht eskaliert.“

    Man stelle mal vor jemand hätte zu Reich-Ranicki gesagt: „Jetzt sei doch nicht so gemein!“

    Hihi.

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