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Lilies Diary | 09. November 2017

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3 Kommentare

Surfen in Irland – wo Träume wahr werden

Christine

Ich bekomme jeden Tag unzählige Mails. Die meisten haben im Betreff Newsletter und landen direkt im Papierkorb, die anderen sind von Menschen, mit denen man für Kooperationen in Kontakt steht und dann gibt es die Mails, die mich kurz entführen. Die mich aus dem Alltag reisen und verzaubern. So wie die Mail von Ilona. Voller Leidenschaft berichtet sie mir von ihrer letzten Reise – Surfen in Irland. Ich war so angetan, dass ich sie gefragt habe, ob sie nicht darüber schreiben möchte, denn ich denke, es gefällt euch auch. Voilà, hier ist Ilonas Reisebericht.

Regenbogen über Tullan Strand

Surfen in Irland – das beste Gefühl, das ich jemals hatte

Du vergisst alles: die Zeit, deine Sorgen, die anderen um dich herum. Du schließt mit dir selbst und der Welt Frieden und genießt jeden einzelnen Augenblick. Dich interessiert es nicht, ob der süße Typ von eben dich immer noch am abchecken ist. Alles was zählt ist die nächste Welle. Der komplette Ozean wird mit wachen Augen nach der perfekten Welle abgesucht, wobei du immer noch das Salzwasser von deiner letzten Bruchlandung schmeckst und Adrenalin durch deine Adern rauscht. Dann kommt sie auf dich zu, womöglich die Welle deines Lebens. Du schmeißt dich so schnell es geht aufs Brett, paddelst mit voller Gewalt gegen die Wassermassen an, nimmst die Welle, und ehe du dich versiehst, stehst du. Du bist überglücklich. Das beste Gefühl was du jemals erlebt hast!
Genau so erging es mir, als ich das erste Mal surfen in Irland war. Klingt mega kitschig, aber egal. Jeder, der es schon einmal ausprobiert hat, weiß wovon ich rede. Die Sucht, für den Rest deines Lebens einfach nur zu surfen, überkommt dich direkt nach der ersten Welle. Unfassbar, aber unfassbar gut!

Surfen in Irland – in Irland?!?!

Diese Erfahrung durfte ich in einem Land machen, von dem manch einer denkt, dort gäbe es nur unendliche grüne Weiden und Unmengen von Schafen und Kühen und Guinness ist das Staatsgetränk. Jetzt sollte es klingeln; ja richtig, die Rede ist von Irland. Die grüne Insel. In Irland gibt es jedoch außer flauschigen, knuffigen Schäfchen und einer atemberaubenden Natur auch noch den perfekten Ort um das Surfen auszuprobieren, nämlich Irlands Surf Mekka Bundoran, ein kleines Küstenstädtchen im Nordwesten des Landes.

Surfstunde

Surfen in Irland – die beste Surfschule

Die beste Surfschule ist wohl das TurfnSurf, welches zugleich auch ein Hostel ist. Sie bieten auch Blokarting, Kajak fahren und Touren durch Irland an. Man kann sich dort einfach nur pudelwohl fühlen, wenn man als Fremder so herzlich empfangen wird und sich nach kurzer Zeit wie ein Teil einer kleinen Familie fühlt. Das liegt schlicht weg an den tollen Menschen, die dort arbeiten: voller Lebensfreude, verdammt lustig und warmherzig, die ihren Job als Motivationscoach und Surflehrer fantastisch machen.

Surfleher

Ich hatte ganz schön Bammel vor meiner aller ersten Surfstunde. Albträume plagten mich. Aber bunte 20 Meter lange Haie, die dich in flachem Wasser zum Frühstück vernaschen, sind dann doch wohl eher sehr unwahrscheinlich. Die engagierten Surflehrer nehmen dir nach nur ein paar Minuten mit viel Humor und Witz deine Angst. Nach einer kurzen Einweisung am Strand von Surfinstructor Joe, stürzten wir uns voller Tatendrang ins Wasser. Und dann kam sie: die erste Welle meines Lebens. Genommen, gestanden, runtergefallen, von der Sucht ergriffen und die nächsten drei Tage durchgesurft.
Ich hätte ja nie gedacht, dass mich das Surfen so runterbringen und entspannen würde, aber es ist wahr! Man kann einfach an nichts anderes denken als an die nächste Welle und wie du von deinem Brett wieder in den Stand kommst. Das ist einfach krass! Und du merkst nicht, wie die Zeit verfliegt. So soll es doch sein mit den schönsten Sachen im Leben, oder?

Ein Ort, an dem man für immer bleiben möchte

Und allein schon der Blick aus dem Common Room, lässt dich nicht mehr gehen wollen.
Das ganze Städtchen ist einfach nur fantastisch. Süß, klein, schnuckelig, perfekt zum Entspannen und um die Seele baumeln zu lassen. Das Beste, um den Abend ausklingen zu lassen und nostalgisch den eigenen Gedanken nachzuhängen, ist einen Sonnenuntergang an den so typischen Steilküsten zu genießen. Man sitzt einfach dort, starrt auf das Meer und merkt: „Mist, hier willst du verdammt nochmal nie mehr weg!“

Bundorans Küste

Kein Wunder! Denn das ganze Land ist bevölkert von schrecklich herzlichen Menschen, die dich sogar an der Kasse nach einem stressigen Tag mit einem Lächeln empfangen und fragen, wie dein Tag gelaufen ist. Einfach wunderbar.

Typisch Irland!

Diese wenigen Tage in Bundoran haben mir gezeigt, dass es meistens die kleinen Dinge sind, die uns mit Glück erfüllen – wie das Surfen. Allein wenn du es geschafft hast auf dem Brett zu stehen, flippst du komplett aus und jubelst als hättest du den Jackpot gewonnen. Eigentlich hat man das auch, den emotionalen Jackpot. Surfen ist Balsam für die Seele und hat zumindest mich wieder auf die richtige Spur gebracht.
Bevor ich nach Irland kam, hatte ich mir vorgenommen – so schwachsinnig sich es auch anhören mag- wieder das Positive im Leben zu sehen, mit mir selbst ins Reine zu kommen und jeden verdammten Moment voll auszukosten. Einfach zu Leben! Und genau das, hat mir das Surfen gegeben. Deswegen möchte ich mit meinem grauenvoll emotionalen Text den Menschen danken, die mir das Surfen gelehrt haben – Thanks guys!
Vielleicht wollt ihr auch das beste Gefühl ever erleben und euch eine Auszeit gönnen oder Irland unsicher machen. Es lohnt sich definitiv.
In diesem Sinne, sláinte – Prost;)

Blick aus dem Common Room

Der Sonnenuntergang

Sonnenuntergang genießen

Durchatmen

Sonnenuntergang Surfen;Lachen

 

Kommentare

  1. koko lotte

    Ilona, das hast Du sehr sehr angenehm geschrieben. Wenn ich nicht schon surfen würde, müsste ich mich jetzt in meinen hautengen Neoprenanzug zwängen. Leb das Gefühl weiter. Es lässt uns alle wachsen.

  2. Wie schön! Ich hab meinen Reisebericht von Irland gestern mal geschrieben und wir waren auch in Bundoran. Leider nur im März in der Nebensaison aber ich kann ein klein wenig nachempfinden wie es dir geht. Das Meer in Irland ist irgendwie anders als woanders auf der Welt. Ursprünglicher oder so.
    Warst du in Bundoran auch im Maddens Pub? Der ist direkt gegenüber vom Strand und überall im Pub hängen Surfboards, Maoi Masken und solch cooler Surfer Kram :D
    Hat mir super gefallen!

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