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Lilies Diary | 30. November 2017

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3 Kommentare

Südaustralien – das atemberaubende Barossa Valley

Gastautoren

Wenn ihr nicht gerade eingefleischte Australien-Fans oder Weinliebhaber seid, dann habt ihr vielleicht noch nie zuvor vom Barossa Valley gehört. Das wäre keine Schande – für mich war die Existenz dieser Region auch neu. Nachdem ich dort war, werde ich diese Gegend in Südaustralien aber sicherlich nicht so schnell vergessen. Das Barossa Valley ist das bekannteste Weinanbaugebiet Australiens und befindet sich etwa eine Autostunde von Adelaide entfernt. Weiterhin bekannt wurde die Region durch eine australische Dramaserie: McLouds Töchter lief von 2001 bis 2009 und spielte auf Drover’s Run, einer Farm im australischen Outback. Diese Farm gibt es wirklich, sie ist heute ein luxuriöses Hotel, heißt Kingsford Homestead und ich werde dort übernachten. Wow. Aber erstmal zurück zum Anfang der Barossa Valley-Tour.

 Barossa Valley Lilies-Diary-Sonnenuntergang

Die Landschaft im Barossa Valley ist atemberaubend

 Barossa Valley - Weinfelder2

DAS Weinanbaugebiet Südaustraliens

 Barossa Valley-Ausblick

Mit dem Rad durch die Weinfelder

Mein australischer Guide Peter, der mich schon in Adelaide City herumgeführt hat, unternimmt mit mir auch die zweitägige Tour ins Barossa Valley. Ich selbst bin keine Weintrinkerin, trotzdem freue ich mich auf unseren ersten Stop Jacobs Creek, dem Sitz einer der größten australischen Weinmarken. Hier, eingebettet in schönster Natur, kann man sehen, wie der Wein hergestellt wird, man kann an einem Wine-Tasting teilnehmen, genauso aber auch Fahrräder ausleihen, eine kleine Tour machen und im Anschluss ein Picknick genießen. Und genau das machen wir – Rad fahren durch die hügelige Landschaft, durch die Weinberge, unter der australischen Sommersonne, die zum Glück während meines Aufenthalts weniger sengend ist, als ich befürchtet habe. Und dann gibt es ein Picknick wie aus dem Märchen. So ungefähr muss es im Schlaraffenland sein. Es ist sogar auf meine etwas schwierigen Essbedürfnisse abgestimmt, also vegetarisch und glutenfrei: Salate, Fladenbrot, Dips, Kuchen und Obst. Wirklich alles was Herz und Magen begehren ist dabei.

Barossa-Picknick

Bei dem Picknick läuft einem das Wasser im Munde zusammen

Barossa-Jacobs-Creek-Schild

Das Heim von McLouds Töchtern – mittem im Barossa Valley

Nach einem wunderschönen Nachmittag fahren wir weiter. Ich schaue aus dem Fenster, lasse die Landschaft an mir vorbeiziehen und bin hin und weg. Unser Ziel ist Kingsford Homestead. Leider habe ich McLouds Töchter nie gesehen, aber schon allein von der Webseite des Hotels war ich beeindruckt und bin mehr als gespannt. Und dann kommen wir an – mitten im Nichts, beziehungsweise in der Weite der Natur, steht ein Anwesen mit blühendem Garten. In diesem Moment kann ich mir gar nicht vorstellen, dass Adelaide nur etwa 70 Kilometer entfernt liegt. Noch weniger kann ich mir ausmalen, dass hier mehr als sieben Jahre am Stück gefilmt wurde. Ich darf übrigens im Schlafzimmer der Hauptdarstellerin der Serie schlafen. Aber auch für Nichtkenner der Serie, wie mich, ist der Aufenthalt so oder so beeindruckend: die australische Weite, der atemberaubende Sonnenuntergang, die Tiergeräusche bei Nacht und dann auch noch das Bad im Dschungel. Ja, ihr habt richtig gelesen. Das Kingsford Homestead bietet ein Dschungelbad an, in einer Badewanne, die mitten in der Natur steht. Das ist schon ziemlich einmalig, oder?

Barossa-Haus-McLouds-Daughters

Kingsford Homestead – bekannt aus McLouds Töchter

Barossa-Badewanne-mit-mir

Ein kulinarischer Ausflug durch die Region

Am nächsten Tag, nach einem leckeren stärkenden Frühstück, geht der Barossa-Trip weiter. Peter hat noch eine ganze Liste mit interessanten Orten, die wir abklappern wollen. Mittlerweile kenne ich ihn ja auch schon ganz gut und weiß, dass diese Stops zu 99 % meinen Geschmack treffen werden. Im Laufe des Tages werden wir noch bei mehreren tollen Läden und Restaurants sowie bei einer Lodge anhalten.

Maggie’s Farm Shop

Der Shop und das Cafe von Maggie Beer haben absolut nichts mit Bier zu tun, wie ich zunächst vermutete. Beer ist einfach nur der Nachname einer tollen Frau, die ihr Leben dem Essen gewidmet hat und sowohl Köchin, Kochbuchautorin als auch Besitzerin einer Essensmanufaktur, eben jenes Farm Shops, ist. Hier gibt es jede Menge köstliche Produkte zu kaufen, zu bestaunen und fast alles kann auch probiert werden. Nutella bedeutet euch gar nichts mehr, wenn ihr erstmal Maggies zahlreiche süße Brotaufstriche durchprobiert habt. Ein Café-Restaurant gehört auch zum Shop und Kochkurse bietet Maggie natürlich auch an. Nichts wie hin.

Barossa-Maggies-Beer-Farm

In Maggies Shop gibt es jede Menge Köstlichkeiten

Barossa-Ausblick-Maggie

Seppeltsfielt und Jam Factory

Seppeltsfield ist eine weitere Winery im Barossa Valley. Das Anwesen ist wunderschön – ein historisches Gebäude, dessen Grundstück von Palmen gesäumt wird. Natürlich kann man sich auch hier durch zahlreiche Weinseiten kosten, zudem kann man im schönen, neu renovierten Restaurant exquisit speisen. Doch in Seppeltsfield gibt es auch noch Kunst. Denn hier befindet sich die Jam Factory. Wieder könnte der Name in die Irre führen, denn Marmelade gibt es hier nicht. Vielmehr handelt es sich um eine Kunstgalerie mit angegliedertem Laden. Und hier haben die Künstler auch ihre Studios – bis zu zwölf Schaffende finden in den Räumlichkeiten Platz, um an ihrer Kunst zu arbeiten.

Barossa-Seppeltsfield

Lodge „The Louise“

Einer unserer Stopps im Barossa Valley ist The Louise, ein Hotelanwesen, das zu den Luxury Lodges of Australia zählt. Hier gibt es gerade mal fünfzehn Suiten, alle mit eigener Terrasse. Aber auch einen Pool und ein Restaurant gehören dazu. Um dort zu essen, muss man kein Gast des Hotels sein, so dass sich ein Besuch von The Louise auch nur für den Restaurantbesuch lohnt. Mein Tipp: Die Sonnenuntergänge hier im Outback sind der Wahnsinn. Warum also nicht einfach zum Dinner hier her kommen?!

Barossa-Lodge

Mitten im Outback – die Lodge „The Louise“

Barossa-Sonnenuntergang2

Barossa Valley Cheese and Co

Käse machen, das können die Australier auch. Überzeugen kann man sich davon unter anderem im The Barossa Valley Cheese and Co, einem Laden in Angaston, in dem die Firmengründerin Victoria den Käse auch herstellen lässt. Mittlerweile gibt es 25 Sorten des mehr als wohlschmeckenden Käses und Victoria räumt mit ihren Kreationen einen Preis nach dem anderen ab. Cool designte Küchen-Pieces gibt es in dem Shop übrigens auch zu kaufen.

Barossa-Kaeseladen

Käse und schöne Deko – perfekte Mischung

Barossa-Kaeseladen2

Ich hatte „the time of my life“ im Barossa Valley. Und falls euch meine bisherigen Worte noch nicht von der Region überzeugt haben, dann werden es auf jeden Fall die folgenden Bilder tun.

Barossa-Picknick2

In meinem Leben habe ich noch nie so lecker gepicknickt

Barossa-Schachspiel

Ein Traum für jeden Schachliebhaber

Barossa-ich-am-Tisch

Ich genieße die Stille des frühen abends im Outback

Barossa-Weinfass

Wein gibt es überall im Barossa Valley

Jacobs-Creek-Weinfelder

Diese Weite …

bunte-Pflanzen

… und die Farben!

Barossa-Weinfelder3

Jacobs Creek – bekannt für hochqualitativen Wein

Weinskulptur

Sogar die Kunst ist an das Thema Wein angelehnt

Barossa-Eingang-Villa

Der Eingang von Kingsford Homestead

Barossa-Salat

Das Essen dort ist auch nicht ohne

Barossa-Zimmer

Gut gebettet schläft es sich tief und entspannt

Barossa-Weinfelder

Hier will doch jeder bleiben, oder?

 Barossa Valley Abendlandschaft

Text & Fotos: Katharina Perlbach

Kommentare

  1. Im Barossa Valley/Kingsford Homestead war ich leider nur 2,5 Tage von unseren 4 Wochen Australien. Allerdings habe ich in der selben Badewanne gesessen und ein Bushbath genossen. Das Kingsford Homestead ist ein Traum fernab vom Großstadttreiben. Auch ich habe zuvor niemals die Serie gesehen aber John, der Gastgeber, hat uns über alle Details aufgeklärt. Diese Natur – dieses Licht – diese Weite – ich kann das so gut nachvollziehen.

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