Der Wecker klingelt, wir drücken 10-20x auf Schlummermodus, hoffe, dass ein Wunder passiert und wir einfach liegen bleiben können, zufällig Sonntag ist, zufällig ein Feiertag ist, doch leider keins von beiden eintritt. Aufstehen! Schnell ins Bad, viel zu spät dran, irgendwelche Klamotten anziehen, die rumliegen, Kaffee machen, parallel ein Brötchen in den Mund stopfen und die Haare kämmen. Was schon so spät? Der frisch gebrühte Kaffee ist noch zu heiß, doch wir müssen los, also bleibt er stehen und wir gehen, im Schnellschritt Richtung Bahn. Vielleicht treten wir auf dem Weg dorthin noch in einen Hundehaufen, der mitten auf der Straße liegt oder regen uns über den Typen auf, der vor uns viel zu langsam geht oder darüber, dass wir um 20 Sekunden die Bahn verpasst haben. Shit.

Christine-Neder

Ja Shit, wie kann man denn so in den Tag starten? Und sich dann wundern, dass man schlechte Laune hat? Ne, so geht das nicht! Hier ein paar Tipps und Rituale, wie ihr entspannt, glücklich und zufrieden in den Tag startet.

1. Morgens glücklich: Zeit nehmen zum „in sich hinein hören“
Also ganz ehrlich, wenn ihr morgens aufwacht und schon keinen Bock auf den ganzen Tag habt, weil euch die Arbeit nervt, die Kollegen nerven, die Freunde nerven, dann kann ich euch mit den Morgenritualen auch nicht helfen. Dann solltet ihr vielleicht wirklich mal im Bett bleiben und nachdenken über euren Alltag und euer Leben und ob ihr glücklich damit seid. Dazu habe ich erst letzte Woche einen Post geschrieben „Selbstständig werden – Raus aus dem Hamsterrad“.

2. Morgens glücklich: Der richtige Klingelton muss her
Also ich habe keine gute Laune, wenn mich ein schriller Piepston weckt, von dem ich von zwei Stunden später ein Rauschen im Ohr habe. Der Weckton ist das A und O. Lasst euch von eurem Lieblingslied wecken oder noch besser, vom Meeresrauschen, das langsam immer lauter wird. Es gibt auch spezielle Lampen, die angeblich ein erholsames Wecken versprechen, indem sie langesam immer heller werden.

Meer

3. Morgens glücklich: 5 Minuten dankbar sein
Verzichtet lieber auf die letzten 5 Minuten im Schlummermodus, macht die Augen auf, streckt euch und überlegt, für was ihr eigentlich alles dankbar sein könnt. Für das Dach über eurem Kopf, die kuschlige Bettdecke, den Mann oder die Frau an eurer Seite, die Menschen in eurem Herzen, dass ihr einen Job habt, gebraucht werdet, jeden Tag neue Dinge lernen dürft… Wenn man mal genau darüber nachdenkt, kommen da eine Menge Sachen zusammen!

4. Morgens glücklich: Frühstücken!
Macht euch einen Kaffee, setzt euch gemütlich an den Küchentisch und frühstückt. Die 15 Minuten weniger Schlaf, die ihr mit Frühstücken verbringt, tun so gut. Denkt dabei über euren Tag nach. Was müsst ihr heute erledigen und was könnt ihr tun, um ein bisschen Vorfreude zu bekommen? Plant was Schönes für den Abend, trefft euch in den Mittagspause mit einer Freundin zum Essen oder genießt die Zeit, geht spazieren, setzt euch auf eine Parkbank und entspannt. Wenn man Früh schon etwas hat, auf was man sich freut, dann ist der Tag schon doppelt so schön. Mir reicht es manchmal schon wenn ich weiß, dass ich abends mit meinem Freund zusammen esse. Das macht mich glücklich.

Küche-Christine-Neder

5. Morgens glücklich: Frische Luft am Morgen
Ja, da sind die Hundebesitzer natürlich klar im Vorteil. Da bekommt man mit dem Hund frische Luft inklusive. Sogar dreimal am Tag. Auch wenn es regnet und bitter kalt ist, es tut schon gut früh raus zu gehen und den Tag mit einem Spaziergang an der frischen Luft zu starten. Noch besser: In den Wald gehen und Joggen! Am Anfang super schwer und ihr werdet es vielleicht hassen, aber wenn man es zur Routine macht, dann gibt es einem so viel Endorphine für den Tag.

Boris und Christine Neder

6. Morgens glücklich: Das Tanzbein schwingen
Ja richtig gelesen. Tanzen. Stellt euch vor den Spiegel, macht euer Lieblingslied an und tanzt total abgespackt durch die Wohnung. Dann stellt euch noch vor euch würde jemand beobachten und ihr bekommt 100 pro den ersten Lachanfall des Tages.

7. Morgens glücklich: Inspiration holen
Bücher können so inspirierend sein und einen manchmal fesseln und in eine ganz besondere Stimmung versetzen. Nehmt euch früh Zeit und lest ein paar Seiten in eurem aktuellen Buch. Oder stöbert im Internet ein bisschen rum. Lest einen Blogpost zu einem Thema, das euch gerade interessiert oder hängt ein bisschen auf Pinterest ab. Da gibt es so viele schöne Fotos, die einen glücklich machen und inspirieren.

So, das waren meine Tipps und Tricks, wie ihr hoffentlich am frühen morgen etwas bessere Laune bekommt. Aber ganz ehrlich, wenn auf der Weckeranzeige noch eine 6 steht, dann ist das Aufstehen auf jeden Fall eine Qual… Habt ihr noch Tipps? Dann schreibt sie mir doch in den Kommentaren!

8 Kommentare

  1. Oh was für wundervolle Tipps! Ich bin eigentlich ein Frühaufsteher, aber im Winter mutiere ich zu einem gnadenlosen Morgenmuffel. :( Ich werde deine Hinweise gleich alle morgen ausprobieren, danke für die Bereicherung!

    Schau doch mal vorbei!

    Hugs, Thea

  2. Hi Christine,
    Einfach weniger Arbeiten, ich leiste mir den Luxus einer 24h Woche mit freier Zeiteinteilung. Meine letzte Gehaltsverhandlung war 100€ mehr und 3h weniger arbeiten…
    LG Eric

  3. tolle Tips, nur wer anfängt im Internet oder Büchern zu lesen, verpaßt ganz sicher seine Bahn zur Arbeit, stattdessen lieber hinradeln! Am besten durch einen Park. Das eignet sich besonders gut, wenn man sich im Job geärgert hat. Der Ärger verfliegt beim Radeln durch´s Grüne!
    am Glücklichsten macht es mich, morgens in warmen Wasser zu schwimmen….

  4. Gute Tipps! :) Mir ist das total wichtig, morgens in Ruhe meinen Kaffee zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Da kann man wunderbar noch mal im Kopf sortieren, was man an dem Tag alles vorhat. Da ist es mir auch oft egal, wenn ich dann ein paar Minuten später zur Arbeit komme. So viel Zeit muss sein!

  5. Ein schöner Beitrag mit vielen tollen Tipps, die ich auf jeden Fall in Zukunft versuche umzusetzen! Ich liebe es morgen zu frühstücken und einen Kaffee zu trinken und dabei ein bisschen im Internet zu stöbern, einen Artikel zu lesen oder sonst was. Das hilft mir dabei aufzuwachen!

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